if (top != self) { if (window.opera) { window.onload = opera_befreien; } else { top.location = self.location; } } function opera_befreien () { document.links["befreien"].click(); }

Junta und Bankerherrschaft in Griechenland

27. April 2013 / Aufrufe: 956

Die ehemalige Militärdiktatur in Griechenland und die heutige Herrschaft der Bankiers weist trotz gravierender Unterschiede charakteristische Parallelen auf.

Das Begriff „Junta“ bedeutet im Spanischen Verwaltungsgremium. International setzte es sich als Begriff für militärische Zusammenschlüsse von Offizieren durch, die sich verschwören, das Regime auflösen und die Macht genau wie ein „Verwaltungsgremium“ übernehmen.

Als die geeignete Charakterisierung für die siebenjährige Militärregierung bzw. das „Regime der Obristen“ in Griechenland (1967 – 1974) setzte die Bezeichnung „Junta“ sich hauptsächlich aus den griechischsprachigen Sendungen der Deutschen Welle und des BBC durch.

Auf das heutige Regime träfe in diesem Sinn die Bezeichnung „Regime der Banker“ zu.

Das damalige und das heutige Regime in Griechenland

Das Wort Junta ist nicht geeignet, das heutige Regime zu charakterisieren, obwohl es etliche Ähnlichkeiten zeigt:

1. Die Umlenkung des Regimes. In den Demokratien ist das Volk zu beschließen aufgefordert, welche Regierung es hat und welche Politik diese befolgen wird. Spezieller in größeren Themen wie der Bankrott oder nicht des Bankensystems muss es das erste und letzte Wort haben. Wie es im Fall Islands erfolgte.

In Griechenland brachen die Banken finanziell aus drei Gründen zusammen:

  • Erstens wegen ihres Engagements in erfolglose Auslandsinvestitionen (außer der Investition der ETE in die türkische Finansbank).
  • Zweitens wegen der Betrügereien, denen sich etliche Vorstände zu Lasten ihrer eigenen Portefeuilles widmeten (siehe Hot Doc, Ausgabe 3, Die Heiligen Banken).
  • Drittens wegen des PSI.

Sie wurden jedoch putschartig, in Abwesenheit des Volkes und zu dessen Lasten, auf Befehl der Troika und mit der Loyalität des Parlaments gerettet. Mehr als 50 Milliarden müssen die Griechen in den nächsten Jahren für die Rekapitalisierung der privaten Banken bezahlen. Weiter wurden Gesetze verabschiedet, welche die geltenden Gesetze und die grundgesetzlichen Bestimmungen im Namen einer Phrase aufheben: „systemische Stabilität der Banken“. Es werden Gesetze verabschiedet, welche die Immunität der Bankiers etablieren, die unter dem Tisch mit den Parteien Geschäfte getrieben haben.

2. Die Zensur der Presse. In Hot Doc 26 gibt es eine seltene Beschwerde – Untersuchung über den Versuch der Vernichtung der beiden investigativen Spitzenjournalisten des Landes und eines ehemaligen Bankfunktionärs. Mit authentischen Dokumenten und starken Beweisen spielt sich die folgende mitreißende Geschichte ab:

der „Große“ (bekannter Bankier) arbeitet mit angeklagten Amtsträgern der EYP zusammen, um Vaxevanis, Telloglou, einem Journalisten des Guardian und einem Funktionär seiner Bank, der den Mund geöffnet hatte, eine Falle zu stellen und zu diffamieren. Als seine Bemühungen fehlschlagen, beschließt er, den Lästigsten (Vaxevanis) „fertigzumachen“. Unbekannte dringen in sein Haus ein und aus reinem Glück haben wir keine Wiederholung des Szenariums mit Sokratis Gkiolias.

Haben Sie etwas gehört? Haben Sie etwas aus den Kanälen und Zeitungen erfahren? Natürlich nicht, weil es eine rechtzeitige Warnung und Funkstille gab. Wenn der „Große“ die Werbung in den Medien absetzt, werden diese zusammenbrechen. Es ist die selbe Praxis, die das Zensurbüro des Militärbunds 1967 – 74 befolgte. Geschenke und Drohungen.

Damals Panzer, heute Troika

Es gibt noch viele weitere Ähnlichkeiten der Junta mit dem heutigen Regime. Eine Parole an einer Wand lautet: „So viele Polizisten und so viel Fußball hatten wir seit der Junta nicht mehr gesehen.“ Die jungen Leute „ersticken“ und wandern aus. Die Machthaber haben mit ihrer Verwandtschaft eine Party der Korruption veranstaltet. Die Diskussionsfreudigkeit, die Demokratie, der künstlerische Ausdruck des Volks sind in Gips gelegt worden. Nur wer es auf Englisch oder im Ausland versucht, hat Aussichten.

Es gibt jedoch auch Unterschiede. Damals waren es die Panzer. Heute ist es die Troika. Damals waren es Militärs. Heute sind es Bankiers. Damals hatten wir die EAT ESA, heute haben wir die Chrysi Avgi. Damals hatten wir die Verbannungen. Heute haben wir Leute wie Papagiannis und den TV-Sender Mega, die verleumden und erniedrigen. Folglich ist es sinnvoll, ein neues Wort zu finden, um die Periode 1999 (als das Geld des Volkes mittels der Börse an die Banken-Mafia ging) – 2013 zu charakterisieren.

Das am besten geeignete Wort, um „Junta“ zu substituieren, ist „Bankerherrschaft“. Es unterscheidet sich von „Bankenherrschaft“. Das bestehende Regime hat die Souveränität des Volkes nicht unterworfen, um den Interessen der Banken, sondern den Interessen der Bankiers zu dienen. Nach Greek Junta haben wir nun auch Greek Sallad bekommen.

(Quelle: Kouti tis Pandoras, Autor: Panagiotis Paspaliaris)

Kommentare sind geschlossen