Ostkykladen und Dodekanes-Inseln in Griechenland ohne Wasser

24. Juni 2013 / Aufrufe: 1.572

Den sogenannten Kleinen Kykladen und einigen kleineren Inseln der Dodekanes in Griechenland droht die Gefahr, im Sommer 2013 nicht mit Wasser versorgt zu werden.

Auf den bei Naxos gelegenen Ägäis-Inseln der sogenannten Kleinen (Ost-) Kykladen sowie einigen kleineren Dodekanes-Inseln droht in diesen Tagen das Trinkwasser auszugehen, da der Oberste Rechnungshof die Verträge über die direkte Vergabe der (mit Tankschiffen erfolgenden) Wasserversorgung der Inseln während des Sommers blockiert hat.

Wie die Zeitung Ta Nea berichtete, waren zwei öffentliche Ausschreibungen vorhergegangen, die als „fruchtlos“ charakterisiert wurden und bei denen nur eine einzige Firma ein Angebot abgegeben hatte. Mit dieser Firma wurden per Direktvergabe zwei Verträge über den Transport des Wassers unterzeichnet.

Der erste Vertrag ist ausgelaufen, der zweite – mit einem Volumen von 1,5 Mio. Euro wurde von dem Obersten Rechnungshof nicht genehmigt und bleibt anhängig. Wie jedoch Antonis Koveos, Bürgermeister des Bezirks Koufonisis, am 21 Juni 2013 erklärte, „geht heute in Koufonisia das Wasser aus„, was auch aus der Gemeinde Donousa verlautete.

(Quelle: in.gr)

  1. Götterbote
    24. Juni 2013, 13:13 | #1

    Warum geht man auf diesen Inseln nicht über, das nötige Wasser durch Meerwasser-Entsalzungsanlagen zu gewinnen? Langfristig gesehen dürfte dies günstiger sein und endlich diese Abhängigkeit verringern.

  2. Roditisa
    24. Juni 2013, 16:29 | #2

    @Götterbote
    Im Dodekanes gibt es eine derartige Anlage. Soweit mir bekannt, wird damit die Insel Symi versorgt und man kann damit auch andere Inseln versorgen, weil es sich um ein Schiff handelt. Allerdings war es in der Anschaffung sicher nicht billig. Angesichts der Tatsache, dass aufgrund von Geldmangel voriges Jahr in einer Grundschule des Dodekanes die Decke eines Klassenzimmers kollabierte und in einer Vorschule die Kinder auf feuchtem Boden spielten, gehe ich davon aus, dass für derartige Investitionen kein Geldmehr da ist. Die angesprochene Lösung wird allerdings schon lange diskutiert und wie gesagt, zumindest zum Teil angegangen.

  3. Maria P.
    25. Juni 2013, 08:37 | #3

    Nicht nur die Insel haben Wasserprobleme, auch auf dem Festland gibt’s sehr, sehr oft das Problem, egal ob Sommer oder Winter. Jahrelang haben die „Bürgermeister“ das Geld für die Sannierung und neu bauen der Wasserleitung, in die eigene Tasche gesteckt, sodass die Leitung entweder immer wieder kaputt gehen (im Winter durch den Wasserdruck) oder im Sommer nur Luft haben.

  4. SigaSiga
    27. Juni 2013, 00:05 | #4

    Mallorca wurde jahrelang mit Trinkwasser versorgt, das von Schiffen angeliefert wurde. Das war kein Problem …

  5. Götterbote
    28. Juni 2013, 14:26 | #5

    @SigaSiga

    Es geht nicht darum, ob das machbar ist, sondern darum, dass die Leute Gefahr laufen, ohne Wasser da zu stehen, weil es offenbar Probleme bei der Finanzierung und der Bürokratie gibt.

Kommentare sind geschlossen