Partei für Rückkehr zur Drachme in Griechenland

10. Mai 2013 / Aufrufe: 3.635

In Griechenland wurde die neue politische Partei DRACHME gegründet, deren zentrales Ziel die Rückkehr zu der alten nationalen Währung der Drachme ist.

Parteiemblem DRACHME

In der politischen Szene in Griechenland gab eine neue Partei mit dem Namen „DRACHME, Hellenische Demokratische 5-Sterne-Bewegung“ (ΔΡΑΧΜΗ, Ελληνική Δημοκρατική Κίνηση Πέντε Αστέρων) bzw. kurz „DRACHME 5*“ ihr Debüt.

Die neue Partei kooperiert mit politischen Trägern, Bewegungen, Initiativen und Personen, hat als zentrales Ziel die Rückkehr zur nationalen Währung und erhebt zu diesem Zweck das Thema einer Volksabstimmung. Sie forciert Kooperationen auf europäischem und internationalem Niveau und verfolgt die Bildung einer Allianz des europäischen  Südens.

Gründer, Positionen und Repräsentanten der DRACHME 5*

Initiator der Bewegung ist Theodoros Katsanevas, ehemaliger Schwiegersohn des Andreas Papandreou und ehemaliger Funktionär der PASOK-Partei. Die fünf Grundpositionen der Partei „DRACHME 5*“ sind:

  • Umsturz des Memorandums
  • Rückkehr zur Drachme
  • Autonomer Aufschwung
  • Nationale Würde
  • Soziale Gerechtigkeit

In der anfänglichen Gründungsphase wird die Bewegung von einem dreiköpfigen Sekretariat geleitet werden, das von einer vorläufigen Zentralverwaltung gewählt wird. Die organisatorische Gliederung sieht die Bildung eines Zentralkomitees, eines Exekutivbüros nebst Vorsitzendem und Sekretär sowie auch peripherer, lokaler und operativer Organisationen vor.

Repräsentiert wird die „DRACHME, Hellenische Demokratische 5-Sterne-Bewegung“ von aktiven Bürgern aller beruflichen und politischen Räume, von Faktoren, die „keine Einmischung in die Memorandums-Unterwerfung haben“, wie es in der Bekanntmachung der Partei lautet.

Sie drückt den patriotischen Sozialismus aus, mit humanem Gesicht, mit gesellschaftlicher Solidarität, mit Effektivität, Ehrbarkeit, Transparenz und nach dem Leistungsprinzip, mit Sensibilität für die Umwelt und die nichtprivilegierten Bürger, mit Hingabe für den autonomen Aufschwung des Landes, die einheimische Produktion, die Befreiung von der Kredit-Unterwerfung.

Sie verneint den Nationalnihilismus, die einebnende multikulturelle Globalisierung. Sie wiedersetzt sich der Attacke des neudeutschen Imperialismus, dem internationalen Kasino-Kapitalismus, der modernen internationalen „Heiligen Allianz“ der globalisierten Zocker-Wirtschaft, welche die reale Wirtschaft der menschlichen Mühe aussaugt.

Die vorläufige Gründungsverwaltung der Bewegung setzt sich aus folgenden Personen zusammen (Nachname – Vorname, Beruf):

  • Artopoulos Elisseos (Αρτόπουλος Ελισσαίος), Volkswirt
  • Vamvakousis Artemis (Βαμβακούσης Αρτέμης), Elektroingenieur
  • Zagoreou Olga (Ζαγοραίου Όλγα), Volkswirtin
  • Iatridis Nikos (Ιατρίδης Νίκος), Regisseur
  • Katsanevas Theodoros (Κατσανέβας Θεόδωρος), Universitätsprofessor
  • Karamolegkos Ioannis (Καραμολέγκος Ιωάννης), Unternehmensberater
  • Laos Nikolaos (Λάος Νικόλαος), Politik-Analytiker
  • Lykos Gavriil (Λύκος Γαβριήλ), Biologe, Unternehmensführungskraft
  • Manousakis Nikolaos (Μανουσάκης Νικόλαος), Unternehmer
  • Mparitakis Nikitas (Μπαριτάκης Νικήτας), Unternehmer
  • Mpreanos Vasilios (Μπρεάνος Βασίλειος), Wirtschaftstechniker – Unternehmensberater
  • Moustaki Evangelia (Μουστάκη Ευαγγελία), Ärztin
  • Mytilineos Stefanos (Μυτιληναίος Στέφανος), Journalist – Schriftsteller
  • Ikonomakos Ioannis (Οικονομάκος Ιωάννης), Generalleutnant a.D.
  • Pagonis Nikolaos (Παγώνης Νικόλαος), Kapitän
  • Panagiotou Konstantinos (Παναγιώτου Κωνσταντίνος), Unternehmer
  • Papadakis Michalis (Παπαδάκης Μιχάλης), Universitätsprofessor
  • Paraschou Vasilios (Παράσχου Βασίλειος), Arzt
  • Stergianos Dyonisis (Στεργιανός Διονύσης), Jurist im Ruhestand
  • Stoltidis Theodoros (Στολτίδης Θεόδωρος), Zahnarzt
  • Stivachtis Giorgos (Στιβαxτής Γιώργος), Volkswirt
  • Tsigkris Andreas (Τσιγκρής Αντρέας), Informatiker
  • Foufas Ioannis (Φούφας Ιωάννης), Verleger
  • Chiotis Georgios (Χιώτης Γεώργιος), Agronom

(Quelle: Newsbeast.gr)

  1. windjob
    10. Mai 2013, 05:22 | #1

    Am besten die verbinden sich mit der neuen AFD (Alternative für Deutschland). Dann haben sie die selben Ziele auch die Besetzung ist ähnlich. Würde doch passen.

  2. Peter Adam
    10. Mai 2013, 10:58 | #2

    @windjob
    Hi Windjob…:)
    Ich würde nicht so große Hoffnungen auf die AFD setzen, denn diese stellt nicht das System generell in Frage, sondern nur die Handhabung der Krise. Ein Status Quo wie zur Zeit und ein politisches “ weiter so “ ist meiner Meinung nach nicht im Sinne der deutschen Bürger, denn es wird sich, mit egal welcher Partei auch immer nichts gravierendes ändern. Zum Artikel nur soviel: Es ist wichtig und richtig das in Griechenland eine solche Partei gegründet wurde. In der griechischen Bevölkerung muss, auch angesichts der sozialen Katastrophe in Griechenland, endlich die Einsicht wachsen, das der Euro eine zu starke Währung für ein Agrarland wie Griechenland ist. Mein Volk sollte schleunigst dieses ganze Euro-Experiment ad acta legen und sich auf seine eigene Kraft besinnen. Ein sehr gutes Beispiel ist das Isländische Modell.

  3. GR-Block
    10. Mai 2013, 15:34 | #3

    @windjob
    Nee, passt nicht, denn in D sind es die ehemaligen EURO-Lobbyisten. Jetzt wo der EURO seine Schuldigkeit getan hat, die Zocker (durch die Völker) rekapitalisiert wurden, möchten die deutschen Bänker raus, bevor jemand auf die Idee kommt, dass jetzt sie und ihre Großanleger dran sind, die EURO-Zone zu retten.

  4. 241
    13. Mai 2013, 22:32 | #4

    lieber peter adam, nur leider hat dein griechisches volk keinen einfluss auf die waehrung. bei der taeglichen berichterstattung wurden die schlimmsten dinge vorhergesagt bei rueckgang zur drachme, nur dass sich die leute auch keine milch mehr leisten koennen wenn wir beim euro bleiben hat niemand gesagt.
    generell ist die berichterstattung zw deutschland u griechenlad sehr unterschiedlich.
    wenn die griechen vor 2 jahren schon die drachme wieder eingefuehrt haetten, haetten die deutschen banken viel geld verloren, aber die griechen waeren gerettet. doch in wahrheit ist niemand an griechenlands rettung interessiert.

  5. GR-Block
    14. Mai 2013, 17:49 | #5

    @241
    Man muss schon „241“ heißen, um mit so wenigen Worten den Nagel auf den Kopf zu treffen:

    „wenn die griechen vor 2 jahren schon die drachme wieder eingefuehrt haetten, haetten die deutschen banken viel geld verloren, aber die griechen waeren gerettet. doch in wahrheit ist niemand an griechenlands rettung interessiert.“

    Hier zeigt sich das Ausmaß der Korruption im griechischen Parlament. Politische Karrieren werden in GR nur gemacht, wenn man zu den Lobbys ausländischer Euroverzocker gehört. Entscheidungen, die dem Volk nützen würden, stören nur. Stattdessen zahlen die Griechen die Pleiten deutscher Privatbanken und ihrer griechischen Geschäftspartner. Die Athener Politiker sind jetzt mitteleuropäische Preise gewöhnt. Da kommt der griechische Schmiergeldzahler schon lange nicht mehr mit. Ob es etwas nützt, dass sich mal wieder linksintellektuelle zusammentun, um die Frage, die seit der EURO-Einführung im Raume stand, endlich vernünftig zu erörtern, ist fraglich. Denn die Zockerschulden wurden längst umgeschuldet. Das Volk hat sich abgefunden. Inzwischen wird behauptet, man sehe Licht am Ende des Tunnels …

    Ja, der Zug ist abgefahren und bis man erkannt hat, dass das Licht im Tunnel ein fahrender ICE ist, wird es zu spät sein, um einen Ausweg zu suchen. Es wird eine andere Regierung kommen, die für den erlittenen Schaden nicht die Verantwortung tragen möchte.

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