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Multis drängen auf weitere Lohnsenkungen in Griechenland

8. März 2013 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 2.118

Nestle dementiert Forderung nach Kürzung der Ankündigungsfrist

Die Nestle Hellas schritt zu einem kategorischen Dementi der Publikationen, laut denen der CFO des Nestlé-Konzerns bei der jüngst erfolgten Begegnung mit dem Entwicklungsminister Kostis Chatzidakis das Thema der Verkürzung der Ankündigungsperiode gestellt haben soll (es geht um die Frist der Ankündigung von Entlassungen).

Zum Verständnis sei angemerkt, dass gemäß der griechischen Arbeitsgesetzgebung einem unbefristet beschäftigten Arbeitnehmer im Fall seiner je nach Beschäftigungszeit (bei dem selben Arbeitgeber) 1 – 4 Monate vorher angekündigten Entlassung nur noch 50% der Abfindung zu zahlen sind, die ihm im Fall einer nicht angekündigten Kündigung zustehen würde (siehe auch Hire and Fire wird in Griechenland billiger).

Die Bekanntmachung der Nestlé Hellas

Bezüglich der Publikationen, welche die Kürzung der Kündigungsfrist als eins der angeblichen Themen präsentieren, welche der CFO des Nestlé-Konzerns bei der neulich erfolgten Begegnung mit dem Entwicklungsminister Herrn K. Chatzidakis stellte, erklärt die Nestlé Hellas ausdrücklich, dass weder Herr Raymond Franke noch irgend ein anderer Vertreter unserer Gesellschaft unter ihren Vorschlägen zur Verbesserung des unternehmerischen Umfelds in Griechenland irgendwann das obige Thema gestellt haben.

Mit der Präsenz der Gesellschaft auf dem griechischen Markt seit 1899 stellt es eine strategische Entscheidung der Nestlé dar, in Griechenland zu bleiben und darin fortzufahren, in dem Land mittels ihrer von ihr unterhaltenen Fabriken und der gebotenen Arbeitsplätze zu investieren. Heute betreibt die Nestlé 4 Fabriken in Griechenland und beschäftigt mehr als 1.000 festangestellte Arbeitnehmer, und trotz des ungünstigen unternehmerischen und wirtschaftlichen Umfeldes ist sie zu keinerlei Senkung des Personals oder Lohnkürzungen geschritten.

2012 realisierte die Nestlé Hellas ihren Plan über Investitionen im Land in Höhe von 9 Millionen Euro, während sich das Programm der Gesellschaft für 2013 bereits im Gang befindet und Investitionen in Höhe von 8 Millionen Euro für die Modernisierung ihrer Fabriken und die Produktion neuer Produkte vorsieht.

In Anbetracht des Vorstehenden, das in der Praxis die Bindung der Nestlé an den griechischen Markt und die von ihr empfundene Verpflichtung belegt, darin fortzufahren, sich anzupassen und sich mittels ihrer alltäglichen Arbeit, aber auch Initiativen gesellschaftlichen Charakters einzubringen, erklärt die Leitung der Nestlé Hellas ihre Überraschung über die vorstehend angeführten irreführenden Publikationen. Die Leitung der Gesellschaft versichert den griechischen Konsumenten, darin fortfahren zu werden, die griechische Familie und Wirtschaft auf jede mögliche Weise zu unterstützen.

(Quelle: To Vima)

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  1. Kostantinos
    8. März 2013, 12:20 | #1

    Der Sinn und Zweck der EU wird immer deutlicher. Kurz formuliert, könnte man sagen, bringt die EU Bevölkerung, fast in die Versklavung, damit die Gewinne der Geschäftsleute auch ihr Maximum erreichen. Allerdings hört die Gier der Kapitalisten ja nicht auf, sie wollen immer mehr. Vermutlich werden Arbeitsverhältnisse wie in China, langfristig angestrebt werden.
    Nun dürfte bald jedem Bürger eines EU-Staates klar werden, dass die EU und der Euro, lediglich für Kapitalisten geschaffen wurden. Alle anderen werden dadurch verarmen.
    Und gerade Nestle ist einer der größten Ausbeuter, diese Firma setzt sich dafür ein, das Wasserrechte privatisiert und damit gehandelt werden können.

  2. Ingrid
    8. März 2013, 20:02 | #2

    Die Manager schlagen vor. Toll! Wie waers denn, wenn diese mal fuer ein paar Monate fuer 250 Euro arbeiten gehen und versuchen von diesem Hungerlohn zu ueberleben. Sie kassieren Millionengehaelter.
    Wie waers denn mit dem Vorschlag zu investieren UND jugendliche Arbeitslose in ein Ausbildungsverhaeltnis zu nehmen. So ganz nebenbei erhaelt man fuer die Zukunft Facharbeiter, welche die Industrie dringend braucht.

  3. Skartouli
    10. März 2013, 02:44 | #3

    Verzweiflung… nichts als Verzweiflung hier in Griechenland! Wir sind verloren

  4. Leser
    10. März 2013, 19:43 | #4

    Das kriegen wir in DE bestimmt auch noch, achnnee — geht ja nicht, wir haben ja gar keine offiziellen Mindestlöhne – bei uns gibts auch schon welche, die mit 3-5 Euro nach Hause gehen. Momentan zahlt der Staat aber wenigstens noch Zuschuss dazu, wär weiß wie lange noch. Na, gut … bei uns werden dann aber auch wie bei euch schon die Rentner verarmt – die Kürzung auf 42 % oder so des Einkommens und Rentenbeginn mit 69 Jahren wird gerade geplant.

    Die EUDSSR ist am Ende, das ist nur noch nicht jedem aufgefallen, wir landen alle auf dem Osteuropaniveau der ärmsten Bevölkerungsgruppen. Dafür finden wir uns dann alle in einer refeudalisierten Gesellschaft mit vielen Superreichen wieder. Die wohnen dann hinter den bewachten Zaunanlagen. In Städten wie Berlin kriegen wir auch schon Gated Communities, die frühere nivellierte Mittelschichtgesellschaft in der BRDDR hatte sowas noch nicht, mir ist das vollkommen neu hier. Hab ich letztens das 1. Mal gesehen.

    Ist bestimmt erst der Anfang. Ich find auch, dass es in Europa noch interessant wird. So Richtung 2. bis 3. Welt – je nach Region, in diese Richtung geht es wohl. Hier sammeln ja auch schon viele Pfandflaschen aus Mülleimern. Ich bin froh, dass ich keine Kinder habe. Was auch immer wieder erschreckend ist: dass viele Menschen in Europa von der Realität der Armut nichts mitbekommen, die Gesellschaft spaltet sich ja in arm und reich stärker auf und das Gefühl für die Lebensrealität geht dann bei vielen verloren, weil man immer nur einen Ausschnitt davon mitbekommt. Es betrifft halt nicht mehr alle. DE ist bestimmt auch bald dran. Die Schuldentürme stürzen ein, die Vermögen sind halt zu groß.

  5. cashca
    11. März 2013, 11:07 | #5

    Klar muß man die Löhne drücken, sonst könnten sich ja die Manager keine 2stelligen Millionenbeträge mehr abzweigen. Den Reingewinn kann man nur einmal verteilen. Wenn die einen .. die wenigen oben, davon ein millionenschweres Gehalt wollen, dann muß bei denen, die das erarbeiten, gekürzt werden.
    Ja, so ist das, frei nach dem Spass..Liedchen … ei so gehn wir alle, ja alle miteinander … und der eine kriegt Millionen, die der Himmel ihm bescheert und der andere all die kleinen Krümelchen, die er findet auf der Erd …

  6. cashca
    11. März 2013, 11:12 | #6

    Noch was,
    die Manager und die Banker sind derzeit das Gierigste und Dekadenteste, was auf unserer Erde herumläuft.
    Mögen sie an ihrer Gier ersticken, während viele Arbeitnehmer kaum mehr ihre Kinder ernähren können.

  7. cashca
    11. März 2013, 11:41 | #7

    @Kostantinos
    Da gibt es nur ein Quittung :
    Kaufboykott….kein Produkte mehr von Nestle..lassen wir den Konzern auflaufen.
    Mit Vernunft und diskussionen kann man diese leute nicht bekehren, die sind alle gefangen in ihrem Wahn, ihre Meinung ist das einzig Richtige.
    Und richtig ist bei denen immer, was große Gewinne bringt, wo Millarden winken, was kümmert die der Mensch, der ist nur ein nützlicher Konsument, den man abzockt nach Strich und Faden.
    Da hilft kein Reden, da hilft nur …BOYKOTT !

  8. LiFe
    11. März 2013, 23:34 | #8

    @ Leser ja, sie haben gut beobachtet. Aber es kommt noch schöner. Hier wird Jagd auf senile Alten gemacht, die vermögend sind und es bemühen sich so viele adoptiert zu werden, als erwachsene, trotzdem sie Eltern haben! Erbschleicher von der miesesten Sorte bin ich begegnet über die man Drehbücher schreiben könnte. An sich ist es wirklich interessant. Und was zu Gated Community gesagt werden kann, vergessen sie sie, denn so gated die community lebt, es heißt nicht, dass sie sich untereinander grün sind. Dort spielen sich durchaus Dramen ab, weil gated people sich auch im Vermögensverhältnis unterscheiden können. Erinnern wir uns an dem Fall, der sich in Südafrika abgespielt hat. Mord und Totschlag sind in diesem Milieu auch zu beklagen. Ob gated oder ungated, there is no question about, nirgendwo ist Sicherheit. PS. Wir haben sehr viele Neumilliardäre, speziel aus, egal, sie fallen in Urlaubsgebiete durch schlechte Manieren auf. Ist das normal? Macht sie das zu hohen Geistern? Ich gebe zu, ich habe die letzte Frage aus Figaros Hochzeit „geklaut“. Wer keine Manieren gelernt hat, der kann besser gated wohnen. Basta.

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