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Archiv für Oktober, 2013

Zunahme der Selbstmorde in Westgriechenland um 30 Prozent

31. Oktober 2013 / Aktualisiert: 27. August 2015 / Aufrufe: 1.261 2 Kommentare

In Westgriechenland wurde während der beiden letzten Jahre eine Zunahme der Selbstmorde um über 30 Prozent verzeichnet.

In einer Sackgasse befinden sich in den beiden letzten Jahren tausende Bürger in Westgriechenland, die wegen der wirtschaftlichen Krise die Verelendung erleben. Zur selben Stunde verteilen staatliche Bedienstete und „professionelle“ Faktoren der lokalen Selbstverwaltung die öffentlichen Gelder auf undurchsichtige und skandalöse Weise an die bekannten „Unternehmer“, ohne sich dafür zu interessieren, was um sie herum geschieht.

Eigentümer kleiner Unternehmen, entlassene Beschäftigte des privaten Sektors, einfache Arbeiter, Rentner, aber auch junge Leute befinden sich inzwischen unterhalb der Armutsgrenze. Auf alltäglicher Basis „belagern“ sie mit ihren Telefonaten zu Hunderten die Büros der lokalen humanitären Organisationen und betteln um eine Tüte mit Lebensmitteln, die ihnen etwas Luft verschaffen und helfen wird, sich und ihre Familien zu ernähren. Einige von ihnen begeben sich nachts heimlich zu den Mülltonnen und suchen nach etwas Brauchbarem für ihr Überleben.
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Immobiliensteuer auf Spielhäuser in Griechenland

31. Oktober 2013 / Aktualisiert: 25. März 2015 / Aufrufe: 2.517 4 Kommentare

Ein schockierender Beschluss des Finanzministeriums in Griechenland zwingt zigtausend minderjährige Spielhausbesitzer, ihre Sparschweine zu schlachten.

In das Visier des griechischen Finanzamts geraten tausende Minderjährige, da gemäß einer Bekanntmachung des Finanzministeriums auch die aus Plastikteilen montierten Spielhäuser nicht von der neuen Einheitlichen Immobiliensteuer (EFA) ausgenommen sind.

Reaktion auf Immobiliensteuer-Bescheid für Spielhaus in Griechenland
Reaktion einer jungen Spielhaus-Eigentümerin auf den gerade erhaltenen Steuerbescheid


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Neue Klage gegen Schwarzbau-Legalisierung in Griechenland

30. Oktober 2013 / Aktualisiert: 25. Januar 2014 / Aufrufe: 1.617 Kommentare ausgeschaltet

Auch gegen das im Sommer 2013 verabschiedete neue Gesetz über die Legalisierung von Schwarzbauten in Griechenland wurde Beschwerde eingereicht.

Nur wenige Tage nach der Veröffentlichung des Urteils des Senats des Höchsten Berufungsgerichts, mit dem das (alte) Gesetz 4014/2011 über die Regulierung (sprich nachträgliche befristete oder unbefristete Legalisierung) der sogenannten „Schwarzbauten neuer Generation“ für verfassungswidrig befand, reichten Bürger aus verschiedenen Gebieten des Landes (Marousi / Attika, Igoumenitsa u. a.) vor dem Obersten Verwaltungsgerichtshof (StE) Beschwerden auch gegen das daraufhin im Sommer 2013 verabschiedete neue Gesetz 4137/2013 über die Legalisierung von Schwarzbauten ein.

Nichtsdestotrotz sind jedenfalls alle Eigentümer, die ihre Bauverstöße und Schwarzbauten bereits gemäß den alten Regelungen „reguliert“ haben, aus Gründen der Rechtssicherheit aufgefordert, die Aufnahme auch unter die neuen Regelungen zu beantragen.
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Dramatischer Anstieg der Armut in Griechenland

29. Oktober 2013 / Aktualisiert: 01. Dezember 2013 / Aufrufe: 5.246 2 Kommentare

Die radikale Austerität in Griechenland führt zu einem dramatischen Anstieg der Armut und der Ausweitung der Ungleichheit zwischen Armen und Reichen.

Eine enorme Verschlechterung der Lebensbedingungen der Haushalte in Griechenland sowie ebenfalls auch eine ungleiche Verteilung der Lasten auf die Bevölkerung enthüllen aktuelle Daten einer 2012 bezüglich der Einkommen der Haushalte im Jahr 2011 durchgeführten Untersuchung für die Eurostat, die auch von der „Beobachtungsstelle für wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen“ des Instituts für Arbeit (INE) der GSEE kommentiert werden.

Spezieller stieg gemäß dem Index der relativen Armut (der sich auf den Anteil der Bevölkerung mit einem verfügbaren Einkommen in Höhe von unter 60% des entsprechenden Durchschnittseinkommens des Landes bezieht) die relative Armut in Griechenland von 19,7% im Jahr 2008 auf 23,1% im Jahr 2011 an. Ebenfalls erreichte auf Basis der Untersuchung für das Jahr die Gefahr der Armut oder sozialen Ausgrenzung 34,6%, gegenüber 31% im Vorjahr.
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Griechenland: vulgäre Propaganda anstatt politischer Argumente

28. Oktober 2013 / Aufrufe: 699 1 Kommentar

In Ermangelung politischer Argumente betreibt die Regierung in Griechenland vulgäre Propaganda auf Ebene der Instinkte und Emotionen.

Die Anweisung aus den Kellern des Maximou (Anmerkung: gemeint ist die Regierungszentrale) zur Veröffentlichung von Artikeln und Fotografien über das Kind des Oppositionsführers, das einen privaten Kindergarten besucht, wurden am vergangenen Montag (vor einer Woche) gegeben. Zur „Ablenkung“ sollten am Samstag, an dem die Sonntagsausgaben der Zeitungen erscheinen, auch die Kinder anderer Politiker in den Mittelpunkt gebracht werden, die private Schulen besuchen.

Ziel ist natürlich, das volkstümliche Image des (SYRIZA-Vorsitzenden) Alexis Tsipras zu demontieren. Vorhergegangen war das … Pilotprojekt des garantierten Mindesteinkommen, um das volkstümliche Profil der Regierung zu betonen und von den neuen Maßnahmen abzulenken (Kürzungen bei Renten und Abfindungen, dauerhafte „Abzocke“ bei den Immobilien durch Besteuerung sogar von Viehställen usw.).
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Griechenland: Kellner mit Doktortitel gesucht

28. Oktober 2013 / Aufrufe: 2.240 4 Kommentare

Die Unverschämtheit der Arbeitgeber in Griechenland geht so weit, dass inzwischen sogar Kellner-Jobs Qualifikationen bis bis hin zum Doktortitel gefordert werden.

Für eine simple Anstellung als Verkäufer oder Kellner werden in Griechenland in der neuen Epoche des Memorandums und der Troika Qualifikationen gefordert, die bis zu einem postgradualen Studium oder sogar Doktortitel reichen.

Es handelt sich um unglaubliche Fälle absurder Anforderungen von Seite der privaten Arbeitgeber, der sich auf der Liste mit den obligatorischen Voraussetzungen darstellt, die von dem OAED ausgehängt wurde und sich auf einzelne Fälle in Elassona, Chania, Xanthi, Thessaloniki, Elevsina und Patras beziehen. Die Unternehmen des privaten Sektors, von denen die konkreten hohen Qualifikationen als Voraussetzung gestellt wurden, suchen nach … Verkäufern, Kellnern oder Bürokräften.
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KategorienWirtschaft Tags:

Neuer Coup gegen Pressefreiheit in Griechenland

27. Oktober 2013 / Aktualisiert: 27. Mai 2014 / Aufrufe: 766 2 Kommentare

Auf Druck der Regierung in Griechenland wurde nun auch die Satelliten-Ausstrahlung des autonomen Programms der Beschäftigten der ERT kurzerhand unterbunden.

Nach dem beharrlich ausgeübten Druck der griechischen Regierung auf die Betreiber der Astra-Satelliten wurde die Ausstrahlung des Programms der ERT am 24 Oktober 2013 eingestellt. Einschlägigen Informationen zufolge wurde der entsprechende Vertrag kurzerhand einseitig gekündigt und die Erstattung der im Voraus entrichteten Gebühren zugesagt.

In diesem Zusammenhang sei in Erinnerung gerufen, dass die schon lange „lästig“ gewordene öffentliche Rundfunk- und Fernsehanstalt ERT auf den von Premierminister Antonis Samaras praktisch im Alleingang getroffenen Beschluss am 11 Juni 2013 „über Nacht“ geschlossen wurde. Parallel sollte mit der Entlassung der Beschäftigten der ERT ein erheblicher Teil der von der Troika geforderten Entlassungen auf dem öffentlichen Sektor gedeckt werden.
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Erhöhung der Immobiliensteuern in Griechenland um 700 Prozent

27. Oktober 2013 / Aktualisiert: 25. Januar 2014 / Aufrufe: 14.840 6 Kommentare

Die Besteuerung immobilen Vermögens in Griechenland ist innerhalb von fünf Jahren um fast das Siebenfache gestiegen.

Die bis neulich sicherste Zuflucht für Investitionen befindet sich fortan im Auge des (Steuer-) Orkans, wobei die Eigentümer jedes Jahr mehr Steuern zahlen. 2014 wird das griechische Finanzministerium zu Lasten der Steuerpflichtigen Immobiliensteuern in Höhe von 3,6 Mrd. Euro feststellen, während die Vermögensteuern 2009 bei 526 Mio. Euro lagen. Innerhalb von fünf Jahren stiegen die Steuern auf das Immobilienvermögen also um 684,4%.

Hinter der komplexen mathematischen Formel, mit der die neue „Einheitliche Immobiliensteuer“ in Griechenland berechnet werden wird, verstecken sich schier untragbare Belastungen unter anderem für Eigentümer von Grundstücken innerhalb des Bebauungsplans. Speziell für Grundstücke in den teuren Gebieten wird die zusätzliche Steuerlast sehr hoch sein.
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Steuer-Blitz trifft heilige Betrügereien in Griechenland

26. Oktober 2013 / Aufrufe: 757 1 Kommentar

Nachdem die Steuerfahnder in Griechenland sogar auch Bischöfe zur Beichte baten, scheint die heiligen Betrügereien nun ein erster Blitz erwischt zu haben.

Die für Kreta zuständige Abteilung des Dezernats für Wirtschaftskriminalität (SDOE) verhängte gegen das Kloster „Agiou Georgiou Epanosifi“ wegen Entgegennahme (und Verwendung) von Scheinrechnungen eine drakonische Geldstrafe in Höhe von fast einer halben Million Euro.

Die Kontrolleure des SDOE schlossen vor einigen Tagen die Prüfung der Bücher des in Rede stehenden Klosters ab und verhängten nach Untersuchung auch der von Seite der Klosterverwaltung abgegebenen Erklärungen eine (dem doppelten Betrag der eingereichten Scheinrechnungen entsprechende) Geldstrafe in Höhe von 458.100 Euro, da sie annahmen, dass das Kloster nicht nur – wie in den schriftlichen Stellungsnahmen der Verantwortlichen behauptet – nicht getäuscht wurde, sondern „sich erweist, an der ganzen Sache nicht völlig unbeteiligt (gewesen) zu sein„.
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Griechenland senkt Grunderwerbsteuer um 70 Prozent

26. Oktober 2013 / Aufrufe: 2.648 3 Kommentare

Mit Wirkung ab 2014 soll in Griechenland die sogenannte Immobilientransaktionssteuer – sprich Grunderwerbsteuer – um bis zu 70 Prozent gesenkt werden.

Die steuerliche Belastung bei den Übertragungen von Immobilien wird in Griechenland ab dem 01 Januar 2014 um bis zu 70% gesenkt. Derweilen gestalten sich auf dem Immobilienmarkt, der in letzter Zeit fast völlig gelähmt worden war, neue Umstände: Er beginnt in Bewegung zu kommen, was günstige Voraussetzungen für die gesamte Wirtschaft schafft.

Zu der Wiederbelebung des Immobilienmarkts trägt auch die Einfrierung der nach dem System der sogenannten objektorientierten Wertbestimmung festgesetzten steuerrelevanten Preise bei. Zu letzterem ist allerdings anzumerken, dass die „objektorientiert“ ermittelten Immobilienpreise auf Basis der Gegebenheiten vor Beginn der Krise bestimmt werden und somit inzwischen häufig deutlich – wenn nicht gar um ein Vielfaches – über den realen Marktpreisen liegen.
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