Bekämpfung der Steuerhinterziehung in Griechenland

26. Juli 2013 / Aktualisiert: 18. August 2013 / Aufrufe: 862

Im erfolgreichen Kampf gegen die Steuerhinterziehung in Griechenland wurde ein mittelloser Obdachloser mit einer Einkommensteuer von 124,35 Euro belegt.

Die wegen der „Wäsche“ hunderter Millionen „schwarzer Gelder“ Verdächtigen der Lagarde-Liste und noch viele andere Verwickelte können warten (um kontrolliert zu werden, sofern dies natürlich jemals geschehen wird …). Die Zwei-Parteien-Regierung ND und PASOK mit dem Finanzminister Giannis Stournaras legt jedenfalls „das Messer an den Knochen an“ und unterzieht die tatsächlichen Verursacher der volkswirtschaftlichen Entgleisung einer „Inquisition“ und „verdonnert“ ohne Furcht und Tadel sogar auch Obdachlose ohne jegliches Einkommen zu Steuern!

Der letzte Erfolg des Finanzministers Stournaras bezieht sich auf die Besteuerung eines mittellosen 61-Jährigen, der keine Bleibe hat, an ernsthaften Erkrankungen leidet, nicht einmal einen halben Euro in seiner Tasche hat und im Kampf um das Überleben gezwungen ist, seine Mitmenschen und die Kirche um Unterstützung zu bitten, mit 124,35 Euro.

Besteuerung fiktiven Einkommens aus Bettelei

Diese Meldung, die wie viele sich in dem „Neuen Griechenland“ der Memoranden, Merkels und Schäubles abspielenden Verrücktheiten und Absurditäten schockiert, brachten die Mitglieder der Bewegung „Ich zahle nicht“ ins Rampenlicht. Laut den Angaben der Bewegung meldete ihr der 61 Jahre alte Herr Lampros Papadopoulos, mit dem Betrag von 124,35 Euro besteuert worden zu sein, weil unterstellt wurde, er habe ein Einkommen von 3.000 Euro aus Bettelei erzielt (als fiktives Einkommen für das Jahr 2012!).

Laut der Bewegung „Ich zahle nicht“ erhält Herr Papadopoulos von dem Staat keinerlei finanzielle Unterstützung oder Beihilfe. Er ist obdachlos und wird aus diesem Grund bei der freiwilligen Feuerwehr in Neo Voutza / Attika beherbergt. Er lebt wie aus einem Wunder, da er an ernsthaften Erkrankungen leidet, infolge eines Schlaganfalls einer Gehirnoperation unterzogen worden ist, unter deformierender Arthrose leidet und sich mit einem Leistenbruch und einer Vielzahl anderer chronischer Leiden herumträgt. Von der sozialen Wohlfahrt der Gemeinde Marathonas ist er ausgeschlossen und lebt von den Almosen anderer Menschen und mit Hilfe der Pfarrgemeinde Nea Makri und des Archimandriten Pater Antonios.

Seine Geschichte wurde bekannt, als er sich vor wenigen Tagen für Untersuchungen und ärztliche Beratungen an die soziale Arztpraxis der Bewegung „Ich zahle nicht“ wendete. Herr Papadopoulos berichtete den Zuständigen, dass der griechische Staat ihn für 2012 mit dem Betrag von 124.35 Euro besteuerte, obwohl er nicht einmal einen halben Euro in der Tasche habe und über keinerlei Einkommensquelle verfüge. Und so gelangte ein ungeheurer Erfolg des Herrn Stournaras im „Kampf“ gegen die Steuerhinterziehung an die Oberfläche.

Wie sollte jemand die – eine intensive Aktivität der Solidarität ausübenden – Mitglieder der Bewegung „Ich zahle nicht“ des Unrechts bezichtigen, wenn bezüglich der Regierung von einer „Zombie-Clique“ die Rede ist, „die auf diese Weise regiert und zu einem Zeitpunkt Obdachlose ohne jegliche Einkommen besteuert, wo sie ‚ihre Spezies‘ wie Herrn Christos Papoutsis mit bis zu 20.000 Euro erreichenden Monatsbezügen unterbringt„!

(Quellen: Nez.gr)

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