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Griechenland: vulgäre Propaganda anstatt politischer Argumente

28. Oktober 2013 / Aufrufe: 638

In Ermangelung politischer Argumente betreibt die Regierung in Griechenland vulgäre Propaganda auf Ebene der Instinkte und Emotionen.

Die Anweisung aus den Kellern des Maximou (Anmerkung: gemeint ist die Regierungszentrale) zur Veröffentlichung von Artikeln und Fotografien über das Kind des Oppositionsführers, das einen privaten Kindergarten besucht, wurden am vergangenen Montag (vor einer Woche) gegeben. Zur „Ablenkung“ sollten am Samstag, an dem die Sonntagsausgaben der Zeitungen erscheinen, auch die Kinder anderer Politiker in den Mittelpunkt gebracht werden, die private Schulen besuchen.

Ziel ist natürlich, das volkstümliche Image des (SYRIZA-Vorsitzenden) Alexis Tsipras zu demontieren. Vorhergegangen war das … Pilotprojekt des garantierten Mindesteinkommen, um das volkstümliche Profil der Regierung zu betonen und von den neuen Maßnahmen abzulenken (Kürzungen bei Renten und Abfindungen, dauerhafte „Abzocke“ bei den Immobilien durch Besteuerung sogar von Viehställen usw.).

Politisches Vakuum und Gehirnwäsche

Die Vulgarisierung dieser Kommunikationspolitik und die Verdrängung der politischen Argumentation durch die niederträchtige Schinderei von Eindrücken führt jedoch zu Verblendung und Faschismus, da sie sich an den Instinkt und nicht an die Logik und erst recht nicht an das kritische Denken des Bürgers richtet. Die Form dieser vulgären Propaganda richtet sich sogar an die am wenigsten kultivierten Bürger, die keine andere Beurteilungsmöglichkeit haben als in ihrer eigenen Welt die Orientierungspunkte zu suchen, um mittels der Identifizierung den Personen der Politik eine Bedeutung zuzuordnen. Hier zeigt sich also, wer das Ei der Schlange ausbrütet, wer den Faschismus kultiviert.

Was die Politik als solche betrifft, wird diese zu einer Schau und Sequenz von Heucheleien, einer endlosen Simulation, wobei mit der geeigneten Regie die Eindrücke einer Bedeutung dort geschaffen werden, wo es nichts anderes als nur irisierende Seifenblasen gibt. Die Vorführung des Privatlebens wird sogar als notwendig beurteilt, um Folgerungen abzuleiten und das substantielle Vakuum des öffentlichen Bildes und des Unvermögens zu einer Auseinandersetzung mit politischen Argumenten zu verhüllen.

Dieses Vakuum der realen Politik verschafft den beauftragten Inszenatoren der Angst und Gespenster Arbeit (Journalisten, Fotografen, Kameraleuten, Medieneigentümern), die mittels verschiedener Tricks die Ebene der politischen Konfrontation auf die Ebene der Instinkte und Emotionen verlagern. Deswegen also haben sie die ERT „abgeschaltet“. Deswegen also haben sie die meisten Zeitungen geschlossen und alle Störenfriede arbeitslos gemacht. Weil sie die Gehirnwäsche absolut kontrollieren müssen. Weil sie von den tatsächlichen Problemen ablenken müssen, von den neuen Maßnahmen, denen sie laut einer älteren Erklärung niemals zustimmen würden (dies sagten sie bei den vorherigen „neuen Maßnahmen“).

Wenn dies jedoch kein Totalitarismus und Faschismus ist, was ist es dann?

(Quelle: Befehl aus den Kellern des ximou, Autor: Giorgos Ch. Papasotiriou)

Relevante Beiträge:

  1. Realistin
    31. Oktober 2013, 09:50 | #1

    Eine demokratische Regierung kann auf die Dauer nur Propaganda betreiben, wenn sie etwas vorzuweisen hat. Glaubt man auch nur einem etablierten griechischen Politiker? Im Übrigen halte ich es für fatal zu behaupten, dass Faschisten keine Argumente verwenden würden. Gewalt ist ein politisches Argument. Ob es ein vernünftiges Argument ist, ist eine andere Frage.

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