Illegaler Export von Medikamenten aus Griechenland nach Deutschland

9. Februar 2013 / Aktualisiert: 07. Juli 2013 / Aufrufe: 1.373

Die Fahnder der Wirtschaftspolizei in Griechenland haben einen Ring aufgedeckt, der illegal Medikamente von Griechenland nach Deutschland exportierte.

Die Sondereinheit für Wirtschaftsverbrechen (SDOE) der griechischen Polizei machte auf der Peloponnes einen Ring aus, der Medikamente illegal aus Griechenland nach Deutschland exportierte und in den 16 Apotheken verwickelt zu sein scheinen.

Wie sich aus den Kontrollen der SDOE ergab, wurden unter Mitwirkung der Apotheken bei einer Pharma-Großhandelsfirma Lagerbestände gebildet, um diese im weiteren Verlauf entweder direkt oder über Zypern nach Deutschland zu entsenden – zu exportieren.

Die Sache wurde auch dem griechischen Gesundheitsministerium gemeldet, damit es seine eigene Untersuchung durchführt.

(Quelle: Skai.gr)

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  1. Ingrid
    9. Februar 2013, 17:51 | #1

    Da fehlen einem die Worte. Es sterben in Griechenland Menschen wegen Medikamentenmangel und diverse Staatsbuerger horten – aller Wahrscheinlichkeit durch Rezeptfaelschungen – Medikamente, um sich durch den illegalen Export eine goldene Nase zu verdienen.
    Es denkt eben Jeder nur an sich selbst. Genau wie Aerzte in staatlichen Krankenhaeuser, die sich ihre Dienste extra bezahlen lassen. Das war immer so, bis auf wenige Ausnahmen.
    Genau wie Firmen ihre Kontrollen angekuendigt bekommen, natuerlich fuer einen Extrabonus. Wenn man Behoerden bisher darauf hinwies, wurde man ignoriert. Oder die Anzeigen verschwanden.
    Wenn bei der IKA (gesetzliche Krankenkasse) ein Bediensteter fuer 4 Kollegen stempelt und ich meine Papiere nicht ausgestellt bekomme, weil der Zustaendige gerade nicht da ist, muss man sich fragen, wie dieses Gesundheitssystem ueberhaupt jemals funktioniert hat.

  2. Kostas
    10. Februar 2013, 00:24 | #2

    Die Ersten die bei Parallel-Exporten verdienen sind die dt Importeuren,meistens die Firmen selbst und der Grosshandel.Ein Verbrechen hat zwei Gesichter liebe Ingrid

  3. Ingrid
    10. Februar 2013, 12:29 | #3

    @Kostas
    Klar verdienen beide Seiten an so einer Geschichte. Aber das meinte ich nicht.
    Nach so vielen Jahren in GR habe ich das System hier immer noch nicht begriffen. Egal was ist, es geht immer irgendwie, aber keiner sagt Dir genau wie. Es wurde immer ueber Beziehungen geregelt. Dass ich dabei oft draufgezahlt habe, merkte ich erst viel spaeter.
    Das ist im Kleinen so, wie auch im Grossen. Und genau das hat den Staat in den Ruin getrieben. Aber warum soll man auch ehrlich sein, wenn die Politiker es genauso machen. Sagte mir ein Grieche. Ueber Jahrzehnte hat sich dadurch ein System entwickelt, das meiner Ansicht nach, nur sehr schwer zu aendern ist.
    Vor allem sind es jetzt die Kleinen, die um ihre Existenz kaempfen, die Grossen haben so viel Geld im Hintergrund, dass es ihnen egal ist. Die sind nur enttaeuscht, dass sie nicht so weiter machen koennen, wie bisher. Deshalb wird gestreikt.
    Hier bei uns auf dem Land streikt keiner. Dazu haben die Leute keine Zeit und keine Kraft. Sie kaempfen gegen ein ungerechtes Steuersystem, das ihnen die Lebensgrundlage nimmt.
    Sind durch lebenslange Arbeit alt und krank und koennen die Medikamente nicht mehr bezahlen.
    Mit ihrer kleinen Rente, die noch gekuerzt wurde, versuchen sie ihren Kindern und Enkelkindern zu helfen, da es keine Arbeit gibt.
    Und trotzdem gibt es noch genug Landsleute, die sich selbst in der Not durch illegale Geschaefte bereichern.

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