Griechen und Zyprer sind sauer!

31. März 2013 / Aufrufe: 4.683

Einer ganzen Generation wird die Zukunft vermasselt

Dass der Grieche jetzt gezwungen ist, sein Auto abzumelden oder zu verkaufen, sowie viele weitere Einschränkungen auf sich zu nehmen, wäre noch eins der kleineren Übel. Wenn jedoch die Krankenhäuser ihre Patienten nicht versorgen können, weil die Medikamente unbezahlbar geworden sind, oder Kinder in einem erschreckend abgemagerten Zustand zur Schule kommen weil sich die Eltern nicht einmal mehr das Essen leisten können (erinnert sei dabei an den dramatischen Appell einer Schuldirektorin vor etwa 3 Wochen), dann bekommt das ganze eine besondere Qualität.

Von besonderer Qualität dürfte ebenfalls die Tatsache sein, dass einer ganzen Generation die Zukunft vermasselt wird. Junge Menschen (nicht nur in Griechenland und Spanien) die keine Aussicht haben, in ihrem Land Arbeit zu finden, wandern aus oder resignieren. Weder Deutschland, noch die drei Genies an der Spitze der EU würden es heute im Tür-zu-Tür-Einsatz schaffen, die Abbrecher und Aussteiger davon zu überzeugen, dass die EU eine gute Idee ist, der man nur ein wenig Zeit geben muss bis sie Früchte trägt.

Es sind nicht nur die Menschen im „Süden, die gegen den Norden rebellieren, es sind die „Plebejer“, die sich gegen einen „europäischen Adel“ erheben. Diesem „Adel“ zuliebe werden Griechenland und / oder Zypern wohl eines Tages geopfert werden, um ein Exempel zu statuieren … so wie es früher strenge Eltern mit einem aufsässigen Kind getan haben, um die anderen beizeiten zu disziplinieren.

Griechen und Zyprioten erleben gerade ihr „Versailles“

Was diesen Vorgang über die übliche Grausamkeit hinaushebt, ist die emotionale Kälte, die zu spüren ist. In Deutschland etwa, wo das „Diktat von Versailles“ noch immer als Kränkung empfunden wird, die zum Zweiten Weltkrieg geführt hat, hat man mit den Griechen so viel Empathie wie ein Förster mit einem Wilderer. Dass aber die Griechen gerade ihr „Versailles“ erleben, die bedingungslose Unterordnung unter das Diktat von Berlin und Brüssel, kommt keinem der Politiker in den Sinn, die ansonsten ihre Reden gerne mit den Worten beginnen: „Gerade wir als Deutsche, die wir aus unserer Geschichte gelernt haben …“ Ja, die Griechen und Zyprer sind sauer!

Neben den Lehren, welche die Deutschen aus ihrer Geschichte gezogen haben, müsste logischerweise auch die Erkenntnis vorhanden sein, dass Kollektivstrafen unzulässig sind und man ein ganzes Volk nicht für die Misswirtschaft seiner „Führer“ verantwortlich machen kann. Offensichtlich scheint für die Griechen keine Unschuldsvermutung zu gelten … sie sitzen ja alle in einem Boot, sind faul, betrügerisch, Schmarotzer usw. und sollen auch gefälligst füreinander haften wie Ali Baba und seine 40 Räuber. Nun, man braucht nicht viel Fantasie um sich vorzustellen, was die Griechen von der „europäischen Integration“ halten. Ja, die Griechen und Zyprer sind sauer!

Egal wie weit sich der Deutsche durch den den Strudel der Presse mitreißen lässt, das griechische und zyprische Volk ist das, was man einen “Sündenbock” nennt. Merkel ist zwar dreist, aber doch nicht so dreist zu sagen: “Wir nehmen den Bürgern das Geld weg und überweisen es unseren Freunden.” Darum muss sie “über Bande” spielen und sagt: “Die Misswirtschaft der Griechen bedroht die Stabilität des Euros. Um ihn zu retten, müssen wir einen Rettungsschirm aufspannen.” Auf diese Weise lässt sie die Nutznießer im Dunkeln und liefert ihren einfältigen Schäfchen ein Ziel für ihre Emotionen: „Die faulen Griechen“. Ja, die Griechen und Zyprer sind sauer!

Deutsche sind fleißig und sparsam, Griechen faul und korrupt

Ist es nicht interessant, wie sehr die Zeitungen immer darauf bedacht sind, die Herkunft von Verbrechern zu verschleiern, so dass die Menschen nicht verallgemeinern? Offensichtlich ist es die Aufgabe der gleichgeschalteten Medien, in Merkels Auftrag einen Sündenbock für die die Deutschen zu erschaffen (die gehen ja so oder so nie auf die Straße, wozu auch), so dass die Wut der Bevölkerung von den wahren Tätern – nämlich der Merkel-Clique, die absichtlich die no-bailout-Klausel missachtet – abgelenkt wird. Und die Deutschen sind – wenn man die vielfältigen Kommentare, Beiträge und Stellungnahmen im Internet etwas verfolgt – mehrheitlich bereit, diesen Köder zu schlucken, denn nun können sie endlich mal erlaubterweise rassistisch sein, dürfen endlich nach Herzenslust mal über ein ganzes Volk schimpfen, um sich “groß” zu fühlen, ohne die Nazi-Keule befürchten zu müssen! “Wir Deutschen sind fleißig und sparsam. Die Griechen sind faul und korrupt.” Wie befreiend so etwas doch sein muss! Ja, die Griechen und Zyprer sind sauer!

Es kann ja wohl kaum angehen, das die Deutschen ganz viel arbeiten müssen und die Griechen ganz viel Ferien machen, kritisierte Merkel vor nicht allzu langer Zeit. Und da war es mal wieder, das Stereotyp vom faulen Griechen, der seine Zeit als Frührentner im Kaffeehaus totschlägt, die Tage beim Tavli-Spiel vertrödelt und allenfalls lustlos arbeitet, wenn er nicht gerade Ferien macht. In Griechenland hat sich allerdings herumgesprochen, dass die Deutschen mehr Tarifurlaub haben. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit ist laut Eurostat in Griechenland mit 43,8 Stunden die längste in der EU. Umso mehr empfindet man die Faulheitsschelte der Kanzlerin als Schlag unter die Gürtellinie. Ja, die Griechen und Zyprer sind sauer!

Eine historische Freundschaft steht auf dem Spiel

Deutsche und Griechen – diese Freundschaft scheint zu zerbrechen. Wenn man bedenkt, das es nur zwischen wenigen Völkern in Europa seit Jahrhunderten so enge Bindungen gab wie zwischen Deutschen und Griechen, ist die Zerrüttung besonders bedrückend. Schiller fühlte sich „in Arkadien geboren“, Goethe kam zwar nur bis Italien, ließ aber seine Iphigenie „das Land der Griechen mit der Seele suchen“. Für die deutschen Klassiker war Griechenland gleichbedeutend mit Humanität.

Deutsche Philhellenen unterstützten Anfang des 19. Jahrhunderts den Aufstand der Griechen gegen die osmanischen Herrscher. Nach der Befreiung wurde ein Deutscher, Otto von Wittelsbach, erster König der Hellenen. Es waren die Griechen, die schneller als andere Völker nach dem Krieg den Deutschen die Hand zur Versöhnung reichten, obwohl Wehrmacht und SS in nur wenigen Ländern so furchtbar gewütet hatten wie in Griechenland. Schon 1952 konnte das erste Goethe-Institut im Ausland in Athen eröffnet werden. Die internationale Gemeinschaft blieb nach dem Zweiten Weltkrieg lange auf Distanz zu Deutschland. Erst 1956, sieben Jahre nach Gründung der Bundesrepublik, machte Theodor Heuss, der Bundespräsident, seinen ersten Staatsbesuch im Ausland – in Griechenland. Deutschland erlebte damals sein Wirtschaftswunder. Hunderttausende Griechen wanderten in den 60er Jahren aus, die meisten nach Deutschland. Diese Migration gab der Freundschaft zwischen beiden Völkern eine menschliche Dimension.

Lasst uns diese Freundschaft nicht zerstören.

Nicht wir Politiker machen die Politik, wir sind nur die Ausführenden. Was in der Politik geschieht, diktieren die internationalen Großkonzerne und Banken„.
(Johannes Rau, *16.01.1931 – †27.01.2006, ehemaliger Bundespräsident)

Artikel weiterlesen: Seite 1 Seite 2

  1. Frustation
    31. März 2013, 02:42 | #1

    Bravo für diesen Artikel!!!
    Er sollte in den deutschen Medien veröffentlicht werden, damit dort endlich mehr Information steht als das kritiklose Nachplappern der furchtbaren Äusserungen von Schäuble und Merkel.
    Ansonsten fährt die EU gegen die Wand.

  2. Chris
    31. März 2013, 05:24 | #2

    Wir Deutschen sind entsetzt über das Verhalten der Griechen und Zyprioten!

    Irgendwann werden uns die Beleidigungen des griechischen Volkes, das gegen das deutsche Volk auf die Straße geht, egal sein.

    Es gibt nämlich einen Unterschied, wir demonstrieren nicht gegen das griechische Volk. Wir schlagen keinen Greis, der mit einer Deutschen verheiratet ist zusammen, so daß er sich nicht mehr erholt, nur weil er aussieht wie ein Grieche. Wir sind im offenen Widerstand gegen die Beschlüsse unserer Politiker und gründen die Alternative für Deutschland und suchen nicht die Schuld bei den griechischen Politikern und das sage ich mit Stolz, ich eine Deutsche, die aus einer Familie von Widerstandskämpfern stammt, bei mir funktioniert diese Schuldzuweisung nicht und bei den Deutschen und Ausländern in Deutschland in der vierten Generation nach dem zweiten Weltkrieg erst recht nicht. Einfach mal ein bißchen mehr Selbstreflektion. Einfach mal überlegen, wie Merkel gute Lösungen finden könnte für Europa? Dies ist ein Ding der Unmöglichkeit, dieses Wissen und diese Informationsfülle über 17 Nationen, deren Sprache sie nicht einmal spricht, kann kein Mensch besitzen.

    Sie sind erwachsene Menschen, nehmen Sie Ihr Schicksal selbst in die Hand

    Chris

  3. windjob
    31. März 2013, 06:05 | #3

    Also diese polemische Hetze schreit geradezu danach zurechtgegerückt zu werden. Dies mit dem Clown war Peer Steinbrück in einer Veranstaltung der SPD die sich „Klartext“ nannte. Seine ungeschickte Äusserung hat bei allen Parteien sehr viel Unmut ausgelöst obwohl sie faktisch richtig ist. Grilli ist ein ehemaliger Berufsclown und wird sich hierrüber nicht mal mokieren. Berlusconi ist ein Politclown und leider auch ein extrem gefährlicher. Dass die Kommunikation durch Frau Merkel nicht immer die Beste ist stört mich manchmal auch. Dass sie angeblich alle Griechen als korrupt, faul, Steuerhinterzieher bezeichnet hat hätte ich gerne dokumentiert. Aber fragen wir doch mal die Griechen selbst in Bezug auf Steuerhinterziehung und Korruption. Wo immer ich in Griechenland etwas einkaufe, die erste Frage ist ob ich einen Beleg brauche. Wenn nein, billiger. Lt. einer internationalen Studie von angesehenen Universitäten sind in der Skala der griechischen Steuerhinterzieher an erster Stelle die freiberuflichen Pädagogen gefolgt von Ärzten, Architekten, Ingenieuren und Steuerberatern. Ohne Steuern kann ein Staat aber seinen Verpflichtungen nicht nachkommen. Übrigens sind die griechischen Abgeordneten die bestbezahlten in der EU. Dass der griechische Staatsapparat ein Milliardengrab ist, ist wohl auch unbestritten. Hier haben die Parteien für den Fang von Stimmen wahllos Stellen versprochen und vergeben. Dies rächt sich nun.
    Man darf auch nicht vergessen, dass Deutschland der grösste EU-Nettozahler und Griechenland der zweitgrösste EU-Nettoempfänger ist. Das Geld kommt also nicht direkt aus Deutschland sondern indirekt über die EU. Ausserdem bürgt Deutschland inzwischen mit über 300Mrd Euro für die diversen Rettungsschirme. Wie jede gute Bank hat Deutschland aber selbstverständlich ein fundamentales Interesse wie die gezahlten Gelder verwendet werden. Wenn ich da an die Millionen verschwendeter EU-Gelder denke, die in Marinaprojekte investiert wurden, die heute brach liegen wird mir schlecht. Hier liegt auch die Krux. Die EU hätte viel stärker auf die korrekte Verwendung der Gelder achten müssen wie es jede Bank auch tut wenn sie Kredite vergibt.
    Dass hiermit hauptsächlich der marode Bankensektor unterstützt wird stört auch mich gewaltig. Nach meiner Meinung sollte man hier tatsächlich einige bankrott gehen lassen und in Zypern geht man ja nun diesen Weg. Dort trifft es aber vornehmlich russische Oligarchen und Schwarzgelder. Was ist daran so falsch. Das zyprische Geschäftsmodell musste irgendwann scheitern. Ich bekomme bei meiner Bank 0,6% Zinsen in Zypern wären es 4-5%. Jeder weiss, je weiter die Rendite von der Realität entfernt ist, umso grösser ist das Risiko. Hier ist der Deal nun mal geplatzt.
    Im übrigen spüren wir keine Deutschfeindlichkeit im Gegenteil. Was wir spüren ist eine absolute Abneigung gegen die Politik und dies ist in Deutschland nicht anders.
    Jetzt aber Schluss, weil sonst wirds noch ein Buch.

    • Team
      31. März 2013, 06:58 | #4

      @Chris
      @windjob
      Diese beiden Kommentare haben wir stellvertretend für ein Dutzend weiterer (die im Papierkorb landeten) freigeschaltet, damit auch andere Leser nachvollziehen können, wie sehr die alltägliche Gehirnwäsche inzwischen gefruchtet hat.

  4. Kemal
    31. März 2013, 07:14 | #5

    @Chris
    Neee, klar, in Deutschland braucht man wirklich nicht unbedingt wie ein Grieche auszusehen (woran erkennt man sie eigentlich?) um zusammengeschlagen, verbrannt oder erschossen zu werden … und „Dönermorde“, NSU & Co sind natürlich wieder nur Produkte infamer Propaganda.

  5. windjob
    31. März 2013, 08:33 | #6

    @Frustation
    Welche furchtbaren Äusserungen sind hier eigentlich gemeint. Ich finde hier nicht die geringste Substanz. Vielleicht könnte der werte Schreiber mal etwas substantielles bringen damit man darauf antworten kann. Fakt ist, dass am Beispiel Zypern, Herr Schäuble der einzige war der darauf bestanden hat, dass die Kleinsparer unter 100.000 € aussen vor bleiben weil dies gegen EU Recht verstösst. Es war der zyprische Ministerpräsident der stur darauf bestanden hat, dass diese auch zur Kasse gebeten werden und dies eine Woche lang auch beibehalten hat.
    Sicher bin ich mit der Art, wie Frau Merkel und Herr Schäuble dies manchmal kommunizieren, nicht immer einverstanden aber letztendlich vertreten sie Deutschland und handeln verantwortungbewusst. Hat schon jemand daran gedacht was passiert, wenn die Summe für die Deutschland bürgt, fällig würde. Dann gnade uns Gott aber der kann dann auch nicht mehr helfen. Ausserdem glaube ich, dass wir bzgl. Gehirnwäsche am wenigsten gefährdet sind. Dies sind eher die Schreiber solcher polemischen Kommentare.

  6. HJM
    31. März 2013, 10:56 | #7

    @Team
    Das muss man wirklich 2x lesen: „damit auch andere Leser nachvollziehen können, wie sehr die alltägliche Gehirnwäsche inzwischen gefruchtet hat“. Bisher war meine naive Meinung, ein Kommentar / Beitrag unterliege den Kriterien sachlich oder nicht, beleidigend oder nicht. Offenbar ist dies hier nicht so, sondern das „team“ sieht sich darüber hinaus befähigt, Zensuren zu verteilen. Passt nicht, also gehirngewaschen. Ich lerne!

  7. bub
    31. März 2013, 13:18 | #8

    Danke Dimi!

  8. Willi F. Gerbode
    31. März 2013, 13:38 | #9

    „Die Menschen in den südlichen Ländern haben längst erkannt, das die hochgepriesene “Rettung” nichts weiter als eine Inszenierung ist. Nur in Deutschland scheint es entweder niemand zu bemerken oder niemanden interessieren. “

    Die Deutschen sind nicht so dumm und naiv oder uninteressiert, wie der Autor meint. Es müsste doch zu denken geben, dass alle Umfragen ein großes Vertrauen der Deutschen in die Politik der Kanzlerin: ca. Zweidrittel schätzen ihre Politik.
    Die Euro-Krise interessiert die Menschen sehr wohl, allerdings ist die Medienberichterstattung über die sozialen Auswirkungen in GR, die Gründe und sozialen wie historischen Hintergründe – gelinde gesagt – schwach. Als ich letzten Sommer lange Zeit in GR war, um für mein neues Buch „Der freie Fall des Ikaros“ zu recherchieren, habe ich abends am Telefon mit meiner Frau gesprochen, und nichts Substantielles von dem, was vor Ort greschah, fand sich in den Medien wieder. Eine kritische Berichterstattung fand praktisch nicht statt.

    Was derzeit bei den dt. Bürgern ankommt, sind die Hasstiraden auf die dt. Regierung sowie die Poster bei den Demos in Athen und Nikosia. Das dürfte eher zu einer Solidarisierung der dt. Wähler mit Merkel bei den Septemberwahlen führen. Die Zustimmung zu Merkel steigt tendenziell, während sich die zu ihrer Partei mit ca. 38 % eher mager ausnimmt.

    „Das nennt man Demokratie.“
    Zur Demokratie gehören die Wahlen. Die Griechen haben mit ND und PASOK gewählt. Dass die sich mit dem 50-Sitz-Zuschlag für den Sieger schon vor Jahren eine undemokratische, weil die Machtverhältnisse verzerrende Regel in das Wahlgesetz geschrieben haben, hat sie übrigens seinerzeit wenig gekümmert. Dass 38 % der Wahlberechtigten bei der letzten Wahl nicht gewählt haben, zeigt das mangelnde Vertrauen der Griechen in die alte Nomenklatura, aber auch in den aufsteigenden Stern am griechischen Polithimmel, Aléxis Tsípras.

    „aber zu einer fröhlichen Betrugspartie gehören immer zwei“
    Die Panzer sind von GR bestellt worden, weil die Griechen nach wie vor eine massive Turkophobie haben – ob berechtigt oder nicht berechtigt, steht hier nicht zur Diskussion. Genauso wie die Banken die Hellenen bedrängt haben, Kredite aufzunehmen, bedrängen die Waffenexporteure ihre potentielle Kundschaft, Waffen zu kaufen. Beide Seiten rühren so in der gleichen Suppe. Aber nur wer sie isst, bekommt die Bauchschmerzen. Und natürlich bekommen auch die Deutschen diese, wenn sie gezwungen sind, die eigene gigantische Staatsverschuldung abzubauen.
    Korrekt ist, dass die „Helfer sich vor allem selbst helfen, um im Geschäft zu bleiben.“ Eine Pleite GRs ist für die Eurozone (nicht nur für D) teurer, als GR liquide zu halten.

    „Schmiergelder“
    Wie war das nochmal mit dem Sitz im Glashaus?

    „Die Deutschen (…) können (…) endlich mal erlaubterweise rassistisch sein, dürfen endlich nach Herzenslust über ein ganzes Volk schimpfen, um sich `groß` zu fühlen.“
    … zum Kotzen …

    „Nach der Befreiung wurde ein Deutscher, Otto von Wittelsbach, erster König der Hellenen.“
    So betreibt man Geschichtsklitterung. Otto ist seinerzeit von der Entente gegen den Willen der Griechen installiert worden. Sobald seine eigenen Soldaten zurück nach Bayern geschickt worden waren, jagten ihn die Hellenen aus dem Land. Was ihn nicht darin hinderte, sich in gr. Tracht beerdigen zu lassen und -wie kolportiert wird – auf dem Sterbebett die letzten Worte „Griechenland, oh Griechenland, mein geliebtes Griechenland“ zu hauchen.

    „Lasst uns diese Freundschaft nicht zerstören.“
    Ich stimme hier dem Verfasser zu, allerdings lassen seine Behauptungen nur einen Schluss zu: Die Freundschaft IST zerstört. Die Wirklichkeit, nicht die Idee, der gemeinsamen Währung hat sie zerstört. Schuld daran sind diejenigen, die seinerzeit naiverweise meinten, der Euro würde sukzessive die wirtschaftliche und politische Integration befördern. Das war ein Irrtum historischen Ausmaßes.

    Schlimm, dass wir nun alle die Suppe auslöffeln müssen: in der einen oder der anderen Weise. Dass mittlerweile vom Team des Griechenland-Blogs die andere Meinung als Produkt der „alltäglichen Hinrnwäsche“ bezeichnet wird und der Papierkorb nicht mal ansatzweise als deren legitimer Bruder erkannt wird, ist symptomatisch für die derzeitige Diskussionskultur.

    Danke @windjob für die treffenden Ausführungen, die an dieser Stelle leider nur wenige Griechen hören (wollen).

  9. Böse
    31. März 2013, 15:27 | #10

    Man sollte hier doch mehr Fakten und nicht Ideologien vertreten. Chris stimme ich voll zu. Denke man nur an die Zeit der Olympiade in GR. Noch 14 Tage vor der Eröffnung waren viele Baumängel oder nicht fertig gestellte Objekte vorhanden.

    Wenn geschrieben wird :“Ob sich Frau Angela Merkel oder eins ihrer “Genies” aus den Reihen der Meinungs-Trend-Schmarotzer sich wohl auch bereit erklärt hätten, dies einem hart arbeitenden Griechen, dem gerade wegen Überfischung die Existenz kaputt geht ins Gesicht zu sagen, ist leider nicht überliefert.“ Hier war doch der GR-Staat gefordert auf Grund der Überfischung dem Fischer eine Alternative anzubieten und zu erkennen, dass hier ein Umlenken notwendig ist.

    Dies sind nur 2 Beispiele die belegen, dass GR selbst doch zum großen Teil für den wirtschaftlichen Abschwung verantwortlich ist.

  10. Bavaria
    31. März 2013, 15:43 | #11

    Herr Gerbode,
    Ihrem Kommentar kann ich bedingungslos zustimmen.
    Und an das Team: Fast alle die hier schreiben, lieben Griechenland und seine Menschen über alles. Sie sehen aber auch all die kleinen und großen Sünden, die begangen wurden und weiter begangen werden. Und last but not least: Es ist die griechische Regierung, die die kleinen Bürger schröpft und die Superreichen ungeschoren läßt. Die Sparvorgaben der Troika betreffen bestimmte Summen. Wie sie erbracht werden, ist Sache der Regierung.

  11. Skyjumper
    31. März 2013, 15:54 | #12

    Letztlich zeigen sowohl der Blogeintrag, als auch die Kommentare nur eines: Wie weit die gegenseitige Vergiftung bereits fortgeschritten ist in Europa.

    Was ist mir vom Autor gewünscht hätte, wenn man schon ein so sensibles Thema aufgreift, dass er nicht seinerseits aus dem Glashaus mit Steinen geworfen hätte. Natürlich sind die ganzen Pauschalisierungen gegenüber „den Griechen“, „den Spaniern“, „den Zyprioten“ etc. falsch. Aber warum zum Kuckuck muss der Autor quasi im gleichen Atemzug seinerseits eine genauso falsche Pauschalisierung über „die Deutschen“ einbauen?

    „Nur in Deutschland scheint es entweder niemand zu bemerken oder niemanden interessieren.“

    Das ist genauso falsch wie die von faulen Griechen etc. zu fabulieren. In Dutzenden von deutschen Blogs, in Tausenden von deutschen Kommentaren regen sich Deutsche zwischenzeitlich darüber auf was für ein himmelschreienden Mist die Politiker jeglicher Couleur veranstalten. Es wäre demnach schön gewesen nicht einen Fehler mit einem anderen Fehler zu vergelten.

    In der Sache ansich kann man am Beitrag im großen und ganzen nicht viel Rumkritisieren. Nur eines möchte ich gerne loswerden: Nicht nur die Griechen und Zyprer sind sauer. Auch ich bin sauer. Auf die Griechen und die Zyprer. Sie hatten die Wahl ihr Elend zu reduzieren, indem sie einen Austritt aus der EU gewählt hätten. Doch soviel Arsch in der Hose hatten sie dann leider doch nicht. Von daher jetzt bitte nicht rumlamentieren. Griechen und Zyprer haben genau das bekommen was sie zuvor (die Griechen gleich mehrfach) gewählt haben. Die Folgen dieser Wahlentscheidung waren bereits im Vorwege in Riesenlettern für jeden Griechen, für jeden Zyprer, zu lesen.
    Hätten sich Griechen und Zyprer für einen EU-Austritt entschieden wäre ihrer Los nicht etwa leichter geworden, das anzunehmen wäre ein Ammenmärchen. Aber sie wären jetzt endlich wieder Herren des Geschehens, Bestimmer im eigenem Land, und könnten einer langsamen Verbesserung entgegenarbeiten. So haben sie sich versklaven lassen und werden für unabsehbare Zeit darauf angewiesen sein um Almosen zu betteln.

    Und ja: Am 23.09.2013 werde ich aus genau den gleichen Gründen dann sauer auf meine „lieben“ Mitbürger in Deutschland sein. Auch die werden nicht genug Mut aufbringen um mehrheitlich was anderes als die CDU/SPD/GRÜNE/FDP-Einheitssosse zu wählen. Doch noch hatten „die Deutschen“ nicht diese Wahl … im Gegensatz zu „den Griechen“ und „den Zyprern“, die ihre Wahl schon vergeudet haben.

  12. Traumschau
    31. März 2013, 16:17 | #13

    Der Autor hat recht!
    Europa ist ein Projekt der Finanz- und Wirtschaftsplutokratie und sonst überhaupt nichts!
    Unter den einmaligen Umständen einer Währungsunion ist es unserer Plutokratie gelungen, die Völker Europas abzufrühstücken – mit freundlicher Unterstützung der europäischen „Politikdarstellerelite“. Alle so genannten Rettungen sind Bankenrettungen gewesen, hauptsächlich deutsche und französische Banken. Die Völker werden erst in den Ruin getrieben um ihnen anschließend die „hifreichen“ Hände hinzustrecken – gegen knallharte Auflagen und Bedingungen, die man nur als diktatorisch bezeichnen kann. Keines dieser Länder wird sich aus eigener Kraft aus dieser Schuldenspirale befreien können. Ich fürchte, dass es für GR, SP, etc. nur die Möglichkeit geben wird, den Euro aufzugeben. Frankreich wird auch gerade sturmreif geschossen. Wenn Frankreich fällt oder Italien, ist es sowieso aus.
    Ich bin sehr betrübt über die sozialen Katastrophen, die sich bei unseren Brüdern und Schwestern abspielen – und sehr zornig! Keine Währung dieser Welt ist das wert! Europa hat fertig!

  13. giaoýrti giaoyrtáki
    31. März 2013, 17:07 | #14

    @Chris
    Wieso sitzt Merkel nicht wegen den 140-fachen Mord in Kundus? Weil sie das Europa der Widerstandskämpfer retten muß! Weil sie auch Widerstandskämpferin ist! Unglaublich viele Widerstandskämpfer durften sich dann über das Wirtschaftswunder der Kriegsgewinner freuen, ein Wirtschaftswunder auf Kosten hungernder europäischer Widerstandskämpfer und mit nie bezahlten Kriegsschulden und geplünderter Infrastruktur.

    @windjob
    Verhungern wird schon keiner, dank Klimaglück. Einfach alle Strassen und Autobahnen weg reissen und dann ist da genug Fläche zum Obst und Gemüseanbau; leider hat sich Morgenthau ja nicht früher durchgesetzt.

  14. HJM
    31. März 2013, 19:37 | #15

    Heftige „Diskussion“. Alle bestätigen sich und ihre Sicht der Dinge. Die tendenziell wirklich simpel ist. Einer vermisst den Arsch in der Hose = unterbliebener €- oder EU (?)Austritt, ein anderer lamentiert über die in der Tat ganz vorrangig stattgefundene „Bankenrettung“, der letzte schließlich will offenbar seine Beiträge immer wieder als ironisch/satirisch verstanden wissen (leicht ist ganz schön schwer). Nur: niemand all dieser klugen Foristen verliert auch nur ein Wort z. B. über das Szenario, das sich eingestellt hätte, wären die Banken nicht gerettet worden. Oh Weh und Ach. Ein griechischer Bankmensch sagte mir einmal auf besorgte Nachfrage: „Uns geht es gut, dem Staat geht es schlecht“. Allerdings standen zu diesem Zeitpunkt griechische Staatsanleihen noch mit 100% in der Bilanz …

  15. V99 %
    31. März 2013, 21:09 | #16

    Wenn man nicht versteht, dass ein Krieg zwischen $ und € stattfindet und die wahren Drahtzieher auf keinen Fall an die Oeffentlichkeit treten wollen, wird die „Voelkerkeule“ nie eingepackt werden. Der Euro haette so nie eingefuehrt werden duerfen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die naechste „Krise“ (sprich Banken-Zusammenbruch) kommt. Da die Politiker Europas und Amerikas nur noch Marionetten des Geldsystems sind, wird es auch keine wirkliche Regulierung der Maerkte geben. Der Spruch: „Gib einem Mann eine Waffe und er kann eine Bank ueberfallen / Gib einem Mann eine Bank und er kann die Welt ueberfallen“ wird sich nie aendern, wenn Homo Sapiens seine eigene „Evolution“ durch seine Geld-Gier stoppt!

    @ Willi F. Gerbode
    Danke fuer ihren neutral geschriebenen Kommentar. Es gibt in den deutschen Medien durchaus objektive Berichterstattungen. Diese muss man aber bewusst selber suchen, da sie nicht in der Tagesschau laufen.

  16. Skyjumper
    31. März 2013, 21:33 | #17

    @HJM

    Was würden Sie denn zu der Frage lesen wollen? Was wäre passiert wenn diese Banken nicht gerettet worden wären? Wer sich ideologiefrei mit dieser Frage beschäftigt hat, hat auch sehr schnell durchblickt, dass es in dem Fall tatsächlich zu der befürchteten Kettenreaktion gekommen wäre, die dann auch sehr schnell ihre negativen Folgen beim deutschen Ottonormalbürger gezeigt hätten.
    Wer es nicht ideologiefrei betrachten will oder kann, dem kann man das auch 48 Stunden nonstop erklären, es wird schon aus Prinzip nicht verstanden werden.

    Aber auch mit diesem Wissen bin ich nach meinem Kenntnisstand der Auffassung, dass ein Unterbleiben der diversen Rettungsmaßnahmen besser gewesen wäre. Dies gilt für Irland, Griechenland, Portugal, Spanien, Zypern und alle die noch folgen werden. Denn es werden weitere folgen. Und am Ende wird es alle erwischt haben, der sogenannte Dominoeffekt wird lediglich in Zeitlupe stattfinden und (begrenzt) kontrolliert ablaufen.

    Nutzniesser dieser Verzögerung sind die Top 10 % der europäischen Bevölkerung (wenn´s gut geht). Bezahlen tun dafür primär die unteren 30 %. Die 60 % dazwischen werden mehr oder weniger nach dem Zufallsprinzip erwischt oder auch nicht. Bezahlt hätten die unteren 30 % auch dann, wenn die Rettungen nicht stattgefunden hätten/würden. Das will ich gar nicht in Abrede stellen. Aber das Drama wäre dann wesentlich schneller behoben, der Wiederaufbau würde schneller vonstatten gehen. Und am Ende dieses Wiederaufbaus stände als Abfallprodukt auch eine wesentlich gleichmässigere Vermögensverteilung.

    So wie es jetzt laufen wird, werten erst Griechenland und Spanien landesintern ab (sinkende Löhne) um konkurrenzfähig zu werden. Jetzt dann Zypern. Das was Griechenland, Spanien und Zypern gewinnen wird dann den nächsten Ländern als Geschäftsmodell fehlen, mit der Folge dass auch diese intern abwerten müssen. Selbst in Deutschland werden wir ja bereits jetzt auch eine „Agenda 2020“ vorbereitet. Die Spirale der Löhne und Einkommen dreht sich immer weiter nach unten. Das kann sich m.E.n. am Ende nicht als eine tragfähige Lösung erweisen.

  17. LiFe
    31. März 2013, 21:40 | #18

    @ GiGi giaoyrti Ich nenne sie mal kurz GiGi, ist leichter zu schreiben. Tolle Idee Strassen und Autobahnen weg reissen und genug Flächen für Obst- und Gemüseanbau schaffen. 😉 Wie ich sehe finden sich Leute hier im Blog, die die Kunst des Überlebens beherrschen. Ist besser als zornig zu sein.

  18. Diana Ruthberg
    31. März 2013, 21:45 | #19

    An den autor des blogbeitrags „Griechen und Zyprer sind sauer!“:
    ihnen gebührt meine hochachtung und mein respekt. sie haben mit diesem beitrag nicht nur den nagel auf den kopf getroffen, sondern auch sehr viele menschen angesprochen. als deutsche staatsbürgerin kann ich ihnen versichern, dass die mehrheit der deutschen die selbe denkrichtung verfolgt und auch hinter dem griechischen volk steht, auch wenn derzeit von verstimmungen die rede ist.
    vielen dank für den beitrag.

    • Team
      31. März 2013, 22:09 | #20

      @Diana Ruthberg
      Obwohl wir uns mit dem „wegzensierten“ Teil des Kommentars durchaus zu identifizieren vermögen, hätte die Tirade den explizit angesprochen Kommentatoren nur noch mehr Wasser auf ihre Dumpfmühlen und unweigerlich einen willkommenen Anlass für eine wilde „Keilerei“ gegeben.

      Der Beitrag stammt jedenfalls von einem auch uns persönlich unbekannten Gastautor, der sich über die Anerkennung freuen wird.

  19. pyramis
    31. März 2013, 23:44 | #21

    @V99 erster Kommentar der meiner Meinung nach dem ganzen Drama näher kommt! Danke und weiter so. Mein Onkel in Griechenland sagte mir – erst wenn wir von China nichts mehr importieren und unser Lohn gleich wie in Bulgarien ist, können wir von Aufschwung anfangen zu reden! Das ganze ist ein globales Desaster, die Volksaufhetzung nur Vorwand … und die Meisten machen mit – das liest man in vielen Blogs. Wirtschaftspolitisch hat unser System versagt. Da werden wir jetzt alle gefordert!

  20. Uhupardo
    1. April 2013, 02:19 | #22

    „Sicher bin ich mit der Art, wie Frau Merkel und Herr Schäuble dies manchmal kommunizieren, nicht immer einverstanden aber letztendlich vertreten sie Deutschland und handeln verantwortungbewusst.“

    Bis dahin bin ich beim Lesen der Kommentare gekommen, dann wurde das Kopfschütteln gesundheitsgefährdend. Man muss wirklich nicht alles lesen, stimmt schon.

  21. GR-Block
    1. April 2013, 15:45 | #23

    HJM :
    Ein griechischer Bankmensch sagte mir einmal auf besorgte Nachfrage: “Uns geht es gut, dem Staat geht es schlecht”. Allerdings standen zu diesem Zeitpunkt griechische Staatsanleihen noch mit 100% in der Bilanz …

    Recht hatte er. Der Staat war verschuldet, weder griechische Banken noch Industrien noch Privatleute. Jetzt nach der „Bankenrettung“ geht es allen schlecht dem Staat, griechischen Banken, Industrien und Privatleuten. Die Bankenrettung betraf in Wirklichkeit ausländische Banken wie z.B. die Deutsche Bank. Das hat uns ja der Journalist Harald Schumann in seinem ARTE-Beitrag schön leicht verdaulich aufbereitet.
    Frau Merkel hat zugelassen, dass das verzockte Geld deutscher Privatanleger aus dem eigenen Staatssäckel wieder aufgefüllt wurden. Dazu musste das Geld als Kredit an eine z.B. griechische Bank, die es sogleich noch vor Kassenschluss an seine zockenden Kunden (z.B. Deutsche Bank zurück-) überwies. Das gemeine daran ist, dass deutsche Steuerzahler zunächst deutschen Ver-Zockern die Verluste refinanzieren und dann „ihr“ Geld vom griechischen Staat zurück haben wollen, der nie welches erhalten hatte.

  22. GR-Block
    1. April 2013, 16:31 | #24

    Team :
    @Chris
    @windjob
    … damit auch andere Leser nachvollziehen können, wie sehr die alltägliche Gehirnwäsche inzwischen gefruchtet hat.

    Ein Kampf gegen Windmühlen. Die Vorstellung Südländer sind korrupter, fauler, unzuverlässiger… als Westländer steckt seit vielen Jahrzehnten in deren Köpfen, vermutlich seit dem 19. Jahrhundert. Die heutige Krise hat es nur offenbart. Es ist der finanzielle Erfolg, der Menschen dazu verleitet, sich als rassisch außergewöhnlich zu betrachten. Die Westeuropäer sind mal wieder dabei in einer EM einen Sieger zu suchen, anstatt sich für den gesunden Massensport einzusetzen. Sie glauben nicht wirklich daran, dass ein Körper besser lebt, wenn alle seine Teile gesund sind.
    Es bleibt nur eins, sie müssen ihre Märkte verlieren. Wenn sie wieder weniger verdienen, dann klappt’s auch wieder mit den Nachbarn.

  23. Steuben1978
    1. April 2013, 16:57 | #25

    1. Griechen wie Deutsche zumindest das einfache Volk und eigentlich alle einfachen Menschen weltweit tragen keine Schuld! Wobei es ohnehin problematisch ist hier überhaupt jemanden die Schuld zuzuweisen. Das die Entwicklung bis zum jetzigen Punkt gekommen ist, war und ist systembedingt! Der Kapitalismus ist ein instabiles System und benötigt in längeren zeitlichen Abständen den Reset. Egal welches Geldsystem vorherrscht oder welcher Klüngel gerade an der Macht ist! Der Euro ist Teil des Problems aber nicht die eigentliche Ursache!

    2. Es ist tatsächlich das alte Spiel von „divide et impera“ das hier abläuft! Die deutsche Großindustrie (hier vor allem die Exportwirtschaft) hat in Zusammenarbeit mit der internationalen angelsächsischen Finanzmafia in Deutschland einen Sklavensektor mittels Hartz IV und dem Abbau sozialer Leistungen und staatlich geförderter Zeitarbeit errichtet. Damit hat man Zusammen mit China (welches noch drastischer Methoden anwandte) weite Teile der Weltwirtschaft niederkonkurriert. Das dumme ist nur Arbeitslose kaufen keine deutschen oder chinesischen Produkte. Das begreifen die Gehirnamöben leider scheinbar nicht! Import und Export sollten sich die Waage halten. Nichts davon ist hier der Fall der Fall gewesen.

    3. Wir erreichen mittels 3d printing und einer neuen Revolution in der Robotik und dem Einfluss des Internets sowie der IT allgemein ein Ausmaß an Arbeitsplatzvernichtung der alles bisherige in den Schatten stellt. Dies wird dem jetzigen System endgültig die Legitimation und Grundlage entziehen. Aber keiner der hochbezahlten Ökonomen hat wirklich eine Antwort darauf. Bzw. will man das auch gar nicht. Lieber betreibt man weiter in großem Still die Verdummung der Masse und hält diese mit Tittytainment äh Brot und Spiele ruhig. Funktioniert auch das nicht mehr wird nach all dem Blah Blah über Frieden und Vereinigte Staaten von Europa wieder die Nationalismuskeule ausgepackt!

  24. Eugenia
    2. April 2013, 15:40 | #26

    Chris :Wir Deutschen sind entsetzt über das Verhalten der Griechen und Zyprioten!

    „Herr Chris“, wer gibt Ihnen das Recht, im Namen der Deutschen – und somit auch in meinem Namen- Erklärungen abzugeben? Es wäre ratsam wenn Sie solche Erklärungen und falsche Ideologien auf Ihre Person beschränken und nicht „im Namen aller Deutschen“ aussprechen würden. Vielen Dank! Ich finde der Artikel spricht eine eindeutige Sprache, nämlich die der Wahrheit und sollte in allen deutschen und griechischen Medien pupliziert werden. Ich liebe mein Land, aber ich liebe auch alle meine europäischen Nachbarn…. Und übrigens: Wer unter euch ohne Fehler ist, der werfe den ersten Stein.

  25. Stipsi Fan
    2. April 2013, 21:19 | #27

    @ Eugenia
    BRAVO! Ich würde mich freuen, wenn immer jeder deutsche Leser (der so denkt wie Sie) Abstand von solchen Äußerungen nehmen würde. Dimi hat die Sache auf den Punkt gebracht. Man muss den Artikel aber auch genau lesen! Wenn man alles auf dem „Vorwurfs-ohr“ (4 Ohren Kommunikationstheorie) hört, erhält man auch eine gefärbte Information.

  26. Daphni
    30. Juni 2013, 20:28 | #28

    Der Text spricht mir aus dem Herzen … endlich alles in Worte gefasst, was WAHR ist … man sollte jedem der es noch nicht verstanden hat eine Kopie davon zum Lesen geben.

  27. guteronkel
    18. Februar 2014, 21:33 | #29

    Der Artikel ist nicht schlecht geschrieben. Nur: Die Tatsache, dass die Hilfspakete direkt an die Banken in Griechenland gehen, dann hin- und hergeschoben werden, ist schon vor sehr langer Zeit durch Gregor Gysi und S. Wagenknecht thematisiert worden. Somit war mir diese Information nicht neu. Empörend fand ich Berichte über Leute, die ihre Kinder nicht mehr ernähren können und diese deshalb in Heimen abgeben. Da frage ich mich, was für ein Europa bauen wir uns da zusammen. Es ist nicht das Europa, welches ich mir wünsche. Weiter möchte ich anmerken, dass die Eltern sicherlich auch Essen müssen. Woher nehmen die das Essen oder Geld um zu überleben? Das sollte die deutsche Presse dem Bürger (und Wähler) mal so richtig vor die Schnauze knallen. Aber die deutschen Medien sind in meinen Augen mitschuldig, weil sie der Einführung des Euro kritiklos und dumm den Weg bereitet haben. Auch heute noch versuchen die deutschen Medien ihre Mitschuld zu vertuschen oder zu beschönigen. Aber das ist in Deutschland nichts Neues, wir kennen es aus den Wirtschaftswunderjahren, da wurde auch so mancher guter Nazi plötzlich zum besten Demokraten der CDU/CSU/SPD/FDP. Wir müssen uns unserer Politik entledigen. Ich persönlich bedauere es manchmal, dass die RAF nicht mehr existiert. Aber das kann sich sehr schnell ändern.

Kommentare sind geschlossen