Deutscher wegen Spionage in Griechenland verhaftet

4. August 2013 / Aufrufe: 984

Auf der Insel Chios in Griechenland wurde ein 72-jähriger Deutscher unter der Beschuldigung verhaftet, jahrelang Spionage für die Türkei betrieben zu haben.

Bei den Polizeibehörden der griechischen Insel Chios herrscht Alarm, nachdem in dem graphischen Dorf Armolia ein deutscher Tourist ausfindig gemacht und unter der Beschuldigung der Spionage verhaftet wurde.

Konkret handelt es sich um einen 72-jährigen deutschen Staatsangehörigen, zu dessen Lasten ein Schnellgerichtsverfahren wegen Spionage eingeleitet wurde. Der während der letzten vier Jahre auf Chios lebende Ausländer wird dem Staatsanwalt des Landgerichts Chios vorgeführt werden.

Polizei stellte Fotoapparate, Rechner und Speichermedien sicher

Aus der Untersuchung der beiden Fotoapparate sowie auch der Speicherkarten, die der Mann bei seiner Festnahme bei sich hatte, wurde festgestellt, dass er am Morgen des Tages eine in dem Gebiet liegende Militärkaserne sowie zu einem früheren Zeitpunkt auch einen Damm und Straßen in dem Umfeld einer in einem anderen Gebiet auf Chios gelegenen Militärkaserne fotografiert hatte.

Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung auf Chios, aber auch in seinem Besitz wurden insgesamt gefunden und beschlagnahmt:

  • 3 portable elektronische Rechner
  • 2 Fotoapparate,
  • Speicherkarten,
  • 5 USB-Sticks,
  • 5 touristische Landkarten von Chios,
  • 2 Mobiltelefone und
  • eine Brille mit integriertem Fotoapparat.

Der Spion … mit Verbindungen in der Türkei

Informationen zufolge fotografierte der Deutsche zumindest während der drei letzten Jahre Anlagen, öffentliche Projekte, Infrastrukturen der Streitkräfte und gemeinnütziger Organismen (DEI, Häfen, Brücken usw.). Laut seinen eigenen Behauptungen erfolgten die Aufnahmen für Rechnung türkische Staatsangehöriger, die sich ihm im Sommer 2010 genähert hatten, damit er ihnen das Fotomaterial gegen eine finanzielle Vergütung übergibt, die sich für jede Mission ab 500 bis 1.500 Euro bewegte.

Das Material wurde entweder mittels verschlüsselter E-Mails verschickt, die er danach löschte, oder – manchmal auf Chios, manchmal in der Türkei – von fünf Helfern seiner Auftraggeber in Empfang genommen. Zusätzlich ergab sich aus der Untersuchung eines ihm gehörenden E-Mailaccounts, dass er in der vergangenen Woche eine elektronische Mitteilung an einen bisher unbekannten Empfänger geschickt hatte, die Angaben über die sich auf Chios befindlichen griechischen Kriegsschiffe und Militärfahrzeuge enthielt.

In der selben Mitteilung beschrieb er zusammenfassend den Vorfall, bei dem gegen Ende der vergangenen Woche die griechischen Behörden im Seegebiet zwischen Chios und Inoussa 2 Ausländer türkischer Staatsangehörigkeit und 2 Inländer ausfindig machte und verhaftete, die auf einem Boot Kriegsmaterial (Waffen) transportierten.

(Quellen: Zougla.gr)

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  1. V99 %
    4. August 2013, 13:31 | #1

    Wenn ich an griechischen Militaereinrichtungen vorbei fahre und den, gerade in Athen teils desolaten Zustand sehe, kann ich die Angst vor dem Turkos verstehen.. Besonders witzig ist dabei ein alter Starfighter vor einer solchen Einrichtung steht und von Jugendlichen schon demontiert und mit Graffitis uebersaet wurde, aber mit „Fotografieren Verboten!“ Schildern umsauemt ist, vielleicht wegen dem Seltenheitswert 😀

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