Die Berufe der Zukunft in Griechenland

17. August 2013 / Aktualisiert: 25. Januar 2014 / Aufrufe: 1.880

Laut einer Studie des CEDEFOP wird in Griechenland bis 2020 die größte Nachfrage bei qualifizierten Technologen und Beschäftigten mit geringer Qualifizierung liegen.

In Griechenland wird bis 2020 die größte Nachfrage nach qualifizierten Technikern und Technologen sowie ebenfalls auch zur Besetzung von Positionen herrschen, die keine hohe Qualifikation – Verkäufer, Beschäftigte auf dem Dienstleistungssektor, Maschinenführer, Werkzeugmonteure usw. – erfordern. Dies wird in einer Studie des Europäischen Zentrums für die Förderung der Berufsbildung (CEDEFOP) angeführt.

Als große Gewinner aus diesen Tendenzen, deren Gestaltung das CEDEFOP in Griechenland bis 2010 voraussieht, scheinen die spezialisierten Techniker und Technologen sowie auch mit diesen zusammenhängende Qualifikationen hervorgehen.

Gewinner …

In seinen letzten Prognosen über die mittelfristige Entwicklung der Berufsgruppen in der EU der 27 und sich spezieller auf Griechenland beziehend prognostiziert das Europäische Zentrum für die Förderung der Berufsausbildung auch eine zweite Gruppe von Berufen, die das Jahr 2020 mit einem positiven Vorzeichen (3,6%) überleben wird, gleichzeitig allerdings auch mit einem großen Rückgang im Vergleich zu der Explosion von 38%, die sie in dem ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts präsentierte. Es handelt sich um Positionen, die keine hohe Qualifizierung erfordern, und gemäß den Prognosen des CEDEFOP werden sie auch in der gesamten E.U. weiterhin zunehmen (von 9,8% im Jahr 2000 auf 10,2% im Jahr 2010 und auf 11,2% im Jahr 2015).

Die großen Gewinner aus diesen Tendenzen, von denen das CEDEFOP voraussieht, dass sie sich 2020 in Griechenland gestaltet haben werden, scheinen die spezialisierten Techniker und Technologen sowie auch die mit diesen Qualifikationen zusammenhängenden Berufe sein. Große Gewinner? Vielleicht ist die Einschätzung übertrieben, da die Berufe der Techniker und Technologen laut dem europäischen Zentrum bis 2020 zwar um 17,7% ansteigen werden, jedoch erinnert dieser Anstieg in nichts an die Explosion, die sie in der zeitlichen Periode 2000 – 2010 präsentierten, als ihr Anstieg in einer Größenordnung von 51,3% lag.

Für wen es sonst noch als wahrscheinlich gilt, im Griechenland des Jahres 2020 Arbeit zu finden? „Verkäufer, in den Dienstleistungen Beschäftigte, Bediener von Maschinen und Werkzeug-Monteure„, empfiehlt die Präsentation des Zentrums. Von den Qualifikationen auf dem allgemeinen Sektor der Dienstleistungen wird sogar erwartet, einen Anstieg um 3,6% im Jahr 2020 zu haben (gegenüber einer Ausweitung von 25,2% in dem Zeitraum 2000 – 2010). Die Zunahme der Maschinenbediener wird auf 0,9% veranschlagt (gegenüber einem Anstieg von 3,5% im ersten Jahrzehnt).

… und Verlierer

Ein großer Rückgang der Nachfrage erwartet die höheren und Führungskräfte (-10,7% im Jahr 2020 gegenüber +12,5% im Zeitraum 2000 – 2010), die Freiberufler (-6,3% gegenüber einer vorherigen Zunahme um 33,1%). Ebenfalls wird sich laut dem CEDEFOP die Geringschätzung der mit dem Handwerk, aber auch mit der qualifizierten Beschäftigung in der Landwirtschaft und Fischerei in Zusammenhang stehenden Berufe fortsetzen. Bezeichnend ist die Prognose, dass die landwirtschaftlichen Berufe einen Rückgang um 18,1%, also einen etwas niedrigeren Rückgang als in der Periode 2000 – 2010 (-27%) aufweisen werden.

Diese Präsentation der Qualifikationen, die in Zukunft überleben werden, schränkt sich allerdings noch mehr ein, wenn man sich zu der Präsentationen über die Entwicklung der Branchen begibt. Unter Ausnahme der Vertriebs- und Transportbranche, für die ein Anstieg von 3% erwartet wird (in der Periode 2000 – 2010 hatte sie einen Anstieg von 14,4%), weisen die übrigen Branchen, die den Markt mit Arbeitsplätzen und neuen Berufen versorgten, entweder eine Stagnation oder einen Rückgang.

Auf dem unternehmerischen Sektor zeigen die Tendenzen sogar keinerlei Wachstum im Jahr 2012, während die Beschäftigung sich auch auf dem Bausektor bei -14% bewegen wird. In der Industrie wird die Beschäftigung ebenfalls -4,8% tangieren. Insgesamt wird bei allen Beschäftigungen eine größere Spezialisierung gefordert werden, während selbst auch bei den traditionellen Positionen mit niedrigen Anforderungen die Komplexität zunehmen wird.

(Quelle: Kathimerini)

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