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Archiv für April, 2013

Beamtin legt 27 Finanzämter in Griechenland lahm

30. April 2013 / Aktualisiert: 25. August 2015 / Aufrufe: 611 4 Kommentare

Eine schusselige Finanzbeamtin verursachte in Griechenland infolge eines Eingabefehlers einen totalen Blackout bei 27 Finanzämtern.

Der Eingabefehler einer Finanzbeamtin verursachte am Montag (29 April 2013) bei 27 im Rahmen eines Pilotprojekts vernetzten Finanzämtern gehörige „Unordnung“ im TAXIS-System. Laut Informationen gab die Beamtin irrigerweise den Befehl ein, ein Dokument 10.000 Mal auszudrucken.

Diese Aktion legte das System mit dem Ergebnis lahm, dass ab 11 Uhr vormittags alle Vorgänge unterbrochen wurden. Die betroffenen Finanzämter nahmen keine Zahlungen der Mehrwertsteuer und sonstiger Steuern mehr entgegen und versetzten tausende Steuerpflichtige in Unruhe, da die Fristen Ende April auslaufen.

Von Seite des Finanzministeriums wird die Möglichkeit erwogen, eine Nachfrist zu gewähren, falls am Dienstag – sprich dem letzten Zahlungstermin – der Andrang nicht bewältig werden können sollte.

(Quelle: Enet.gr)

Die organisierte Kriminalität in Griechenland

30. April 2013 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 3.532 1 Kommentar

Ein Bericht der griechischen Polizei zeichnet die Landschaft des organisierten Verbrechens und zeigt die Eskalation der Gewalt von Seite organisierter Banden auf.

In einem geheimen Bericht, der schon vor Tagen fertig gestellt wurde und nun an das Licht kam, stellt die griechische Polizei (ELAS) eine gefährliche Eskalation der Gewalt durch Banden des organisierten Verbrechens fest. Auf Basis des Berichts waren bis vor kurzem von der ELAS etwa 200 Banden ausgehoben worden, die sich systematisch der schweren und organisierten Kriminalität widmeten, jedoch agieren die meisten Banden unkontrolliert, mit der Polizei in der Rolle des Beobachters.

Charakteristisch für die Art des Agierens dieser Banden ist die Tatsache, dass inzwischen die Gewalt und der Gebrauch von Waffen sogar auch in Fällen verzeichnet werden, in denen dies früher nicht üblich war, wie beispielsweise bei der Verbringung von Immigranten. Grundziel ist der Erwerb von Reichtum um jeden Preis, während die Konkurrenz stark ist …
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Austeritäts-Maßnahmen in Griechenland sind illegal

29. April 2013 / Aktualisiert: 30. September 2017 / Aufrufe: 928 1 Kommentar

Laut dem britischen Professor Keit Ewing sind die Griechenland von EU und Troika aufgezwungenen Austeritäts-Maßnahmen sind illegal.

Die Griechen können die Europäische Union und die Europäische Zentralbank wegen der ihnen auferlegten Maßnahmen „inakzeptabler Austerität“ vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verklagen, vertritt der renommierte Professor für öffentliches Recht am Londoner King’s College, Keit Ewing, der sich für eine Reihe von Vorlesungen an den Universitäten von Melbourne und Sydney in Australien befindet.

In seinen Erklärungen gegenüber „Neos Kosmos“ vertritt Professor Ewing, die Griechenland auferlegten Maßnahmen seien sowohl hinsichtlich des Europäischen Rechts als auch der griechischen Verfassung „illegal und verfassungswidrig„.
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Sackgasse für Immigranten und Produzenten in Griechenland

29. April 2013 / Aufrufe: 1.368 9 Kommentare

In in Griechenland verfault die Erdbeerernte auf den Feldern, weil die ausländischen Feldarbeiter keine Arbeitserlaubnis haben und die Bauern sie nicht beschäftigen dürfen.

Die kriminellen Ereignisse in Manolada sind allen bekannt. Und natürlich zu verurteilen. Das verbrecherische Verhalten bewaffneter Produzenten und Vorarbeiter in Kombination mit der institutionellen Lücke bei den Themen der Beschäftigung von Immigranten führt jedoch in die absolute Absurdität und die wirtschaftliche Vernichtung der Erdbeerproduktion in der Region von Ilias.

Nach den Ereignissen des 17 April 2013 wimmelt es nun plötzlich in der Region von Kontrolleuren des Arbeitsministeriums, welche die Felder und die Verpackungsanlagen überwachen und nach nicht versicherten Immigranten – Arbeitern suchen. Und hier beginnt die absolute Absurdität. Die ihre Arbeitskraft anbietenden Ausländer in Manolada sind hauptsächlich Immigranten mit sogenannter „rosa Karte“ – also mit einer vorläufigen Aufenthaltsgenehmigung, jedoch ohne Arbeitserlaubnis.
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60.000 Firmenschließungen und 30% Arbeitslosigkeit in Griechenland

28. April 2013 / Aktualisiert: 11. Februar 2014 / Aufrufe: 5.439 1 Kommentar

Der Präsident der IHK Athen in Griechenland prognostiziert für 2013 rund 60000 Unternehmensschließungen und einen Anstieg der Arbeitslosigkeit auf 30 Prozent.

In seinen Erklärungen gegenüber der Österreichischen Nachrichtenagentur (APA) am 25 April 2013 veranschlagte der Präsident der Industrie- und Handelskammer Athen (EBEA), Pavlos Ravanis, die Anzahl kleiner Unternehmen in Griechenland, die 2013 ihren Betrieb einstellen werden, nunmehr auf 60.000 und fügte an, dies bedeute, dass fast 120.000 Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren werden.

Wie er anmerkt, „ist die Sterbefrequenz der Unternehmen“ gesunken, jedoch schließen auch weiterhin mehr Unternehmen als neue gegründet werden. Im Jahr 2011 kamen statistisch gesehen auf jedes neugegründete Unternehmen 2,5 Unternehmensschließungen, im Jahr 2012 sank dieses Verhältnis, da jeder Unternehmensgründung „nur“ noch 2 Schließungen gegenüber standen, und für das laufende Jahr wird mit einem Verhältnis von 1 : 1,5 gerechnet.
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Zuschauer des Völkermords in Griechenland

28. April 2013 / Aktualisiert: 08. Februar 2017 / Aufrufe: 1.811 15 Kommentare

Das Thema der Immigranten in Griechenland ruft den Genozid an den Juden in Erinnerung und scheint Teil eines Plans zum Schutz des Wohlergehens Nordeuropas darzustellen.

Die Immigranten in Griechenland, deren rechtlicher Status niemand außer den Behörden etwas angeht, sind neben und über allem Menschen … die an ihre Grenzen gelangt sind. Und das geht uns alle etwas an. Es ist eine humanitäre Krise, die sich von Tag zu Tag zuspitzt, ohne dass sich eine friedliche Lösung am Horizont abzeichnet. Und die Behörden sind keine humanitären Organisationen.

Nicht alle Immigranten befinden sich in dieser extremen Situation, weil sie nichts zu essen haben oder keine Arbeit finden. Manche hätten zu essen, wenn sie für die Arbeit bezahlt würden, die sie bereits haben und die laut den Erklärungen des ehemaligen Premierministers in der Tat die griechische Wirtschaft stützt. Sie stehlen keinem Einheimischen den Tageslohn, wie gewisse Scharlatane gefährlich zu popularisieren belieben – kein Grieche geht auf die Felder, unter der Sonne, 16 Stunden am Tag, um sich für ein paar Groschen den Rücken kaputt zu machen, ohne Versicherung. Und gleichzeitig hausen sie unter Bedingungen, die man nicht einmal in den elendigsten Gefängnissen der Dritten Welt begegnet.

Verelendung wird von „oben“ nach „unten“ abgewälzt

Es ist nicht nur die landwirtschaftliche Ernte, die dank der groben Ausnutzung dieser Menschen wieder auflebt. Unzählige Sektoren in Griechenland, seit Jahrzehnten vergessen, stützen sich auf die billigen und bereitwilligen Hände der Immigranten – speziell wenn sie unbezahlt bleiben und kein Problem damit haben, Prügel zu beziehen ohne einen Laut von sich zu geben. Wer nicht einverstanden ist, auf den wird geschossen. Also genau wie in Auschwitz, genau wie in Amerika vor der Abschaffung der Sklaverei.

An dieser Stelle sei daran erinnert, dass viel Blut vergossen wurde, damit sowohl die nazistische Bestialität von 1940 als auch die amerikanische von 1861 aufhörte – Entgleisungen solchen Maßes „verfliegen“ nicht einfach auf magische Weise. Bevor sie nachlassen, fordern sie harte Neuordnungen und Änderungen der Machtstrukturen, entweder zum Besseren oder zum Schlechteren.

Wir können nicht apathisch bleiben. Die Verelendung betrifft natürlich nicht nur die Immigranten, sondern auch alle Griechen. Da jedoch die „Oberen“ in der gesellschaftlichen Hierarchie Druck auf die „Unteren“ ausüben, wird sie so auf die Immigranten abgewälzt, die das letzte Rad am Wagen, die Sackgasse der unteren und mittleren und Arbeiterklasse sind. Der Druck wird immer härter. Tagelöhne des Horrors, Menschenhändler, Kriminelle, Konzentrationslager, gesellschaftlicher Ausschluss.

In Afrika alltäglich, nun auch in Europa …

Ergebnis ist, dass die Immigranten in Griechenland ausgerottet werden. Jedoch nicht alle. Von der griechischen Gesellschaft werden nur konkrete Rassen und Hautfarben als unerwünscht charakterisiert. Mit Kriterien, die nicht immer rassistisch oder nationalistisch sind – die Rassisten stören die Bangladescher und die Pakistaner, jedoch nicht die Chinesen oder die Polen, geschweige denn die anderen Nordeuropäer. Der einzige verbleibende Parameter ist jener, der will, dass die Ärmsten auch die am meisten Unterdrückten sind.

Was können wir bezüglich dieses verallgemeinerten gesellschaftlichen Unfalls tun? Solange es noch Zeit ist, bevor ein Unglück geschieht? Wir können nichts anderes tun, als sie (die Immigranten) zu beschützen – in der Praxis, indem wir ihnen Unterkunft, Nahrung und medizinische Versorgung gewähren. Die Hilfe einzufordern, die wir als lokale Gesellschaft in einer Stunde des Notstands benötigen. Dass die humanitären Organisationen des ganzen Planeten intervenieren, bis das Thema so gelöst wird, wie es einem zivilisierten Land gebührt

Wollen Sie es als Notstand wegen einer humanitären Krise sehen? Sehen Sie es auch so. Sie leben in einem Land, in dem verfolgte Populationen Zuflucht suchen. In Afrika geschieht das jeden Tag. Jetzt geschieht es auch hier, und nicht zum ersten Mal. Das selbe geschieht von Griechenland aus nach Nordeuropa, Amerika und Australien.

Aufschwung = Erledigung der Drecksarbeit für Nordeuropa?

Was passiert, ist kein Zufall, es ist kein natürliches Phänomen, weder in Griechenland noch sonst wo. Gewisse Leute fassen Beschlüsse, gewisse Leute schaffen die Voraussetzungen, welche die Umstände für die systemischen Mordversuche gegen Immigranten, die überall befindlichen „Manolader„, die Konzentrationslager in Amygdaleza, Korinth und wo auch immer schaffen (Anmerkung: gemeint sind die in ehemaligen Kasernen eingerichteten neuen „Auffanglanger“ für illegale Immigranten). Es wird ein Plan sichtbar, sei es auch im Nachhinein.

Der Zweck ist wahrscheinlich einfach eine Geburt der durch die Umstände bedingten Notwendigkeit – nämlich, mit minimalen Kosten die unvermeidliche Wanderung von Populationen aus Ländern, in denen Krieg oder eine andere extreme Lage herrscht, nach Europa einzuschränken. Der Modus ist die Finanzierung aus dem unter deutscher Hegemonie stehenden Nordeuropa, damit es Strukturen für kontrollierte Bevölkerungsbewegungen gibt – in dritte oder „befreundete Länder“.

Diese Länder – wie Griechenland – befinden sich im wirtschaftlichen Zusammenbruch und profitieren von den Mitteln der EU. Sie adoptieren … den selben Plan der Handhabung, den die Polen des Jahres 1940 gegen die Juden adoptierten. Zu Beginn sperrten sie diese in Ghettos ein. Danach in Konzentrationslagern. Der weitere Verlauf ist uns allen bekannt … .

Wie lange wollen wir noch weiterhin so tun, als ob wir nicht wüssten, was geschieht und wohin Griechenland geführt wird? Oder bedeutet Aufschwung möglicherweise, dass wir die Drecksarbeiten übernehmen, welche Nordeuropa nicht tun will, damit es sein seit geraumer Zeit zügelloses Wohlergehen aufrecht erhält?

(Quellen: Kouti tis Pandoras)

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Steuerfahnder in Griechenland wegen Erpressung verhaftet

27. April 2013 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 302 Kommentare ausgeschaltet

In der Stadt Thessaloniki in Griechenland wurden ein Steuerfahnder und sein Komplize wegen Erpressung eines Unternehmers verhaftet.

Ein 47-jähriger Beamter des Sonderdezernats für Wirtschaftskriminalität (SDOE) sowie ein weiterer 42-Jähriger wurden von Beamten der Direktion der Kriminalpolizei Thessalonikis im Bezirk des Gemüsegroßmarkts verhaftet, nachdem ein Unternehmer angezeigt hatte, erpresst zu werden.

 Wie von Seite der Polizei bekannt wurde, meldete der Unternehmer, der 42-Jährige habe ihm – sich als Beamter des SDOE ausgebend – gedroht und den Geldbetrag von 2.000 Euro verlangt, um nicht zur Feststellung steuerlicher Vergehen in seinem Unternehmen zu schreiten.

Für die Übergabe des Geldbetrags durch den Unternehmer wurde für vergangenen Freitag (26 April 2013) ein Treffen im Bezirk des Großmarkts vereinbart, zu dem der 42-Jährige erschien und verhaftet wurde. Wie sich aus den polizeilichen Ermittlungen ergab, hätte der 42-Jährige den obigen Geldbetrag mit einem 47-jährigen Beamten des SDOE geteilt, der daraufhin ebenfalls verhaftet wurde.

(Quelle: To Vima)

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Junta und Bankerherrschaft in Griechenland

27. April 2013 / Aufrufe: 1.016 Kommentare ausgeschaltet

Die ehemalige Militärdiktatur in Griechenland und die heutige Herrschaft der Bankiers weist trotz gravierender Unterschiede charakteristische Parallelen auf.

Das Begriff „Junta“ bedeutet im Spanischen Verwaltungsgremium. International setzte es sich als Begriff für militärische Zusammenschlüsse von Offizieren durch, die sich verschwören, das Regime auflösen und die Macht genau wie ein „Verwaltungsgremium“ übernehmen.

Als die geeignete Charakterisierung für die siebenjährige Militärregierung bzw. das „Regime der Obristen“ in Griechenland (1967 – 1974) setzte die Bezeichnung „Junta“ sich hauptsächlich aus den griechischsprachigen Sendungen der Deutschen Welle und des BBC durch.

Auf das heutige Regime träfe in diesem Sinn die Bezeichnung „Regime der Banker“ zu.
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Immobilien-Sondersteuer auch auf Rohbauten in Griechenland

26. April 2013 / Aktualisiert: 11. Februar 2014 / Aufrufe: 1.208 Kommentare ausgeschaltet

Die außerordentliche Immobilien-Sonderabgabe 2013 in Griechenland wird auch auf Gebäudeflächen erhoben, die sich noch im Bau befinden.

Die neue einheitliche Immobilien-Sonderabgabe (EETA) wird ab Juni 2013 alle elektrifizierten bebauten Immobilienflächen jeder beliebigen Art und unabhängig davon belasten, ob sie fertiggestellt sind oder nicht.

Anlässlich einschlägiger Berichte über die Erhebung einer neuen Steuer auch auf die im Bau befindlichen Gebäude (Rohbauten) erklärte das Finanzministerium am 25 April 2013 jedoch, „es wird keinerlei neue Steuer erhoben„.
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Stationen der Krise in Griechenland

26. April 2013 / Aktualisiert: 24. August 2018 / Aufrufe: 1.067 Kommentare ausgeschaltet

3 Jahre Memorandum – die Hauptstationen der Krise in Griechenland, mit einem Steuer-Armageddon, das Einkommen und Vermögen dezimierte.

Drei Jahre sind nun seit der Bekanntgabe des Giorgos Papandreou in Kastelorizo vergangen, mit welcher der damalige Premierminister die Aktivierung des Hilfsmechanismus EU – IWF verlangte und das Land in das Memorandum brachte. Seitdem trat die griechische Wirtschaft zwar in eine Periode der Änderungen mit etlichen positiven makroökonomischen Ergebnissen ein, jedoch wurden auch schmerzhafte Änderungen im Arbeitswesen durchgesetzt, während die Steuerattacke auf die Einkommen der Griechen beispiellos war.

In den drei Jahren des Memorandums (bzw. der Memoranden, da inzwischen das dritte ratifiziert ist) wurde eine gigantische volkswirtschaftliche Angleichung in Express-Zeit angegangen, mit dem schweren Preis der Rezession, in der die Wirtschaft im 6. aufeinanderfolgenden Jahr versunken bleibt, aber auch der explodierenden Arbeitslosigkeit.
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