Demokratischer Faschismus in Griechenland?

5. Oktober 2013 / Aktualisiert: 25. August 2015 / Aufrufe: 412

In Griechenland schloss die Partei Nea Dimokratia einen Rechtsanwalt aus, nachdem dieser die Verteidigung zweier Abgeordneter der Chrysi Avgi übernommen hatte.

Die Nea Dimokratia (ND) gab am 01 September 2013 den Parteiausschluss des Strafrechtlers Pavlos Sarakis bekannt, nachdem dieser als Rechtsanwalt die Verteidigung der zwei Tage vorher verhafteten (und inzwischen wieder auf freien Fuß gesetzten) Abgeordneten der Chrysi Avgi, Ilias Kasidiaris und Ilias Panagiotaros, übernommen hatte.

Von der Pressestelle der ND erging folgende lapidare Bekanntmachung: „Auf heutigen Beschluss des Zentralen Deontologie-Ausschusses der Nea Dimokratia wird Herr Pavlos Sarakis gemäß den Bestimmungen der Parteisatzung wegen parteiwidrigen und und unethischen Verhaltens aus dem Register der Mitglieder der Partei gelöscht.

Es sei angemerkt, dass Pavlos Sarakis mit der Nea Dimokratia bei den Parlamentswahlen des 17 Juni 2012 im 2. Verwaltungsbezirk Athen für das Amt des Abgeordneten kandidierte.

(Quelle: Eleftherotypia)

Relevante Beiträge:

  1. Pavlos
    6. Oktober 2013, 10:30 | #1

    Schade, es wäre schön gewesen, die Argumente zur Verteidigung solcher politischer Rabauken, wie Kasidiaris einer ist, aus dem Munde eines Rechtsanwaltes, der hochrangiges ND-Parteimitglied ist, zu hören.

  2. GR-Block
    7. Oktober 2013, 02:04 | #2

    Samaras muss jetzt schleunigst Abstand zu seinen politischen „Verwandten“ gewinnen. Die „Schwarzen“ haben ihre Schuldigkeit getan. Bei den beiden letzten Wahlen konnte die XA wertvolle %e Anti-Memoranden-Stimmen binden. Damit wurde die Linke merklich geschwächt und die ND bekam eine knappe Mehrheit. Jetzt aber gefährden sie seine Karriere. Am besten würde ihm passen, wenn die „Schwarzen“ per Gerichtsurteil ihre Parlamentssitze verlieren, aber keine Neuwahlen nötig werden. Was aber, wenn doch? Seine Umfrageergebnisse sehen jedenfalls katastrophal aus. Nach dem Fiasko mit der Chrysi Avgi braucht Samaras dringend eine neue rechtsradikale Partei, vielleicht „Μάυρα Μεσάνυχτα“?

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