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Griechenland erhöht Selbstbeteiligung für Medikamente

23. Oktober 2013 / Aufrufe: 717

Kassenpatienten in Griechenland müssen fortan die Preisdifferenz zwischen originalen Medikamenten und Generika in voller Höhe selbst tragen.

Seit Montag (21 Oktober 2013) müssen die Versicherten des griechischen Nationalen Trägers für Gesundheitsleistungen (EOPYY) die Differenz zwischen den (von dem Gesundheitsministerium festgesetzten) Referenzpreisen und den realen Einzelhandelspreis für verschriebene Medikamente vollständig aus der eigenen Tasche bezahlen, wenn sie sich für originale oder teurere Präparate entscheiden.

Bisher entrichteten die Versicherten im Regelfall eine Selbstbeteiligung in Höhe von 25%, wenn der Einzelhandelspreis des Medikaments der Höhe des Referenzpreises entsprach. Wählten sie jedoch ein teureres Medikament, hatten sie dann die reguläre Selbstbeteiligung von 25% plus 50% der Differenz zwischen Referenz- und Einzelhandelspreis zu zahlen.

Vertiefung der Zwei-Klassen-Medizin

Laut einem Ministerialbeschluss wurde nun die gemeinsame Beteiligung von EOPYY und dem Versicherten an der über den Referenzpreis hinausgehenden Preisdifferenz der Medikamente abgeschafft und die Patienten haben die Preisdifferenz fortan zu 100% selbst zu tragen. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, die von der Troika geforderten radikalen Einsparungen im Gesundheitswesen zu erzielen.

Dieser Beschluss bezieht sich jedenfalls nicht auf Originalmedikamente, für die es keine Generika gibt, da der EOPYY in diesem Fall weiterhin 50% der Differenz zwischen Referenz- und Einzelhandelspreis trägt. (Anmerkung: Hinter dieser „privilegierten“ Regelung verbirgt sich die Tatsache, dass die Referenzpreise in vielen Fällen realitätsfremd festgesetzt und die Patienten schamlos abgezockt werden.)

Der neue Modus der Berechnung der Selbstbeteiligung hat den heftigen Protest der Ärztekammer Athen (ISA) hervorgerufen, die von Zwei-Klassen-Patienten spricht. „Praktisch werden wir zu einer Verdoppelung des Selbstbeteiligung des Patienten bei vielen Kategorien von Medikamenten geführt, die sich auf die häufigsten Leiden beziehen. Es handelt sich um eine weitere unerträgliche und inakzeptable Belastung des Patienten, der inzwischen an den Grenzen seiner Belastbarkeit angekommen ist„, führt der ISA an und fügt hinzu, die Maßnahme werde völlig improvisiert und ohne hinreichende Bearbeitung umgesetzt.

Weiter merkt der ISA an: „Der Patient wird sich in dem Dilemma befinden, entweder das billige Medikament zu wählen oder das Original aus eigener Tasche zu bezahlen. Die Änderung der Therapie an der Theke der Apotheke birgt ungeheure Gefahren, da die Möglichkeit besteht, dass sie zu einer Destabilisierung des Leidens führt.

(Quelle: in.gr)

Relevante Beiträge:

  1. Rikafel
    24. Oktober 2013, 09:07 | #1

    Generka sind für den Patienten nicht schlechter als die Original. Für den Arzt bedeuten sie aber einen hohen Verlust, weil sie für Generika keine Prämien von den Pharmavertretern bekommen. Geld das die Ärzte eigentlich nicht annehmen dürften, und sicher auch nicht versteuern. Der Ärztevertretung geht es also weniger um das Wohl der Patienten, als um den eigenen Geldbeutel.
    Ich kenne in Griechenland einige Ärzte, die da nicht mit machen. Von denen bekommt man Sachen zu hören, die man eigentlich nicht für möglich hält.

  2. juls
    24. Oktober 2013, 21:16 | #2

    Schuld finde ich, ist auch das Fernsehen, hier wird so getan, als handelt es sich um Medikamente 2. Wahl, es fehlt einfach an Aufklaerung. Alles braucht halt ein wenig Zeit, fuer diese „Umstellung“ irgendwann laeuft es dann und die Leute wissen dann, das es sich eben nicht um Medikamente 2. Wahl handelt. Die Aerzte, das ist ja auch ein Thema fuer sich, das kennen wir ja schon durch die beruehmten Fakelaki … einige nehmen sie und einige eben nicht …und so wird es auch mit den Medikamenten sein.

    @ Team
    Mal sehen ob dieser Beitrag durch laeuft, ansonsten halte ich mein Schreiben hier fuer unsinnig und Sie koennen dann meine Daten bitte loeschen. Danke!

    • Team
      24. Oktober 2013, 21:46 | #3

      @juls
      Netter Versuch, jedoch werden solche infantilen Trotzreaktionen uns nicht davon abhalten, mehr oder weniger sinnfreie Kommentare (zumal zu Kommentaren) auch weiterhin nach freiem Ermessen zu löschen.

Kommentare sind geschlossen