Insel Limnos in Griechenland ohne Fährverbindung

24. Juni 2013 / Aktualisiert: 11. Dezember 2016 / Aufrufe: 1.808

Die Insel Limnos in Griechenland bleibt zum wiederholten Mal von der Außenwelt abgeschnitten, da es bis Ende Juni 2013 keine Fährverbindungen gibt.

Der Bürgermeister von Limnos, Antonis Chatzidiamantis, bringt in einem Schreiben an den Minister für Seefahrt und Ägäis, Konstantinos Mousouroulis, seinen heftigen Protest wegen der vorläufigen Aussetzung (von 23 bis einschließlich 29 Juni 2013) der programmierten Fahrten des Schiffs „Theofilos“ der NEL LINES, das exklusiv die Insel bedient, zum Ausdruck.

In seinem Schreiben beruft sich der Bürgermeister auf die Verärgerung der Besucher und Einwohner über die Isolierung der Insel wegen der andauernden Annullierungen der turnusmäßigen Fahrten, was die Region in den wirtschaftlichen Verfall führt.

THEOFILOS der NEL Lines liegt wegen anhängiger Inspektion fest

Laut einer Bekanntmachung der Gesellschaft NEL LINES, der das Schiff „Theofilos“ gehört, werden „wegen nicht rechtzeitiger Vollendung der Arbeiten der jährlichen Inspektion des Personen- und Fahrzeugfährschiffs THEOFILOS“ die Fahrten auf dem von dem Schiff bedienten öffentlichen Linien ab Sonntag, 23/06/2013, bis einschließlich Samstag, 29/06/2013, nicht ausgeführt.

Die Annullierung betrifft insgesamt drei Routen (Thessaloniki – Limnos – Mytilini – Chios – Vathy nebst Retour, Kavala – Limnos – Mytilini – Chios – Vathy nebst Retour und Kavala – Limnos – Mytilini – Chios – Karlovasi – Ag. Kyrikos nebst Retour). Die Fahrgäste, die sich für die vorstehenden Fahrten Tickets besorgt hatten, sind insgesamt 694 und sind laut der Bekanntmachung der Gesellschaft alle informiert worden.

In seinem Schreiben unterstreicht der Bürgermeister von Limnos sich an den Minister wendend, „Limnos war besonders während der letzten Jahre ein Spielball der Interessen einer privaten Gesellschaft, die ausschließlich mit ihren unternehmerischen Interessen als Leitlinie betrieben wird und sich nicht um ihre vertraglichen Verpflichtungen schert, für deren Gewährleistung und Durchsetzung das Ministerium für Seefahrt und Ägäis verantwortlich ist„.

Er führt ebenfalls an, dass trotz der begründeten Einwände „erst im vergangenen Monat eine neue Verlängerung der Geltung des Vertrags über den öffentlichen Einsatz des konkreten Schiffs für weitere drei Jahre erfolgte„, und spricht von „vertragswidrigen Handlungen der NEL„, was „nur Trauer und Zorn bei den Inselbewohnern hervorrufen kann, die einen Staat sehen, der von den unternehmerischen Interessen erpresst wird und unbekümmert die elementaren Rechte eines Volks missachtet, das zu überleben versucht„.

Der Bürgermeister von Limnos berichtet, „die andauernden maschinellen Ausfälle, Verzögerungen, Annullierungen der Fahrpläne der Schifffahrtsgesellschaft Lesbos (NEL), die monopolistisch unsere Insel ‚bedient‘, stellen für die Einwohner von Limnos etwas Alltägliches dar. Die Einwohner sind verärgert, die Unternehmen werden wegen der Stornierungen der Besucher in den wirtschaftlichen Verfall geführt, die Insel wird isoliert„.

Herr Chatzidiamantis fordert den Minister auf, „sei es auch in allerletzter Minute“ etwas zu unternehmen, und merkt an, „für die Einwohner von Limnos ist es ein Thema des Überlebens, dass umgehend Maßnahmen zur Lösung des Problems ergriffen werden„.

(Quelle: in.gr)

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