Videoüberwachung von Denkmälern in Griechenland

10. Mai 2013 / Aktualisiert: 11. August 2020 / Aufrufe: 384

Die Datenschutzbehörde in Griechenland gestattet die gezielte Videoüberwachung von Denkmälern an öffentlichen Stätten.

Die griechische Datenschutzbehörde gab „grünes Licht“ für die – allerdings unter strengen Voraussetzungen erfolgende – Platzierung von Kameras, um Denkmäler zu schützen, die sich an öffentlichen Stätten befinden und häufig der Zerstörungswut von Personengruppen zum Opfer fallen, oder den Diebstahl der Büsten historischer Personen und anderer Bronze-Denkmäler abzuwenden, die immer häufiger von Unbekannten gestohlen werden, um als Rohmaterial verkauft zu werden.

Schutzbedarf macht Videoüberwachung statthaft

Spezieller wurde die Datenschutzbehörde von dem Gemeindeverband Pyrgos über die Installation einer Kamera außerhalb des Rathausplatzes der Stadt in Kenntnis gesetzt, die während der Nachtstunden auf das Heldendenkmal fokussiert ist, das sich am Rand des Platzes befindet. Die selbe Kamera deckt auch die auf dem selben Platz befindlichen Marmorbänke ab. Der Aufzeichnungsmonitor befindet sich im Büro des Bürgermeisters. Die Gemeinde beschloss die Platzierung der Kamera, da an dem in Rede stehenden Denkmal und den Marmorbänken trotz der Streifen der Polizei wiederholt Beschädigungen verübt wurden.

Laut der Behörde bedürfen die Denkmäler wegen ihrer historischen und künstlerischen Bedeutung eines besonderen Schutzes, und demnach macht „die Notwendigkeit des effizienten Schutzes der historischen und künstlerischen Erbes“ die Verwendung eines Systems zur Videoüberwachung der Denkmäler statthaft. Parallel unterstreicht die Behörde jedoch, „das Aufnahmefeld der Kameras muss ausschließlich auf die zu schützenden Denkmäler beschränkt sein, ohne ein Bild von umliegenden Flächen des Platzes aufzunehmen„, wie es z. B. die Marmorbänke sind.

Infolge dessen kam die Behörde zu dem Schluss, dass „die Kamera an einer solchen Stelle platziert wird, auf dass sie ausschließlich und allein auf die zu schützenden Denkmale fokussiert ist„, während die Zugangs-Codes für das System nur einer konkreten Person bekannt sein dürfen, die zum Sicherheitsbeauftragten bestimmt wird, und der Zugriff zu dem Bildmaterial nur – nach einschlägiger schriftlicher Anweisung des Bürgermeister – in dem Fall erfolgen wird, in dem es einen Vandalismus-Vorfall gegeben hat.

(Quelle: in.gr)

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