Zigaretten-Schwarzhandel in Griechenland explodiert

11. September 2013 / Aufrufe: 1.892

Infolge der wiederholten Erhöhungen der Zigaretten- und Tabaksteuer in Griechenland hat der Schwarzhandel mit Zigaretten 20 Prozent des Marktvolumens erreicht.

Wegen der Erhöhung der Besteuerung von Tabakprodukten speziell während der letzten drei Jahre verzeichnete der Schwarzhandel mit Zigaretten in Griechenland einen explosiven Anstieg, der zur Folge hat, dass derzeit ungefähr 20% der konsumierten Zigaretten illegal (sprich unverzollt und unversteuert) sind.

Enthüllend bezüglich des Ausmaßes, den der Zigaretten-Schwarzhandel in Griechenland angenommen hat, ist eine Untersuchung, die das Zentrum für Wirtschaftsplanung und Forschung (KEPE) auf Basis von Daten der Griechischen Statistikbehörde (ELSTAT) und der Tabakindustrie ab 2010 – also als die Erhöhung der Tabakbesteuerung begann – und nachfolgend durchführte.

Marktanteil illegaler Zigaretten klettert auf über 20%

Aus den Fakten der Untersuchung geht hervor, dass der Konsum illegaler Tabakprodukten sich 2010 auf 12,6% belief, 2011 auf 15,9% kletterte und 2012 auf 18,8% emporschnellte. Für 2013 wird damit gerechnet, dass dieser Anteil 20% übersteigen wird.

Die Untersuchung zeigte weiter, dass der Tabakkonsum inzwischen von dem Preis beeinflusst wird. Während sich in der Vergangenheit die Erhöhung des Produktpreises nicht auf das Volumen des Konsums auswirkte, führt nun – auch wegen der fatalen wirtschaftlichen Situation der meisten Haushalte – die Erhöhung des Preises zu einem Rückgang des Verbrauchs.

Jedenfalls war der Anstieg des Konsums illegaler Tabakprodukte grundsätzlich ein Resultat ihrer Überbesteuerung, wegen der sich im übrigen viel Verbraucher den sogenannten „billigen“ Zigaretten zugewendet haben. Um die Einnahmeverluste einzuschränken, verhängte wiederum das Finanzministerium außer der analogen Steuer auch eine konkrete Mindeststeuer pro Päckchen Zigaretten.

Danach wurden zwei Erhöhungen der Zigarettensteuer verhängt, die zum Ergebnis hatten, dass viele Konsumenten sich den „Selbstgedrehten“ zuwendeten, weil sie im Vergleich zu den fertigen Zigaretten billiger waren. Ende 2012 erhöhte das Finanzministerium jedoch auch die Besteuerung bei dem für selbstgedrehte Zigaretten verwendeten Tabak und führte viele Raucher zu dem Beschluss, das Rauchen endgültig aufzugeben.

(Quellen: Euro2day.gr)

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  1. Maximus
    13. September 2013, 19:58 | #1

    Die Griechen und ihre Zigaretten … vielleicht sollten sie das Rauchen einfach ganz lassen ;), so spart man auch Geld. Auch wenn es jetzt nicht zum Thema beiträgt: Kenne keine einzige andere Nation, die sich bei Facebook so oft mit Zigarette ablichten lässt …

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