Waschmittel-Fälschung in Griechenland

31. Mai 2013 / Aktualisiert: 22. Juli 2013 / Aufrufe: 1.298

In Griechenland wurden Anlagen gefunden, in denen ein Textil-Waschmittel nachgeahmt wurde, das über die Supermarkt-Kette Arvanitidis vertrieben worden sein soll.

In Nordgriechenland schritt die Polizei zur Festnahme des Eigentümers der Supermarktkette „Arvanitidis“, dem vorgeworfen wird, über seine Läden gefälschte Produkte vertrieben zu haben. Im Rahmen einer Polizeiaktion wurden 4.460 Flaschen mit einem nachgeahmten Waschmittel für Textilien sowie auch 22.000 Kosmetik-Fläschchen beschlagnahmt, deren Herkunft untersucht wird.

Weiter wurden in zwei Lagerhallen auf Chalkidiki drei Anlagen zur Herstellung und Abfüllung von Flüssigkeiten, neunzehn Tanks mit Rohstoffen für die Herstellung der nachgeahmten Produkte, leere Flaschen, ein Getränkeautomat und Lieferscheine der Kette über eine Menge von 5.000 Flaschen Waschmittel gefunden.

Die anfängliche Pressemitteilung der Polizei in Einzelheiten

In Lakkoma / Chalkidiki wurde ein 45-jähriger Einheimischer wegen Verletzung des Gesetzes „Über Markenzeichen“ und Fälschung verhaftet. Nach dem 52-jährigen Eigentümer eines Lebensmittel-Supermarkts wird als Mittäter des Verhafteten gefahndet (Anmerkung: wie eingangs angeführt wurde die person inzwischen ebenfalls verhaftet).

Bei Durchsuchungen in Lagern wurden mehr als 4.400 Flaschen eines nachgeahmten Waschmittels beschlagnahmt. Ebenfalls wird die Herkunft von Kosmetik-Produkten erforscht, deren Menge 22.000 Flaschen übersteigt.

Nach systematischen polizeilichen Ermittlungen des Departments für Schutz der Eigentumsrechte der Direktion der Kriminalpolizei Thessaloniki wurde ein 45-jähriger Einheimischer verhaftet, während nach seinem 52-jährigen Mittäter, Eigentümer eines Lebensmittel-Supermarkts, zu dessen Lasten ein Strafverfahren wegen Verletzung der Gesetze „Über Handelsmarken“, „Über unlauteren Wettbewerb“ und „Fälschung“ eingeleitet wird, gefahndet wird.

Spezieller wurden nach Durchsuchungen, welche Polizeibeamte der vorstehend angeführten Dienststelle gestern Nachmittag (28-05-2013) in zwei Lagerhallen in Lakkoma / Chalkidiki, die sich im Besitz des 52-Jährigen befinden und zu denen der 45-Jährige Zugang hatte und sie für seine Rechnung nutzte, gefunden und beschlagnahmt:

  • 4.460 Flaschen mit abgefüllten nachgeahmten Waschmittelprodukten mit einem Volumen von jeweils 2,8 Litern, bereit zum Vertreib an die Konsumenten,
  • 3 komplette Maschinenanlagen zur Produktion – Abfüllung von Flüssigkeiten,
  • 19 Tanks mit einem Volumen von jeweils 1 Tonne, von denen 13 Rohstoffe zur Herstellung von Waschmitteln enthielten,
  • 468 leere Waschmittelflaschen,
  • 20 volle Flaschen mit einem nachgeahmten Waschmittel,
  • 630 Cremeseife-Flaschen,
  • 22.428 Fläschchen mit Kosmetikprodukten, deren Herkunft erforscht wird,
  • ein Erfrischungsgetränkeautomat und
  • Lieferschein des Lebensmittelsupermarkt-Unternehmen über eine Menge von (5.000) Flaschen Waschmittel.

Laut der Klage eines zuständigen Angestellten der geschädigten Herstellerfirma eines konkreten Produkts (Waschmittel) hätte sich der wirtschaftliche Schaden, der aus dem Verkauf der vorstehend angeführten 4.460 Flaschen eines nachgeahmten Waschmittels entstanden wäre, auf über 62.000 Euro belaufen.

Schließlich wurde von der Dienststelle, welche die Vorermittlung durchführt, die chemische Untersuchung der beschlagnahmten nachgeahmten Produkte hinsichtlich der Gefährlichkeit für die öffentliche Gesundheit angekündigt.

(Quelle: To Pontiki)

  1. V99 %
    31. Mai 2013, 00:58 | #1

    Das erklaert dann wohl auch Angebote, wie im aktuellen Φυλλάδιο Ιουνίου 2013, mit 2 + 1 ΔΩΡΟ fuer AZAX 😀 Wer weiss, was da noch fuer „Aeffchen“ in griechischen Supermarkt Regalen ihr unwesen treiben.. am besten die „Billigprodukte“ der Markenfirmen kaufen, die lohnen sich naemlich nicht „nachzuaeffen“ und sind, dank LIDL hier auch zu haben ;-D

  2. Griechenlandfanin
    31. Mai 2013, 02:03 | #2

    Na und? In der Not frisst der Teufel fliegen. Solange nicht geklaert ist inwiefern das der Gesundheit schadet. Und was heisst schon Dank Lidl. Wer weiss was da an gesundheitsschaedlichen Sachen drinsteckt. Leutchen, mal neu denken. Und…..griechische Produkte kaufen. Nur! Ansonsten zurueckkurbeln und Olivenseife kaufen, gibt es auch als Waschmittel oder selber machen. Fangen wir doch mal von Vorne an. Schadet Keinem. Wieviele Skandale gibt es denn in Deutschland? Und hier im Blog wird sofort an Lidl verwiesen? Wie naiv und dumm sind denn wir Menschen geworden. Macht doch einfach Euere Marmelade, Waschmittel und was auch immer selbst. Waesche muss auch nicht immer gebleicht sein, und wer Fleisch haben will und muss, sollte sich darum kuemmern, den Metzger seines Vertrauens zu finden. Wer einen Garten hier in Griechenland hat, sollte sich das eigene Gemuese anbauen und den Ueberschuss verschenken. Genauso mit Eiern aus Produktion eigener Huehner. So lebt es sich eh gesuender. Wir leben in einer so kaputten Gesellschaft. Alles nur noch Einheitsmatsch in dieser EU. Ob es die Klamotten sind, diese Handelsketten, die ueberall in Europa den Einheitsmatsch verkaufen, sterile Kaffeehaeuser, Beton mit Glas. Lebensmittel, ein Verbrechersyndikat. Das lassen wir alles mit uns machen. Und wie wehren wir uns? Banken, Verbrechersyndikat und Regierungen als Marionetten der Wirtschaft. Laender werden ausgebeutetet und verknechtet. In Europa entsteht eine neue dritte Welt. Menschen gehen drauf. Und ich lese, dass ich dank Lidl naemlich Produkte kaufen darf, die ebenfalls die Umwelt verschandeln. Danke. Wieviele Menschen, so hirnamputiert, gibt es eigentlich auf der Welt? Vernebelt. So kann das doch nicht funktionieren? Das macht mich krank. Die Hirnamputation.

  3. Petroulla
    31. Mai 2013, 13:59 | #3

    Sorry, aber Arvanitidis i s t ein griechischer Supermarkt. Also bitte nicht so tun, als ob nur hier alles sauber wäre. Und auch der Fleischer an der Ecke kann mauscheln. Ich stimme zu, daß viele Regierungen gemeinsame Sache mit verschiedenen Großkonzernen und Banken machen und ihre eigenen Länder in dritte-Welt-Paradiese verwandeln, um selber richtig abzusahnen. Wie gehabt. Aber wir können deswegen nicht wieder in Höhlen ziehen und mit der Steinschleuder auf Jagd gehen.

  4. Griechenlandfanin
    31. Mai 2013, 21:06 | #4

    Lach, waere doch aber direkter. Mit Steinschleuder und Keule. Wer mir etwas wegnimmt, kriegt was auf die Birne.

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