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Senkung der Grunderwerbsteuer in Griechenland

11. Oktober 2013 / Aktualisiert: 30. September 2017 / Aufrufe: 864

Informationen zufolge soll die Grunderwerbsteuer in Griechenland bis auf weiteres nicht völlig abgeschafft, sondern ab 2014 um 50 Prozent gesenkt werden.

Der Wirtschaftsstab der griechischen Regierung und Troika scheinen sich auf eine Senkung der Grunderwerbsteuer zu einigen, da die anfänglich von den „Partnern“ beharrlich geforderte völlige Abschaffung der in Griechenland als Immobilientransaktionssteuer bezeichnete Erwerbssteuer vorerst in die Ferne zu rücken scheint.

Informationen zufolge soll die Grunderwerbsteuer wie in dem Basisszenarium des griechischen Finanzministeriums ab dem 01 Januar um 50% gesenkt werden.

Troika verlangt Verlagerung der Besteuerung auf den Besitz

Es sei angemerkt, dass die Troika das Modell der Besteuerung der Immobilien in Griechenland zu ändern anstrebt, mit Verlagerung der höheren Steuerlast auf den Besitz und paralleler Entlastung der Übertragung von Immobilien. Somit beharrte sie seit Beginn der laufenden Prüfung der griechischen Wirtschaft auf einer Abschaffung der Grunderwerbsteuer. Mit der Begründung, die ungefähr 200 Mio. Euro aus der Grunderwerbsteuer könnten die ab 2014 in Kraft tretende neue „Einheitliche Immobiliensteuer“ erleichtern, waren die Parteien, welche die Regierung stützten, jedoch der Ansicht, die Steuer müsse wie bestehend beibehalten werden.

Laut den selben Informationen einigten die beiden Seiten sich nun auf eine Senkung um 50%. Derzeit beläuft die Immobilientransaktionssteuer sich für einen nach dem System der objektorientierten Sachwertbestimmung festgesetzten Immobilienwert von bis zu 20.000 Euro auf 8% und für einen Wert von über 20.000 Euro auf 10%.

Ebenfalls plant das Finanzministerium weitere Änderungen bei der Immobilienbesteuerung, mit Abschaffung einer Reihe bisher zu Gunsten Dritter erhobener Abgaben (Steuern und Kosten für Kommunen / OTA, Rechtsanwälte u. a.). Hierzu sei in Erinnerung gerufen, dass ab dem 01 Januar 2014 die bisher obligatorische Mitwirkung eines Anwalts (Anwaltspflicht für alle beteiligten Parteien) bei der Vertragsunterzeichnung optional wird. Zusätzlich sind von Faktoren des griechischen Finanzministeriums Vorschläge zur Senkung der Steuerfreibeträge bei Übereignungen, elterlichen Zuwendungen und Schenkungen zum Ausdruck gebracht worden. Dies wird allerdings einen Teil der Steuersenkung bei den Übereignungen wieder verfliegen lassen werden wird.

Radikale Änderung bei der Immobilienbesteuerung ab 2015

Die großen Umbrüche bei der Besteuerung der Immobilien werden jedenfalls 2015 erwartet, wenn sich auch das System der Berechnung der objektorientiert bestimmten Immobilienwerte ändern wird, da Troika und Finanzministerium sich darauf geeinigt haben, dass diese während des kommenden Jahres „eingefroren“ bleiben werden (was im übrigen nicht verwunderlich ist, da die gemäß den derzeitigen Bestimmungen festgesetzten steuerrelevanten Immobilienwerte häufig Teil erheblich – nicht selten sogar um ein Vielfaches – über den realen Marktpreisen liegen).

Das Beharren der europäischen „Partner“ Griechenlands auf der Änderung des Modells der Immobilienbesteuerung schlug sich auch in dem jüngsten Bericht der Kommission nieder. Wie es in dem Bericht lautet, sind noch etliche Mitgliedstaaten (wie auch Griechenland) mit der Herausforderung der Wende weg den Übertragungssteuern und hin zu einer kontinuierlichen Besteuerung des Immobilienvermögens konfrontiert.

Das parallele Vorliegen einer relativ hohen Besteuerung der Übereignung und einer relativ niedrigen Besteuerung des Besitzes  von Immobilien zeigt die Bandbreite dieses Typs von Reformen zur Verstärkung der „Ertragsfähigkeit“. Dies gilt besonders für Belgien, Italien und Griechenland, aber es sind ebenfalls Reformen in Spanien, Luxemburg, Frankreich und Portugal zu diskutieren. Analog ist auch die Position der Sachverständigen des Internationalen Währungsfonds.

(Quelle: Imerisia.gr)

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