Schrott-Tourismus in Griechenland

9. Juli 2013 / Aktualisiert: 03. April 2014 / Aufrufe: 4.986

Die euphorischen Medienberichte über steigende Buchungszahlen in Griechenland verschweigen, dass der billige Massentourismus der Wirtschaft mehr schadet als nutzt.

Wenn die Welt der Medien mit süßsauren, inkorrekten und … realitätsfremden Nachrichten schäkert, beweist sich auf tragische Weise, dass die Dummheit nicht nur gefährlich, sondern auch schädlich ist. Fernsehen, Zeitungen und Rundfunk sprechen von einem Tourismus, der Griechenland und speziell die Inseln überschwemmt, jedoch führen sie nicht an, von welcher Qualität der Tourismus ist, von dem sie sprechen.

Neulich befand ich mich an einem Strand, über den – mit der bekannten Taktik der widerrechtlichen Aneignung – ein Hotelbetrieb mit sechshundertfünfzig Betten „verfügt“ und auf dem sich Liegestühle, eine Bar, Kübel mit Speisen, Eis usw. befinden. Die Armband-Methode ist bekannt: für die Hotelgäste ist alles gratis und 15 oder 20 Euro kostet der Coupon, den der Besucher ersteht und der ihm Liegestuhl, Essen, Getränk, Kaffee ohne Ende ab 10 Uhr morgens bis 20 Uhr abends gewährt, wenn die Angestellten ihre Stände schließen.

„All Inclusive“ schließt die lokale Wirtschaft aus

Ist das nicht außerordentlich attraktiv? Das Abstoßende ist allerdings, die Menschen zu sehen, welche die 5-Sterne-Hotels in Beschlag nehmen. Zu einem großen Teil ein Niveau unterhalb der Mittelmäßigkeit. Und bis zum Platzen „abgefüllte“ Leute.

Wer beobachtet wie sie sich bewegen, kleiden – entkleiden (der Mensch zeigt auch im Badeanzug seine Herkunft), die Weise, auf die sie etwas verlangen und was sie verlangen, nimmt wahr, dass das Niveau der Touristen nicht jenes ist, welches das Land aus der Armut herausbringen wird. Was ich meine, ist dass weder ihr kulturelles Niveau jenes ist, das dem Besucher Griechenlands entspricht, der mit den Sehenswürdigkeiten, der Geschichte, der Natur des Landes in Berührung kommen möchte, noch ihre finanzielle Lage die Hoffnung erlaubt, es werde Geld in die Kassen fließen.

Einfach gesagt, wir sprechen von Illusionen. Die Touristen, die aus Russland kommen (der beste Kunde Griechenlands), sind in ihrer Mehrzahl keine Magnaten. Es sind diverse Normalverdiener, die den ganzen Tag in den Strandhotels verbringen, sich mit Wodka, Bier (die von weiter unten am Balkan) und Mojito voll laufen lassen, an den Stränden „einen draufmachen“ und in Wasser und Sand reihern.

Sie stützen nicht die lokalen Märkte der touristischen Regionen, weil ihnen alles zu teuer erscheint. Wenn jemand in einem Paket Unterkunft, Frühstück, Mittagessen, Abendbrot, Pools und was sonst noch bucht und all dies ab 20 Euro pro Tag kostet, ist zu erwarten, dass ihm die 50 Euro kostende Bluse überteuert vorkommt – und vielleicht auch ist. Das Thema ist jedoch, dass auch die Geschäfte außerhalb der Hotels Arbeit haben. Dass die Städte und kleinen Dörfer Griechenlands Arbeit haben.

Quantität vs. Qualität

Ich erzähle Ihnen eine Begebenheit: Es kommen Touristen in einen Kunstladen und versuchen, bei den auf breiter Basis gekauften Dekorationsgegenständen den Preis von 7,50 Euro pro Stück auf 5 Euro für 3 Stück herunterzuhandeln. Man braucht nicht intelligent zu sein um wahrzunehmen, es entweder mit Bettlern oder mit Dummköpfen zu tun zu haben. Wie ein Engländer eingestand, ist das, was sie von denen hören, die das Land besucht haben, der Tourist, der einen Nachlass auf den so wie so schon niedrigen Preis verlangt. „Wie weit man den Preis auch herunterhandelt, sie werden es akzeptieren.

Auf dem Foto (Hinweis: das Titelfoto des originalen griechischen Artikels zeigt den Torso einer Person in typischer „Touristenkluft“) erscheint eine der vielen stellvertretenden Personen für die Touristen, die Rhodos überschwemmt haben. Unsere lieben Touristen aus Europa und speziell aus Russland. Sie schlagen über die Stränge, sind abgebrannt, stiften überall Unordnung und vertreiben auch den, der tatsächlich Geld ausgeben möchte, die griechische Natur schätzt und die von den Altvorderen geschaffene Kultur zu teilen wünscht. Den, der eine gewisse Klasse hat.

Mit diesen Taktiken vertreiben wir das Geld. Und beschränken uns auf das Minimum, über das nicht einmal die Hungerleider verfügen. Ich meine nicht, dass nicht auch die Armen Urlaub machen sollen. Und die Viehhirten und Bauern. Alle sollen Urlaub machen. Wir sollen jedoch aufhören, Illusionen zu hegen, der Tourismus werde die Wirtschaft Griechenlands stimulieren.

(Quelle: Protagon.gr, Autorin: Tzina Davila)

Relevanter Beitrag:

  1. Stefan Weber
    9. Juli 2013, 00:54 | #1

    Dieser Artikel trifft es voll und ganz. Mit dem All-inclusive-Tourismus verdienen nur die entsprechenden Hotelketten Geld. Jeder Rucksack-Tourist läßt mehr Geld im Land, allein schon dadurch, dass er oder sie im Fischrestaurant am Hafen isst. Und die mit dem Bändchen ums Handgelenk kommen nicht wegen Griechenland, weil Rhodos, Antalya, Playa de Inglis oder Hurghada ist denen einerlei, Hauptsache Strand und Sonne, – und wegen der Rundumverpflegung kommen die ohnehin nicht vom hoteleigenen Strand herunter, lassen ausserhalb vom Hotelkomplex auch kein Geld liegen. Vergraulen aber durchaus andere Touristen.

  2. Tnos
    9. Juli 2013, 07:27 | #2

    Wen wundert es, das jetzt diese Billig-Touristen wie Heuschrecken über das Land herfallen. Auf der anderen Seite stehen die Hotelliers, die Jahrelang nur Geld aus Ihren Immobilien rausgezogen haben und (größtenteils) nichts in die Gebäude investiert haben. Die Zimmer sind meistens runtergewirtschaftet, die Aussenfassaden sehen wie die Gelände meistens recht übel aus. Da hat Griechenland leider, was die „besseren“ Touristen anbetrifft, den Anschluss verpasst. Dass sich diese Hotels jetzt auch mit den dazu passenden Touristen füllen, ist fast zu erwarten. Das hat gewisse Parallelen mit den 3-4 Sterne Hotels in der Karibik. Da gibt auch nur noch die „sich voll laufen lassenden Touristen“. Echt abtörnend!
    Auf der anderen Seite sollte man mal einen Blick Richtung Türkei werfen. Da funktioniert selbst dieser (hässliche) Tourismus sehr gut. Nicht umsonst geht es den Küstenregionen wirtschaftlich deutlich besser als dem Inland.
    Man muss wohl den Kultururlauber von dem Billig-Touristen trennen. Nach meiner Erfahrung sind die kleinen Pensionen mindestens in der gleichen Qualität, wie die meisten 3-4 Sterne-Hotels in Griechenland. Mit dem Unterschied, dass hier eine familiäre Atmosphäre herrscht und man (Gott sei Dank nicht auf die Wodka-Fraktion und die Liegestuhl-Reservierer) auf landesinteressierte Touristen trifft.

  3. windjob
    9. Juli 2013, 07:44 | #3

    Diesen Artikel kann man nur bestätigen. Diese Leute haben kein Interesse an Griechenland und merken garnicht was sie versäumen. Viel schöner ist es wenn man in kleine Hotels geht oder gar ein privates Zimmer oder Apartment. Dort bekommt man Kontakt zu den Leuten kauft in den kleinen Supermärkten um die Ecke und lernt Land und Leute kennen. Am Strand in der Sonne liegen zeigt das Niveau dieser Leute. Über Land fahren und auch mal kleine Dörfer besuchen dort in ein Kafeneon oder eine Taverne gehen ist viel interessanter und eine Bereicherung.
    All inclusive käme für mich nie in Frage und ich verachte es regelrecht weil es auch den Respekt vor Nahrungsmittel vermissen lässt. Es gehörte verboten.

  4. Rita
    9. Juli 2013, 09:12 | #4

    Kann dies nur bestätigen. Ich war u.a. auf Rhodos. Beispiel Lindos: viele Touristen, doch die Tavernen waren leer. In manchen Orten bieten die Einheimischen Tavernenbesitzer Bier für sage und schreibe 50 Cent an … Für mich ist All Inclusive schlichtweg Verdummungstourismus.

  5. Ute Green
    9. Juli 2013, 10:10 | #5

    Gerade gestern lief im (deutschen) Fernsehen eine Reportage ueber das gleiche Thema – Schnaeppchenurlaub all inclusive. Am Beispiel von Antalya wurde recht drastisch aufgedeckt, wer ab dieser Art von Tourismus verdient (die Reiseveranstalter) und wer den Preis dafuer zahlt – die Angestellten der Hotels, die fuer Hungerloehne 14 bis 20 Stunden pro Tag schuften und die oertliche Tourismuswirtschaft, der die Gaeste wegbleiben … an der Strand- / Poolbar ist es ja umsonst. Mittelfristig entsteht dadurch eine Verarmung der Region, deren Haupteinkunftsquelle der Tourismus ist

  6. Mark
    9. Juli 2013, 13:02 | #6

    All-inclusive ist halt bei den Touristen beliebt. Man bezahlt vorab und hat die Urlaubskosten schon festgezurt. Natürlich ist AI für den Touristenort nicht so lukrativ wie jemand der nochmal richtig viel Geld vor Ort lässt.
    In GR gibt es im vergleich zur Türkei / Ägypten sehr wenig AI Angebote. So daß das Problem noch nicht so stark auftritt. Wird aber jedes Jahr größer. Anstatt aber darüber zu lamentieren wäre doch ein Aktionsplan seitens der Touristenindustrie
    angebracht. Mal sehen ob da was kommt.

  7. GR-Block
    9. Juli 2013, 13:03 | #7

    Die Preise werden auch dadurch gedrückt, dass große europäische Reiseveranstalter Preisdruck ausüben und als Zwischenhändler einen wichtigen Teil des Tourismusumsatzes einstreichen. Nämlich den, der keine Arbeit kostet: das Vermitteln per Webseite. Dieses Geld fehlt dem Land für Investitionen, selbst wenn alle Hotels ausgebucht sind. Auch deshalb leidet der Service zunehmends.
    Wenn jetzt die großen (meist ausländischen) *****Hotelketten in der Krise den Massentourismus „erschließen“, dann können die normalen (meist inländischen) Hoteliers nicht mithalten. D.h. die Margen werden bis zur Schmerzgrenze gedrückt und noch mehr Illegale bekommen Jobs. Damit kommt keine Wirtschaft voran.
    GR muss den Servicesektor verlassen und wieder den Kampf um Anteile in der Produktion aufnehmen; gegen den Rat der EU und ihrer Konzerne.

  8. EUGENIA DAGLAS
    9. Juli 2013, 14:53 | #8

    DAS ARTIKEL SCHEINT RECHT ZU HABEN, VERGISST ABER EINE GRUNDLICHE FUR DAS HANDEL UND TOURISMUS WAHRHEIT: „EVEN THE DUST OF THE CLIENT BRINGS MONEY“ UND JETZT, MIT DER KRISE, BRAUCHEN WIR DIE KUNDEN MEHR ALS NIE … UND UBER DIE MAGNATEN, ICH HABE VIELE EUROPAISCHE STADTE BESUCHT, BERLIN, AUCH, ICH HABE NIE MAGNATEN GESEHEN, NUR WENIGE NORMALE MENSCHEN UND VIELE SLEEPING BAG -TOURISTEN. ZUM GLUCK, GRIECHENLAND HAT DIE 5 STAR ALL INKLUSIV TOURISTEN, MIT VIEL BESSEREM NIVEAU ALS DIES DER ANDEREN LANDER.

  9. Dirk
    9. Juli 2013, 19:52 | #9

    Das Rad lässt sich sicherlich nicht zurückdrehen, eher wächst der Druck der Hoteliers, AI anzubieten.
    In vielen Bereichen liegt die Ursache aber auch an denen vom Tourismus Lebenden.

    Bei meinem ersten Besuch auf einer griechischen Insel habe ich in einer familiengeführten Fischtaverne am Strand gespeist, davon Träume ich heute noch. Es gab geschätzt 100 Plätze, die von vormittags bis abends immer voll besetzt waren. Wegen der Qualität. Heute, der Sohn hat den Laden übernommen, gibt es stylisches Mobiliar, Techno-Musik und auf der Speisekarte stehen Spaghetti, Thai-Suppe, Pizza, HotDog, alles zu gehobenen Preisen. Sieht schick(?) aus, aber in einer Woche habe ich nicht einen einzigen Gast gesehen.

    Alle Fischkutter, die es in großer Anzahl gab, wurden zu Ausflugsbooten umgebaut. Jetzt steht der ganze Hafen voll damit, und die Betreiber müssen sich gegenseitig unterbieten, um Kunden zu bekommen.
    Wo soll dann der frische Fisch für die gemütliche Taverne herkommen? Den weit mit der Fähre hergebrachten Fisch aus allen Teilen der Erde kann ich überall bekommen, nicht nur in GR.

    Da auf den klassischen Touri-Inseln kaum noch echte Landwirtschaft stattfindet, weil eine zwölfte Autovermietung oder 15 „Boutique“ im Ort nicht so anstrengend ist, bekommt man doch überall die gleichen Tomaten, ob in der Taverne, im AI-Bunker oder bei Lidl.

    Ich habe oft genug erlebt, dass die Mehrheit der Besucher bereit ist, für gute Qualität einen vernünftigen Preis zu zahlen. Wenn man die Qualität findet.

  10. Roberta
    9. Juli 2013, 20:02 | #10

    Seit Jahren bewundere ich die griechischen Insulaner, wie sie geduldig die sommerlichen Touristenströme, die die ohnehin kaum vorhandene Infrastruktur überbelasten und kaum Interesse an der Bevölkerung zeigen, ertragen.
    Dank der, von der Finanzelite herbeigeführten, Krise, arbeiten sich die Hotelangestellten (Sklaven der Krise) für 300,– bis 400,– Euro im Monat bis an den Rand der Erschöpfung und bei manchen Hotelketten gibt es schon seit vergangenem Jahr gar kein Gehalt mehr.
    Statt auf Qualitätstourismus zu setzen, was gerade in Griechenland sehr wohl möglich wäre und auch Wintertourismus zu fördern, wird auf billigen Massentourismus im Sommer gesetzt. Soziopathen haben nur ein Ziel, das schnelle Geld, koste es was es wolle.
    Andererseits habe ich auch Mitleid mit den anreisenden Touristen, die ebenso „Opfer“ dieser Tourismus-Industrie sind, ein Jahr lang auf die „schönste Woche des Jahres“ sparen und in einer „Massenabfertigungsanlage“ landen, in der der Urlaub nebst plärrenden Kleinkindern, randalierenden Jugendlichen und abgefüllten Russen, nur noch „im Suff“ zu ertragen zu sein scheint.
    Wann erkennen die Menschen endlich die Wurzel des Übels.

  11. Walter Born
    10. Juli 2013, 08:12 | #11

    Viele der Argumente vor allem aus den Kommentaren sind nachvollziehbar. Was nicht nachvollziehbar ist, ist das man die Touristen die solcherlei Angebote wahrnehmen dermaßen verunglimpfen muss udn verantwortlich für das Angebot, welches schlußendlich vor Ort gemacht wird.
    Im Übrigen behaupte ich mal das die meisten Gäste die einmal AI probiert haben und dabei trotzdem aus dem Ghetto rausgekommen sind, dieses Angebot nie wieder wahrnehmen, weil alleine das Angebot der Gastronomie Griechenlands viel reichhaltiger ist und das Land mehr zu bieten hat, wenn man sich aus der AI-Insel einmal heraustraut. Dabei wäre es mir als Geschäftsinhaber ziemlich egal welchen Bildungsgrad oder sozialen Stand meine Kunden haben, solange diese die von mir festgelegten oder akzeptierten Preise zahlen.
    Wenn die besser situierten Kunden wegbleiben, dann sicher auch aufgrund solcher Verunglimpfungen des originalen Artikels, die ebenfalls von niedrigem Niveau zeugen.

  12. 10. Juli 2013, 13:53 | #12

    An anderer Stelle gibt es auch eine Diskussion zum Thema AI in Griechenland (wo auch dieser Blog verlinkt ist). Da ist von einem Einkauf von rund 20€ p.P. und Tag bei AI in einem 5 Sterne Hotel die Rede.

  13. Klugscheisser
    11. Juli 2013, 00:21 | #13

    Wie der Tourismus aussieht und und wie stark die ökonomische Abhängigkeit von dieser Branche ist hängt doch in erster Linie von den lokalen (nationalen) Eliten ab. Fast überall (Griechenland, Türkei, Spanien) werden hier im Interesse des kurzfristigen (Immobilien)Profits ganze Küstenlandschaften mit Hotels und Bungalows verbaut und verschandelt. Gleichzeitig drückt man die Lohnentwicklung der Beschäftigten (wie auch weltweit) soweit, daß sie sich selbst keinen Urlaub mehr leisten können. Keine sehr sinnvolle Strategie.

    Meine Empfehlung: Steckt eure Banker und Immobilienhaie ins Gefängnis und reisst die Hälfte der Bettenburgen wieder ab (Renaturierung). Handelt endlich wieder mit dem gesunden Menschenverstand.

  14. ZolmanZ
    11. Juli 2013, 21:10 | #14

    Sehr guter Artikel!
    Mir wäre es auch lieber wenn GR so bliebe wie es ist. Ich fahre seit 4 Jahren zum Somerurlaub auf Korfu. Immer zur selben hübschen Pension. Zimmer mit Meerblick, Klima und ner Kochplatte + Kühlschrank + Pool. Zum Strand 2 Minuten bergab gelaufen. Die Insel fantastisch per Auto erfahren und man kann überall kostenlos parken und baden. Wenn ich an Deutsche Küsten denke: Parkplatzgebühren, Kurtaxe, bescheidenes Wetter, nee muss ich nicht. Freu mich schon, am 03. August startet meine Tour nach Korfu 😉
    AllInclusive Touris können doch weiterhin gern nach Mallorca, oder Djerba oder ganz neu, nach Kroatien urlauben.

  15. Norbert
    12. Juli 2013, 11:52 | #15

    Ich lebe hier seit 36 Jahren bei privaten Vermietern. Inzwischen 3 mal pro Jahr und das ist gut so. Stützt die heimische Wirtschaft und ist billiger und menschlicher als AI.

  16. Tiflopontikas
    12. Juli 2013, 11:55 | #16

    Die Autorin scheint den Endruck erwecken zu wollen, dass der AI Tourismus ein Phänomen ist, das mit der Krise kam. Dem ist aber nicht so. Wenn sie sogar noch das Ressort betreten durfte, ist das doch schon mal gut. In Ländern wie z.B. der Dominikanischen Republik, wird den Einheimischen der Zutritt zu solchen Bettenbunkern durch Wachschutz Personal verwehrt. Warum wendet sich Fr. Davila mit ihrer Beschwerde nicht an die Tourismusministerin Fr. Kefalogianni, die durch ihren Minister-Vater ja Perfekt in die Regierung Samaras passt? Wenn ich mich an den Qualitätstourismus vor einigen Jahren auf Kreta erinnere, wo drei alte Steinbruchstücke von 200 Qualitätstouristen niedergetrampelt wurden, aber die vor dem Archäologischem Platz, aufgestellte Mini-Bar mit Mini-Markt, wo es keine Quittungen gab, astronomische Preise für eine Flache Wasser oder einen Frappee verlangte, verstehe ich, endlich was hier schief läuft.

  17. Esteffan
    9. September 2013, 09:41 | #17

    Tourisneyland ist kein Weg aus der Krise. Dank AI und einer brutalen Niedrigpreispolitik der Reiseveranstalter dürften trotz steigender Touristenzahlen die im Land verbleibenden Nettoeinnahmen deutlich unter denen der Vorjahre bleiben. Von den Lateralschäden ganz zu schweigen. Armes Griechenland.

  18. Mera
    11. Juli 2015, 17:09 | #18

    Für unseren Urlaub auf Rhodos im Juni 2015 haben wir mehrere Wochen benötigt, um ein Hotel zu finden, das menschlich und baulich griechisches Flair bietet, klein, am Ortsrand, für Pärchen sowie recht neu ist und möglichst ohne komatrinkenen AI-Gäste aus Britannien und Russland (sorry) auskommt. Tripadvisor war uns dabei tatsächlich eine Hilfe. Wir waren mit unserem Nest in Pefkos sehr zufrieden und in den vielen interessanten Gesprächen mit den jungen Angestellten tauchten die gleichen Argumente, wie in diesem Artikel, auf.
    Die großen Reiseveranstalter kriegen die Kohle und zahlen häufig erst am Ende der Saison! Durch AI nimmt das Hotel kaum Bargeld ein und hatte Schwierigkeiten, auch aufgrund der geschlossenen Geldautomaten, seine Lieferanten bar zu bezahlen. Einheimische Lokale müssen aufgeben, weil nur noch im Hotel gefuttert wird, AI zieht Touristen an, die häufig laut, betrunken, fordernd, meckernd und geizig sind (auch Deutsche).
    Während unseres Aufenthalts stellte das Hotel auf Frühstücksbetrieb um, so dass es bei unserer nächsten Buchung über die eigene Internetseite (!) sicherlich noch angenehmer und familiärer zugehen wird, wie bei unserem ersten Aufenthalt.

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