Enorme Erdbebenschäden in Griechenland

13. August 2013 / Aktualisiert: 11. August 2020 / Aufrufe: 797

Die infolge des Erdbebens am 07 August 2013 in Griechenland in der Region Fthiotida entstandenen Sachschäden sind sehr viel größer als anfänglich angenommen.

Von den Ingenieurs-Stäben, die nach den seit dem vergangenen Mittwoch (07 August 2013) bis heute andauernden seismischen Erschütterungen der letzten Tage die Überprüfungen der Gebäude in den Dörfern von Fthiotida fortsetzen, wurden mehr als 250 Häuser als unbewohnbar charakterisiert.

Am Wochenende wurden die Stäbe besonders durch Personal aus anderen Gegenden Griechenlands verstärkt, um bis zum 12 August Montag die Verfahren der Schadenschätzungen zum Abschluss bringen zu können. Laut den Einschätzungen des Präsidenten der Technischen Kammer Griechenlands (TEE) in Ost-Zentralgriechenland, Apostolis Karanastasis, „wird die Anzahl der Häuser, die ernsthafte Schäden erlitten haben und von denen erwartet wird, dass sie ‚rot‘ (= einsturzgefährdet / unbewohnbar) beurteilt werden, letztendlich 350 Gebäude weit übersteigen„.

Mehr als 300 zum Teil sehr kräftige Nachbeben

Bezeichnend ist, dass in den Dörfern Reggini, Modi, Xyliki, Tithronio, Mendenitsa wegen der Vielzahl der Nachbeben der Boden unter den Füßen der Einwohner buchstäblich bebt. Trotz der Tatsache, dass den Einwohnern von der gesamten wissenschaftlichen Community beschwichtigende Versicherungen gegeben werden, lassen sie die mehr als 300 Nachbeben, die in einigen Fällen fast eben so stark wie das am vergangenen Mittwoch mit einer Stärke von 5,1 Richter verzeichnete (vermeintliche) Hauptbeben waren, nicht zur Ruhe kommen. Speziell am Freitagmittag (09 August 2013) wurden zwei Erschütterungen mit einer Stärke von 4,6 und 4,9 Richter verzeichnet.

Die meisten der Einwohner, die ihre von den Ingenieuren als unbewohnbar charakterisierten Häuser verlassen, werden entweder von verwandten Personen beherbergt oder versuchen, ihr Hab und Gut zu sammeln und haben in großen Höfen oder auf Gemeinflächen Zelte aufgeschlagen. Es ist charakteristisch, dass in allen Kirchen der Region die Sonntagsmesse im Freien erfolgte, aus Angst vor einem neuen Erdbeben und angesichts der Schäden an den Kirchen, während auf Anweisung des Metropoliten von Fthiotida auch die abendlichen Bittgottesdienste wegen des anstehenden Feiertags des 15. August außerhalb der Kirchengebäude stattfinden.

Die Besucher Haben die Dörfer inzwischen verlassen, während im selben Moment die Menge der Nachbeben in Kombination mit den Einschätzungen der Seismologen bezüglich der „Nachbeben-Sequenz“ Angst unter den Einwohnern gesät hat, die jedoch gelassen bleiben. Außer den Häusern sind auch gewerbliche Einrichtungen heimgesucht worden und es verdichten sich bereits die Stimmen nach umgehenden Maßnahmen von Seite des Staates. Die sowohl von dem Minister für Infrastrukturen, Michalis Chrysochoidis, als auch dem stellvertretenden Finanzminister Christos Staikouras, die am vergangenen Freitag (09 August 2013) die Dörfer besuchten, in diesem Sinn gegebenen Versicherungen sind, dass der staatliche Mechanismus umgehend reagieren wird.

Am Samstagmittag (10 August 2013) wurden bereits 40 Zelte von Larissa nach Frymea gebracht, um von den Einwohnern benutzt zu werden, die wegen der Unbewohnbarkeit ihrer Wohnungen einem Unterkunftsproblem begegnen. Parallel wurden auch zwei mobile Ambulanzstationen herangeschafft und eine in Reggini und die andere in Drymea des Verwaltungsbezirk Fthiotida installiert, um die Bedürfnisse der weiteren Region zu decken.

Beschwichtigend sind auch die Archäologen bezüglich der möglichen Schäden an antiken Stätten und hauptsächlich der Festung von Mendenitsa, da nach einer Überprüfung vor Ort festgestellt wurde, dass keine Schäden existieren. Dagegen sprechen sie von ernsthaften Schäden an wenigstens drei Kirchen der weiteren Region, während im selben Moment auch die öffentlichen Gebäude – hauptsächlich Schulen – überprüft werden, damit umgehend Eingriffe zur Beseitigung eventueller Schäden vorangetrieben werden und sie mit Beginn des neuen Schuljahres in Betrieb genommen werden können.

(Quelle: in.gr)

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