Die vierte Phase des Dritten Weltkriegs

20. März 2013 / Aktualisiert: 19. April 2014 / Aufrufe: 6.005

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In Zypern wird die Suspension der Banken erörtert

Die indirekte Sozialisierung der Verluste der Banken sowie ebenfalls die heimliche „Blutspende“ für Deutschland von den übrigen Ländern wird fortan direkt – während praktisch der Begriff des Eigentums abgeschafft wird, woraufhin die völlige Abschaffung der Demokratie durch ein nationalkapitalistisches Regime folgen wird.

Parallel wird die Unterschlagung des griechischen und zypriotischen unterirdischen Reichtums „auf die Bahn gebracht“, mit dem ferneren Ziel, Deutschland von der russischen Energie unabhängig zu machen – ohne welche die weitere Erhöhung seiner Macht unmöglich ist.

(e) Phase 5: Protagonisten werden diesmal Spanien und Italien sein – wo die Kleinaktionäre der Banken sowie ebenfalls die privaten Obligationsinhaber und Anleger aufgefordert sein werden, Deutschland mittels einer erheblich breiter angelegten Konfiszierung zu bezahlen.

Dennoch werden viele Aktionäre, Obligationsinhaber und Anleger von dem Beispiel Zyperns „inspiriert“ sich vielleicht sputen, ihre Vermögenswerte „einzulösen“ – und damit das „Feuer“ (die europäische Schuldenkrise) neu anfachen und es in einen fortan unkontrollierten Brand verwandeln.

(f) Phase 6: Die gesellschaftlichen Aufstände, Bürgerkriege und zwischenstaatlichen Kämpfe könnten Europa in ein neues Mittelalter führen – noch viel mehr, wenn sie sich mit der in Entwicklung befindenden internationalen wirtschaftlichen Konfrontation „koordinieren“ werden.

Wenn so etwas geschieht, wird Deutschland Europa zum dritten Mal „in Blut tränken“ – wovon wir hoffen, dass es durch das rechtzeitige Erwachen der europäischen Bürger, einschließlich der Griechen und der Deutschen, abgewendet wird.

Epilog

Der jüngste Prozess und die Verurteilung Zyperns (angeblich, weil es nicht die Empfehlungen der EU bezüglich der Wäsche „schwarzer“ Gelder respektierte und darauf beharrte, ein „Steuerparadies“ zu sein) glich – wie sehr zutreffend formuliert wurde – jenen Prozessen der Vergewaltiger, die schließlich ihr vergewaltigtes Opfer anklagen und verurteilen – mit der Behauptung, es sei sehr provokant gekleidet gewesen und sie hätten nicht widerstehen können.

Selbst die Verteidiger der europäischen Idee, also eines vereinten und solidarischen Europas seiner Bürger, das sich sicher in dem ungeheuren Sturm der Globalisierung über Wasser halten könnte, suchen fortan den „Notausgang“ aus der gemeinsamen Währung – trotz des unglaublichen Leides, das dies begleiten würden.

Gemäß unserer beständigen Ansicht wäre natürlich (leider für viel deutsche Bürger, die nicht die Politik ihrer Regierung teilen) die richtige Lösung der umgehende Austritt Deutschlands aus der Eurozone – schnellstmöglich, parallel mit seiner „Entfernung“ aus der EZB, damit die Union wieder eine funktionelle Zentralbank erhält und kinderleicht alle ihre übrigen Probleme löst.

Dies wird natürlich niemals stattfinden, wenn das Schweigen der Lämmer weitergeht – sowie ebenfalls, wenn die Bürger den maschinellen Gott erwarten, um sie zu retten, also einen angeblichen „politischen Führer“, obwohl ihnen bekannt ist, dass ihr einziger Ausweg die direkte Demokratie ist: ihre aktive Beteiligung besser an der Ratifizierung der signifikanten Gesetze und der strengen Kontrolle der jeweiligen Macht.

PS: Sollten die Erklärungen des deutschen Finanzministers zutreffen, wird die zerschmetternde Niederlage Zyperns an einem „Albtraum“ innerhalb seiner Mauern liegen – wie es im übrigen auch im Fall Griechenlands geschah. Noch viel mehr, falls – wie angeführt wird – tatsächlich Vorschläge Russlands abgelehnt wurden, welche die Freiheit der Insel gewährleistet hätten – ein außerordentlich wertvolles Gut, das innerhalb von nur fünfzehn Tagen ab der Wahl Zyperns neuer politischen Führung verloren ging.

Was wiederum die seitens der Regierung übliche „Botschaft zur Manipulation der Massen“ betrifft, hat es keine Sinn, diese zu beurteilen – auch wenn man sich nicht über die Leichtigkeit zu wundern aufhört, mit der eine bedeutungslose Anzahl von Politikern die Möglichkeit hat, ein ganzes Volk zu „handhaben“, obwohl sie gegen die Interessen der überwältigenden Mehrheit handelt.

Leider betrifft die „neue Ordnung der Dinge“, die durch den „zyprischen Fall“ geschaffen wurde, nicht nur auf die Insel – sondern auch auf Europa und eventuell den ganzen Planet. Die Brechung des „Tabus“ der garantierten Bankguthaben (bis 100.000 € innerhalb der EU), die de facto „Konfiszierung“ des privaten Vermögens ohne keinerlei Vorwarnung, sowohl ebenfalls die „Vertrauenskrise“, welche diese Handlungen verursachen werden, werden sehr wahrscheinlich zu dem allmählichen Zusammenbruch des Finanzsystems beitragen – mit schmerzlichen Folgen für uns alle.

Auch wenn wir nun annehmen, dass die erwarteten „Bank Runs“ im Süden graduell sein werden und die Sparer in der Furcht, dass ihre tatsächlichen Absichten wahrgenommen werden, ihre Gelder in kleinen seriellem Abhebungen abziehen werden, bleibt zu hoffen, dass letztendlich das „Fatale“ vermieden wird – die ungeregelte Auflösung der Eurozone aus dem Klima der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen heraus, welches wir sich aus den schändlichen Handlungen der europäischen Politiker gestalten sehen.

Vasilis Viliardos (©)
Athen, 17. März 2013

(Quelle: Sofokleous10.gr, Autor: Vasilis Viliardos)

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  1. Aleko
    20. März 2013, 09:44 | #1

    Selten so einen hahnebüchenden Unsinn gelesen. Immer sind die anderen schuld, selbst wenn man massenweise Fehler produziert hat. Deutschland jetzt wieder als den Übeltäter hinzustellen heißt, den Wohltäter zum Missetäter zu machen.

  2. Ottfried Storz
    20. März 2013, 10:16 | #2

    Auch hier wieder: Man nehme einen extremen Deutschenhass, verwende reichlichst Nationalsozialismus-Vorwurfsgeblabber, habe ein festbetoniertes Feindbild, volkswirtschaftliche Unkenntnis und vermeide zudem jedwede Nutzung von Fakten. Dann kommt so eine demagogischer Schwachsinn raus.

    Bei Zyperns Banken Geld anzulegen, war bislang herausragend attraktiv: Es gibt keine Abgeltungssteuer (!) und dortige Banken zahlten im Durchschnitt das Dreifache (!) der Einlagezinsen (rd. 4,5 %), was z.B. in Deutschland gezahlt wird. Der im europäischen Vergleich extrem laxe Umgang mit Geldwäscheparagraphen führte zudem dazu, das außerordentlich grosse Summen aus Russland dort angelegt wurden. Hierdurch wurde der Bankensektor im internationalen Vergleich übergroß, so dass der ohnhin marode Staat eine Bankenrettung alleine kaum noch schultern kann. Jetzt geht es Zyperns Banken extrem schlecht und die Frage ist, ob und wie sie gerettet werden. Wenn sie nämlich nicht gerettet werden, würden die Anleger nur kleinere Bruchteile (!) ihres Sparvermögens erhalten.

    Entgegen dem demagogischen Quatsch („Weil das böse Deutschland möchte …“) herrscht auf Euro-Ebene unter den 16 anderen EURO-Staaten extrem große Einigkeit, die Geldanleger in Zypern an der Bankensanierung mit ca. 7,5 Prozent ihrer Einlage zu beteiligen. Denn auch die 16 andere Euro-Staaten (!) haben kein Interesse, Milliarden für die Rettung von Riesensummen russischer Milliardäre etc auszugeben.

    Genau das, was als Vorwurf im Artikel genannt wird („indirekte Sozialisierung der Verluste der Banken“) ist nämlich das, was ansonsten käme: Die Bürger der 16 andere EURO-Staaten müssen für die Verluste von Zypern Banken aufkommen.

  3. windjob
    20. März 2013, 11:29 | #3

    Ich bin auch dafür, dass Deutschland aus der Eurozone austritt. Genau genommen hätte es nie eintreten sollen. Mal sehen was die Wechselkurse machen, wenn es wieder die DM gibt. Das wäre für die betroffenen Länder mit Sicherheit schlimmer.

  4. Kostantinos
    20. März 2013, 14:35 | #4

    Finde die Ablehnung Zyperns genau richtig. Lieber das Risiko einer eventuellen Staatspleite eingehen, als ein EU-Rettungschirm der einen in die totale Abhängigkeit, schrittweise Pleite und Bevormundung, sowie Enteignung führt.
    Wenn ich EU Rettungschirm lese, bedeutet das für mich Zwangsverwaltung unter Aufgabe aller Rechte und gesetzlich legitimierte Plünderung des Volkes.
    Allerdings ist mit dem Versuch der EU Bankenguthaben teilweise zu beschlagnahmen, eins nun absolut sicher. Sparguthaben auf Banken in allen EU-Ländern sind Freibriefe zur Befriedigung der Staaten. Banken werden zu Selbstbedienungsläden für Staatschulden.

  5. halbgrieche
    20. März 2013, 17:57 | #5

    … und so ein Müll wird tatsächlich gedruckt? Das Schlimme daran ist, dass die Leser in CY und GR das auch noch glauben … nur damit sie jetzt noch einen Grund mehr haben, auf die Straße zu rennen und Frau Merkels Konterfei mit einem Hitler-Bärtchen zu versehen!

    So langsam glaube ich, dass es vielen Leuten allen voran die Jounalisten in CY und GR nur noch darum geht Hass zu schüren und gar kein Interesse daran haben, wie ihr Land aus dem Schlamassel kommen kann. Sie wollen lieber die Straße brennen sehen!

    UNFASSBAR !!

  6. vasili
    20. März 2013, 17:58 | #6

    @Kostantinos

    Ich stimme dir voll und ganz zu.

  7. Keram
    20. März 2013, 18:02 | #7

    Sowas hat Adorno mit seiner Theorie der Halbbildung gemeint.

  8. Petros
    20. März 2013, 18:27 | #8

    @halbgrieche
    Der Artikel stammt nicht etwa von einem „Hass schürenden Journalisten“, sondern von einem renommierten Wirtschaftswissenschaftler. Verständlicherweise werden Leute dieser Schule (wie u. a. auch Varoufakis) diffamiert, als Nestbeschmutzer abgestempelt oder sogar mundtot gemacht, kratzen sie doch nachhaltig am dünnen Lack der schönen heilen virtuellen Welt.

  9. Rudi
    20. März 2013, 18:47 | #9

    Niemand hat Zypern in die EU oder in den EURO gezwungen. Das haben die zypriotischen Volksvertreter zu verantworten, also letztendlich diejenigen, die diese gewählt haben. Solange die zypriotischen Banken mit ihrer Zockerei Milliardengewinne gemacht haben, hat auch der zypriotische Staat gut verdient und kein Mensch hat sich aufgeregt. Nun, wo der Schuss nach hinten losgegangen ist, sollen die anderen EU Staaten dafür bezahlen. Diese Dreistigkeit ist nicht zu überbieten. Aber mittlerweile wacht man auch im Resteuropa auf und lässt sich nicht mehr so leicht erpressen.
    Mir tun nur die kleinen Leute auf Zypern leid, die gar nicht wissen, wie ihnen geschieht.

  10. AlphaOmega
    20. März 2013, 19:33 | #10

    Ottfried Storz :
    Auch hier wieder: Man nehme einen extremen Deutschenhass, verwende reichlichst Nationalsozialismus-Vorwurfsgeblabber, habe ein festbetoniertes Feindbild, volkswirtschaftliche Unkenntnis und vermeide zudem jedwede Nutzung von Fakten. Dann kommt so eine demagogischer Schwachsinn raus.

    Von Deutschenhass kann ja gar keine Rede sein, oder fühlen sie sich persönlich angesprochen? Die Vorbehalte richten sich immer gegen die deutsche Regierung, deren Hauptrepräsentanten in Person von Merkel und Schäuble als zentrale Antriebskraft im Brüsseler Kuriositätenkabinett angesehen werden. Leider haben das aber auch viele Deutsche noch nicht ganz begriffen, von wem sie da eigentlich regiert werden und wessen Interessen ihre Regierung eigentlich vertritt: es sind weder die Interessen des griechischen Volkes, noch sind es jene des deutschen Volkes. Es sind einzig die Interessen der Gläubiger und jener potentieller Investoren, die sich nicht mit menschlichen Schicksalen aufhalten sondern allein auf permanent in ihre Taschen fließende Geldströme bedacht sind und auf unkomplizierte Möglichkeiten, sich Land oder Rohstoffe – sozusagen als Filetstücke in ihrem Portfolio – unter den Nagel zu reissen. Dies gelingt umso besser, je mehr ein Land unter Aufsicht und Kontrolle steht (Troika) und je stärker es politisch handlungsunfähig in die Ecke gedrängt und seiner Würde beraubt wird.

    Vergessen wir auch nicht folgende Schlagzeile eines bekannten Nachrichtenmagazins, mit der die Provokationen anfingen: “Betrüger in der Euro-Zone!“ – sehr einprägsam untermalt mit einer den Mittelfinger zeigenden Dame. Hätte sich das die deutsche Presse auch gegenüber Polen oder Franzosen oder Türken getraut? Natürlich nicht, denn in ihrer heuchlerischen und opportunistischen Art pickt sich immer den heraus, der kleiner ist.

    Und noch ein Sätzchen zu Zypern: reiche Russen mit in Haftung nehmen zu wollen, hat schon einen faden Beigeschmack. Vermutlich paßt es einigen Personen in der EU-Planungszentrale nicht, dass ein kleiner peripherer Inselstaat so viel Vermögen anzieht. Mit dem Geld bekäme es auch eine gewisse Macht und insbesondere reiche Russen könnten mit ihrem Geld dort sehr schnell auch politischen Einfluß gewinnen. In einer erdgasreichen Region wie Zypern ein gefährliches Spiel für die EU – schließlich möchte man das Gas lieber selbst anzapfen. Also liegt es doch nahe, die Russen rauszuekeln und Zypern somit quasi lahmzulegen und ihm nur noch ein bischen Tourismus zu überlassen.

    Tja, wenn diese Strategie mal nicht zum Rohrkrepierer wird, denn ausländische Anleger sind nicht gut auf solche Zwangsabgaben zu sprechen. Geld ist sehr mobil und kann auch in Singapur angelegt werden, während die EU unter der Fachkompetenz der Finanzminister zum Armenhaus mutiert, das weltweit nur noch belächelt und gemieden wird.

    Wir sehen einmal mehr: der Euro bringt den Völkern Frieden und Wohlstand. Er ist alternativlos! …solange, bis wir alle auf dem Zahnfleisch gehen.
    Kann nur empfehlen, sich die neue AfD-Partei mal näher anzusehen. Mir scheint, sie ist die einzige, der die Zukunft Europas und seiner Völker noch wirklich am Herzen liegt.

  11. halbgrieche
    20. März 2013, 19:39 | #11

    @Petros
    Renommiert? habe mir eben seine page angeschaut … naja, ändert trotzdem nichts daran, dass das was er da schreibt absoluter Schwachsinn ist … und nur darauf abzielt mit dem Ffinger auf andere zu zeigen … nach dem Motto … DIE da waren es! … Hängt sie!

  12. Stipsi Fan
    20. März 2013, 19:55 | #12

    Ich kann die Menschen nicht verstehen, die immer noch nicht kapieren, was gerade geschieht! Der Autor hat 100 Prozent recht. Übrigens wird seit 50 Jahren vor der Abschaffung der Demokratie durch das Kapital gewarnt! Die permanente Gehirnwäsche durch hilflose (dem Kapital hörige) Politiker und eine angepasste Presse hat bei einigen ja toll funktioniert! Die neue Partei „Alternative für Deutschland, bestehend aus vielen Wirtschaftsgelehrten“ sieht das so ähnlich (danke Blog Team, diese Partei wird ja wenig kommuniziert, müssen die eine Angst haben!). Der Artikel klingt für Deutsche ein wenig pathetisch, aber das ist der blumenreichen GR Sprache geschuldet. Und ich glaube nicht an ein originär deutsches Ziel. Es gibt nur ein Ziel des Kapitals wie im Artikel beschrieben. Und das schließt D mit ein, nur später! Wer sich nicht mit den gebeutelten Südländern solidarisiert, beschließt seinen eigenen Untergang!

  13. Stipsi Fan
    20. März 2013, 23:29 | #13

    @AlphaOmega
    Dem ist nichts hinzuzufügen.
    Halbgrieche hat nichts verstanden, tut mir in der Seele weh!

  14. dutch
  15. Philellene
    21. März 2013, 09:37 | #15

    Egal wie falsch oder wie halbfalsch diese Analyse ist: Der Autor sollte sich nur mal einen Augenblick überlegen, was es bedeutet, wenn Millionen Menschen systematisch ermordert werden. Und sich dann fragen, ob er sich durch Verwendung des Begriffs Holocaust in Zusammenhang mit der Finanzkrise nicht vollständig diskreditiert.

  16. Dhana
    21. März 2013, 13:29 | #16

    Hallo Griechenlan Blog
    Ich konnte es erst nicht glauben.
    Da ich des Griechischen nicht mächtig bin, vergleicht der Autor in der Originalquelle die zypriotische Finanzkrise tatsächlich mit dem Holocaust?
    Falls nein, wer ist für die Übersetzung verantwortlich?
    Man kann nur hoffen dass dem Autor und den Übersetzern die diesen Artikel hier unkommentiert reingestellt haben nicht klar ist was denn der europäische Holocaust ist und was die Shoa für uns europäische Juden bedeutet.
    Denn sonst hätte er diesen empörenden Vergleich nicht gebracht!
    Der europäische Holocaust ist Entrechtung, Versklavung, Ausgrenzung. Der industrielle Massenmord an Männern Frauen und Kindern die man nicht für lebenswert erachtete.
    Kein Vergleich zu einer Lappalie wie ein Staatsbankrott, der zudem noch höchst selbstverschuldet ist!

  17. Willi F. Gerbode
    21. März 2013, 16:18 | #17

    @AlphaOmega
    „Vermutlich paßt es einigen Personen in der EU-Planungszentrale nicht, dass ein kleiner peripherer Inselstaat so viel Vermögen anzieht.“ – Nicht der Inselstaat Zypern zieht das Geld der russischen Oligarchie an, sondern die extrem hohen Zinsen der zyprischen Banken, die ca. doppelt so hoch wie in der übrigen Eurozone sind. Kapital fließt nun einmal dorthin, wo es sich am besten verzinst, egal, ob die Quelle Zypern, Deutschland oder Fidschi heißt. Das Geschäftsmodell, mehr auszugeben, als man einnimmt, führt im Allgemeinen dazu, dass auf auf Dauer pleite geht. Das ist neben einer horrenden Staatsverschuldung und dem Engagement der zyprischen Banken in griechischen Staatsanleihen die Ursache für die finanzielle Lage Zypern insgesamt.

  18. GR-Block
    21. März 2013, 18:52 | #18

    @Willi F. Gerbode
    Hallo Herr Gerbode, Sie biegen mal wieder an den Tatsachen wie andere an Balken. Zypern hat seine Staatsschulden seit dem EU-Beitritt von 71% auf 49 % des BIP gedrückt (weit weniger als D), um die Kriterien zu erfüllen. Erst seit 2009, mit GRs Finanzproblemem und „deren Rettung“ steigen die Schulden.

    Zypern ist als Commonwealth-Land schon lange eine Finanzdrehscheibe, keineswegs nur seit dem die Russen da sind. Die hohen Zinsen brachten dem Staat indirekt Wohlstand. Probleme hingegen machte der bail-out deutscher Spekulanten in GR und der aufgezwungene Schnitt. Der betraf nämlich mehrheitlich Banken von GR und CY. Die privaten Spekulanten mussten auf EZB-Anordnung vollständig entschädigt werden. Und das gr. Volk stand plötzlich tief in der Kreide. Das wollen die Zyprer offensichtlich nicht mitmachen. Schmutziges EU-Geld brauchen sie nicht. Sie nehmen russisches. Da sind die Quellen nicht so trübe.

  19. Team
    21. März 2013, 18:53 | #19

    Bevor sich weitere Leser inspiriert fühlen, hier zum Teil äußerst unflätige Kommentare zu hinterlassen (die natürlich gelöscht werden), sei Folgendes klar gestellt:
    Der Autor des strittigen Artikels bezieht sich nicht auf „den Holocaust„, sondern verwendet einen – im Jahr 1979 übrigens in Deutschland (!) zum „Wort des Jahres“ gekürten – aus dem Griechischen abgeleiteten Begriff in seiner ursprünglichen Bedeutung, die er schon belegte, als die Menschheit vielerorts überwiegend noch auf Bäumen lebte.

  20. GR-Block
    21. März 2013, 19:06 | #20

    @Team
    Danke für die Richtigstellung, liebes dream team. Zur Vervollständigung noch dies: im Griechischen wird der Begriff ολοκαύτωμα (vollständiges Verbrennen) oft im übertragenen Sinne wie „vollständige Vernichtung“ verwendet. Und hier gibt es kein deutsches Patent drauf.

  21. guguk
    24. März 2013, 12:44 | #21

    Liebe Leute,

    versteht einfach nur die eine Tatsache, dass sich alles ausschliesslich um das Wohl und Wehe der Banken dreht.
    Der Grieche, der Zypriote, der Deutsche oder der Italiener ist in diesem dreckigen Spiel nur der Bauer auf dem großen Schachbrett. Nicht nur der deutsche, die europäischen Politiker und auch die griechischen spielten dieses Spiel zu alleinigen Gunsten der Bankenwelt und haben sich umfänglich dabei selbst bereichert.
    Nicht unsere europäischen Völker sollten deshalb den Zorn gegen sich untereinander richten, sondern diesen berechtigten Zorn noch etwas aufheben, um in der kommenden, entscheidenen Phase genau diesen Zorn auf genau die wirklich verantwortlichen für diese menschenverachtenden Politik möglichst gemeinsam zu richten!

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