Griechenland will Sitzverlegung der VIOHALCO verhindern

25. September 2013 / Aufrufe: 563

Das Finanzministerium in Griechenland will mit einer urplötzlichen Gesetzänderung die Verlegung des Firmensitzes der VIOHALCO nach Belgien verhindern.

Mit einer aus heiterem Himmel in einer Gesetzesvorlage über öffentliche Angebote vorgelegten Novelle versucht das griechische Finanzministerium die Firmenleitung der VIOHALCO daran zu hindern, den Firmensitz von Griechenland nach Belgien zu verlegen.

Die Novelle sieht vor, dass fortan die Zustimmung von 95% der Aktionäre erforderlich ist, damit die Hauptversammlung die Fusion der Gesellschaft mit einer anderen Gesellschaft genehmigt, auch wenn letztere an der Börse notiert ist und als Gegenleistung Aktien ausgeben wird.

95%ige Mehrheit gilt als praktisch kaum erreichbar

Es sei in Erinnerung gerufen, dass im Fall der VIOHALCO deren belgische Tochtergesellschaft Viohalco SA ihre Aktie an der Euronext einführen und danach die VIOHALCO bei einem Umtausch der Aktien im Verhältnis 1:1 übernehmen sollte.

Derzeit kontrollieren die Hauptaktionäre der VIOHALCO etwa 74% der Gesellschaft und es gilt als sehr schwierig – wenn nicht gar unmöglich -, die fortan mit dem neuen Gesetz geforderte Mehrheit von 95% der Aktionäre zu erreichen.

Bisher sah das Gesetz eine Mehrheit von 95% nur im Fall der Übernahme durch ein nicht börsennotiertes Unternehmen vor, während bei der Übernahme durch eine börsennotierte Gesellschaft eine Mehrheit von 67% ausreichte.

(Quellen: Voria.gr)

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