Erfolgreiche Kapitalerhöhung der Nationalbank in Griechenland

17. Juni 2013 / Aktualisiert: 14. Mai 2017 / Aufrufe: 770

Die griechische Nationalbank hat für ihre Refinanzierung durch die Finanzstabilitätsfazilität die Voraussetzung der 10-prozentigen Beteiligung privater Investoren erfüllt.

Laut der einschlägigen Bekanntmachung gestaltete sich der von privaten Investoren gezeichnete Anteil der Kapitalerhöhung der National Bank of Greece (NBG) bzw. griechisch Εθνική Τράπεζα της Ελλάδος (ETE) auf 10,8%. Angesichts dessen wird erwartet, dass die für jede neue Aktie an die Aktionäre ausgegeben Warrants 8,26 Aktien der Finanzstabilitätsfazilität entsprechen. Die öffentliche Zeichnungsfrist lief am 13 Juni 2013 aus.

Praktisch vermeidet die Nationalbank damit die Ausgabe von (verzinsten) CoCo-Bonds bzw. Wandelanleihen. Der Gesamtanteil der Erhöhung wurde zu ¾ mittels der Ausübung von Vorzugsrechten gedeckt, während fast die Hälfte des vorstehend angeführten Anteils von ausländischen Investoren gedeckt wurde, was zur Folge hat, das Investitionskapital in Höhe von 500 Mio. Euro nach Griechenland fließt.

Kapitalerhöhung wurde zu 2/3 von Bestandsaktionären gezeichnet

Im weiteren Verlauf der Bekanntmachung wird angeführt, dass die inländischen Haushalte ungefähr 1/3 der Erhöhung deckten, welcher Anteil ungefähr 120.000 Aktionären entspricht und die breite Aktienbasis der Bank reflektiert und den morgendlichen Artikel von Capital.gr in Zusammenhang mit der „griechischen Prägung“ der Kapitalerhöhung bestätigt. Weiter wird angemerkt, dass 2/3 der Erhöhung von Aktionären gezeichnet wurden, die bereits eine Aktionärsposition bei der Nationalbank hatten.

Laut Informationen fand anlässlich der Vollendung der Kapitalerhöhung eine Begegnung zwischen dem geschäftsführenden Vorstand der Bank, Alexandros Tourkolias, und Vertretern des Personal statt, bei der Herr Tourkolias bedeutungsvoll anführte, die griechische Nationalbank könne alles schaffen, wenn sie es sich fest vornimmt.

Ab sofort arbeitet also die Leitung der Nationalbank für den nächsten Tag des Banksystems, mit Richtschnur die „Stützung der griechischen Wirtschaft“, während als sicher anzunehmen ist, dass sie sich um alles bewerben wird, was im Rahmen der weiteren Umstrukturierung der Branche von Seite kleinerer Banken zum Angebot kommen wird. Es wird ebenfalls angemerkt, dass der Ausschluss der Versicherungskassen von dem Verfahren der Kapitalerhöhung zu einer weiteren Privatisierung der NBG bzw. ETE führte.

Schließlich wurde über das erfolgreiche Ergebnis der Kapitalerhöhung auch die Griechische Bank / Bank of Greece in Kenntnis gesetzt, und Informationen zufolge brachte ihr Präsident Giorgos Provopoulos seine Befriedigung über die Deckung der 10% der privaten Beteiligung zum Ausdruck. Parallel wurde der Leitung der Nationalbank sowohl von Seite der Leitungen der anderen systemischen Banken als auch von vielen namhaften Unternehmern gratuliert.

(Quelle: Capital.gr)

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