Schonfrist für inaktive Bankguthaben in Griechenland

25. Juni 2013 / Aktualisiert: 11. Februar 2014 / Aufrufe: 990

Als inaktiv charakterisierte Bankguthaben in Griechenland bleiben noch bis April 2014 von der automatischen Konfiszierung durch den Fiskus verschont.

Die Möglichkeit zur Verwendung der Gelder von inaktiven Bankkonten in Griechenland zur Deckung der Bedürfnisse des Fiskus zum Zweck der Stützung sensibler gesellschaftlicher Gruppen wird um ein Jahr hinausgeschoben.

Obwohl das Gesetz 4151/2013 „Regelungen bezüglich der Modifizierung und Verbesserung rentenbezogener, volkswirtschaftlicher, verwaltungsbezogener und sonstiger Bestimmungen des Finanzministeriums“ bereits seit April 2013 von dem Parlament ratifiziert worden ist, werden seine Bestimmungen über die inaktiven Bankguthaben erst 2014 aktiviert werden.

Inaktive Bankguthaben fallen nach 20 Jahren automatisch dem Fiskus zu

Mit dem Gesetz über die inaktiven Sparguthaben wird auf völlig absolute Weise klargestellt, dass nach der nach 20 Jahren eintretenden Verjährung der Rechte des Kontoinhabers oder seiner rechtmäßigen Erben die Verwendung der Gelder aus inaktiven Guthaben ausschließlich und allein für spezielle Zwecke zur Stützung sensibler gesellschaftlicher Gruppen gestattet ist.

Weiter ist in Gesetz 4151/2013 die Verpflichtung zur mehr als einmaligen Benachrichtigung der Berechtigten an einem potentiellen inaktiven Guthaben vor der Vollendung der Verjährungszeit vorgesehen (sofern es sich um einen Betrag von über 100 Euro handelt, damit die Verhältnismäßigkeit zwischen Guthaben und Kosten der einschlägigen Benachrichtigung gewahrt bleibt), während klar bestimmt wird, dass das Guthaben eines inaktiven Bankguthabens nach Verstreichen von 20 Jahren von Rechts wegen zu Gunsten des griechischen Fiskus verfällt.

Auf Basis des Gesetzes ist jedes in Griechenland aktive Kreditinstitut verpflichtet, nach Verstreichen des zwanzigjährigen Zeitraums umgehend bis Ende April eines jeden Jahres die Restguthaben der inaktiven Bankguthaben nebst den entsprechenden Zinsen zentralisiert an den Fiskus abzuführen, indem es die einschlägigen Beträge auf ein Sonderkonto bei der Griechischen Bank überweist und gleichzeitig die zuständige Direktion der Rechnungszentrale des Staates über die Erfüllung der sich von dem Gesetz ableitenden Verpflichtungen informiert.

Laut Informationen der zentralen Rechnungsstelle des Staates wird – da das Gesetz Ende April ratifiziert wurde – das einschlägige Verfahren zur Abführung der inaktiven Guthaben ab April 2014 aktiviert werden. Die Möglichkeit zur Verwendung der Gelder von inaktiven Bankkonten zur Deckung der Bedürfnisse des Fiskus zum Zweck der Stützung sensibler gesellschaftlicher Gruppen wird also um 10 Monate hinausgeschoben.

(Quellen: Marketbeast.gr)

Relevante Artikel:

Kommentare sind geschlossen