Insel Ägina in Griechenland ohne Wasser

27. Juli 2013 / Aktualisiert: 11. August 2020 / Aufrufe: 1.207

Die Insel Ägina in Griechenland ist Mitten im Sommer 2013 erneut ohne ausreichende Trinkwasserversorgung geblieben.

Mit dem Einsatz eines Tankschiffs der griechischen Kriegsmarine soll dem ernsthaften Problem bei der Wasserversorgung eine vorläufige Lösung gegeben werden, dem die im Saronischen Golf vor Attika gelegene griechische Insel Ägina inmitten des Sommers und der touristischen Saison begegnet und das entstand, weil die öffentlichen Ausschreibungen der Wasserversorgung ergebnislos verliefen.

Die zum wiederholten Mal geschaffene Situation bei der Versorgung von Ägina mit Wasser hat jedes Maß überschritten, mit dem Ergebnis, dass tausende Bürger sich in der kritischsten Phase der touristischen Saison wieder in einer quälenden Gefangenschaft befinden„, erklärte der stellvertretende Inselgouverneur D. Katsikaris.

Ausschreibungen verliefen wegen zu hoher Preisangebote ergebnislos

Laut dem Bürgermeister Theodosios Sakiotis entstand das tausende ständige Einwohner und die Besucher der Insel in Mitleidenschaft ziehende Problem, weil die Direktvergabe des Auftrags über den Wassertransport nicht genehmigt wurde. Laut dem Bürgermeister „war die Direktvergabe eine Einbahnstraße, da die Angebote bei dem Ausschreibungsverfahren ’nicht regulär‘ waren, weil sie über der Preisvorgabe der Studie lagen„. Bezüglich der entstandenen Situation schickte Herr Sakiotis ein Eilschreiben an die Zuständigen und forderte sie auf, umgehend tätig zu werden.

Eine Meldung an den Finanzminister, den Innenminister und den Justizminister erstattete auch der SYRIZA-Abgeordnete des Wahlkreises Piräus und Inseln, Thodoris Dritsas, und verlangte nach einer endgültigen Lösung des Problems bei der Wasserversorgung von Ägina. Die neue Ausschreibung über die Versorgung der Insel mit Wasser wurde auf den 28 August 2013 anberaumt.

Um den Zwischenzeitraum zu überbrücken, kommunizierte Innenminister Giannis Michelakis mit Verteidigungsminister Dimitris Avramopoulos, der die Anweisung gab, umgehend ein Tankschiff der Kriegsmarine zu der Insel Ägina zu schicken. Der Innenminister verlangte am Donnerstag (25 Juli 2013) ebenfalls das sofortige Eingreifen der Staatsanwaltschaft Piräus, damit die Gründe erforscht werden, welche dieses ernsthafte Problem schufen.

Wasserlieferanten knicken aus Angst vor Zwangsmobilisierung ein

Nachdem am Freitagmorgen (26 Juli 2013) die Absicht des Innenministeriums bekannt wurde, zur „Zwangsmobilisierung“ der Wasserlieferanten zu schreiten, beschlossen letztere, die Versorgung der Insel Ägina mit Wasser fortzusetzen.

Spezieller informierte Innenminister Giannis Michelakis den Premierminister Antonis Samaras „über die unverhohlene“ – wie in einer Bekanntmachung des Ministeriums angemerkt wird – „Erpressung von Seite der Wasserlieferanten, die Wasserversorgung der Insel einzustellen und die öffentliche Gesundheit, die Sicherheit der Einwohner und Touristen der Insel in Gefahr zu bringen„, und wurde von dem Premierminister ermächtigt, zur Zwangsmobilisierung der Transporteure zu schreiten (was im Klartext bedeutet, dass die Tanker beschlagnahmt und / oder die Besitzer gezwungen werden, die Schiffe zur Verfügung zu stellen bzw. regulär zu betreiben).

Daraufhin verpflichteten die Wassertransporteure sich gegenüber dem Staatsanwalt von Piräus, Nikolaos Pimenidis, und dem Bürgermeister von Ägina, Theodosios Sakiotis, die normale Wasserversorgung der Insel fortzusetzen. (Ob, wie und wann die Wassertransporte bezahlt werden sollen, wurde allerdings nicht bekannt gegeben.)

Entsprechende Probleme waren jedenfalls auch in der Vergangenheit etliche Male aufgetreten, da die Lösung der Wasserversorgung der Insel seit Jahren anhängig ist und von Zeit zu Zeit angekündigte Projekte – wie der Bau einer Unterwasserleitung für den Wassertransport – nicht realisiert worden sind.

(Quelle: in.gr, in.gr)

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