Trafficking in Griechenland

25. Juni 2013 / Aktualisiert: 11. August 2020 / Aufrufe: 901

Laut dem Jahresbericht 2012 des State Departments über den Menschenhandel blieb die Lage in Griechenland weitgehend unverändert.

In dem Bericht des State Departments über den Menschenhandel (Trafficking) und die Bekämpfung der modernen Sklaverei bleibt die Bewertung Griechenlands unverändert. Wie angeführt wird, ist Griechenland weiterhin eine Transit- und Zielland des Menschenhandels.

Laut dem Inhalt des Berichts bleibt Griechenland bezüglich des in Rede stehenden Themas in der selben Bewertungskategorie (Tier 2), wobei unterstrichen wird, dass Griechenland eine eingeschränkte Quelle der sexuellen Ausnutzung von Frauen und Kindern sowie auch der Forcierung von Kinderarbeit darstelle.

Trafficking, Zwangsarbeit und Sklaverei

Wie in dem Bericht des State Departments betont wird, sind in Griechenland Frauen aus Albanien, Weißrussland, Bulgarien, Lettland, Litauen, Moldawien, Russland, Rumänien, Ukraine, Georgien, Nigeria und bestimmten Ländern Asiens Opfer des Menschenhandels. Was die in Griechenland angetroffenen Opfer der Zwangsarbeit – hauptsächlich Kinder und Männer – betrifft, stammen diese aus Albanien, Bangladesch, Bulgarien, Indien, Moldawien, Pakistan, Rumänien und sind immer häufiger auch Jungen aus Afghanistan. Die moderne Sklaverei erstreckt sich hauptsächlich auf die Sektoren der Landwirtschaft und des Bauwesens.

Immer laut dem Jahresbericht des State Departments, den der Außenminister der USA John Kerry präsentierte, werden in Griechenland hunderte Kinder – hauptsächlich Roma aus Albanien und Rumänien – zur Zwangsarbeit verpflichtet und verkaufen diverse Güter auf den Straßen und betteln dabei oder begehen Kleindiebstähle. Hinsichtlich des Traffickings fallen wiederum auch Frauen aus Nigeria, nachdem sie über die Ägäis-Inseln und die griechisch-türkische Grenze am Evros-Fluss nach Griechenland gebracht werden, in Athen und anderen Großstädten dem Menschenhandel zum Opfer.

In dem Bericht wird ebenfalls betont, dass die griechische Regierung sich nicht vollumfänglich an die Mindestkriterien zur Eliminierung des Menschenhandels hält, jedoch signifikante Bemühungen in diese Richtung unternimmt. Die griechischen Behörden schritten 2012 im Vergleich zum Vorjahr zu mehr Verhaftungen von Menschenhändlern und leisteten bedeutsame Bemühungen zur Schulung der Polizei, aber auch der Juristen in Themen des Menschenhandels.

Ebenfalls wird unterstrichen, dass es eine enge Zusammenarbeit der Polizeibehörden mit Nicht-Regierungsorganisationen sowohl zur Aufklärung von Fällen des Menschenhandels als auch zur Unterbringung und Beherbergung von Opfern solcher Fälle gab. Auf der anderen Seite wird jedoch auch herausgestrichen, dass es nicht eine Verhaftung oder Verfolgung von Amtsträgern mit der Beschuldigung gab, in Kreise des Menschenhandels involviert gewesen zu sein, obwohl es konkrete Meldungen bezüglich rangniedrigerer Offiziere der griechischen Polizei gab.

Schließlich wird angemerkt, dass die griechische Regierung darin fortfährt, den nationalen Aktionsplan gegen den Menschenhandel umzusetzen.

(Quelle: in.gr)

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