Sponsoren der Neonazis in Griechenland

28. September 2013 / Aktualisiert: 19. Mai 2018 / Aufrufe: 1.546

Die Steuerfahndung in Griechenland ist den Sponsoren der rechtsradikalen Chrysi Avgi auf der Spur, zu denen Reeder, Unternehmer und sogar Bischöfe zu zählen scheinen.

Die Sondereinheit zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität (SDOE) verfügt bezüglich der Quellen der Finanzierung der Chrysi Avgi und der Sponsoren der kriminellen Aktivität der Organisation inzwischen über Daten, welche die unternehmerische und politische Szene in Griechenland Aufruhr versetzen.

Gut informierte Quellen, die unter der Bedingung der Anonymität zu Sofokleousin.gr sprachen, betonen, dass sich aus den ersten Überprüfungen fundierte Daten über Finanzierungen illegaler Aktivitäten durch Großunternehmer, Reeder und sogar auch Geistliche ergeben haben.

Erpressung, Bedrohung, Mordaufträge …

Die Daten verraten Verbindungen zwischen Mitgliedern der lokalen Organisationen der Chrysi Avgi und Unternehmern des „halbseidenen Milieus“ und der Athletik, während eine Akte über Schwerverbrechen zusammengestellt wird, die mit Erpressung, Bedrohung und Auftragsmorden zu tun haben. Ebenfalls hat die SDOE von Banken bereits Kontenöffnungen verlangt, damit die sich in ihren Händen befindlichen ersten Daten auf fortan unerschütterliche Weise bestätigt werden.

Parallel bestätigen sich aus der Recherche und gemeinsamen Untersuchung von Daten aus abgehörten Telefongesprächen von Mitgliedern der Chrysi Avgi die Beziehungen zu konkreten Unternehmern, wobei sogar auch Metropoliten verwickelt zu sein scheinen. Die Daten sind bereits an das Megaro Maximou (Anmerkung: gemeint ist die Regierungszentrale) geschickt worden, da Berater des Premierministers verlangt haben, schon im Vorstadium informiert zu werden, damit es keine „Durchsickerungen“ gibt.

Es ist anzumerken wert, dass einige der verwickelten Unternehmer bereits in griechischen Gefängnissen einsitzen, während gegen andere Strafverfahren anhängig sind, und dass auch über jeden Verdacht erhabene Personen involviert sind.

(Quelle: Sofokleousin.gr)

  1. Deutscher
    28. September 2013, 19:07 | #1

    Die Kacke muss ordentlich am Dampfen sein, wenn die griechischen Behörden auf einmal solch ein Engagement gegen die rechte Partei an den Tag legen. Hoffentlich lehnen sie sich nicht zu weit auf dem Fenster, denn nach der Physik erzeugt Druck immer Gegendruck.

  2. Peppina
    28. September 2013, 23:53 | #2

    Die Frage ist doch, warum die Behoerden ploetzlich Engagement zeigen. Was ist der Hintergrund. Sein oder Schein.

  3. KostasK
    29. September 2013, 00:15 | #3

    Wie sagte einst der grosse Verführer: „Es konnte in den Reihen unserer Bewegung der gläubige Protestant neben dem gläubigen Katholiken sitzen, ohne je in den geringsten Gewissenskonflikt mit seiner religiösen Überzeugung geraten zu müssen.“ Wer hätte gedacht, dass sich auch orthodoxe Metropoliten dazugesellen würden. Und das ganze ist vom griechischen Staat gesponsort, der zahlt den scheinheiligen Popen auch noch die Gehälter.

  4. Realist
    29. September 2013, 09:44 | #4

    Dass die orthodoxe Kirche sich gegen die Linke wendet ist doch klar, erstens wird sie seit Jahrzehnten diffamiert, zweitens muss sie mit einer gewaltigen Enteignungswelle rechnen. Beamte, Professoren und Staatsdiener gelten seit jeher als Schmarozer auch sie wenden sich folglich gegen die Linke. Die Sozialisten verstehen es einfach nicht, die gesamte Bevölkerung anzusprechen. Chrysi Avgi ist attraktiv für Gruppen, die bei der Linken als Buhmann gelten.

  5. 29. September 2013, 13:52 | #5

    So sind sie, die Angehörigen des weltweiten einen Prozentes. Die Reichen, die jetzt um den Verlust IHRES Reichtums bangen müssen, würden ALLES tun, zu verhindern, das ihr Vermögen(auch wenn sie es gar nicht ausgeben könnten, da zuviel) nicht weiter wächst. Drogenabhängige werden kriminalisiert, aber ist die Sucht nach Geld und damit Macht nicht auch eine Krankheit, die mindestens mit Gefängniss zu bestrafen ist? Denn wenn der Drogenjunkie im KLEINEN klaut, betrügt, um seine Sucht zu finanzieren, wie tun es dann die Geld- und Machtgeilen? Natürlich im großen Stil! Im übrigen sorgen sie auch dafür, wie hier zu sehen(„links“-„rechts“), das die Völker sich nicht verstehen, nicht zusammentun, um gegen das wahre Übel zu kämpfen. Und wir dummen Arbeitsviehcher, Sklaven der „Elite“, fallen auch noch zum größten Teil darauf herein…

Kommentare sind geschlossen