Verbrechen der PASOK-Partei in Griechenland

9. Oktober 2013 / Aktualisiert: 06. April 2020 / Aufrufe: 2.388

Die 90 + 1 Schwerverbrechen der „kriminellen Organisation“ PASOK in Griechenland!

Die PASOK-Partei hat seit ihrer Gründung – und noch viel mehr ab 1981, als sie zu regieren begann – bis heute Schwerverbrechen jeder Art zu Lasten unseres Vaterlandes und der griechischen Bürger verübt. Auf nationaler, politischer, wirtschaftlicher, gesellschaftlicher, aber auch strafrechtlicher Ebene zählen die Akten Dutzende, und daher ist die Partei des Andreas Papandreou, Kostas Simitis, Giorgos Papandreou und heute Evangelos Venizelou die letzte, die in jede beliebige Richtung mit dem Finger drohen und von einer „kriminellen Organisation“ reden darf. Zuerst hätte sie sich in der Position des Angeklagten wegen der Verbrechen und des Unheils anerkennen müssen, die sie verursacht hat und die auf keinen Fall verjähren!

Es ist an der Zeit, Verantwortungen zuzuweisen

So sehr auch viele dieser Fälle, in denen entweder Führungsfiguren oder Anweisungen ausführende „graue“ Personen die Hauptrolle spielten, als vergessen betrachtet werden mögen, ist die Stunde gekommen, sie aus der Schublade (zumindest) der Geschichte hervorzuholen und die Diskussion über die Zuweisung von Verantwortungen wieder zu eröffnen. Die 90 + 1 Akten, die heute (06 Oktober 2913) die „Kyriakatiki Dimokratia“ epigrammatisch präsentiert, stellen nur einen kleinen Teil der „voluminösen Anklageschrift“ dar.

Von den großen Unterschlagungen und dem Koskotas-Skandal der 80er Jahre, dem Verrat von Imia, dem Börsenbetrug und der „Party“ der Olympischen Spiele während der Periode unter Simitis bis zu der nationalen Plünderung mit dem Memorandum und der Zuflucht zum IWF unter Giorgos Papandreou und der „Lagarde-Liste“ des Evangelos Venizelos ist das sich ergebende Material katalytisch und die Anklage unerbittlich.

Die Party der 80er Jahre mit öffentlichen Geldern und staatlichen Aufträgen

1. Der berühmte „Mais-Skandal“ zählte zu den lautesten der ersten acht Jahre unter der PASOK-Regierung, mit dem illegalen Import von zigtausend Tonnen jugoslawischen Maises durch eine staatliche Import- und Export-Firma und dessen anschließender Export in europäische Länder als griechischer Mais. Die Gewinne überstiegen 1,5 Mio. Dollar, während auf den Belegen nur 1 Mio. Drachmen ausgewiesen wurden!

2. 1,5-Mrd.-Skandal zu Lasten der ETVA und zweier seiner Schifffahrts-Gesellschaften, mit dem Ankauf von Schiffen von unbekannten zypriotischen Firmen, die ohne Kapital und ohne Gesellschafter in Erscheinung treten.

3. Vergeudung öffentlicher Gelder bei der Versicherungsgesellschaft „Agrotiki Asfalistiki“. Abgesehen von anderen Rechtswidrigkeiten stellte sie ihren leitenden Angestellten monatliche Gehälter von 25 bis 33 Mio. Drachmen sicher.

4. Fälschungsskandal im Kabinett, mit der illegalen Verlängerung der Amtszeit juristischer Berater der Griechischen Bank.

5. Bei dem Träger für Schulgebäude verlangte ein „grüner“ Funktionär von einer Privatperson 15 Mio. Drachmen, damit deren Grundstück in die Planung des Trägers einbezogen wird.

6. PROMET, 1: Während der offizielle Preis für importierten Kaffee 1.500 Dollar pro Tonne betrug, importierte die staatliche PROMET ihn illegal und stellte ihn überteuert mit 2.000 Dollar pro Tonne in Rechnung.

7. PROMET, 2: Sie kaufte gegen einen Betrag von 250 Mio. Drachmen von einer finnländischen Holzexportfirma Brennholz ein, das von den griechischen Holzverarbeitern als ungeeignet eingestuft wurde und schließlich im Hafen von Elevsina verfaulte.

8. Eine Reihe von Unterschlagungen bei landwirtschaftlichen Exporten in der AGREX.

9. Skandal bei der Nationalbank bezüglich der Veruntreuung von 47 Mio. Drachmen.

10. Gegen Ende 1985 brach der Skandal um den Verleger PASOK-freundlicher Zeitungen, Athanasios Popotas, aus, der wegen Veruntreuung von 57 Mio. Drachmen durch die Nationalbank ins Gefängnis kam. Die Anstifter wurden jedoch niemals bestraft …

11. PYRKAL, 1: Sie verkaufte Geschosse an den Irak gegen 112 Dollar pro Stück und an das griechischen Militär für 201 Dollar.

12. PYRKAL, 2: Sie kaufte die unbrauchbare Reederei für Plastikboote in Lavrio für 370 Mio. Drachmen auf.

13. Bei der DEI gelangten zwei Fälle an das Licht der Öffentlichkeit. Der erste bezog sich auf die Unterschlagung von 500 Mio. Drachmen und der zweite auf eine Vereinbarung über den Ankauf elektrischer Energie aus Albanien, womit der DEI ein Schaden von 120 Mio. Drachmen zugefügt wurde.

14. Ankauf der problematischen Flugzeuge MIRAGE. Andreas Papandreou bestimmte Giorgos Louvaris als Verantwortlichen für den Kauf. Ihre Kosten waren doppelt so hoch wie die laufenden Preise.

15. KYDEP: Der „Weizen-Skandal“. Er schädigte die griechischen Bauern um 910 Mio. Drachmen. Für die Verschleuderung ihrer Produkte wurden zwei Firmen als Vermittler benutzt, mit dem Ergebnis, dass diese Firmen Milliarden verdienen, zu Lasten des griechischen Fiskus.

16. Der Fall „Michalis Stamatelatos“. Ein Unterdirektor der Filiale der Ionischen Volksbank – Freund eines historischen PASOK-Funktionärs – unterschlug 230 Mio. Drachmen und fand sich im Gefängnis wieder.

17. Bei dem OPAP wurden Skandale und Betrügereien unter Verwicklung eines Spitzenfunktionärs der PASOK-Partei verzeichnet.

18. „Koskotas-Skandal“: Der Plan zur Vorherrschaft – an die politischen Entscheidungen der PASOK-Partei angeglichener – „neuer Familien“, mit politischen, wirtschaftlichen und strafrechtlichen Erweiterungen.

19. Griechische Waffenindustrie: Der damalige Verteidigungsminister, Stathis Giotas, erstatte vor seinem Rücktritt persönlich Strafanzeigen wegen schädlicher Handlungen und Unterlassungen und Provisionen in Milliardenhöhe mittels „Geisterfirmen“.

20. Verwicklung des PASOK-Funktionärs – des damaligen Bürgermeisters von Chalkidona, Christos Papadopoulos – sogar auch in die „Gesellschaft der Mörder“.

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  1. Catalina
    9. Oktober 2013, 01:40 | #1

    Dem vielleicht nicht so gut informierten deutschen Leser dieses Blogs sei gesagt, dass dieser „Hetzartikel“ aus einer Zeitung stammt, die vor 2 Jahren auf ihrer Titelseite ein Bild von Angela Merkel in Naziuniform abdruckte und mit dem Satz „Memorandum macht frei – Dachau“ garnierte …

    Der Ausgewogenheit halber dürfen nun natürlich die „Verbrechen der Nea Demokratia“ nicht fehlen. Ich hoffe, der „investigative“ Journalismus geht weiter. Als Einstieg wäre vielleicht der Skandal um das Kloster Vatopedi nicht schlecht. Der dem griechischen Staat dadurch entstandene Schaden wird schon allein mit 100 Millionen Euro beziffert und gehört mit zum größten Supergau der ND-Regierung von Kostas Karamanlis.

    • Team
      9. Oktober 2013, 02:37 | #2

      Ebenfalls sei den „vielleicht nicht so gut informierten deutschen Lesern“ gesagt …
      [Kommentar wurde vom Obermotz gelöscht]

  2. Zambo
    9. Oktober 2013, 07:59 | #3

    Catalina hat vollkommen recht. Natürlich hat die Pasok kräftig abkassiert, aber die Regierung Karamanlis war die schlimmste der jüngeren Zeitgeschichte. Korruption und vor allen Dingen die Einstellung von Parteigenossen und -freunden haben unter ihr ungeahnte Ausmaße erreicht. Plötzlich war auch die Bürokratie wieder da, die unter der vorigen Regierung doch gemindert wurde (z.B. KEP etc.)
    Ich lebe jetzt als Deutsche 25 Jahre in Griechenland und konnte alles mit etwas Abstand sehr gut beobachten.
    Ich finde es nicht gut vom Team, wenn doch recht richtige und objektive Beiträge gedeckelt werden, während komische Hetzkampagnen und wilde Verschwörungstheorien eine Plattform bekommen. Dies ist aber leider hier in Griechenland, gang und gäbe.

  3. ToyX
    9. Oktober 2013, 10:23 | #4

    Oloi Kleftes einai, die schlimmsten aber, waren die grünen !

  4. GR-Block
    9. Oktober 2013, 13:14 | #5

    @Catalina
    Liebe Catalina, nehmen Sie bitte dass alles nicht so ernst. Wir sind keine Parlamentarier sondern Blogger. Wir dürfen uns auch eine überspitzte Wahrheit auf der Zunge zergehen lassen, ohne dass sie uns gleich abfällt. Dazu halte ich diesen Artikel sehr wohl für geeignet, und die von Ihnen erwähnte Titelseite für saTIERISCH gut. Wegen der Fehler der ND muss man nun wahrlich nicht in die Vergangenheit blicken. Sie ist innovativ genug um ständig neue zu produzieren. Warum sich allerdings das dream team genötigt sah hier zu reagieren, verstärkt in mir den Verdacht, dass unter ihnen der eine oder andere dünnhäutig geworden ist. Warum, ist noch zu klären. Jedenfalls würde ich mir nicht den Hut aufsetzen lassen, dass Blogger „Investigationen“ betreiben müssten. Nein, wir sind zum Hetzen da, über Journalisten und Politiker.
    Zur Sache: Herr Samaras muss die Propagandamaschine anwerfen, wenn er verhindern will, dass rechte Protestwähler aus lauter Verzweiflung links wählen. Dann opfert er lieber seinen Partner Venizelos um die Stimmenmehrheit von Saison-Wählern der ehemaligen XA zurückzuerhalten. Es muss ihm nur die Gratwanderung gelingen, dass das Wahlvolk sich über eine Regierungspartei auskotzen darf, ohne dass es die ND ist. Da der Alte rechtzeitig ausgestiegen war, bleibt nur noch der Dicke. Wir dürfen auf die Gegenreaktion gespannt sein. Und da hoffe ich, dass etwas professionelleres und unterhaltsameres kommt, als Ihr Kommentar.
    Trotzdem, ignorieren Sie, bitte, die Dünnhäutigen. Ihre Kommentare sind nicht „tumb“. Dieses „Prädikat“ hat sich eine andere Fraktion erkämpft. Wenn wir ihr das absprechen würden, dann würde sich ihr Gründer im Grab umdrehen und sein Enkel im Knast vor Wut schäumen. Oder war das etwa die Absicht des teams?

  5. KostasK
    9. Oktober 2013, 18:32 | #6

    Die Einleitung hört sich nach einem Verteidigungsversuch für die XA an, dass alle Parteien wie kriminelle Vereinigungen arbeiten. Die ND Liste wäre wohl etwas kürzer, aber genau so viel Beschiss. Das griechische Volk verhält sich, was die Wahlen angeht, aber genau so wie die Wähler in Deutschland oder anderswo. Es wird das kleinere Übel gewählt, oder das verschleierte Gegenteil des Herrschenden. Jagt die braunen und alle bekannten zum Teufel! Nur wenn die Einsicht besteht, dass es mit dem Vettern-Wirtschaft-Selbstbedienung-System nicht weitergehen kann, gibt es noch eine winzige Hoffnung. Neulich sagte jemand: Ich gehe nicht wählen, weil ich an den Verbrechen der Herrschenden nicht beteiligt sein will. Leider hat er aus einem gewissen Blickwinkel recht!

  6. Triffi
    10. Oktober 2013, 09:57 | #7

    Das nenne ich mal super Blogger Bitte weiter sooooo … Bravo! Und Bitte, mit allen anderen Parteien auch, da sie alle Dreck am Stecken haben“ damit die Griechen mal wach werden …

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