Fährbetrieb in der Nordägäis in Griechenland hängt in der Luft

5. Juli 2013 / Aktualisiert: 11. August 2020 / Aufrufe: 563

Der Fährbetrieb zwischen dem Festland und den nordägäischen Inseln der sogenannten unrentablen Routen in Griechenland hängt weiterhin in der Luft.

Hinweis: Laut einer neueren Meldung wird die „Ionian Sky“ ab dem 07 Juli 2013 regulär den fahrplanmäßigen Betrieb aufnehmen.

Es bleibt weiter unbekannt, ob schließlich am Sonntag (07 Juli 2013) die Küstenschifffahrts-Verbindung von Thessaloniki und Kavala nach Limnos, Mytilini, Samos und Ikaria bedient werden wird, da die Entsendung der Bescheinigung über die Einsatzfähigkeit des Schiffs „Ionian Sky“, welches das festliegende Schiff „Theofilos“ der NEL LINES ersetzen soll, an das Generalsekretariat für Ägäis und Inselpolitik immer noch anhängig ist.

Quellen der NEL merkten an, der Gutachter werde bald das Schriftstück an die zentralen Dienststellen des Ministeriums für Seefahrt schicken, damit das grüne Licht für den Einsatz des Schiffs gegeben wird.

Betroffene Inseln fordern sofortige Lösung

Laut Informationen der Nachrichtenagentur Athens – Makedoniens (APE-MPE bzw. ANA-MPA) erhielt der neue Minister für Seefahrt, Miltiadis Varvitsiotis, in seinem Büro Schreiben von Faktoren der Inseln Limnos und Lesbos, die von ihm verlangen, sich umgehend mit dem Thema zu befassen und eine Lösung für das Problem zu geben.

Das Generalsekretariat für die Ägäis hat inzwischen die Schifffahrtsgesellschaft Lesbos (NEL) zu einer Anhörung vorgeladen, damit sie erklärt, warum die Personen- und Fahrzeugfähre „Theofilos“ nicht seit dem 23 Juni 2013 auf den genehmigten Routen der subventionierten Linien eingesetzt wurde (sprich auf den zu den sogenannten unrentablen Routen zählenden Strecken Thessaloniki – Limnos – Mytilini – Chios – Cathy / Samos und Retour, Kavala – Limnos – Mytilini – Chios – Karlovasi – Agios Kyrikos und Retour).

In dem außergerichtlichen Schreiben an die NEL wird betont, dass die Verletzung der vertraglichen Pflichten das Ausscheiden aus dem gegenwärtigen Vertrag und den Verfall der Bankgarantie herbeiführe. Gemäß den Angaben des Generalsekretariats für Ägäis und Inselpolitik sind es drei Routen, die in seiner Zuständigkeit liegen und auf Basis von Verträgen über die Beauftragung mit einer öffentlichen Dienstleistung von den NEL LINES bedient werden und die Inseln der nordöstlichen Ägäis mit den Häfen von Kavala und Thessaloniki verbinden.

Gewerkschaften: Theofilos liegt wegen finanzieller Verbindlichkeiten fest

Berufsverbände der Hafenarbeiter und Seeleute beschuldigen derweilen die NEL, ihre Zusagen bezüglich der Bezahlung der Besatzung auf der „Theofilos“ gebrochen zu haben.

Die gewerkschaftlichen Hafen- und Seearbeiter-Verbände PEMEN, STEPHENSON und PEEMAGEN monieren, die NEL  „verschweigt, dass sie fällige Löhne an die Besatzung des Personen- und Fahrzeugfährschiffs ‚THEOFILOS“ schuldet, das seit dem 24 Januar 2013 der Arbeitsverweigerung und Sicherungsmaßnahmen unterliegt, die nach Vertagung des anfänglichen Termins am 09 Juli 2013 verhandelt werden, und das Schiff deswegen festliegt„.

In einer einschlägigen Bekanntmachung der NEL LINES wurde dagegen der Ausfall der „Theofilos“ mit der “nicht rechtzeitigen Vollendung der Arbeiten der jährlichen Inspektion des Personen- und Fahrzeugfährschiffs THEOFILOS” begründet.

(Quelle: in.gr)

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