Pakistani ermordet Ehepaar in Griechenland wegen 140 Euro

4. Juni 2013 / Aktualisiert: 31. März 2018 / Aufrufe: 1.598

Ein 23-jähriger illegaler Immigrant aus Pakistan ermordete auf Euböa in Griechenland wegen finanzieller Differenzen einen 56-jährigen Arzt und dessen 54-jährige Ehefrau.

Der Schrecken in Euböa nach der Enthüllung des Doppelmords durch den 23-jährigen pakistanischen Gärtner lässt nicht nach. Die an das Licht der Öffentlichkeit gelangenden Einzelheiten sind haarsträubend. Der Verdacht der Offiziere der Kriminalpolizei richtete sich vom ersten Augenblick an gegen den 23-jährigen Pakistani, der gelegentlich bei dem Gynäkologen N. Polydoropoulos und dessen Ehefrau in deren Villa im Ort Aliveri arbeitete.

Wie bekannt wurde, hatte der Täter den Doppelmord geplant und beabsichtigte, danach Griechenland in den kommenden Tagen zu verlassen und in seine Heimat in Pakistan zurückzukehren, da er bereits in das Programm freiwilliger Repatriierung des Internationalen Organismus für Migranten aufgenommen worden war.

Zynismus des Mörders schockiert selbst gestandene Polizeibeamte

Ich brachte sie um, weil sie mir Geld schuldeten. Ich zerschmetterte mit einem Stein den Kopf der Frau und stach dem Arzt einen Holzstab in seinen Hals …“ lauten einige der Worte, welche der 23-jährige den Männern der Kriminalpolizei mit einem sogar auch die erfahrensten Offiziere der griechischen Polizei (ELAS) schockierenden Zynismus zuflüsterte. „Sie hatten mir weniger gezahlt als vereinbart„, erklärte er den Polizeibeamten und beschrieb danach in jeder Einzelheit das abscheuliche Verbrechen, zu dem er schritt und äußerte, sein Ziel sei der Raub gewesen.

Informationen zufolge zeigte der Pakistaner sich für das Geschehen völlig gleichgültig und begegnete ihm mit absolutem Zynismus. Das Geld des Ehepaars wiederum wollte er nach Pakistan mit sich nehmen. Wegen der Sache wurden weitere sechs Landsleute von ihm verhaftet, die beschuldigt werden, dem 23-Jährigen in einem Haus in Nea Lampsako Unterschlupf gewährt zu haben.

Der Täter selbst soll sogar seinen Landsleuten zuvor gesagt haben, dass er das Ehepaar ermorden werde, jedoch versuchte ihn niemand davon abzubringen …

Doppelter Raubmord wegen einer Beute von 140 Euro

Der junge Mann mag das Ehepaar mit „Vater“ und „Mutter“ angesprochen haben, ermordete es jedoch schließlich, um etwas Geld (140 Euro), vier Kreditkarten und zwei Mobiltelefone aus dem Haus zu stehlen.

Laut der Polizei begab der 23-jährige Pakistani sich am Samstagmorgen zu dem Haus des Ehepaars, wo er gelegentlich Gartenarbeiten ausführte. Mit dem Ziel, sich einen Geldbetrag anzueignen von dem er glaubte, die Opfer würden in zu Hause haben, verursachte er danach anfänglich die tödliche Verletzung der 54-Jährigen, der er eine aus dem Hof des Hauses entfernte Zementplatte auf den Kopf schlug. Danach drang er in das Haus ein, wo der 56-Jährige sich zu dieser Stunde ausruhte, und fügte dem Opfer anfänglich mit einem gegabelten Stab mehrere Verletzungen am Hals zu und erdrosselte es dann mit einer Schlinge, die er aus einer dünnen Schnur erstellt hatte.

Bevor der Täter flüchtete, verschloss er die Haustür und nahm die Schlüssel mit sich. Vor dem Haus des Ehepaars erwarteten ihn fünf seiner wegen Beherbergung eines Verbrechers verhafteten Landsleute und brachten ihn zu einem Haus in Nea Lampsako, wo er gestern Mittag verhaftet wurde. In diesem Haus wurden auch die Kleidung und die Schuhe gefunden, die er bei der Verübung des Doppelmords trug.

Ich begab mich zu dem Haus, damit wir die finanzielle Differenz zwischen uns lösen. Als sie mir wieder mein Geld verweigerten, griff ich den Arzt an und versuchte ihn zu erwürgen. Dieser wehrte sich jedoch … . Ich ergriff einen Holzstab und stach ihn ihm in seinen Hals. Der Frau schlug ich viele Male einen Stein auf den Kopf„, lauteten die Worte des Täters bei seiner Aussage.

Tochter des ermordeten Ehepaars bat Polizei, nach dem Rechten zu sehen

Das Knäuel des Doppelmords begann sich abzuwickeln, als die Tochter des unglücklichen Gynäkologen und der pensionierten Bankangestellten den ganzen Tag lang versuchte, mit ihren Eltern zu kommunizieren, diese jedoch das Telefon nicht abhoben. Die in Angst und Schrecken versetzte Frau wendete sich schließlich an die Polizei, die sich daraufhin zu dem Anwesen des Ehepaars begab um dort nach dem Rechten zu sehen.

Ungefähr um 22:30 Uhr am Abend des vergangenen Samstags (01 Juni 2013) sprangen die Polizeibeamten über die Mauer des Anwesens und sahen sofort die 54-jährige Frau, die an dem im hinteren Hof der Villa befindlichen Swimmingpool lag. Der Täter hatte den Kopf der unglücklichen Frau mit einer großen Zementplatte zerschmettert. Im weiteren Verlauf drangen die Polizisten in das Haus ein, wo sie auch den 56-jährigen Gynäkologen ermordet im Schlafzimmer vorfanden. Scheinbar hatte der Mörder anfänglich mit dem selben Stein auch auf den unglücklichen Arzt eingeschlagen.

Der Todeszeitpunkt des unglücklichen Ehepaars wurde von dem Gerichtsmediziner auf ungefähr 12 Uhr am Samstagmittag bestimmt. Die in England lebende Tochter der Opfer wurde von der Polizei über das abscheuliche Verbrechen informiert und begab sich eiligst nach Athen.

Zu Lasten des Pakistaners wurde ein Verfahren im Grad eines Schwerverbrechens mit den Beschuldigungen des vorsätzlichen und in Tateinheit wiederholten Mordes, des Raubs und der Verletzung des Ausländergesetzes eingeleitet. Die Verhafteten wurden am Montag (03 Juni 2013) dem Staatsanwalt des Landgerichts Chalkida vorgeführt, und zwar unter drakonischen Sicherheitsmaßnahmen, da sich vor dem Gerichtsgebäude eine aufgebrachte Menschenmenge versammelt hatte und sich anschickte, den Mörder zu lynchen.

Nachtrag: Aussage wirf neues Licht auf das Verbrechen

Gemäß den Einzelheiten der Aussage des Täters, die in diversen Medien an die Öffentlichkeit gebracht wurden, versah er bei seinen Opfern bereits seit geraumer Zeit zweimal monatlich Gartenarbeiten. Auch am Tag der Tat war er erschienen, um bei Pflanzarbeiten zu helfen, wofür ihm 25 Euro (also der in Griechenland für solche Arbeiten übliche Tageslohn) zugesagt worden waren. Von angeblichen finanziellen Differenzen erfolgt keine Rede.

Dagegen gestand der Pakistani in seiner Aussage ein, das Verbrechen geplant zu haben, um sich Geld für seine Rückkehr nach Pakistan zu verschaffen. Einige Tage vorher soll er das Vorhaben sogar mit einem seiner Landsmänner erörtert haben, der sich erbot, ihm bei der Rückkehr nach Pakistan behilflich zu sein, wenn er die Hälfte der Beute erhalten würde. Offensichtlich hatte der Täter auf einen beachtlichen Geldbetrag gehofft und nicht damit gerechnet, letztendlich nur ein paar Dutzend Euro zu erbeuten.

Schließlich sei angemerkt, dass entgegen der anfänglichen von den Medien verbreiteten Version der Pakistani dem Arzt zuerst mit einem Küchenmesser drei Stiche in die Brust versetzte und ihn dann erdrosselte, indem er ihm mit eines Stabs den Hals zudrückte.

(Quelle: Protothema.gr)

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  1. Erik Manto
    5. Juni 2013, 22:33 | #1

    Dafür kann es nur die Todesstrafe geben. Sollen die Griechen den Pakistani noch ein paar Jahrzehnte im Gefängnis durchfüttern ?

  2. Medley
    6. Juni 2013, 08:41 | #2

    Der Jugendliche hatte gewiss eine schwere Kindheit hinter sich und schlimme Fluchterfahrungen gemacht und war deshalb postraumatisch vorbelastet. Zudem wurde er mutmaßlich in Griechenland als Moslem rassistisch diskriminiert, ausgegrenzt, stigmatisiert, magenalisiert, benachteiligt, in seiner Ehre verletzt und ausgebeutet. Er war also ein Opfer der Verhältnisse. Gewalt hat immer eine Geschichte. Niemand wird zum Mörder geboren, sondern er wird immer dazu gemacht. Gewalt ist letzlich immer auch ein Hilfeschrei, gerichtet an uns alle. Daher müssen wir selbstkritisch in uns gehen und uns fragen, was wir falsch gemacht haben.

    Herzliche Grüße,
    ihre Claudia R.

    Disclaimer: Achtung Ironie.

  3. mala
    6. Juni 2013, 22:21 | #3

    Einwanderung führt auf der ganzen Welt zu mehr Gewalt, anscheinend zieht es Verbrecher besonders gern ins Ausland:
    http://messerattacke.wordpress.com/neue-falle-einsortieren/kriminalstatistik/
    .

  4. LiFe
    6. Juni 2013, 23:04 | #4

    Wissen wir immer nur mit Ironie zu reagieren? Es war eine tragische Meldung, die mich an den Fall Ingrid Vissers und ihres Lebensgefährtens in Spanien erinnert. Grausam und abscheulich. Man findet keine Worte und zurück bleiben Angehörige, die mit Trauer und Verzweiflung ihre Lieben verloren haben. Man muß stets auf der Hut sein und jeden mißtrauen.

  5. unblock-me
    7. Juni 2013, 13:24 | #5

    @LiFe
    Man könnte auch ganz unironisch fragen, warum sich ein gut situiertes Arzt-Ehepaar mit Villa keinen Gärtner mit einem normalen, legalen Beschäftigungsverhältnis leisten kann (oder will?) und lieber einen Immigranten zu den üblichen ausbeuterischen Bedingungen bezahlt und dann noch um den Hungerlohn prellt, weil er ja das Land verlässen und (vermeintlich) wehrlos war.

    Mein Mitleid hält sich da – ohne so eine Gewalttat gutzuheißen – in Grenzen. Wäre das Ehepaar weniger geizig gewesen, könnten sie ihren Wohlstand weiterhin in aller Ruhe genießen und ein regulärer Arbeitsplatz für einen Gärtner wäre entstanden.

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