Tumult nach tödlichem Unfall eines Ausländers in Griechenland

2. Februar 2013 / Aufrufe: 735

Nachdem in Griechenland in Athen ein Ausländer auf der Flucht vor Ordnungsbeamten bei der Überquerung der Gleise der E-Bahn sein Leben verlor, kam es zu Spannungen.

Am Freitag (01 Februar 2013) kam es kurz vor Mitternacht zu Spannungen, als ungefähr 20 Ausländer aus Senegal zusammen mit Mitgliedern einer sich gegen die Gewalt und den Rassismus aussprechenden Organisation sich auf der Straße zwischen den E-Bahn-Stationen „Thisio“ und „Monastiraki“ versammelten, um gegen die Umstände des Todes eines ausländischen Kleinhändlers zu protestieren.

Wie in einer Bekanntmachung der Bewegung „Vereint gegen den Rassismus und die faschistische Bedrohung“ (KEEPFA) sowie auch der „Vereinigung immigrierter Arbeiter“ unterstrichen wird, schritten kommunale Bedienstete zur Verfolgung eines 39-jährigen Senegalesen, der in seinem Versuch, die Gleise der E-Bahn zu überqueren und sich der Festnahme zu entziehen, mit dem Kopf auf die Gleise aufschlug und danach einen Stromschlag erlitt, der seinen Tod zur Folge hatte.

Mit Bekanntwerden seines Todes wurde eine Demonstration veranstaltet, wozu Mitglieder der KEEPFA monieren, polizeilicher Gewalt begegnet zu sein, während in anderen Meldungen von dem Einsatz von Chemikalien die Rede ist.

Wir rufen den Gemeinderat von Athen auf, die Verantwortlichen der Offensive gegen die Kleinhändler abzusetzen und die rassistische Zusammenarbeit mit der mörderischen Politik (des Ministers für öffentliche Ordnung) Dendias zu stürzen … . Wir rufen zum massenhaften Widerstand gegen die rassistischen Morde auf.„, wird in der Bekanntmachung angefügt.

Es sei angemerkt, dass im konkreten Zusammenhang mit „Kleinhändler“ die illegalen „fliegenden Händler“ gemeint sind, die sich überwiegend aus dem Heer der – legalen oder illegalen – Immigranten rekrutieren.

(Quelle: Zougla.gr)

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