Durchschnittliches Renteneinkommen in Griechenland 658 Euro

9. August 2013 / Aktualisiert: 29. September 2013 / Aufrufe: 2.242

Obwohl das durchschnittliche Monatseinkommen aus Renten in Griechenland inzwischen auf 658 Euro brutto gesunken ist, zeichnen sich weitere Rentenkürzungen ab.

So sehr sich auch die Regierung ND und PASOK darin gefällt, die verblichene „Erfolgsstory“ Samaras mit jeder Art kommunikativer „Flicken“ zu „stopfen“, lässt sich die von den meisten griechischen Bürgern jeden Alters durchlebte tragische Realität auch nicht durch die offiziellen und oftmals „aufgerundeten“ Angaben verbergen.

Bezeichnend ist, dass gemäß den letzten Angaben des Ministeriums für Arbeit, Sozialversicherung und Wohlfahrt das durchschnittliche Einkommen der „Veteranen des Arbeitslebens“ auf 658,47 Euro brutto (!), also vor Steuern und sonstigen Abzügen gesunken ist. Und wie alles zeigt, hat der zuständige Minister Giannis Vroutsis bereits offiziell das Thema einer weiteren Versicherungsreform bis Ende des Jahres 2013 eröffnet, mit der auf Basis der Einschätzungen oppositioneller Politiker und Gewerkschaftsfunktionäre das durchschnittliche Gesamteinkommen aus Haupt- und Zusatzrenten auf unter 500 Euro im Monat geführt werden wird.

Der zuständige Minister führt nur die ihm genehmen Daten an!

Konkret ist auf Basis der Daten über die Zahlungen für August 2013 das durchschnittliche Monatseinkommen aus Haupt- und Zusatzrenten auf 921,19 Euro brutto – vor Steuern und übrigen Abgaben – gesenkt worden. Das entsprechende Durchschnittseinkommen für die Berechtigten einer Witwenrente ist auf 679,40 Euro und für die Berechtigten mit Behinderungsproblemen auf 610,12 Euro geschrumpft. Auf monatlich 361,96 Euro brutto beläuft sich dagegen die Rente nicht versicherter Greise des OGA, während das durchschnittliche Monatseinkommen aus Renten, die aus anderen Gründen herrühren, monatlich 719,69 Euro brutto beträgt.

Auf Basis dieser Angaben also beträgt nach den in Umsetzung der mit der Sense erfolgten Memorandums-Maßnahmen wiederholten Kürzungen der letzten 3 Jahre das durchschnittliche Einkommen aus Haupt- und Zusatzrenten 658,47 Euro. Als Arbeitsminister Giannis Vroutsis neulich die Fakten über die August-Renten präsentierte, führte er jedoch an, das durchschnittliche Monatseinkommen aus Renten betrage 921 Euro. Herr Vroutsis verschwieg allerdings, dass er sich auf das durchschnittliche Einkommen für die Empfänger von Altersrenten bezog.

Zugunsten der … „Success Story“ unterließ der Minister, sich auf die Gesamtheit des Durchschnitts der Renten zu beziehen und ließ bei seinen Berechnungen (damit nicht der wirkliche Durchschnitt ersichtlich wird) ungefähr 430.000 weitere Rentner … außen vor, die Witwenrenten, Behindertenrenten usw. beziehen und mit Beträgen zu überleben versuchen, die sich inzwischen – bestenfalls – von 719 bis hin zu 316 Euro brutto oder noch weniger pro Monat bewegen.

(Quellen: nez.gr)

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  1. Rechte
    9. August 2013, 21:50 | #1

    Kommt alles auch in Deutschland. Der Billiglohn ist nur der Vorbote!

  2. windjob
    10. August 2013, 13:05 | #2

    Auch hier wieder mal. Mein objektiver Beitrag … zensiert …

    • Team
      10. August 2013, 13:57 | #3

      @windjob
      Thema sind hier die Renten in Griechenland, nicht die in Deutschland und auch nicht die in Timbuktu. Interessierte Leser werden sicherlich in der Lage sein, auch ohne letztendlich nur auf Stimmungsmache abzielende Suggestiv-Kommentare erleuchteter Vorbeter weiterführende Quellen zu finden und auszuwerten.
      Im übrigen haben wir das Verhalten einer handvoll tumber „Kommentatoren“, die keine Gelegenheit auslassen, irgendeinen Stuss zu publizieren zu versuchen, bis zum Kotzen satt und werden Offtopics zukünftig noch rigoroser löschen.

  3. Xerxes
    11. August 2013, 09:51 | #4

    @Team

    „Tumbe“ Kommentatoren hin oder her: In Griechenland haben D E M O K R A T E N versagt, das muss gesagt werden und das darf auch gesagt werden. Wenn griechische Rentner nur 658 Euro bekommen, haben das d e m o k r a t i s c h e Politiker zu verantworten. Das ist keine Stimmungsmache, sondern nur eine einfache Feststellung. Ich finde es einfach unerträglich, wie in deutschen und auch in griechischen Foren immer nur die „korrekte“ Meinung zugelassen wird. Als ob eine linksliberale Einstellung das Allheilmittel für alle Probleme wäre. Wir wollen endlich mal, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden für millionenfache Armut! Wieso bekommt ein Spekulant, der Milliarden verzockt und tausende Menschen ins Unheil stürzt nur drei Jahre, während ein einfacher Bankräuber wesentlich mehr aufgebrummt kriegt? Mir leuchtet das nicht ein. Da stimmt doch etwas nicht.

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