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Archiv für März, 2013

Zyprische Unternehmen: Danke, dass ihr uns vernichtet habt!

31. März 2013 / Aktualisiert: 12. April 2018 / Aufrufe: 12.191 31 Kommentare

Unternehmer aus Zypern: Wir danken Frau Merkel & Co, uns vernichtet zu haben!

Eins der verlogenen Argumente, mit denen die Beschlagnahmung von Bargeld in Zypern „gerechtfertigt“ wurde, war, dass diese Konfiszierung hauptsächlich reiche Steuerhinterzieher und russische Oligarchen treffe. Die Informationen über die Kapitalflucht aus Zypern während des Zeitraums, in dem die Banken für das einfache Volk geschlossen waren, lassen jedoch vermuten, dass diese Kategorien der Anleger möglicherweise diejenigen sind, die von dem „Haircut“ am wenigsten getroffen wurden.

Dagegen zeigt sich immer mehr, dass diejenigen, die von dem „Schnitt“ getroffen werden, die nicht abgesicherten Sparer und die kleinen und großen Unternehmen sind, die ihr Bargeld ganz klar allein nur für Betriebskapitalzwecke auf Zypern geparkt hatten. Es handelt sich um unternehmerische Liquidität, die für immer verflogen ist und fortan nicht mehr für die Finanzierung unternehmerischer Aktivitäten wie Lohnzahlungen, Einkäufe und Betriebskosten verwendet werden kann.

Dies erklärt ein anonymer zyprischer Unternehmer in einem Post auf der (zufällig?) Digitalgeld-Plattform BitCoin bzw. dem Bitcoin-Forum, der auch einen Screenshot des aktuellen Status des Girokontos seiner Firma bei der Laiki-Bank einstellt:
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Sommerzeit 2013 in Griechenland

31. März 2013 / Aufrufe: 439 Kommentare ausgeschaltet

Am 31 März 2013 beginnt in Griechenland die diesjährige Phase der Sommerzeit.

Konkret wurden am heutigen Sonntag (31 März 2013) um 03:00 Uhr Ortszeit die Uhren um eine Stunde auf 04:00 Uhr vorgestellt. Die Sommerzeit-Phase dauert wie immer bis zum letzten Oktober-Sonntag, der in diesem Jahr auf den 27. Oktober 2013 fällt.

Griechen und Zyprer sind sauer!

31. März 2013 / Aufrufe: 4.674 29 Kommentare

Autor: Dimi

Ja, die Griechen und Zyprer sind sauer! Sie sind sauer, weil sie schamlos beraubt wurden, und bringen dies öffentlich zum Ausdruck!

Die Situation in Griechenland – und aktuell in Zypern – bedarf eigentlich keiner großen Erklärung um die „Verstimmung“ der Menschen zu erstehen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel im Zeitraster des ersten Rettungspaketes, über die Schuldfrage öffentlich in einer für jeden Griechen herablassenden, ehrkränkenden und beleidigenden Form Äußerungen von sich gegeben hat, die in der deutschen Bevölkerung den Eindruck erweckten, dass ALLE Griechen das Finanzamt betrügen, ALLE Griechen faul sind, ALLE Griechen korrupt sind, ALLE Griechen Geld für Tote beziehen und ALLE Griechen Schmarotzer sind.

Ob sich Frau Angela Merkel oder eins ihrer „Genies“ aus den Reihen der Meinungs-Trend-Schmarotzer sich wohl auch bereit erklärt hätten, dies einem hart arbeitenden Griechen, dem gerade wegen Überfischung die Existenz kaputt geht ins Gesicht zu sagen, ist leider nicht überliefert.
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Griechenland ist drittärmstes EU-Land

30. März 2013 / Aufrufe: 713 3 Kommentare

Wie eine komparative Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaftsinstituts (IW) zeigt, befindet Griechenland sich unter den ärmsten Ländern der Europäischen Union der „27“ und liegt nur noch vor Bulgarien und Rumänien.

Laut der Deutschen Welle ordnet eine komparative Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft über die Armut in den Ländern der „EU der 27“ Deutschland auf dem siebten Platz ein. Unter den weniger armen Ländern befinden sich Dänemark, Schweden, Finnland sowie auch Luxemburg, Holland und Österreich. Griechenland befindet sich auf dem 25. Platz und die beiden letzten Plätze belegen Bulgarien und Rumänien.

Armut ist in Bulgarien, Griechenland, Lettland, Rumänien am intensivsten

Die Untersuchung des IW bestimmte die Armut auf Basis von vier Basisindizes:

  • der relativen Einkommensarmut, die alle heimsucht, die über ein Einkommen von weniger als 60% des Durchschnitts des Landes verfügen, in dem sie leben,
  • der subjektiven Einkommensarmut, die auf der persönlichen Einschätzung beruht,
  • dem sogenannten Entbehrungsfaktor (niedriges Lebensführungsniveau),
  • der wirtschaftlichen Eingeschränktheit, die den Grad der Zulänglichkeit des Einkommens eines Haushalts zeigt.

Am intensivsten ist auf Basis der Untersuchung das Problem der Armut in den neueren Mitgliedstaaten der EU, sprich Lettland, Bulgarien und Rumänien, denen sich nun auch Griechenland hinzugesellt.

Laut den Forschern ist eine sehr signifikante Methode zur Bekämpfung des Phänomens der Armut die Ergreifung von Maßnahmen auf dem Arbeitssektor, aber auch die soziale Unterstützung von Gruppen wie beispielsweise ledigen Eltern, damit sie Ansprüche auf mit eine Vollzeitbeschäftigung erheben können.

(Quelle: in.gr)

Zustand der Rechtsverweigerung in Griechenland

30. März 2013 / Aufrufe: 911 1 Kommentar

Der Justiz-Index der EU zeigt für Griechenland einen Zustand der Rechtsverweigerung und niedriges Vertrauen der Bürger in die Unabhängigkeit der Justiz.

Laut dem neuen Leistungsanzeiger 2013 für die nationalen Justizsysteme in der EU, der am Mittwoch von der Europäischen Kommission an die Öffentlichkeit gegeben wurde, herrscht in Griechenland ein zustand der Rechtsverweigerung. Konkret betont die Kommission auf Basis der Daten des Weltwirtschaftsforums, dass Griechenland hinsichtlich der Auffassung der Bürger bezüglich der Unabhängigkeit der Justizsysteme in ihrem Land unter weltweit 144 Ländern auf dem 98. Platz liegt.

Was die Wahrnehmung über die „Unabhängigkeit“ der Justizsysteme betrifft, liegt Griechenland in der EU auf Basis der selben Daten auf Rang 24, gefolgt von Bulgarien, Rumänien und der Slowakei. Finnland, Holland, Irland, Deutschland und Schweden befinden sich unter den 10 Ländern mit den am meisten „unabhängigen“ Justizsystemen weltweit.
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Michelin zieht sich aus Griechenland zurück

29. März 2013 / Aufrufe: 738 Kommentare ausgeschaltet

Michelin zieht sich im Rahmen einer konzerninternen organisatorischen Umstrukturierung mit seiner Tochtergesellschaft Michelin Hellas aus Griechenland zurück.

Laut einer Meldung der Zeitung „Ethnos“ zieht die griechische Tochtergesellschaft der Michelin sich ab dem 01 Januar 2014 aus Griechenland zurück, da die Muttergesellschaft zu einer Umstrukturierung ihrer Tochtergesellschaften schreitet.

Mit einem Schreiben an die autorisierten Händler informiert der Generaldirektor der Michelin-Reifen, David Jean, über die anstehende organisatorische Handels- und Verwaltungsänderung der Michelin in Zentral- und Südeuropa. In dem selben Schreiben wird betont, dass die konkrete organisatorische Änderung die langjährige Präsenz der Michelin in Zentral- und Südeuropa sicherstellt, wo sie Wachstumsaussichten hegt. Ab Januar nächsten Jahres (2014) wird Griechenland Teil einer neu geschaffenen Vertriebsregion sein, deren Verwaltungszentrale sich in Bukarest in Rumänien befinden wird.

Michelin war als Reifenexporteur seit 1950 bis einschließlich 1969 mit dem betrieb als Filiale Athen präsent. 1969 wurde offiziell die Gesellschaft Michelin Hellas gegründet und erhielt danach 1978 ihre heutige rechtliche Form als Aktiengesellschaft. Michelin ist in Griechenland mit dem Vertrieb von Reifen für Autos, Lastwagen, Motorräder und landwirtschaftliche, Industrie- und Erdbewegungsfahrzeuge aktiv. Die Reifen der Firma sind über ein Geschäftsnetz in ganz Griechenland verfügbar.

(Quelle: Zougla.gr)

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Nachfrist für Ansässigkeitsnachweis für Steuerausländer in Griechenland

29. März 2013 / Aufrufe: 9.009 19 Kommentare

Die Frist für die Einreichung der Unterlagen zum Nachweis der beschränkten Steuerpflicht in Griechenland wurde bis Ende Juni 2013 verlängert.

Das griechische Finanzministerium verlängerte die Frist für die Einreichung der Unterlagen für den obligatorischen Ansässigkeitsnachweis natürlicher Personen, die im Ausland wohnen und in Griechenland nur für ihre dort erwirtschafteten oder festgestellten Einkommen der Besteuerung unterliegen.

Per Beschluss des Staatssekretärs im Finanzministerium, Georgios Mavrakis, wird die am 29.03 2013 ausgelaufene Frist für die Abgabe der Unterlagen, zu deren Einreichung die natürlichen Personen verpflichtet sind, die einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland deklarieren und nur für jene Einkommen der Besteuerung unterliegen, die sich in Griechenland ergeben (= beschränkte Steuerpflicht), bis zum 28.06.2013 verlängert.
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Deutsche reißen sich um Schwarzgeld aus Zypern

29. März 2013 / Aktualisiert: 28. September 2017 / Aufrufe: 2.972 19 Kommentare

Bankiers aus aller Herren Länder – speziell auch Deutschland – reißen sich darum, die angeblichen russischen Schwarzgelder aus Zypern zu ihren Instituten zu transferieren.

Der Vorsitzende des Verbands der Bankangestellten Zyperns (ETYK), Loizos Chatzikostis, erhebt in seinem Interview mit der österreichischen „Wiener Zeitung“ am 26 März 2013 schwerste Anschuldigungen gegen Deutschland. Wie er betont, verfolgten und erreichten die Deutschen, das zypriotische Geschäftsmodell zu zerstören, und nun „reißen“ sie sich darum, dass das „russische Schwarzgeld“ von Zypern zu ihren Banken transferiert wird.

Herr Chatzikostis führt an, der Beschluss der Eurogruppe stelle einen schweren Schlag für den Bankensektor und die Entwicklung der zypriotischen Wirtschaft dar, und merkt charakteristisch an: „Wir gaben den anderen die Möglichkeit, uns zu erobern, die Deutschen wollten unser Geschäftsmodell zerstören und haben es getan.

Schwarzgeld wird auf deutschen Banken zu Weißgeld

Offensichtlich wird für Berlin das ‚Schwarzgeld‘ auf seiner Reise von Zypern nach Deutschland in der Luft auf magische Weise von seinen Sünden befreit und plötzlich ‚weiß‘„, meint bezeichnend der Vorsitzende des ETYK. Weiter kritisiert er den Beschluss der Eurogruppe über die Aufspaltung der Laiki-Bank in eine „gute“ und eine „schlechte“ Bank, da die Bank seines Erachtens überleben kann, und betont auch bezüglich der Cyprus Bank, sie könne trotz der Tatsache, die neun Milliarden Euro betragenden Schulden der Laiki-Bank übernehmen zu müssen, ebenfalls überleben kann.

Gleichzeitig bringt Loizos Chatzikostis seine Beunruhigung über die eventuelle Welle der Entlassung von Bankangestellten zum Ausdruck und merkt an, dass von keiner Seite irgendeine Studie über die Auswirkungen der Beschlüsse der Eurogruppe für Zypern vorausgegangen war. Jedenfalls beharrt – wie er anfügt – der Verband der Bankangestellten Zyperns darauf, dass es keine Entlassungen geben und die Reduzierung des Personals auf eine sozial akzeptable Weise mittels eines Programms des freiwilligen Ausscheidens geschehen wird, wie es im Fall der Postbank in Griechenland umgesetzt wurde.

Forderung nach Ausnahme der Rentenkonten von Zwangsabgabe

Was die Rentenkonten der Bankangestellten betrifft, führt er an, der ETYK fordere, dass für diese Konten nicht die Zwangsabgabe gilt, da beispielsweise bei der Cyprus Bank das konkrete Konto über 350 Millionen Euro verfügt, woraus 3.500 Beschäftigte einen Anspruch auf Rente haben, und ruft in Erinnerung, dass sowohl Staatspräsident Nikos Anastasiadis als auch der Präsident des Parlaments, Giannakis Omirou, versichert haben, die Rentenkonten der Bankangestellten würden nicht beeinträchtigt werden.

Nach Ansicht des Vorsitzenden des ETYK gab es in der Vergangenheit Fehler von Seite der zypriotischen Banken, da das gesamte System nicht auf stabilen Fundamenten ruhte, während die griechische Krise für Zypern ernsthafte Auswirkungen hatte und weiterhin hat, weil allein aus Zyperns Beteiligung an dem „Haircut“ der griechischen Verschuldung die zyprischen Banken 4,5 Milliarden Euro verloren.

(Quelle: Voria.gr)

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Rehhagel und Fuchtel beantragen Asyl in Griechenland

28. März 2013 / Aktualisiert: 25. März 2015 / Aufrufe: 1.534 4 Kommentare

Laut MOUFANET nutzten Otto Rehhagel und Hans Joachim Fuchtel ihren Besuch in Athen aus, politisches Asyl in Griechenland zu beantragen.

Die beiden Repräsentanten der deutschen Regierung in Griechenland desertierten gestern Abend (26 März 2013) überraschend und beantragten politisches Asyl mit der Begründung, das deutsche Regime trete die Menschenrechte mit Füßen!

Evangelos Venizelos von IWF gefoltert
Die beiden Deutschen im Zimmer des Außenministeriums machen das Zeichen des Siegs und des antimerkelschen Kampfs.


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Die Spaltung der Eurozone rückt näher

28. März 2013 / Aktualisiert: 28. September 2013 / Aufrufe: 3.282 3 Kommentare

Die aktuelle Politik in der Eurozone wird dazu führen, sich schließlich der Gewalt zuwenden zu müssen, um weiterhin gegen die Interessen des Volkes zu handeln.

Während der letzten acht Monate, bevor die Krise in Zypern voll zum Ausbruch kam, erinnerten verschiedene Leute mich – häufig mit einem Lächeln – andauernd an meine Prognosen gegen Ende 2011. Ich hatte erklärt, dass die Führer der Eurozone 10 Tage hätten, um den Euro zu retten. Eine ähnliche – wenn auch weniger dramatische – Prognose hatte ich 2006 gestellt, als ich geschrieben hatte, die Regierung unter Roman Ponti sei die letzte Chance Italiens gewesen, eine überlebensfähige Position in der Eurozone zu erreichen.

Die Regierung des Herrn Ponti erreichte dies nicht. Heute, 2013, befindet der Euro sich immer noch hier, Italien ist immer noch im Euro – und ich fahre darin fort, Prognosen zu stellen. Ich werde wieder unerschrocken damit fortfahren. Eine Eurozone, die aus so unterschiedlichen Ländern wie Deutschland und Zypern besteht, ist sogar auch dann nicht überlebensfähig, wenn die EU und Zypern es schaffen, zu einem Vergleich des letzten Augenblicks zu gelangen.
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