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Archiv für Februar, 2013

Zweieinhalb Jahre Gefängnis für Rentenbetrug in Griechenland

23. Februar 2013 / Aktualisiert: 23. Februar 2013 / Aufrufe: 1.323 1 Kommentar

Der Versicherungsträger IKA in Griechenland zahlte für einen als verstorben gemeldeten Rentner erst die Bestattungsbeihilfe und dann für 3 weitere Jahre seine Rente.

Zu einer auf Bewährung ausgesetzten Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilte die dreiköpfige Kammer des Strafgerichts der Stadt Kavala in Griechenland die Tochter eines verstorbenen Rentners, die nach dem Tod ihres Vaters dessen Rente drei Jahre lang weiterhin in Empfang nahm. Das Bemerkenswerte an dem Fall ist allerdings, dass der Tod des Rentners dem Versicherungsträger völlig korrekt und in aller Form gemeldet worden war.

Der Rentner verstarb im Dezember 2006 und der Versicherungsträger IKA hatte sogar auch das Bestattungsgeld auf das Konto überwiesen, auf welches seine Rente gezahlt wurde. Einen Monat später – und während der nachfolgenden drei Jahre – wurde dem Verstorbenen jedoch trotzdem weiterhin regulär seine Rente überwiesen auf das Konto überwiesen, zu dem auch die Tochter des Verstorbenen Zugang hatte und das Geld abheben konnte.
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Hohe Strafe für Schüsse auf streunenden Hund in Griechenland

22. Februar 2013 / Aktualisiert: 07. Oktober 2019 / Aufrufe: 1.695 15 Kommentare

In Griechenland wurde ein 71-jähriger Mann wegen Schüssen auf einen streunenden Hund zu 18 Monaten Haft und einer Geldstrafe von 5200 Euro verurteilt.

Die Stunde der Gerechtigkeit schlug am 21 Februar 2013 für einen 71-jährigen Mann, der am vorherigen Sonntag mit seiner Flinte mehrfach auf einen streunenden Hund geschossen hatte. Die gegen ihn von der 2. Schnellgerichtskammer des Strafgerichts Heraklion (Iraklion) / Kreta verhängte Strafe belief sich anfänglich auf 14 Monate plus jeweils weitere 6 Monate für jeden Punkt der Anklage, wurde dann jedoch zu 18 Monaten Gefängnis und einer Geldstrafe von 5.200 Euro zusammengefasst.

Das Gericht ließ die Nebenklage durch den Tierschutzverein „Zoofili Drasi“ mit Vertreterin dessen Vorsitzende Georgia Stefanaki zu. Freiwillige des Tierschutzvereins war auch die Rechtsanwältin Kalliopi Maravelaki, die allen bewies, dass der Täter zu jenem Augenblick das Tier einfach töten wollte und sich kein Thema der Verteidigung stellt, da das Tier – wie auch die Zeugen der Anklage vor Gericht aussagten – ihn nicht angriff.

Der Hund überlebte die Schüsse und wird in dem kommunalen Hundeasyl behandelt, verlor jedoch ein Auge und ist dermaßen verstört, dass er derzeit nicht einmal frisst. Dennoch erklärte sich eine der Familien, die den Täter sahen und bei der Polizei anzeigten, zur „Adoption“ des Hundes bereit, sobald er wieder zu sich kommen wird.

Es sei angemerkt, dass es sich bei der verhängten Strafe um die höchste handelt, die bisher wegen Schüssen auf ein streunendes Tier verhängt worden ist.

(Quelle: FlashNews.gr)

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Ärzte in Griechenland wegen Bestechung und Steuerhinterziehung verhaftet

22. Februar 2013 / Aktualisiert: 31. März 2018 / Aufrufe: 1.479 3 Kommentare

In Griechenland wurden erneut Ärzte wegen der Entgegennahme eines sogenannten Fakelaki – sprich passiver Bestechung – und Steuerhinterziehung verhaftet.

Von der Wirtschaftspolizei und dem Dezernat für interne Angelegenheiten Nordgriechenland wurden zwei Ärzte in Athen und einer nordgriechischen Stadt wegen Steuerhinterziehung und Verletzung der Steuergesetzgebung sowie auch wegen Entgegennahme sogenannter „Fakelaki“ (Plural: Fakelakia, Synonym für Umschlag mit Geld, Schmiergeld) festgenommen.

Wie die griechische Polizei (ELAS) bekannt gab, wurde im ersten Fall am Dienstagmorgen (19 Februar 2013) ein 60-jähriger Chirurg und Arzt einer privaten Therapieeinrichtung, der auch eine Praxis in Athen betreibt, nach einer über die spezielle Rufnummer 11012 erfolgte Anzeige verhaftet, wonach er einen Patienten operiert und dafür Geld erhalten hatte, ohne jedoch eine entsprechende Quittung über den gesamten Betrag seines Honorars auszustellen.
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Finanzamt in Griechenland nimmt Michaloliakos-Clan ins Visier

21. Februar 2013 / Aktualisiert: 24. August 2018 / Aufrufe: 967 2 Kommentare

Wegen Steuerschulden wird die Zwangsversteigerung einer Immobilie der Ehefrau des Parteiführers der rechtsradikalen Chrysi Avgi in Griechenland betrieben.

Nicht nur, dass die Familie Michaloliakos in ihren Steuererklärungen als „arm“ erscheint, sie zahlt auch nicht die Steuern, die ihr für ihre unternehmerischen Aktivitäten entsprechen. Somit klebte das Finanzamt wegen Schulden an den Fiskus in Höhe von 36.000 Euro an das Gebäude, in dem sich das Rotlicht-Hotel „New Dream“ befindet und das der Ehefrau des Vorsitzenden der rechtsextremen Chrysi Avgi, Nikolaos Michaloliakos, gehört.

Informationen zufolge haben die Kontrollbehörden sogar die Verfahren zur Versteigerung des halben Gebäudes zu einem Startpreis von 169.000 Euro vorangetrieben, in dem das Hotel untergebracht ist. Und dies, weil die Verwaltungsgesellschaft „Lydia Hotel- und Tourismusunternehmen AG“, der das Gebäude gehört, mit Hauptaktionären die Gattin des Herrn Michaliolakos, Eleni Zaroulia, und deren Bruder, dem Fiskus den Betrag von 36.000 Euro schuldet und trotz der Mahnungen und Warnungen des Finanzamts ihre anhängige Steuersache nicht in Ordnung brachte.
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Finanzamt in Griechenland räumt Bankkonten leer

20. Februar 2013 / Aktualisiert: 17. Juli 2019 / Aufrufe: 1.884 29 Kommentare

Im Rahmen der auf höchste Anweisung geforderten harten Gangart räumt in Griechenland das Finanzamt offensichtlich auch willkürlich Bankkonten leer.

Ein 42-jähriger Unternehmer aus Trikala in Griechenland erlitt einen Schock, als er am 19 Februar 2013 per Web-Banking Geld von seinem Konto abzuheben versuchte, um laufende Verpflichtungen zu begleichen. Konkret befand sich auf seinem Konto nicht nur kein Geld mehr, sondern es war obendrein auch noch um 16.139,64 überzogen!

Offensichtlich hatte wegen fälliger Verbindlichkeiten des konkreten Unternehmers an den Fiskus das Finanzamt Hand an sein Konto gelegt, ohne dass er jedoch vorher darüber informiert worden war.

Dieser Fall zeigt, dass für Schulden an den griechischen Fiskus fortan neue Gegebenheiten gelten, in deren Rahmen auf Anweisung des Finanzamts Bankkonten automatisch blockiert oder / und geöffnet werden und sich folglich niemand mehr sicher sein kann, für eine eventuelle Notlage Geld „auf der hohen Kante“ zu haben … .

(Quellen: TrikalaNews.gr)

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Die Mafia-Inseln in Griechenland

20. Februar 2013 / Aktualisiert: 27. April 2013 / Aufrufe: 4.864 Kommentare ausgeschaltet

Eidbrüchige Polizisten, korrupte Beamten und gemeine Kriminelle scheinen auf mondänen Inseln in Griechenland nach wie vor eine merkwürdige Immunität zu genießen.

Gesetze des Schweigens regeln die Beziehungen eidbrüchiger Polizisten zu korrupten Beamten der Bauämter, Bauunternehmern und Leitern lokaler öffentlicher Behörden, wobei Mykonos und Korfu das Zepter der Korruption inne haben.

Hochrangige Polizeibeamte, die eine merkwürdige Immunität genießen, erpressen und werden von Bürgern geschmiert, damit sie zu ihren Lasten keine Vergehen feststellen, speziell in Bezug auf Bauprojekte. Die Aktivität der kriminellen Gruppen auf den mondänen Inseln stellt ein offenes Geheimnis dar.

„Verschwundene“ Beschwerden, „verlorengegangene“ Anzeigen und vergrabene Prozessakten bilden die Szenerie der Deckung, welche die Korrupten von bedeutenden Funktionären der Kontrollbehörden genießen.
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Die unterernährten Ferkel der europäischen Herrlichkeit

19. Februar 2013 / Aktualisiert: 11. Juli 2013 / Aufrufe: 2.476 25 Kommentare

Die unterernährten Ferkel der PIIGS-Staaten und das zunehmend abscheulichere Gesicht der Herrlichkeit des vereinigten Europas.

Sie nahmen die Anfangsbuchstaben unserer Länder und … der Kürze halber bezeichneten sie uns als PI(I)GS, als … Schweine also, für alle die kein Englisch können – offensichtlich, um uns leichter zu … erkennen. Die Schweine der europäischen Herrlichkeit, der großen Idee des „vereinigten Europas“ könnte man sagen.

Eins von drei „Ferkeln“ dieser Länder also, die nichts anderes darstellen als die zukünftigen Koteletts auf dem Tisch der internationalen Spekulanten, lebt unter der Armutsgrenze. Arbeitslosigkeit, Austerität und Memoranden führten ein Drittel der kindlichen Bevölkerung an die Schwelle der Verelendung. Dies behauptet zumindest die internationale humanitäre Organisation Caritas, und einfach einen Blick um uns herum werfend haben wir keinen Grund, ihr nicht zu glauben.

Mit der Jugendarbeitslosigkeit, die in Griechenland auf über 62% gestiegen ist und uns einen unglaublichen, gleichzeitig aber auch tragischen „Spitzenplatz“ sogar auch unter den anderen „Bruderländern“ des europäischen Südens verleiht, und einem Drittel der Kinderbevölkerung inzwischen erwiesenermaßen unterernährt, erhält Europa zunehmend ein anderes und abscheulicheres Gesicht.

Wenn wir diesen Anteilen der unterernährten Kinder sogar auch noch die Millionen Kinder hinzuzählen, die wegen der Krise erst gar nicht geboren werden, dann könnte man bedenkenlos ohne weiteres von von einem wirklichen Völkermord sprechen.

(Quelle: Zougla.gr)

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Erpressung von Immigranten durch Polizisten in Griechenland

19. Februar 2013 / Aktualisiert: 27. April 2013 / Aufrufe: 788 2 Kommentare

In Griechenland wurde ein weiterer Fall aufgedeckt, in dem Immigranten von Polizeibeamten bedroht und erpresst wurden.

Zwei Polizisten im Alter von 26 und 31 Jahren des Polizeireviers Kaminia in Piräus wurden von dem Department für interne Angelegenheiten der griechischen Polizei (ELAS) verhaftet, und zu ihren Lasten wurde ein Schnellgerichts-Strafverfahren wegen passiver Bestechung, versuchter Erpressung und Pflichtverletzung eingeleitet. Weiter wurde auf Beschluss des Hauptquartiers der griechischen Polizei die umgehende Suspendierung der beiden Polizeibeamten und eine interne Untersuchung angeordnet.

Vorausgegangen war die Anzeige eines 31-jährigen Immigranten pakistanischer Staatsangehörigkeit, Eigentümer eines Lebensmittel- und Kurzwarengeschäfts in Piräus. Die nachfolgende Ermittlung ergab, dass sich am Donnerstagmittag (14 Februar 2013) der 31-jährige Polizist zu einer Kontrolle in das Geschäft des Ausländers begab, in dem zu jener Stunde ein 43-jähriger Ausländer aus Bangladesch vorübergehend die Aufsicht hatte.
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Der vergessene Holländer in Griechenland ist tot

18. Februar 2013 / Aktualisiert: 11. Juli 2013 / Aufrufe: 1.386 4 Kommentare

Der Anfang 2013 in das Krankenhaus von Kos in Griechenland eingelieferte Holländer, für dessen Rückführung nach Holland niemand aufkommen wollte, ist verstorben.

Die Geschichte des in dem Krankenhaus der Insel kos „vergessenen“ 67-jährigen Holländers Gerard Van der Steenhoven nahm ein tragisches Ende. Der Mensch verstarb am vergangenen Freitag (15 Februar 2013), da sich trotz der permanenten Apelle des Krankenhauses und der holländischen Community an die zuständigen Behörden, aber auch an seine Verwandten, niemand wirklich für ihn interessierte.

Zougla.gr kommunizierte mit dem Chirurgen Achilleas Agapopoulos, der behandelnder Arzt des alten Manns war und betonte, dass dessen Zustand sich in der letzten Zeit dramatisch verschlimmert hatte und er sich wegen seines schlechten psychologischen Zustands weigerte, irgend etwas zu essen oder zu trinken.
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3 von 10 Kindern in Griechenland an der Armutsgrenze

18. Februar 2013 / Aktualisiert: 23. Mai 2013 / Aufrufe: 1.241 Kommentare ausgeschaltet

Laut der Caritas leben in Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und Italien rund 30 Prozent der Kinder an der Grenze zu Armut und sozialer Ausgrenzung.

Die Kinder der Krise laufen in Gefahr, sich zur „verlorenen Generation“ Europas zu entwickeln, da sie wegen der Arbeitslosigkeit und der auf dem Kontinent umgesetzten harten Austeritäts-Maßnahmen Verhältnissen der Armut begegnen werden.

Die internationale humanitäre Organisation Caritas gab am Donnerstag (14 Februar 2013) bekannt, dass in Griechenland, Irland, Portugal, Italien und Spanien ungefähr drei von zehn Kindern unter die Grenzen der Armut gefallen sind oder sich nahe daran befinden.

In Griechenland ist die Jugendarbeitslosigkeit auf über 60% gestiegen. In Spanien wiederum liegt sie bei über 50%, während sie in Portugal 40% überstiegen hat.
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