if (top != self) { if (window.opera) { window.onload = opera_befreien; } else { top.location = self.location; } } function opera_befreien () { document.links["befreien"].click(); }

Krankenhaus Papageorgiou in Griechenland ist zahlungsunfähig

2. März 2013 / Aufrufe: 1.783

Das öffentliche Krankenhaus Papageorgiou in Thessaloniki in Griechenland kann infolge immenser Schulden der Kassen weder sein Personal noch seine Lieferanten bezahlen.

Die Verwaltung eines der größten öffentlichen Krankenhäuser in Griechenland – konkret geht es um das Allgemeine Krankenhaus Papageorgiou in Thessaloniki – erklärt sich außer Stande, die Löhne und Gehälter seiner 1.450 Bediensteten zu zahlen, da die gesetzlichen Krankenkassen seit zwei Jahren ihre Verbindlichkeiten für Behandlungskosten nicht mehr begleichen und die staatlichen Zuschüsse nur noch 60% der Lohnkosten decken.

Wie der Leiter des Krankenhauses Papageorgiou, Georgios Christopoulos, gegenüber der Athener Nachrichtenagentur betont, macht die wirtschaftliche Sackgasse, in der sich das Krankenhaus befindet, seinen Betrieb problematisch.

Gesetzliche (Pflicht-) Kassen schulden dem Krankenhaus 187 Mio. Euro!

Das Krankenhaus Papageorgiou wird nicht im gleichen Maß mit den anderen Krankenhäusern bezuschusst. Während bei den anderen Krankenhäusern mit den staatlichen Zuschüssen 100% der Lohnkosten gedeckt werden, reichen sie im Papageorgiou nur für 60% aus. Uns fehlen 1,7 Mio. Euro, um die Löhne für Februar 2013 zahlen zu können, während wir in den vorherigen vier Monaten in letzter Minute Gelder sicherstellten, um die Löhne zahlen zu können„, führte Georgios Christopoulos an.

Gemäß den von Herrn Christopoulos präsentierten Daten erhielt das Krankenhaus Papageorgiou 2012 staatliche Zuschüsse in Höhe von 26,8 Mio. Euro, wogegen die Lohnkosten sich auf 41 Mio. Euro beliefen. Die Schulden der Versicherungskassen an das Krankenhaus belaufen sich auf 187 Mio. Euro, während die Verbindlichkeiten des Papageorgiou an Lieferanten 78 Mio. Euro betragen.

Im vergangenen Jahr wurden einmal 300 Mio. Euro und ein anderes Mal 100 Mio. Euro bereitgestellt, damit die Krankenhäuser des ganzen Landes ihre Schulden an die Lieferanten begleichen. Das Papageorgiou erhielt von diesen Geldern nichts. Wenn wir wenigstens das erhalten würden, was uns die Kassen schulden, könnten wir sowohl die Lieferanten als auch das Personals bezahlen, dessen Belastungsgrenzen ausgeschöpft sind. Das Bediensteten des Krankenhauses zählen nicht zu den Spitzenverdienern, und nach Mitte des Monats haben sie ein Überlebensproblem. Wir verlangen eine gleichberechtigte Behandlung und eine gleichberechtigte Bezuschussung, weil das Papageorgiou den anderen Krankenhäusern nicht nur in nichts nachsteht, aber ein sehr gutes Krankenhaus ist und sehr gute Leistungen erbringt„, fügte Herr Christopoulos an.

(Quelle: in.gr)

Relevante Beiträge:

  1. GR-Block
    2. März 2013, 14:53 | #1

    Samaras hat volle Rückendeckung der Europäer, wenn er das exzellente griechische Gesundheitssystem „rationalisiert“. Die gleiche Rückendeckung erfährt er, wenn er in Aussicht stellt, Eurofighter und Fregatten zu bestellen. Gleichzeitig wird jeder propagandistische Schachzug genutzt, um seine „Sparpolitik“ dem Volk als nunmehr greifend darzustellen.
    Das „Papageorgiou“ ist eins der drei großen Krankenhäuser der Co-Hauptstadt. Wenn diese nicht mehr funktionieren, dann ist gierigen und korrupten Individuen der Ärztegilde Tür und Tor geöffnet. Ideologisch verblendete werden dann von Liberalisierung und Privatisierung des Gesundheitssystems sprechen. Warten wir ab, wie sich dadurch die noch zu hohe Lebenserwartung im Lande verändert. Abwarten ist die richtige Therapie. Durch Verlängerung der Wartezeiten erledigt sich so manches Leiden von selbst, wie die Tage in Preveza oder Kos erlebt (Verzeihen Sie die Ironie)

    Umstrukturierung ist das Zauberwort. Laßt die Alten verrecken. Das ändert die Altersstruktur dramatisch und spart Pflege- und Gesundheitskosten. Dann können wir mehr Leopardpanzer kaufen.
    Alles ist auf dem Weg. Hoffen wir nur, dass Herr Christopoulos und Kollegen nicht auf die Idee kommen die schon angepissten Staatsanwälte und Richter in ihrer Stadt um Unterstützung zu bitten. Richter Apostolakis ist noch nicht abgesetzt worden und seine blutunterlaufenen Augen suchen nach dem nächsten Opfer.

  2. LiFe
    2. März 2013, 16:19 | #2

    Unter diesen Umständen kann kein Tourist sich trauen ins Land zu reisen. Es sollte unbedingt nachgebessert werden.

  3. Götterbote2012
    3. März 2013, 16:58 | #3

    @LiFe

    Also Touristen/Ausländer wurden schon immer bestens versorgt und mussten dafür auch nichts zahlen.

    Man sollte mal errechnen, wieviel hunderttausende Deutsche in den letzten Jahrzehnten in ihrem Urlaub kostenlos in griechischen Krankenhäusern behandelt wurden und was das normalerweise gekostet hätte. Das legt man dann (u.a.) den Deutschen vor, die so tun, als wenn das nach Griechenland gepumpte Geld der letzten Jahrzente nur von den Einheimischen „verfressen“ wurde.

  4. LiFe
    3. März 2013, 19:58 | #4

    @ Götterbote 2 Das weiß ich! Wenn es sich ergibt und die Rede ist von Griechenland, dann erwähne ich dies, was sie mir mitegeteilt haben. Aber solche negative Meldungen, wenn ein Krankenhaus zahlungsunfähig wird schrecken leider ab. Daher mein Kommentar. Das, was sie mir schreiben wissen die anderen nicht. Es werden Schlußfolgerungen gezogen, die korrigiert werden müssen. Und immer wieder müssen Skeptiker beruhigt werden, dass im Fall einer Erkrankung sämtliche Versorgung gesichert sind. Es hatte sich sogar das Gerücht verbreitet, dass Lebensmittel in Supermärkte kaum zu kaufen seien. Fährt man hin, dann stellt man fest, dass nichts von Supermärkten in Deutschland unterscheiden. Volle Regale, höfliche Bedienung. Vielleicht sollte ein Filmteam dorthin fahren und eine Dokumentation drehen. Aber trotzdem Danke für ihre Kritik!

  5. Odysséas Oplítis
    4. März 2013, 10:16 | #5

    @GR-Block „das exzellente griechische Gesundheitssystem“ – es ist ein System, in dem nichts Ungewöhnliches war und ist, dass Ärzte bestochen werden müssen; es ist ein System, in dem die Menschen nach Athen oder Thessaloniki reisen müssen, wenn sie eine optimale Versorgung wollen.

  6. Juls
    4. März 2013, 11:09 | #6

    @LiFe

    Gerade weil es genug Leute gibt, die die genaue Sachlage in Griechenland kennen (auch in diesem Forum) vermisse ich doch oefters eine gewisse Klarstellung , sowie hier Goetterbote2 es machte, … denn Touristen werden nun wirklich in Griechenland kostenlos behandelt (ausser 5 Euro, diese Gebuehr zahlen alle Patienten).

  7. Götterbote2012
    4. März 2013, 13:55 | #7

    @LiFe
    Verstehen Sie es nicht als Kritik, sondern als Anmerkung.

    Die Medien haben kein Interesse, die Wahrheit über Griechenland zu verkünden, was dort wirklich passiert, wo die Schuldigen zu suchen sind usw. Wenn sie wollten, wäre es für sie ein leichtes, durch entsprechende Beiträge dieses von ihnen selbst verrutschte Bild wieder ins rechte Licht zu rücken. Stattdessen wird weiter Öl ins Feuer gegossen und die antigriechische Stimmung weiter angeheizt. Und die Leute nehmen es gerne auf und verbreiten es weiter. Entweder weil sie blind sind, es bewusst tun, zu faul sind, sich selbst über die Hintergründe und Tatsachen zu informieren oder einfach nicht in der Lage sind, eins und eins zusammen zu rechnen. Möglichkeiten (wie z.B. diesen Blog hier) gibt es genug.

  8. GR-Block
    4. März 2013, 21:24 | #8

    @Odysséas Oplítis
    Natürlich gibt es viel zu kritisieren und zu verbessern. Insgesamt war aber die gesundheitliche Versorgung und deshalb der Zustand der Bevölkerung erstaunlich gut. Das liegt bestimmt nicht an den griechischen Genen.
    Selbst wenn das System am Anschlag war, so konnten vor den Kürzungen sogar die vielen unversicherten Einwanderer halbwegs aufgefangen werden. Und das, obwohl die Ausstattung der Praxen und Krankenhäuser im EU-Vergleich eher unter dem Durchschnitt liegt.
    Ich glaube deshalb nicht, dass man durch die eingeführten Maßnahmen das Gesundheitssystem in seiner (guten oder schlechten) Qualität halten wird. Die unversicherten sind schon herausgefallen. Jetzt werden auch die „schlecht“ versicherten durch die Maschen rutschen und sie werden dies nicht durch ein Fakelaki ausgleichen können.

  9. Götterbote
    4. März 2013, 22:49 | #9

    @Odysseas
    wenn sie in Deutschland auf dem Dorf wohnen, werden Sie auch dort nicht die Behandlung finden, die Sie eventuell benötigen. Insgesamt dürften die Strecken, die Sie in Deutschland zurücklegen müssen um das Gewünschte zu erhalten kürzer sein, aber das liegt in erster Linie an der dichteren Besiedlung, nicht am besseren System. In Griechenland finden sich aber tatsächlich fast überall in unmittelbarer Nähe Krankenhäuser, die für eine erste Hilfe völlig ausreichend sind. Die korrupten Ärzte mögen ein Problem darstellen, sind aber grundsätzlich kein Problem der Systems, sondern ein Charakterproblem der jeweiligen korrupten Person.

  10. nikos
    6. März 2013, 08:49 | #10

    @LiFe
    hä? sind die krankenhäüser in ägypten,tunesien und co etwa besser ausgestattet?

  11. LiFe
    6. März 2013, 23:41 | #11

    @ Niko Das kann ich ihnen nicht sagen. Ich reise jeden Sommer nach Griechenland und hoffe irgendwann länger dort verweilen zu können. Die Kommentare nahmen Bezug auf die Überschrift: Das Krankenhaus Papageorgiou in Griechenland ist zahlungsunfähig. Es war keine Rede von Einrichtung und wie es ausgestattet ist. Meine Frage war: Könnte dies nicht abschreckend auf Touristen wirken. Es war nicht meine Einstellung. Ich weiß, wie es dort ist. Die Versorgung ist gut. Mir ist noch kein korrupter Arzt begegnet. Nur würde es ihnen jemand bei der obigen Meldung glauben? Da bedarf es viel Überzeugungskraft jemand zu überzeugen, dass er reisen kann. Leider sorgten die Medien für reichlich viel Negativzeilen. Aber es scheint sich was getan zu haben. Neulich wurden die Inseln Skopelos und Skiathos vorgestellt auf denen das Musical Mamma Mia von ABBA gedreht wurden. So langsam könnte es wirklich in Gang kommen, dass Via TV die schönsten Seiten Griechenlands gezeigt werden. Es wäre zu wünschen.

Kommentare sind geschlossen