Erdbeben in Fthiotida in Griechenland

8. August 2013 / Aufrufe: 736

Am Mittag des 07 August 2013 wurde in Griechenland in der Region Fthiotida ein kräftiges Erdbeben von 5,1 Richter verzeichnet, das erhebliche Sachschäden verursachte.

Das am Mittwoch (07 August 2013) gegen Mittag bei Amfiklia, mit Epizentrum 28 Kilometer westlich von Atalantis und 121 Kilometer nordwestlich von Athen und mit einer Herdtiefe von 20 Kilometern verzeichnete Erdbeben mit einer Stärke von 5,1 Richter verursachte etliche Schäden an Häusern in Dörfern des Verwaltungsbezirks Fthiotida. Die ersten Daten zeigen signifikante Schäden an Häusern in Reggini, Mendenitsa, Anavra, Drymea, Tithronio, Kato Tithorea, Kamena Vourla und Agios Konstantinos.

Bei mehr als 300 Häusern wurden zum Teil leichte und in anderen Fällen besonders schwere Schäden gemeldet. Gemäß den bisherigen Angaben stürzten in dem Dorf Drymea bei Amfiklia zwei unbewohnte Häuser ein und an einem weiteren entstanden signifikante Schäden.

Gemeinden tragen Schadensmeldungen zusammen

Auf Basis der ersten von den Gemeinden der Region zusammengetragenen Daten sind Schäden an ungefähr 150 Häusern in dem Gemeindeverband Molou – Agiou Konstantinou gemeldet worden, von denen sich 80 allein in dem Dorf Reggini befinden. In den Dörfern bei Amfiklia sind Schäden an mehr als 150 Häusern entstanden, jedoch wird erwartet, dass weitere Schäden gemeldet werden, da ein großer Teil der Einwohner sich nicht in dem Gebiet befindet und die Aufnahme des Gesamtbildes der Lage sich somit verzögern wird.

Die Ingenieure der Gemeinde, die eine erste Besichtigung durchführten, zeigen keine speziellere Beunruhigung über den Zustand der Gebäude und merken an, „es gibt keine Fälle, in denen wir Ausnahmemaßnahmen ergreifen müssen um irgend ein Haus zu evakuieren„. Am späten Nachmittag fand sich in dem Gebiet ein aus Athen eingetroffener Stab des Organismus für Erdbebensichere Planung und -schutz (OASP) ein, um die Lage einzuschätzen, und am Donnerstag wird ein neuer Stab der Behörde für Wiederherstellungen erwartet.

Weiter fand sich in der Region ein vielköpfiger Stab von Ingenieuren der technischen Kammer Ost-Zentralgriechenlands ein, die sogar auch zu örtlichen Besichtigungen schritten um den besonders beunruhigten Einwohnern der Gebiete erste Ratschläge zu erteilen, aber auch um ihren Kollegen der Gemeinden bei den Untersuchungen vor Ort zu helfen.

Seismologen sehen keinen Grund zur Beunruhigung

Dem Hauptbeben folgten zwei Erschütterungen mit einer Stärke von über 4 Richter, die eine erreichte sogar 4,7 Richter. Wie der Direktor des Geodynamischen Instituts Konstantinos Markopoulos erklärte, sind bisher mehr als 60 Nachbeben verzeichnet worden. Das Beben von 5,1 Richter wurde besonders in Athen und der weiteren Region von Fthiotida, Viotia und Euböa wahrgenommen. Von der selben Stelle war eine Erschütterung mit einer Stärke von 4,2 Richter vorhergegangen.

In einem Gespräch mit der Radiostation VIMA 99,5 sprach Herr Gkanas des Geodynamischen Instituts von einer üblichen seismologischen Aktivität in einer Region, in der Erdbeben mit einer Stärke von 5 bis 5,5 Richter auftreten, und folglich bestehe kein Grund zur Beunruhigung. Herr Markopoulos erklärte von seiner Seite gegenüber der Athener Nachrichtenagentur, dieses Erdbeben stehe in keinem Zusammenhang mit der Atalantis-Verwerfung, und unterstrich: „Die Region ist bekannt, wir beobachten die Entwicklung und die ersten 48 Stunden sind kritisch.

Trotz der beschwichtigenden Versicherungen der Experten über die Folgebeben, aber auch der Ingenieure über den Zustand der Gebäude, verbleiben einige Einwohner der Dörfer auf offenen Plätzen. Ein kurz vor 5 Uhr nachmittags erfolgtes starkes Nachbeben von 4,7 Richter versetzte die Einwohner der Region erneut in Panik.

(Quellen: in.gr)

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