Täter von Amaliada in Griechenland verhaftet

19. April 2013 / Aufrufe: 611

In Griechenland wurden die Männer verhaftet, die vor 2 Tagen auf einer Erdbeerfarm in Amaliada das Feuer auf Landarbeiter eröffnet und über 30 Personen verletzt hatten.

Am Freitagmorgen (19 April 2013) wurden die drei Vorarbeiter ausfindig gemacht und verhaftet, die am vergangenen Mittwoch (17 April 2013) das Feuer auf ausländische Arbeiter einer Erdbeerfarm eröffnet hatten, die ihren Arbeitslohn forderten.

Es handelt sich um drei Männer im Alter von 21, 27 und 39 Jahren, die auf der in Rede stehenden Erdbeerfarm als Vorarbeiter beschäftigt sind und gegen die Haftbefehle ergangen waren. Der 21-Jährige wurde im Rahmen von Nachforschungen in Amaliada ausfindig gemacht und verhaftet, während die beiden anderen Männer im Beisein eines Richters in einer Anwaltskanzlei der Stadt festgenommen wurden.

Anklagen wegen Schwerverbrechen und Anstiftung zum Mord

Außer den drei Vorarbeitern wurden zwei weitere 38-jährige Männer mit der Beschuldigung verhaftet, den Flüchtigen vorübergehend Unterschlupf gewährt zu haben.

Einer der drei Vorarbeiter – der 27-Jährige – hatte vor nicht langer Zeit einen Ägypter misshandelt, indem er ihn mit dem Kopf in der Tür seines Fahrzeugs verklemmte und mitschleifte, jedoch ist der Fall noch nicht zur gerichtlichen Verhandlung gekommen. Um zu untersuchen, ob die drei Vorarbeiter in weitere rassistische Angriffe verwickelt sind, befindet sich ein Stab der Abteilung der Kriminalpolizei zur Bekämpfung rassistischer Gewalt in Manolada.

Das wegen der Schüsse gegen die Immigranten eingeleitete Strafverfahren bezieht sich auf Schwerverbrechen, während gegen den ebenfalls verhafteten 57-jährigen Unternehmer – Eigentümer der Erdbeerfarm, Nikos Vangelatos, Anklage wegen Anstiftung zum Mord und Verletzung des Ausländergesetzes erhoben wurde.

(Quelle: in.gr)

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  1. GR-Block
    19. April 2013, 13:37 | #1

    Luggi :
    Was ist nur mit diesem Land los? Ich würde so gerne mal wieder positive Nachrichten aus Griechenland lesen.

    Da ist eine gute Nachricht. Und ich hoffe, die Richter bewahren ihren heiligen Zorn und sprechen Recht.

  2. Heinz
    19. April 2013, 14:31 | #2

    Sind zornige Richter tatsächlich erstrebenswert? Vielleicht fehlt da ja in manchen Regionen die leidvolle Erfahrung mit einem Herrn Freisler.

    Nein, ich möchte, dass Richter ganz einfach vorhandene Gesetze anwenden und umsetzen. Allerdings: Der Staatsanwalt muss die richtige Anklage erstellen, sonst ist auch der Richter relativ machtlos. Was der Staatsanwalt nicht an- und beklagt, kann der Richter nicht verurteilen. So sind die Regeln.

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