Nutriart in Griechenland stellt Insolvenzantrag

27. Juni 2013 / Aktualisiert: 11. Februar 2014 / Aufrufe: 568

Die Nutriart SA in Griechenland, zu der unter anderem die Großbäckerei Katselis und die Getreidemühlen Allatini gehören, beantragte Konkurs.

Ein historisches Unternehmen auf dem Bäckerei-Sektor wird in den Konkurs geführt und fügt der langen Liste der Arbeitslosigkeit weitere 480 Beschäftigte hinzu. Die Gesellschaft Nutriart SA reichte am vergangenen Freitag (21 Juni 2013) bei dem Landgericht Athen einen Antrag auf Einleitung des Konkursverfahrens ein, der am 19 September 2013 verhandelt werden wird.

Laut der Athener Nachrichtenagentur verlangen die 480 Beschäftigten, denen die Beantragung des Insolvenzverfahrens der Gesellschaft am vergangenen Freitag bekannt gegeben wurde, dass die Fabrik in Betrieb bleibt, kein einziger Arbeitsplatz verloren geht und keinerlei Änderung bei den Arbeitsverhältnissen erfolgt.

Gesellschaft vermag ihren Verpflichtungen nicht mehr zu entsprechen

Laut dem Betriebsratsvorsitzenden Giorgos Arvanitis ist in der Fabrik die Produktion bis auf weiteres ausgesetzt worden, während die Firmenleitung zugesagt hat, dass die Beschäftigten bis zur Verhandlung des Insolvenzantrags vor dem Landgericht Athen im September 2013 regulär bezahlt werden. Wie er erklärt, wird das in dem Unternehmen beschäftigte Personal bisher regulär bezahlt. „Alle Beschäftigten möchten arbeiten und wollen nicht, dass die Fabrik schließt„, betonte Herr Arvanitis.

Der eingereichte Konkursantrag wird auch von der zu diesem Zweck einberufenen Generalversammlung der Aktionäre Gesellschaft genehmigt werden. Wie bekannt wurde, erklärte die Gesellschaft am Freitag, in den letzten Jahren signifikante Bemühungen zu ihrer Umstrukturierung und Rationalisierung unternommen zu haben.

Die Verschlimmerung der Krise und die gleichzeitigen großen Verzögerungen, die es bei der endgültigen Festlegung, dem Abschluss und der Realisierung der Vereinbarungen über die finanzielle Umstrukturierung mit den Banken gab, belasteten in einem hohen Grad die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft, welcher Umstand zum Ergebnis hat, dass die Gesellschaft inzwischen nicht mehr in der Lage ist, ihren finanziellen Verpflichtungen zu entsprechen„, wird in der Bekanntmachung der Firma betont.

Verzögerung der Umstrukturierung durch die Banken

Es wird angemerkt, dass die Gesellschaft zu zwei Vereinbarungen mit Banken über die finanzielle Umstrukturierung geschritten war, um ihre Betriebskapitalbedürfnisse zu decken und ihren Betrieb ungehindert fortzusetzen. Die Verhandlungen über den ersten finanziellen Umstrukturierungsplan, der 2011 unterzeichnet wurde, hatten jedoch acht Monate gedauert, und die Verhandlungen über den 2013 unterzeichneten finanziellen Umstrukturierungsplan dauerten ungefähr neun Monate.

Der Hauptaktionär Tinola Holdings hat die Gesellschaft seit 2009 bis heute mit über 46 Mio. Euro finanziert. Parallel gab die Gesellschaft neulich ihre Absicht bekannt, die Anlagen der Getreidemühlen Allatini zu verkaufen, welchen Vorschlag sie in Abstimmung mit den Gläubigerbanken zusammen mit anderen Vorschlägen und vorgeschlagenen Lösungen untersuchte, die im Rahmen des Möglichen ihr Überleben und ihre Zukunftsaussichten hätten gewährleisten können.

Bis September 2013 werden die Gesellschaft und die 480 Beschäftigten – soweit möglich – den Betrieb in einem Übergangsstadium aufrecht erhalten und eine sich inzwischen für den gesamten Markt gestaltende schwierige Situation handhaben müssen.

(Quelle: Newsbeast.gr)

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