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Archiv für Juni, 2013

Lebenslänglich für Steuerbetrug in Griechenland

30. Juni 2013 / Aktualisiert: 11. August 2020 / Aufrufe: 679 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland wurde ein Unternehmer wegen Steuerbetrugs zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt.

In einem Fall illegaler Mehrwertsteuer-Erstattungen verurteilte die dreisitzige Strafkammer des Landgerichts Thessaloniki einen wegen Betrugs zu Lasten des Fiskus angeklagten Unternehmer zu einer lebenslangen Haftstrafe.

Dem Unternehmer wurde vorgeworfen, unter Vorlage imaginärer Unterlagen ungefähr 1,5 Millionen Euro als MwSt.-Rückzahlung bezogen zu haben. Er selbst gestand einen Teil seiner Handlungen ein, behauptete jedoch, von den Rückzahlungen 30% als Schmiergeld an Beamte des Finanzamts gezahlt zu haben.

Weiter verurteilte das Gericht die Ehefrau des Unternehmers und eine Angestellte zu 18 Jahren Gefängnis. Gegen die Finanzbeamten wurde ein Strafverfahren wegen Untreue gegenüber dem Staat eingeleitet und sie sagten bereits vor dem Untersuchungsrichter aus.

(Quelle: in.gr)

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Gesetzliche Änderungen bei Grundbuch in Griechenland

30. Juni 2013 / Aktualisiert: 03. Juli 2014 / Aufrufe: 2.009 Kommentare ausgeschaltet

Ein neues Gesetz bringt in Griechenland Änderungen für das Nationale Grundbuch, sogenannte blinde Grundstücke, Forstflächen, Bebauungspläne und Natura-Gebiete.

Mit dem Ziel, in Griechenland bis 2020 ein vollendetes Nationales Grundbuch zu haben, wurde von dem Parlament eine Gesetzesvorlage ratifiziert, die von dem stellvertretenden Umweltminister Stavros Kalafatis vorgelegt wurde und Änderungen bei der Bestimmung des Forstcharakters und bei Bebauungsplänen, der Zuständigkeit für die Natura-Gebiete und den sogenannten „blinden“ Grundstücken sowie weniger Bürokratie und niedrigere Kosten für die Bürger mit sich bringt.

Die Gesetzesvorlage sieht unter anderem die Abschaffung des „Organismus für Grundbuch und Kartierung Griechenlands“ (OKCHE) und den Transfer der entsprechenden Zuständigkeiten auf die Gesellschaft „Nationales Grundbuch AG“ vor, die in „Nationales Grundbuch und Kartierung AG“ umbenannt wird.
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Finanzamt in Griechenland pfändet Haus wegen 1.677 Euro

29. Juni 2013 / Aktualisiert: 11. August 2020 / Aufrufe: 1.280 4 Kommentare

In Griechenland schritt der Fiskus zur Pfändung des Hauses eines Langzeitarbeitslosen wegen einer Schuld in Höhe von 1.677 Euro an das Finanzamt.

Bei dem säumigen Schuldner handelt es sich um einen Metallarbeiter und Vater zweier minderjähriger Kinder, der seit drei Jahren arbeitslos ist, dessen einziges Vermögen das konkrete Haus im Bezirk Kaminia der Stadt Piräus ist.

Ein Gerichtsvollzieher des Landgerichts Athen leitete am 25 Juni 2013 das Pfändungsverfahren ein, da der Eigentümer dem Finanzamt den Betrag von 1.677,55 Euro schuldet, der sich zusammen mit den verhängten Säumniszuschlägen auf 2.173,81 Euro erhöhte.

(Quellen: in.gr)

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Schließung der ERT kostet Griechenland bis 500 Mio Euro

29. Juni 2013 / Aktualisiert: 11. August 2020 / Aufrufe: 877 2 Kommentare

Die Schließung der öffentlichen Rundfunk- und Fernsehanstalt ERT in Griechenland kostet den Fiskus laut dem Personal der ERT bis zu einer halben Milliarde Euro.

Die Schließung der ERT und die wie auch immer geartete fadenscheinige Planung der Regierung bezüglich des weiteren Verlaufs beschert in diesem Moment den staatlichen Kassen eine zusätzliche Verschuldung, die laut gemäßigten Berechnungen 300 Mio. Euro übersteigt und sich vielleicht sogar einer halben Milliarde Euro nähert„, betonten die Journalisten der am 11 Juni 2013 von Premierminister Antonis Samaras in einem politischen Alleingang überraschend geschlossenen öffentlichen Rundfunk und Fernsehanstalt ERT bei einer Pressekonferenz, die am Dienstag im „Radiopalast“ in Agia Paraskevi stattfand.

Die Abfindungen der 2.650 Beschäftigten, die Vertragsstrafen, die Annullierung von Verträgen über Programmproduktionen, ungeheure Kosten für Entschädigungen jeglicher Natur werden mit der ‚KYA Kedikoglou‘ allesamt auf den Fiskus und den defizitären Haushaltsplan transferiert„, ergänzten sie und vertraten, die Fehler der überraschenden Aktion der Schließung der ERT werden nicht zu korrigieren sein.
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107 Schildkröten in Griechenland beschlagnahmt

28. Juni 2013 / Aktualisiert: 11. August 2020 / Aufrufe: 410 Kommentare ausgeschaltet

Beamte der Hafenpolizei Igoumenitsa in Griechenland verhafteten zwei Lastwagenfahrer, die illegal zwei Esel und 107 Schildkröten transportierten.

Konkret stellten die Beamten der Gruppe für Sondereinsätze bei einer in den ersten Morgenstunden des vergangenen Dienstags (25 Juni 2013) durchgeführten Kontrolle eines Lastwagens im Hafen von Igoumenitsa überrascht fest, dass die beiden Fahrer nicht nur zwei Esel beförderten, sondern in deren Futtertrog auch 107 Landschildkröten versteckt hatten.

Fahrer und Beifahrer des Lastwagens wurden verhaftet und die Zentrale des Hafenamts Igoumenitsa führt eine Voruntersuchung durch. Die Schildkröten und die Esel wurden bei dem Tierschutzverein von Igoumenitsa untergebracht.

(Quelle: in.gr)

Ausbildung in Deutschland für Arbeitslose aus Griechenland

28. Juni 2013 / Aktualisiert: 24. August 2018 / Aufrufe: 5.686 20 Kommentare

Das Programm Mobipro-EU bietet jungen Arbeitslosen aus Griechenland die Möglichkeit, in Deutschland eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf zu absolvieren.

Arbeitslose Griechen im Alter von 18 – 35 Jahren haben die Möglichkeit, in Deutschland mit Bezuschussung durch den deutschen Staat in einem der 350 anerkannten Ausbildungsberufe ausgebildet zu werden.

In Deutschland werden in diesem Jahr 33.000 Berufsausbildungsplätze unbesetzt bleiben. Die Gründe sind hauptsächlich zwei: das ständige Problem des Geburtenrückgangs und die Tatsache, dass ein Teil der jungen Leute nicht die Voraussetzungen erfüllt, entweder weil sie nicht die Schule abgeschlossen haben oder weil ihr Schulabschluss alles andere als gut ist. Als Industrieland mit Hochtechnologie benötigt Deutschland jedoch sehr gut ausgebildete Arbeitskräfte.

Dies ist der eine Hauptgrund für die Einführung des Programms Mobipro-EU seit Anfang des Jahres, das sich an junge Leute ab 18 bis 35 Jahren aus Ländern der EU richtet. Der zweite Grund ist das Ziel der Bekämpfung der hohen Jugendarbeitslosigkeit hauptsächlich in den Ländern des Südens. Das Programm wird bis Ende 2016 dauern und von dem Arbeitsministerium mit 139 Mio. Euro subventioniert werden.
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Nutriart in Griechenland stellt Insolvenzantrag

27. Juni 2013 / Aktualisiert: 11. Februar 2014 / Aufrufe: 628 Kommentare ausgeschaltet

Die Nutriart SA in Griechenland, zu der unter anderem die Großbäckerei Katselis und die Getreidemühlen Allatini gehören, beantragte Konkurs.

Ein historisches Unternehmen auf dem Bäckerei-Sektor wird in den Konkurs geführt und fügt der langen Liste der Arbeitslosigkeit weitere 480 Beschäftigte hinzu. Die Gesellschaft Nutriart SA reichte am vergangenen Freitag (21 Juni 2013) bei dem Landgericht Athen einen Antrag auf Einleitung des Konkursverfahrens ein, der am 19 September 2013 verhandelt werden wird.

Laut der Athener Nachrichtenagentur verlangen die 480 Beschäftigten, denen die Beantragung des Insolvenzverfahrens der Gesellschaft am vergangenen Freitag bekannt gegeben wurde, dass die Fabrik in Betrieb bleibt, kein einziger Arbeitsplatz verloren geht und keinerlei Änderung bei den Arbeitsverhältnissen erfolgt.
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Nachfrist für Steuererklärung 2013 in Griechenland

27. Juni 2013 / Aufrufe: 1.051 Kommentare ausgeschaltet

Die Ende Juni 2013 auslaufende Frist für die Abgabe der Steuererklärungen 2013  natürlicher Personen in Griechenland wurde nach Steuernummern gestaffelt verlängert.

Die ursprünglich bis Ende Juni 2013 befristete Abgabe der Einkommensteuererklärungen natürlicher Personen, die 2013 in Griechenland zur Abgabe einer Steuererklärung (für Einkommen des Jahres 2012) verpflichtet sind, wurde nach Steuernummern (AFM / ΑΦΜ) gestaffelt um ca. 3 – 9 Wochen verlängert.

Die neue Frist für die Abgabe der Steuererklärungen juristischer Personen läuft dagegen am 08 Juli 2013 aus. Weiter wurde von Seite des Generalsekretärs für Einnahmen Charis Theocharis klargestellt, dass es keine weitere Nachfrist geben werde.
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Wie viel kostet ein menschenleben in Griechenland

27. Juni 2013 / Aufrufe: 713 Kommentare ausgeschaltet

Die angeblich billige Stromerzeugung aus Braunkohle in Griechenland ist in Wirklichkeit alles andere als billig, da sie ungeheure gesundheitliche Auswirkungen verursacht.

Die „Handhabung der Kosten“ und die erforderlichen Maßnahmen sind in unseren Tagen das Hauptmenu vieler heißer Diskussionen: Kürzung von Ausgaben, Umstrukturierung der ERT, wahrscheinlicher – oder eintretender – wirtschaftlicher Zusammenbruch des EOPYY. Und all dies bestreut mit den entsprechenden politischen und wirtschaftlichen Kosten (die Schließung der ERT wurde in einem wirtschaftlichen Vorteil von jährlich 50 Euro pro Haushalt ausgedrückt).

Es gibt jedoch auch eine „Kostenfrage“, die nicht in die Arena der politischen Diskussion eingedrungen zu sein scheint: Mit wie viel wird in Griechenland ein Menschenlaben veranschlagt?
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Zeitbombe für Immobilienmarkt in Griechenland

26. Juni 2013 / Aktualisiert: 24. August 2018 / Aufrufe: 7.262 5 Kommentare

Die anstehende Aufhebung des Versteigerungsschutzes für Hauptwohnung in Griechenland stellt eine Zeitbombe für den Immobilienmarkt und die Wirtschaft dar.

Eine tickende Zeitbombe 400.000 unverkaufter Wohnungen droht den Immobilienmarkt, das Bauwesen, aber auch das Vermögen hunderttausender Immobilieneigentümer in die Luft zu jagen. Zu dem Bestand der 250.000 Wohnungen, die in den letzten fünf Jahren zum Verkauf ausgeschrieben worden sind, werden mit der Aufhebung des Versteigerungsverbots vermutlich weitere 150.000 Wohnungen hinzukommen. Wie Marktexperten veranschlagen, werden etwa 150.000 Eigentümer ihre Wohnungen verlieren, wenn ab dem 01 Januar 2014 die Pfändungen und Versteigerungen beginnen.

Falls die unheilvollen Prognosen sich bestätigen, wird der Markt von „billigen“ Immobilien überschwemmt und die Preise gewaltsam mitgerissen werden. Das Ergebnis wird der Eintritt einer abrupten Entwertung des Immobilienvermögens aller Griechen sein, da tausende Wohnungen buchstäblich unter den Hammer kommen werden, und zwar zu sehr viel niedrigen als den heutigen Preisen, zu denen wiederum anzumerken ist, dass sie im Durchschnitt 20% – 30% unter dem Niveau vor der Krise liegen.
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