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Steuerfahnder in Griechenland wegen Korruption verhaftet

17. Februar 2013 / Aktualisiert: 27. April 2013 / Aufrufe: 754

In Griechenland wurden zwei Steuerfahnder wegen Korruption verhaftet, während sich inzwischen auch ihr Vorgesetzter in den Händen der Polizei befindet.

Am Mittag des vergangenen Freitags (15 Februar 2013) wurden auf der Insel Lefkas zwei Beamte des Sonderdezernats für Wirtschaftsverbrechen (SDOE) unter der Beschuldigung der Korruption festgenommen, und Informationen zufolge befindet sich inzwischen auch ihr Vorgesetzter und Leiter des SDOE Westgriechenland mit Sitz in Patras, der ebenfalls in die Korruption verwickelt sein soll, in den Händen der Polizei. Die Polizei führte Durchsuchungen sowohl in der Wohnung aller drei Verhafteten als auch im Büro des Leiters der Dienststelle des SDOE in Patras durch.

Laut Informationen begann alles, als die beiden verhafteten Beamten des SDOE sich zu einer Kontrolle in ein Unternehmen auf Lefkas begaben. Von dem 57-jährigen Händler für Agrarprodukte sollen sie Geld – und zwar den Betrag von 15.000 Euro – gefordert und erhalten haben, offensichtlich um keine Steuervergehen zu seinen Lasten festzustellen und ihn „ungeschoren“ davonkommen zu lassen.

Verhaftete Steuerfahnder verpfeifen ihren Vorgesetzten

Zwischen den beiden Steuerfahndern im Alter von 54 und 58 Jahren und dem Unternehmer wurde ein Treffen vereinbart, bei dem der Unternehmer ihnen jedoch in Abstimmung mit den eingeschalteten Polizeibehörden vorgemerkte Geldscheine übergab, woraufhin die beiden Beamten im weiteren Verlauf auf Lefkas verhaftet wurden.

Die beiden Beamten behaupteten allerdings, das gesamte Geld sei nicht allein für sie gewesen, da auch ihr Vorgesetzter einen Anteil erhalten hätte. Wie sie anführten, wäre konkret der Betrag durch drei geteilt worden und jeder von ihnen (die beiden Beamten und ihr Vorgesetzter) hätten 5.000 Euro bekommen.

Daraufhin wurde von der Polizei umgehend auch eine Aktion in Patras in Bewegung gesetzt. Es folgte eine Hausdurchsuchung in der Wohnung des Dienststellenleiters des SDOE in Anwesenheit eines Staatsanwalts und Informationen zufolge sollen 47.000 Euro gefunden worden sein. Der Dienststellenleiter des SDOE behauptete jedoch, der Geldbetrag stehe in keinerlei Zusammenhang mit der Sache und bestritt jeden Korruptionsvorwurf.

Hausdurchsuchungen erfolgten im Beisein eines Staatsanwalts ebenfalls in den Wohnungen der beiden anderen Beamten. Im Fall des einen wurden die Beträge von 10.000 Euro und 1.900 Dollar und im Fall des anderen der Betrag von 19.000 Euro gefunden.

(Quelle: thebest.gr)

Nachtrag: Vorwürfe gegen Dienststellenleiter erwiesen sich als haltlos

Anlässlich unverhohlen manipulativer und deswegen nicht publizierter Leserzuschriften sei angemerkt, dass die Beschuldigungen gegen den inzwischen – allerdings unter Meldeauflagen – wieder auf freien Fuß gesetzten Dienststellenleiter des SDOE Westgriechenland / Patras, Kostas Mprinias, sich als haltlos erwiesen und auch die legale Herkunft der sichergestellten Geldbeträge schlüssig nachgewiesen wurde. Der Unternehmer, der die Sache ins Rollen gebracht hatte, behauptete zwar, im Gebäude der Dienststelle mit einer Person gesprochen zu haben, die sich als Dienststellenleiter ausgab, konnte jedoch den (wirklichen) Dienststellenleiter nicht identifizieren.

Die beiden anderen Beamten wurden dagegen am 19 Februar 2013 in Untersuchungshaft genommen, behaupten jedoch, einer Intrige zum Opfer gefallen zu sein. Konkret sei die ganze Sache von dem in Rede stehenden Unternehmer inszeniert worden, um in den Genuss der in solchen Fällen (sprich der Anzeige korrupter Finanzbeamten) gesetzlich vorgesehenen „Steuer-Amnestie“ zu gelangen und nicht von dem SDOE kontrolliert zu werden, nachdem bereits das Steuerprüfungsverfahren gegen ihn mit richterlichen Beschlüssen und Beschlagnahmungen von Steuerunterlagen in Gang gesetzt wurde.

(Quelle: in.gr)

Relevante Quellen:

  1. nikos
    20. Februar 2013, 17:00 | #1

    endlich bewegt sich was in diesem land ,weiter so!

Kommentare sind geschlossen