Rassistische Polizeigewalt in Griechenland ohne Ende

25. April 2013 / Aufrufe: 1.310

Eine Videoaufnahme dokumentiert zum wiederholten Mal die grundlose Barbarei und rassistische Gewalt der Polizei in Griechenland gegen Immigranten

Die Szene spielt sich im Zentrum von Athen ab. Es ist dunkel und die Männer der Polizei sind an irgend einer Aktion „Xenios Zevs“ (= „Code-Name“ – Sammelbegriff für die konzertierten Aktionen zur Aufspürung und Festnahme illegaler Immigranten) beteiligt.

Es handelt sich um die Aufräumaktionen, die ein phantasievoller Bürokrat – Mitarbeiter des Minister Nikos Dendias (= Minister für Bürgerschutz bzw. öffentliche Ordnung) als Umsetzung der Regeln der Gastfreundschaft auffasst.

Die Männer der Polizei arbeiten direkt mit Bürgern zusammen. Breite Schultern, dunkle Kleidung, muskulöse Arme. Es bedarf keiner Phantasie um zu verstehen, aus welchem politischen Raum sie kommen.

Polizeibeamte misshandeln ohne jeglichen Anlass Immigranten

Die Polizisten setzen einen Immigranten fest. Er ist an der Seite eines Autos bewegungsunfähig gemacht worden. Sie ohrfeigen ihn. Sie versetzen ihm Tritte. Sie ohrfeigen ihn erneut. Sie versetzen ihm erneut Tritte. Der Mensch reagiert nicht. Er erträgt es. Sie schlagen ihn mit Trotz, mit Hass. Es bestand keine Notwendigkeit zur Anwendung solcher Gewalt. Er versuchte nicht, zu entkommen. Er hat keinerlei Waffe bei sich. Sie verhaften ihn.

Polizisten der Gruppe mit den Motorrädern haben einem anderen Immigranten Handschellen angelegt. Irgendein Polizist nimmt ihn in den „Schwitzkasten“ und schleift ihn buchstäblich zu dem Streifenwagen, der noch nicht sichtbar ist. Sie schlagen ihn. Sie gelangen an der Tür des Streifenwagens an, und dort nähert sich einer der ihnen gefolgten Uniformträger und beginnt mit den Tritten und Ohrfeigen. Einfach so, grundlos. Einfach so, zum Spaß. Einfach so, um sein Mütchen zu kühlen. Einfach so, um zu zeigen, was für ein „Kerl“ er ist.

Das nachstehende Video wurde in der Sendung „Die Marder“ des Kanals GR gezeigt:

http://www.kaltura.com/index.php/kwidget/wid/0_jgkg56n7/uiconf_id/8794331

Minister für Zivilschutz – öffentliche Ordnung hat kein Alibi mehr

Irgendein Bürger zeichnet von oben die Szenen polizeilicher Gewalt und Barbarei auf. Seine Linse hält die Befriedigung der Instinkte der „Wächter der demokratischen Ordnung“ fest. Unglücklicherweise – für die Polizisten und Bürger, die sich an dieser unerbittlichen Jagd beteiligen – zeichnet die Linse des unbekannten Bürgers auch die Nummer des Streifenwagens auf.

Somit hat der zuständige Minister, Nikos Dentias, keinerlei Alibi. Er ist verpflichtet, eine Untersuchung anzuordnen. Natürlich würde er es vermeiden wollen, jedoch ist so etwas nicht mehr möglich. Die Linse ist Zeuge und die Kennnummer des Streifenwagens Beweis.

Wir erwarten also von dem Minister, die gebührenden Schritte zu unternehmen. Wir werden jeden Tag die Nummer des Streifenwagens und die Bilder der Scham einstellen. Bis Herr Dentias die Namen und den Dienstrang der Polizisten, die sich an der Safari gegen Mitmenschen beteiligten, und der Bürger bekannt gibt, die ihnen mit solcher Leichtigkeit bei ihrem gottgefälligen Werk halfen.

Was die Demokratie betrifft? Sie ist schon seit langer Zeit in Schluchzen ausgebrochen. Nur, dass sie stumm ist.

(Quellen: Zougla.gr)

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