7 Mio. Euro Steuern für imaginäre Erbschaft in Griechenland

31. Mai 2013 / Aktualisiert: 07. Juni 2013 / Aufrufe: 696

In Griechenland fordert das Finanzamt von einem Bürger 7 Millionen Euro Steuern für eine Erbschaft, die er jedoch nachweislich niemals angetreten hat.

Die absolute Absurdität durchlebt in Griechenland seit einem Jahr der Bürger N. L. aus Patras. Konkret geht es um einen Rentner, der Benachrichtigungen von dem Finanzamt erhält, mit denen er aufgefordert wird, Steuern für Vermögen und Bankguthaben zu entrichten, die er nachweislich niemals besaß.

Wie unter „patrastimes“ berichtet wurde, handelt es sich um einen Menschen „von nebenan“, der vor kurzem pensioniert wurde und sein ganzes Leben lang von den Bezügen als Techniker bei einem öffentlichen Träger lebte.

Behörden-Wahn oder Nachlassbetrug?

Die Merkwürdigkeiten – um nicht zu sagen Absurditäten – begannen vor einigen Jahren, als der in Rede stehende Rentner zum ersten Mal eine Benachrichtigung erhielt, laut der er eine anhängige Steuersache bezüglich dreier großer Immobilien in Piräus und eines Bankguthabens in Höhe von 6 Mio. Euro zu regeln hätte. Seine erste Reaktion war, sich zum Finanzamt zu begeben und mitzuteilen, niemals in Piräus gewesen zu sein und natürlich auch niemals einen solchen Geldbetrag besessen zu haben.

Richtig „dick“ kam es dann vor einem Jahr, als das Finanzamt sich erneut meldete und nunmehr in einem Schreiben die Zahlung von Steuern in Höhe von 7 Mio. Euro für die drei großen Immobilien, die er in Piräus haben soll, sowie auch für das angebliche Bankguthaben verlangt (der Betrag umfasst Zuschläge auf die Steuern, die jahrelang nicht bezahlt worden sind).

Die „Manie“ des Finanzamts stimmte den Mitbürger, der durch Nachforschungen in Erfahrung brachte, dass in Piräus sein Vater lebte, der die Familie vor Jahrzehnten verlassen hatte, jedoch schließlich auch nachdenklich. Das Merkwürdige an der ganzen Sache ist nämlich, dass die Immobilien in Piräus – für die er Steuern zu zahlen aufgefordert wird – unbekannten Personen gehören, die behaupten, in keinerlei Verhältnis zu seinem Vater gestanden zu haben, während gemäß einem anderen Szenarium auch nicht auszuschließen ist, dass sich Guthaben und Immobilien gewisse Kreise „unter den Nagel gerissen“ haben, denen bekannt war, dass keinerlei Brücken der Kommunikation des Vaters mit seinem Sohn und seiner ehemaligen Ehefrau mehr existierten.

(Quelle: Zougla.gr)

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