Erhöhte polizeiliche Sicherheitsmaßnahmen in Griechenland

8. Juni 2013 / Aktualisiert: 24. August 2018 / Aufrufe: 1.592

Die Polizei in Griechenland kündigt für die Sommerperiode 2013 verstärkte Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit der Touristen und Urlauber an.

Die Sicherheitsmaßnahmen der griechischen Polizei zur Sicherheit der Touristen werden in diesem Jahr während der touristischen Periode in den touristischen Zielgebieten und Küstenstädten Griechenlands erhöht sein. Die Maßnahmen beziehen sich auf Prävention und Verhinderung strafbarer Verhaltensweisen, aber auch auf die umgehende Bedienung der Besucher mittels der Vereinfachung und Beschleunigung bürokratischer Prozesse.

Die Aktionen der ELAS werden schrittweise in Angriff genommen und während des gesamten Zeitraums der Sommerperiode ausgeweitet werden, wobei die Basispunkte vorsehen:

Auf dem Sektor der Polizeiüberwachung, Sicherheit und Verkehrspolizei

  • Intensivierung der Kontrollverfahren an den Landeszugängen, in den Häfen, auf den Flughäfen und allgemeiner an allen Ein- und Ausreisepunkten, in Kooperation mit den gemeinsam zuständigen Trägern und Dienststellen.
  • Geographische Reorganisation der operativen Bereitschafts- und Reaktionsstrukturen der Dienststellen für Primäreinsätze (Einheiten DIAS, OPKE, Notrufeinheiten usw.) für ihr effizienteres Eingreifen, wo immer oder wann dies für notwendig befunden wird, und für die bessere polizeiliche Überwachung der touristischen Gebiete.
  • Entwicklung spezieller Aktionen zum Schutz der ausländischen und einheimischen Urlauber vor kriminellen Verhaltensweisen. Schwerpunkte werden hauptsächlich bei der Prävention von Eigentumsdelikten (Diebstähle von Portemonnaies, Mobiltelefonen usw. auf den Straßen oder in gesundheitsrechtlichen Bestimmungen unterliegenden Geschäften, aus touristischen Unterkünften und Hotels, zu Lasten von Badegästen an den Stränden, Raubüberfälle zu Lasten von Einzelpersonen, Schmuckgeschäften usw.) sowie auch bei den Straftaten in Zusammenhang mit Drogen, der angeborenen Freiheit (Vergewaltigungen), der Bettelei, dem Schattenhandel usw. liegen.
  • Intensivierung der Kontrollen bei Verkehrs- und Straßensicherheit zur Erleichterung des Verkehrs und Prävention von Verkehrsunfällen, mittels der sichtbaren Präsenz von Streifenwagen und -motorrädern auf dem gesamten nationalen und provinziellen Straßennetz, an den Stellen mit erhöhtem Verkehrsaufkommen (archäologische Stätten, Museen usw.), aber auch an Punkten, wo häufige Verkehrsunfälle oder Verkehrsprobleme beobachtet werden.
  • Systematisierung der Kontrollen bei Reisebussen zur Sicherheit der Beförderungen, bei Taxen wegen überhöhter Entgelte, Auswahl – Abweisung von Fahrgästen usw., in Motorradvermietungsbetrieben, bei Mopeds und Motorrädern mit minderjährigen oder Fahrern ohne Führerschein oder / und Helme, in Fällen überhöhter Geschwindigkeiten, improvisierter Rennen, Fahrens unter Alkoholeinfluss usw.

Ausweitung der Aktivitäten der Wirtschaftspolizei

Die Aktionen der Wirtschaftspolizei zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung natürlicher oder juristischer Personen werden durch systematische steuerliche und andere verwandte Kontrollen verstärkt werden, mit Schwerpunkt auf Fällen mit strafrechtlichen Dimensionen, des Schwarzhandels, des Schattenhandels, der illegalen Glücksspiele sowie auch der Steuerhinterziehung.

  • Ausweitung der Kontrollen auch auf Urheberrechtsverletzungen, Betrügereien zu Lasten von Privatpersonen oder Organisationen, den illegalen Handel per Internet und die Erbringung von Internet-Dienstleistungen, die Durchführung illegaler Glücksspiele per Internet (Online-Kasinos) usw.
  • Gewährung jeder möglichen Beihilfe an alle gemeinsam zuständigen Träger und Organismen, wie die Beschäftigungskontrolleure der Arbeitsaufsicht (S.EP.E) und die Sonderdienststelle für Versicherungskontrollen (EYPEA) der IKA – ETAM, zwecks Sicherstellung ihres Werkes zur Auffindung nicht versicherter Arbeitnehmer und Bekämpfung der Beitragshinterziehung.
  • Intensivierung der Kontrollen in touristischen Unterkünften sowie auch in den übrigen touristischen Unternehmen (jeder beliebigen Kategorie und Betriebsform), in Zusammenarbeit mit den zuständigen Dienststellen der griechischen Tourismusbehörde (EOT), damit festgestellt wird, ob sie die gesetzlichen Betriebsvoraussetzungen erfüllen und mit den erforderlichen Eignungsbescheinigungen ausgestattet sind.
  • Ausweitung der Kontrollen polizeilicher Zuständigkeit auf alle gesundheitsrechtlichen Bestimmungen unterliegenden Geschäfte und Unternehmen, zur Feststellung von Übertretungen bezüglich der öffentlichen Ruhe, des Konsums von Alkohol durch Minderjährige, der Geschäftszeiten, der gesundheitsrechtlichen usw. Bestimmungen über den Schutz der öffentlichen Gesundheit und Konsumenten.
  • Verstärkung der polizeilichen Präsenz in archäologischen Stätten und Museen, wo während der Sommermonate eine erhöhter Besucherverkehr beobachtet wird, mit Zweck die Prävention und Verhinderung jeder rechtswidrigen Handlung zu ihren Lasten, die Vertiefung des Gefühls der Sicherheit und die unmittelbare Reaktion bezüglich der Erteilung jeder Art von nützlichen Informationen oder Mitwirkung.
  • Entwicklung eines Netzes interaktiver Kommunikation – Informierung und beständiger Kooperation mit den gemeinsam zuständigen Behörden und Trägern (Dienststellen EOT, lokale Kommunalbetriebe / OTA, Hafen- und Feuerwehrbehörden, Gesundheitsbehörden usw.), damit gemeinsam den Problemen begegnet wird, welche einer koordinierten Aktion bedürfen.
  • Umgehende Erbringung jeder möglichen Mitwirkung, Hilfe oder Unterstützung an die zuständigen Behörden in Fällen von natürlichen Katastrophen, Bränden oder außerordentlichen Gefahren für sichere Evakuierung von Gebieten, Hotels, Campingplätzen usw., Beförderung Betroffener zu Auffangstellen, Hilfestellung für Erste-Hilfe-Fahrzeuge, Zugang zu Krankenhäuern und sonstigen Einrichtungen zur Erbringung von Hilfe, sowie auch in jedem anderen Fall, in dem die Hilfe der Polizeikräfte für notwendig befunden wird.

Auf dem Sektor der Bedienung von Touristen

  • Umgehende Reaktion auf Straftaten und Vorfälle polizeilichen Interesses, welche Touristen oder andere Besucher zum Opfer haben.
  • Umgehende Entgegennahme und Bearbeitung der Meldungen an Polizeibehörden und umgehende Erteilung der einschlägigen Bescheinigungen, soweit die im Ausland ansässigen Ausländer für einen beschränkten Zeitraum in Griechenland verweilen. (Anmerkung: gemeint sind die Vorgängen in Zusammenhang mit den für Besucher aus visumspflichtigen Ländern geltenden Meldeauflagen.)
  • Umgehende Informierung der zuständigen Konsulats- oder diplomatischen Behörden über Angelegenheiten, welche ausländische Touristen betreffen, damit jede mögliche Erleichterung und Hilfe gewährt wird.
  • Diskrete Handhabung der sich auf sensible Personendaten beziehenden Straftaten und entsprechende Behandlung der Opfer bei geeigneter beratender und psychologischer Unterstützung durch Gesundheitsdienststellen der Polizei.
  • Rechtzeitige und ausreichende personelle Besetzung mit entsprechendem fremdsprachenkundigen Personal aller Dienststellen der Touristenpolizei.

(Quelle: Ethnos)

  1. Tinos
    8. Juni 2013, 09:50 | #1

    Sehr schöne Propaganda! Hier stellen sich 2 Fragen:
    1. Wie will der Staat dies gewährleisten bei der massiven Reduktion der Staatsbediensteten?
    2.Wie soll sich die Polizei denn bewegen, wenn sie nicht einmal das Benzin im Tank haben, um an den Einsatzort zu kommen? Bei uns auf der Insel müssen sich die Polizisten ja schon Mietwagen nehmen, da die Einsatzfahrzeuge defekt herumstehen und kein Geld da ist, diese zu reparieren!
    Das ist wohl alles nur für die Presse lanciert, damit sich die Touristen „sicher“ fühlen und nicht von den real passierenden Dingen abgeschreckt werden!

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