Immigrationsbombe in Griechenland

21. August 2013 / Aufrufe: 3.915

Das Problem der illegalen Immigranten in Griechenland wird immer explosiver, während die Immigranten-Lager sich zu wahren Pulvermagazinen entwickeln.

Die … „Modernisierung“ stellte schon immer eine der Schwächen der griechischen Politik und Gesellschaft dar. Daher auch die Phrase, die vor einigen Jahren in den Anekdoten einen vollen Erfolg verbuchte: „Synchronisieren wir uns etwas, weil … es nicht gut für uns aussieht.“

Zum Pech für Antonis Samaras ereigneten sich die ernsthaften Zwischenfälle im Immigranten-Lager in Amygdaleza 48 Stunden nach seiner „feierlichen“ Begegnung mit Barack Obama. Somit ging für den griechischen Premierminister eine erstklassige Gelegenheit verloren, den amerikanischen Präsidenten nach den Gründen zu fragen, die ihn dazu trieben, die Legalisierung 11 Millionen illegal in den USA lebender Immigranten zu forcieren.

Ein Akt mit einem hohen politischen Risiko, der einer Menge Reaktionen von Seite des harten Kerns der Republikaner begegnet sein mag, jedoch im Senat dennoch mit überwältigender Mehrheit (68 Ja- gegenüber 32 Nein-Stimmen) angenommen wurde, und es wird damit gerechnet, dass er zu einem weiteren Aufschwung der amerikanischen Wirtschaft beitragen wird.

In Griechenland leben schätzungsweise 1,5 Mio. illegale Immigranten

Somit hätten es auch die Mitarbeiter des Antonis Samaras nicht nötig gehabt, gegenüber der Sonntagspresse durchsickern zu lassen, dass sich im Rahmen der „Unnachgiebigkeit“ (warum nicht auch … „Anekdote“), die sich die Nea Dimokratia (ND) ab September 2013 gegenüber der Chrysi Avgi – mit dem höheren Ziel, ihre „verrückt gewordenen“ Wähler zur Rückkehr zu bringen – zu verkünden anschickt, auch die Abschiebung wenigstens „500.000 illegaler Immigranten“ befindet.

Nicht zufällig, da das Thema der Immigration und die wirtschaftliche Krise die beiden Hauptgründe für den „Raketenstart“ der neonazistischen Partei bei den Wahlen und Meinungsumfragen sind.

Gemäß den im Februar 2013 von dem damaligen Innenminister Charalampos Athanasiou an die Öffentlichkeit gegebenen Daten beläuft sich die Anzahl der legalen Immigranten – Staatsangehörigen dritter Länder (außerhalb der EU) in Griechenland auf 537.237 Personen. Fast eben so hoch ist die Anzahl (577.900) der illegal eingereisten Immigranten, die innerhalb der Jahre 2008 – 2012 von der griechischen Polizei festgenommen wurden.

Was die Anzahl der Immigranten betrifft, die in Griechenland leben, ohne über eine Aufenthaltserlaubnis zu verfügen, lautete die Antwort des Herrn Athanasiou, „der griechische Staat verfügt nicht über die Mechanismen für ihre genaue Erfassung“ … . Inoffizielle und vorläufige Berechnungen veranschlagen die Anzahl der derzeit in Griechenland lebenden illegalen Immigranten auf 1,5 Millionen.

Internationale Anprangerung

Was sich am Abend des 10 August 2013 in dem Immigranten-Lager in Amygdaleza ereignete, stellt inzwischen keine Nachricht mehr dar. Die Lebensbedingungen der (laut den offiziellen Angaben der griechischen Polizei über die Aktion „Xenios Dias“) 5.457 Ausländer in den im Land unterhaltenen Auffanglagern – sowie auch all jener, die monatelang in den Arrestzellen der lokalen Reviere und der Direktion für Ausländer zusammengepfercht werden und darauf warten, an die Reihe zu kommen – sind wiederholt von den internationalen Menschenrechtsorganisationen dokumentiert worden.

Die Berichte der Gremien und die Publikationen, die Griechenland anprangern und die Abschiebungshaftlager der ELAS für Ausländer einem „europäischen Guantanamo“ gleichstellen, sind zahllos. Zwischenfälle wie der des vergangenen Samstags hatten sich im vergangenen April in Korinth wiederholt, als sich unter den Insassen die Information über die „Verlängerung ihrer Inhaftierung“ von acht auf zwölf Monate verbreitete.

Brutale Handgemenge, welche die Verletzung Dutzender Inhaftierter und zweier Polizisten zur Folge hatten, sowie auch die fast vollständige Zerstörung zweier Gebäude infolge eines Brandes wurden im November 2012 auch in dem Ausländer-Auffanglager in Komotini verzeichnet.

Lager – Pulvermagazine

Die elenden Lebensbedingungen der Inhaftierten – die häufig der Misshandlung durch mit ihrer Bewachung beauftragten unerfahrenen und unausgebildeten Polizeibeamte zum Opfer fallen -, die sich ausbreitenden Epidemien und – vor allem – die ungewisse Zukunft haben die Auffanglager in „Pulvermagazine“ verwandelt, die von Zeit zu Zeit „auflodern“ und explodieren.

Der im April 2012 von dem damaligen Minister für Bürgerschutz, Michalis Chrysochoidis, anfänglich aufgestellte Plan sah die Inhaftierung der Ausländer in den Auffanglagern für sechs Monate und ihre anschließende Rückführung in ihre Herkunftsländer vor. Nur hatten die Organisatoren des Plans nicht die Unwilligkeit der meisten Staaten berücksichtigt, ihre Staatsangehörigen zurückzunehmen.

Parallel wird eine erhebliche Verzögerung bei der Verifizierung der Festgenommenen sowie auch bei der Genehmigung oder Abweisung all jener beobachtet, die politisches Asyl beantragen. Zusätzlich gelangen immer seltener die Selbstmordversuche Inhaftierter „an das Licht der Öffentlichkeit“: verzweifelter Menschen, die sehen, wie sich ihr Traum von einem besseren Leben in einen Albtraum verwandelt, und in ihrer Hoffnungslosigkeit zurückkehren wollen, damit sie – wie sie sagen – „in ihren Vaterländern sterben“. Sogar auch dies erscheint unsicher.

Inmitten all dessen bringen höhere Funktionäre der griechischen Polizei (ELAS) inzwischen offen ihre Beunruhigung in Zusammenhang mit den extremen Stimmen zum Ausdruck, die sich unter den Ausländern entwickeln und die Übrigen zu einer Revolte mit unvorhersehbaren Folgen aufrufen.

In diesem Rahmen sind natürlich auch diejenigen nicht wenige, die in dem Thema der Immigration eine politische „Gelegenheit“ sehen: Die Chrysi Avgi hat sie bereits „am Schopf gepackt“, die ND setzt inzwischen auf das schwierigste und sensibelste Thema, um zurückzugewinnen, was sie an ihre (extremen) Rechten verlor, während die Linke nur ideologisch und ohne irgend einen Plan reagiert und alle zusammen dem Problem hinterherlaufen, das derweilen immer explosivere Dimensionen annimmt.

Bis es zum „Knall“ kommt und wir rennen …

(Quellen: To Pontiki)

  1. Hans73
    21. August 2013, 09:49 | #1

    Warum sollten sich die Griechen, ja alle Europäer, sich ihr Menschenrecht auf Heimat nehmen lassen? War das brennende Paris denn nicht Warnung genug? Hat nicht das brennende Stockholm gezeigt, das selbst der Übersozialstaat Schweden die Gier der „Zuwanderer“ nicht befriedigen kann? Wollen wir wirklich überall Kirchweye und Berlin-Alexanderplatz haben? Und warum setzen sich die lautesten Protagonisten der Masseneinwanderung nicht auch für diese in ihrer Heimat Israel ein? Dort befürchtet man den „Verlust des jüdischen Charakters“ und stopft die Einwanderer in die dunkelsten Gefängnisse. Menschenliebe kann also nicht ihr Motiv sein.

  2. Marcus Junge
    21. August 2013, 13:39 | #2

    1,5Mio nur? Ich meine schon vor 2 Jahren bei Kopp (oder einer ähnlichen Seite), im Zuge eines Artikels zur Griechenland-„Rettung“, von 2Mio gelesen zu haben. Naja, wirklich zählen kann die ja keiner und Griechenland ist nur eine Zwischenstation. Darf sich jeder selber ausrechnen, wo die ganzen verhindert Atomphysiker jetzt zur Bereicherung schreiten.

    Ist auch ein echtes Aushängeschild für Frontex und wie dicht die Außengrenzen von Schengen sind. Hoffentlich geht Griechenland unter (ganz ehrlich), weil nur ohne Euro und ohne EUdSSR, das Land wieder auf die Beine kommen und wieder Kontrolle über seine eigenen Staatsgrenzen und den direkten Rauswurf der ungewünschten Fremden erlangen kann und dafür scheint Goldenes Morgenlicht die einzige Hoffnung zu sein.

  3. Götterbote
    21. August 2013, 15:16 | #3

    Ich bin gegen jegliche Hetze gegen Ausländer und für einen menschengerechten Umgang und entsprechende Unterbringung der Flüchtlinge. Nur manchmal frage ich mich aber auch, was diese (Flüchtlinge) eigentlich in Europa erwarten?! Selbst wenn sie immer noch glauben, hier würde es Geld vom Himmel regnen, müssten sie auch unter diesen schlimmen Voraussetzungen doch noch froh sein, überhaupt hier sein zu dürfen, wenn man denn den Begründungen der vehementen Verteidiger des Zustroms Glauben schenken darf. Denn entweder geht es ihnen finanziell sooooo elend (Wirtschaftsflüchtlinge), dass sie u.a. ihr Leben aufs Spiel setzen, um hier her zu gelangen (immer wieder ein Argument der Verteidiger) oder sie flüchten aus Kriegsgebieten und sollten dann froh sein, überhaupt dort lebend weggekommen zu sein, egal was sie ansonsten erwartet.
    Das soll keine Entschuldigung für Misshandlungen o.ä. an Flüchtlingen sein, aber sachlich betrachtet ist es so und emotional betrachtet, ist die Wut vieler Bürger auf diese Menschen auch verständlich (wenn auch nicht richtig).

  4. Giaourti Giaourtaki
    22. August 2013, 00:28 | #4

    @Götterbote
    Z.b. Afghanistan, Kriegsgebiet zur Sicherung der Heroinproduktion, um die revoltierenden Massen nach mißglückten Aufständen ruhig zu stellen.

    @Marcus Junge
    Eigentlich sind’s nur 800.000, aber das ist ja egal und von wegen „Zwischenstation“: 85% der Festnahmen passieren in Westgriechenland bei der Ausreise. Das goldene Morden wird momentan von US-Neonazi einem Ariertest unterzogen, weil diese Griechen diesen Amis zu mulattisch, nordafrikanisch usw. aussehen – YAMAS!

    @Hans73
    Alles ganz einfach: Verzichte auf dein handy-smart PC, denn dafür wurden wegen der seltenen Erde Coltan 5-6 Millionen Kongolesen ermordet, verzichte auf Verbrennungsmotoren, denn die treiben 250 Millionen pro Jahr wegen Überschwemmung in die Flucht. Eine absolute Frechheit als imperialistischer Parasit, der auf Kosten des leidenden Weltproletariats (IMMERNIE DIE MEHRHEIT der Bevölkerung) seine verwöhnte Dekadenz bedroht sieht, diesen Leuten GIER vorzuwerfen. Besorgt Euch erstmal deutsche Ölquellen und selbst der Stahl für Eure Drecksvergaser wird brutal von Euren Komplizen aus Brasilien raus gekloppt. Deutschland, halt den Bagger, es dauert genau 35 Sekunden bis bei Euch Minuteman-Atomraketen einschlagen! Davon abgesehen gibt es als Folge des 2. Weltkriegs eh kein Existenzrecht für Deutschland.
    Den Song sollte man mal auf Griechisch covern:



    Und Israel gehört eh auf deutschen Boden, denn nicht die Palästinenser haben den Holocaust gebaut, aber das ist insgesamt das Delirium der asozialen weißen Siedlernationen, alles Illegale Europäer: Australien, Südafrika, Neuseeland, Amerika – selbst Kuba ist illegal – oder wie die Apachen sagen: HOMELAND SECURITY – Fighting Terrorism since 1492

  5. ars
    22. August 2013, 01:50 | #5

    Ans Team: Muss ich mir den Quatsch! von Giaourti Giaourtaki jetzt wieder reinziehen, beim Scrollen eurer Seiten? Es war lange ruhig um ihn!

  6. Gaius Iulius Caesar
    23. August 2013, 22:56 | #7

    Ja endlich mal jemand der die Wahrheit sagt. Kein Wunder dass Griechenland pleite ist. Umgerechnet auf die Bevölkerungszahl der BRD wären das rund 12 Millionen Illegale!!! Auch wenn es nur die Hälfte ist, ist das eine Katastrophe. Wer soll denn das bezahlen? Es ist vorherzusehen, dass die Migranten in Lager gesteckt werden, die SPD hat das ja in der Weimarer Republik vorgemacht, indem sie Asylanten dort „konzentrierte“. Die linke Illusion einer gerechten Welt wird immer mehr zum Horrorszenario …

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