Archiv

Archiv für Februar, 2013

Der vergessene Holländer auf Kos in Griechenland

8. Februar 2013 / Aufrufe: 2.767 8 Kommentare

Im Krankenhaus der Insel Kos in Griechenland liegt seit Wochen ein mittelloser Holländer, weil niemand die Kosten seiner Beförderung in sein Heimatland übernimmt.

Auf der Insel des Hippokrates spielt sich in den letzten Tagen ein unerhörtes Drama ab, mit einem 67-jährigen Holländer als Protagonisten. Der alte Mann befindet sich in Griechenland ohne Geld, völlig allein und schon einen ganzen Monat in Behandlung im Krankenhaus von Kos, ohne dass sich eine Möglichkeit zu seiner umgehenden Rückkehr in sein Heimatland am Horizont abzeichnet.

Die persönliche Geschichte des Herrn Gerard Van Der Stenhoven, der im vergangenen Jahr unser Land aus Bulgarien besuchte, wo er lebte und arbeitete, beginnt am 01 Januar 2013. An diesem Tag wurde er mit einer Bauchfellentzündung als Notfall in das Krankenhaus der Insel eingeliefert. Laut dem Chirurgen Achilleas Agapopoulos, der auch der behandelnde Arzt ist, verbleibt er seit diesem Tag in dem Krankenhaus, ohne irgend einen Verwandten an seiner Seite zu haben.
Gesamten Artikel lesen »

Regierung in Griechenland hofft auf Drohungen der Troika

7. Februar 2013 / Aufrufe: 525 Kommentare ausgeschaltet

Die Regierung in Griechenland scheint darauf zu hoffen, von der Troika bedroht zu werden.

Das Gefühl, „die Gefahr sei vorbei“ – und folglich „wir überlebten“ – kann sich für die griechische Wirtschaft letztendlich als außerordentlich gefährlich erweisen. Im Wirtschaftsstab der griechischen Regierung wird wahrgenommen, zwar langsam, jedoch beständig in einen eigenartigen Zustand der „Brache“ zu fallen, da ein Klima kultiviert wird, „das Land habe die Phase des Bankrotts endgültig überwunden„.

Sollte sich diese Sichtweise jedoch vertiefen, wird als gegeben erachtet, dass das Land in eine Phase der nachlassenden Anstrengungen eintreten wird – mit allem, was etwas derartiges für das Endergebnis herbeiführt. Deswegen wird von dem Finanzministerium innerhalb der nächsten Tage ein Versuch erfolgen, den Eindruck zu kultivieren, dass „das Land sich weiterhin in Gefahr befindet“ und „noch nichts vorbei ist„.

Außerdem kommt am 20 Februar 2013 wieder die Troika der leitenden Kontrolleure nach Griechenland, die nicht für ihre … netten Worte berühmt ist, selbst auch in Perioden wie dieser – womit sie das „Alarmglöckchen“ schlagen wird, welches vielleicht zum ersten Mal auch die selbige Regierung zu hören wünscht.

(Quelle: Voria.gr)

Olli Rehn an Krebskranke in Griechenland: selbst schuld!

7. Februar 2013 / Aktualisiert: 22. Juli 2013 / Aufrufe: 8.232 29 Kommentare

Olli Rehn rechtfertigte die Verweigerung der Lieferung von Krebsmedikamenten an das Gesundheitssystem in Griechenland mit den Schulden an die Hersteller.

Mit Zynismus beantworte die Europäische Kommission durch den Mund des EU-Wirtschaftskommissars Olli Rehn eine Anfrage des Europa-Abgeordneten der SYRIZA-Partei, Nikos Chountis, bezüglich der Einstellung der Lieferung von Krebsmedikamenten seitens eines deutschen Pharma-Konzerns und gab dem griechischen Staat die Schuld an der nicht fristgerechte Begleichung der Verbindlichkeiten des staatlichen Gesundheitssystems an die Hersteller und Lieferanten.

Die Antwort des Wirtschaftskommissars lässt keinerlei Spielräume zu Fehlinterpretationen, da – wie er äußerte – „die die Priorität des Programms weiterhin Vermeidung der Ansammlung neuer Verbindlichkeiten bleibt„, lastete dem Staat die Verantwortung für die nicht rechtzeitige Begleichung der Schulden an und rechtfertigte somit die deutsche Firma, welche die Bereitstellung von Krebspräparaten an die Krebspatienten einstellte.
Gesamten Artikel lesen »

Immobiliensteuer in Griechenland: weiter Anzug für skelettierten Körper

6. Februar 2013 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 945 5 Kommentare

Autor: Giorgos Mavrotas

Thema: Immobilienbesitzer in Griechenland können Steuern nicht zahlen

Ich sage ja nicht, nicht zahlen oder nicht beitragen zu wollen, aber auch nicht, dass sie mir obendrein das Haus wegnehmen.“ Mein Freund Lukas war verzweifelt. Er bekam gerade den Bescheid über die FAP (Immobilienvermögen-Steuer, die an Stelle der ETAK – Einheitlichen Immobilienabgabe trat) für das Jahr 2010, und der Betrag, den er zahlen musste, belief sich auf das Fünffache des Jahres 2009.

Schau mal, das Haus meiner Frau (Erbschaft, erbaut in den 50er Jahren) war ein Einfamilienhaus in guter Lage, mit Garten, und die ETAK (= einheitliche Immobilienabgabe) des Jahres 2009 in Höhe von 1.400 € wurde zur FAP(a) („Backpfeife“) des Jahres 2010 in Höhe von 7.000 €! Wie Lukas beim Finanzamt beschieden wurde, an das er sich in der Hoffnung auf einen Fehler wendete, wird er – einerseits wegen der Streichung der Freibeträge, andererseits wegen der Anhebung der Steuersätze – um die 600 Euro „Miete“ pro Monat für sein eigenes Haus zu zahlen haben. Und zwar – wie er mir sagte – für ein Haus, das er an Erbschaftssteuern und neulich auch „Abzocken“ (sprich Sonderabgaben, s. EETIDE) an die Elektrizitätsgesellschaft (DEI) in Gold aufgewogen hatte.

Als der Leiter des Finanzamts Lukas obendrein mitteilte, demnächst auch die FAP-Bescheide für 2011 und 2012 erhalten zu werden, entging er nur knapp dem Schlaganfall. Seine Sünde war, die Immobilie nicht „auf Gegenleistungsbasis“ abgegeben zu haben, als dies noch möglich war, sondern romantisch gewesen zu sein. Er wollte einen Garten für seine Kinder und seine Frau hing sentimental daran. Also unzulässiger Luxus, selbst Schuld … . Hier mag mir nun eingewendet werden, andere verlieren ihre Jobs, andere gehen Pleite und sind „blank“, andere wandern aus: Du ziehst Dich an der FAP hoch? Wie zweitrangiger sie jedoch auch sein mag, stellt sie gleichzeitig ein Beispiel dafür dar, wie man den „braven Familienvater“ zum Steuerhinterzieher macht.

Lukas wird praktisch für etwas bestraft, das er nicht getan hat. Er hatte niemals in seinem Leben einen Kredit aufgenommen und seine Hände immer nur so weit ausgestreckt, wie er konnte. Zusammen mit seiner Frau muss er in den guten Zeiten 3.000 Euro im Monat verdient haben (jetzt etwas über 2.000), und es reichte ihnen aus, bestens unabhängig über die Runden zu kommen. Sie hatten keinen Jeep (Lukas fährt einen Citroen Saxo), kein Freizeitboot und auch keinen Swimming-Pool. Sie hatten keine Haushaltshilfe und auch keine Kindermädchen für ihre Kinder. Urlaub machten sie 10 Tage im Jahr, üblicherweise im Dorf seiner Frau oder an anderen „exotischen“ Zielen des Golfs von Argos. Sie hatten keine Schulden und ihnen wurde nichts geschuldet. Sie hatten jedoch einen Fehler: sie lebten dort, wo man vom Staat als reich angesehen wird! Der nach dem System der „objektorientierten Wertermittlung“ bestimmte Wert war höher als sie hätten auszuhalten vermögen. Und ich denke, Lukas ist nicht der Einzige in dieser Kategorie.

Seine Ersparnisse auf der Bank sind seit langer Zeit versiegt. Die Lösung ist also, das Haus zu verkaufen und irgendwo zu wohnen, wo sie es sich „leisten“ können (unter den heutigen Umständen ist der richtige Begriff wohl eher nicht „verkaufen“, sondern „auf den Kopf hauen“). Nicht, weil Lukas in seinem Leben irgendwelche falschen Entscheidungen traf und die Kredite platzten oder sein Unternehmen den Bach hinunter ging, sondern weil der Staat es so beschloss, um seine eigenen Fehler zu kaschieren. Der Staat verlangt von Bürgern wie Lukas, die Schwierigkeiten zu stemmen (Lohnsenkungen, Anhebung der Altersgrenzen, Erhöhung der Einkommensteuer) und sucht gleichzeitig in ihren Taschen nach, ob noch irgend etwas von einem älteren Vermögen übrig geblieben ist.

Es mag eingewendet werden, es sei ein Ausnahmezustand. Und ja, ich stimme zu. Abgesehen von den Steuermaßnahmen und Kürzungen habe ich jedoch nicht gesehen, dass irgend etwas anderes umgesetzt wird, damit die notwendigen Reformen erfolgen. Das politische System sucht bei der leichten Lösung Zuflucht und schiebt praktisch all das auf, was es beeinträchtigt.

Nun mag man mir sagen, es sei nicht der Weltuntergang, das Haus ihrer Eltern aufzugeben und irgendwo anders hinzuziehen, wo sie es sich „leisten“ können. Unter den heutigen Umständen wird es weder die erste noch die letzte Ungerechtigkeit sein. Deine Arbeit zu verlieren, ist tragisch. Das Wahrscheinlichste ist aber, dass Du in sechs Monaten, einem Jahr wieder eine Arbeit findest, wenn auch möglicherweise nicht die selbe. Wenn Du jedoch auf solche Weise das Haus verlierst, in dem Du groß wurdest, weil Du den Lasten nicht zu entsprechen vermagst, wirst Du weder in sechs noch in sechzig Monaten ein anderes und sicherlich nicht das selbe bekommen.

Was Lukas jedoch am meisten auf den Senkel geht, ist dass tausende luxuriöse Schwarzbauten (für die nichts gezahlt worden ist und auch nichts gezahlt werden wird) oder auf Offshore-Gesellschaften eingetragene Häuser existieren, die „Krümel“ abführen (wenn sie es überhaupt tun). Wenn somit jemand Steuern hinterzieht oder unterbesteuert wird, muss der Staat jemanden überbesteuern, um seine „Verluste“ auszugleichen. Da er Dir sagt, den Unredlichen kann ich nicht fassen, lasst uns also den Redlichen melken. Dies macht also die FAP für die natürlichen Personen. Und üblicherweise straft der Staat jeden ab, der „mit dem Evangelium in der Hand wandelt“, weil er das schwache Glied der Kette ist. Dieser Dummkopf, der alles deklariert hat, keine Schulden haben will und versucht, seinen Verpflichtungen nachzukommen, die kontinuierlich erhöht werden und Druck auf ihn ausüben bis er platzt.

Der Staat weiß, dass Lukas und ein jeder Lukas nichts machen kann. Streik? Besetzung? In Griechenland kommt leider Dein Recht zusammen mit dem Dir zur Verfügung stehenden Druckmittel auf die Waage. Du hast um so mehr Recht, je mehr Druck Du ausüben (oder „dienstbar sein“) kannst. Und das sehen wir permanent um uns herum. Somit befürchte ich sehr, dass die übertriebenen Beträge der FAP nicht nur einfach der Tropfen, der das Glas zum Überlaufen bringt, aber die „Ungeschicklichkeit“ seien werden, die das Glas vom Tisch stößt … .

Quelle: Protagon
Deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog

Drohbrief an Finanzminister in Griechenland

6. Februar 2013 / Aktualisiert: 28. September 2017 / Aufrufe: 811 1 Kommentar

An das Büro des Finanzministers in Griechenland wurde ein Umschlag mit einer Kugel und einem Drohbrief geschickt.

Am vergangenen Montag (04 Februar 2013) ging im Büro des griechischen Finanzministers Giannis Stournaras ein Glückwunschkarten-Umschlag ein, der eine (höchstwahrscheinlich Revolver-) Kugel und einen Drohbrief enthielt. Es wurden umgehend die zuständigen Sicherheitsbehörden benachrichtigt, denen der Umschlag samt seinem Inhalt zur Durchführung der einschlägigen Untersuchungen übergeben wurde. Informationen soll die Mitteilung, welche die Unterschirift „Kretische Revolution“ trägt, auch Bezug auf die Besteuerung der Immobilien genommen haben und enden: „Die Konsequenzen werden für Sie und Ihre Auftraggeber unvorhersehbar sein.

Hohe Wellen hat derweilen die Beschwerde der Nea Dimokratia (ND) verursacht, der kandidierende Abgeordnete und Funktionär der Unabhängigen Hellenen (ANEL), Dimis Argyropoulos, habe auf seiner persönlichen Facebook-Seite dazu ermuntert, dem Finanzminister eine Kugel zu „verpassen“:

Der kandidierende Abgeordnete und Funktionär der ANEL, Dimis Argyropoulos, fordert mit seinem unerhörten und strafbaren Post auf seiner persönlichen Facebook-Seite offen Terroristen auf, dem Finanzminister Giannis Stournaras Kugeln zu verpassen. Wir fordern Herrn Kammenos (Anmerkung: Parteivorsitzender der ANEL) auf, umgehend und in taten die unmögliche Ermunterung seines Mitarbeiters zu verurteilen, anderenfalls wird er selbst persönlich Anstifter sein. Ebenfalls rufen wir die Justiz auf, einzugreifen und die Verfahren gegen die Funktionäre der ANEL in Bewegung zu setzen.

(Quelle: Imerisia)

Memorandums-Politik kostet Griechenland 25 Prozent des BIP

6. Februar 2013 / Aktualisiert: 28. September 2017 / Aufrufe: 1.776 4 Kommentare

Laut einer Analyse der EFG Eurobank sank in Griechenland 2008 – 2012 das Pro-Kopf-BIP um 20 Prozent und wird bis Ende 2013 um weitere 5 Prozent zurückgehen.

Laut der griechischen Statistikbehörde (ELSTAT) sank 2010 im Vergleich zu 2009 das Pro-Kopf-Bruttosozialprodukt um 835 Euro bzw. 4,1%. Damit führte das erste Jahr der Umsetzung des Memorandums zu einem Rückgang des Pro-Kopf-BIP von 20.481 Euro auf 19.646 Euro.

Parallel schätzt EFG die Eurobank ein, dass das reale Pro-Kopf-BIP in Griechenland in dem Zeitraum 2008 – 2012 um rund 20% sank und im laufenden Jahr 2013 ein weiterer Rückgang um 5% erwartet wird. Weiter wird angemerkt, dass auf Basis der Prognosen der Europäischen Kommission bis Ende 2014 das Lebenshaltungsniveau in Griechenland auf das Niveau des Jahres 1980 zurückgekehrt sein wird. Als Katalysator für den Aufschwung charakterisiert die Eurobank die Reformen auf dem weiteren öffentlichen Sektor und den Märkten für Produkte und Dienstleistungen.
Gesamten Artikel lesen »

Rauchen belastet Wirtschaft in Griechenland

5. Februar 2013 / Aktualisiert: 11. Juli 2013 / Aufrufe: 749 4 Kommentare

Laut dem EU-Gesundheitskommissar belastet das Rauchen die griechische Wirtschaft und mindert die Produktivität.

Die große Anzahl der Raucher in Griechenland sei eine Last für die Wirtschaft des Landes, erklärte der EU-Kommissar für Gesundheit Toni Borg in einem Interview mit der deutschen Zeitschrift „Wirtschaftswoche“.

Ich werde demnächst Griechenland besuchen, wo 40% der Menschen rauchen. Es ist kein Kostenfaktor, über den wir sprechen müssen. Das Rauchen mindert die Produktivität, und das bestraft die Wirtschaft des Landes“ fügte er an und erklärte, im Durchschnitt seinen 29% der Einwohner der Europäischen Union Raucher.

Der EU-Kommissar, der seit dem 28 November 2012 für die Gesundheit zuständig ist, wies das Argument ab, gemäß dem der Zigarettenkonsum die volkswirtschaftlichen Einnahmen der Regierungen jedes Jahr um viele Milliarden Euro ansteigen lässt.

Das Geld, welches die Menschen nicht mehr für Zigaretten aufwenden, wird für andere Dinge ausgegeben. Der weltweite Konsum wird nicht sinken.„, fährt er fort und fügt an, zur selben Zeit werden die nationalen Aufwendungen um viele Millionen Euro entlastet, die für die medizinische Versorgung der Raucher benötigt werden.

(Quelle: in.gr)

Relevante Beiträge:

Harte Strafen für nicht versicherte Kraftfahrzeuge in Griechenland

5. Februar 2013 / Aktualisiert: 11. Juli 2013 / Aufrufe: 1.379 4 Kommentare

Eine Gesetzesvorlage des Finanzministeriums in Griechenland sieht harte Sanktionen und Strafen für Eigentümer nicht regulär versicherter Kraftfahrzeuge vor.

Strenge Strafen für die Eigentümer nicht ordnungsgemäß versicherter Fahrzeuge sieht eine Bestimmung vor, welche die Gesetzesvorlage des Finanzministeriums mit dem Titel „Investive Wachstumsinstrumente, Gewährung von Krediten und andere Bestimmungen“ umfasst.

Die Gesetzesvorlage ist bis zum 05 Februar 2013 zur öffentlichen Beratung ausgehängt, und es wird unterstrichen, „die Versicherungspflicht besteht permanent ab der Ausstellung der Zulassung, ohne von dem tatsächlichen Verkehr oder Betrieb des Fahrzeugs abhängig zu sein„.
Gesamten Artikel lesen »

Griechenland macht Jagd auf nicht deklarierte Einkommen

4. Februar 2013 / Aktualisiert: 28. September 2017 / Aufrufe: 2.243 1 Kommentar

Auf der Suche nach immer neuen Einnahmen nimmt der Fiskus in Griechenland nunmehr nicht deklarierte Einkommen und Vermögenswerte der Bürger ins Visier.

Das griechische Finanzamt sucht nach nicht regulär deklarierten Einkommen und entgangenen Steuern. Zu diesem Zweck beginnt es mit Kontrollen mittels gezielter Recherchen bei Aufwendungen für Nachhilfeschulen, Kindergärten, Privatschulen, Kollegs, Arztpraxen, private Krankenhäuser, Kliniken und Sportstudios.

In diesem Rahmen verlangt das Finanzministerium von den Eigentümern bzw. Betreibern von Ausbildungsanstalten, Schulen und medizinischen Zentren, detaillierte Aufstellungen ihrer Kunden und der Beträge zu übermitteln, die für die erbrachten Leistungen gezahlt wurden. Im weiteren verlauf wird die Zentrale für Datenverarbeitungssysteme des Finanzministeriums (GGPS) diese Daten mit den Aufwendungen vergleichen, welche die Steuerpflichtigen dem Finanzamt gemeldet haben.

Es wird unter anderem überprüft werden, ob Steuerpflichtige diverse Aufwendungen (wie beispielsweise Behandlunkskosten und Schulgelder) verbergen, um den sogenannten „Lebenshaltungsindizien“ (sprich der fiktiven steuerlichen Veranlagung) und der Zahlung zusätzlicher Steuern für imaginäre Einkommen zu entgehen.
Gesamten Artikel lesen »

Erhöhung der Steuer auf Sportwetten-Gewinne in Griechenland

3. Februar 2013 / Aktualisiert: 11. Juli 2013 / Aufrufe: 658 Kommentare ausgeschaltet

Griechenland schreitet erneut zu einer Änderungen bei der Besteuerung von Gewinnen aus Sportwetten, deren Satz anstatt bisher 10 fortan bis zu 20 Prozent betragen wird.

Mit einer gesetzlichen Regelung, die demnächst von dem griechischen Finanzministerium ins Parlament gebracht wird, ändert sich erneut die Besteuerung der Gewinne der Spieler des staatlichen Trägers zur Durchführung von Sportwetten (OPAP).

Die Besteuerung der Wettgewinne gestaltet sich demnach folgendermaßen:

  • 0% für Gewinne von unter 100 Euro
  • 15% für Gewinne zwischen 100 und 500 Euro
  • 20% für Gewinne ab 500 Euro und mehr

Laut einer einschlägigen Bekanntmachung des Finanzministeriums wurde dieser Beschluss auch von der Europäischen Kommission abgesegnet, die den diesbezüglichen Antrag des griechischen Finanzministeriums positiv beschied.

Es sei angemerkt, dass gemäß dem bisherigen – erst Anfang 2013 in Kraft getretenen – System alle von dem OPAP ausgezahlten Gewinne ab dem ersten Euro einheitlich mit 10% besteuert werden. Davor wiederum waren Gewinne bis 100 Euro steuerfrei, wahrend Gewinne von 100 bis 1.000 Euro mit 10% und ab 1.001 Euro mit 15% besteuert wurden.

(Quelle: in.gr)

Relevanter Beitrag: