Finanzamt in Griechenland räumt Bankkonten leer

20. Februar 2013 / Aktualisiert: 17. Juli 2019 / Aufrufe: 1.983

Im Rahmen der auf höchste Anweisung geforderten harten Gangart räumt in Griechenland das Finanzamt offensichtlich auch willkürlich Bankkonten leer.

Ein 42-jähriger Unternehmer aus Trikala in Griechenland erlitt einen Schock, als er am 19 Februar 2013 per Web-Banking Geld von seinem Konto abzuheben versuchte, um laufende Verpflichtungen zu begleichen. Konkret befand sich auf seinem Konto nicht nur kein Geld mehr, sondern es war obendrein auch noch um 16.139,64 überzogen!

Offensichtlich hatte wegen fälliger Verbindlichkeiten des konkreten Unternehmers an den Fiskus das Finanzamt Hand an sein Konto gelegt, ohne dass er jedoch vorher darüber informiert worden war.

Dieser Fall zeigt, dass für Schulden an den griechischen Fiskus fortan neue Gegebenheiten gelten, in deren Rahmen auf Anweisung des Finanzamts Bankkonten automatisch blockiert oder / und geöffnet werden und sich folglich niemand mehr sicher sein kann, für eine eventuelle Notlage Geld „auf der hohen Kante“ zu haben … .

(Quellen: TrikalaNews.gr)

Relevante Quellen:

  1. Jäger
    20. Februar 2013, 13:06 | #1

    Ist dieser Artikel nicht etwas einseitig verfasst worden? Das Finanzamt wird doch wohl nicht grundlos seine Forderungen „eingeholt“ haben. In Deutschland ist es üblich, dass das FA seine Forderungen per Lastschrift abbucht. Dieses ist sicher eine harte Gangart, muss aber wohl erfolgen, denn kein Steuerpflichtiger zahlt „gerne“ seinen Obolus an den Staat.

  2. maldek
    20. Februar 2013, 15:28 | #2

    In dem Moment, wo ein Staat sich solches Recht herausnimmt, lebst du in einer der schlimmsten Formen der Diktatur, die vorstellbar sind. Ganz egal wie „frei“ oder „demokratisch“ man sich gibt – Raubritter-Diktatur der übelsten Sorte.

  3. heho
    20. Februar 2013, 17:05 | #3

    Da hat ein Finanzbeamter zugeschlagen der sein Kuvert mit Inhalt (Euro) nicht erhalten hat

  4. Ingi
    20. Februar 2013, 17:06 | #4

    Auch hier in D. finden ständig Kontenpfändungen durch das Finanzamt statt und zwar immer dann, wenn die bestandskräftig festgestellten Steuerschulden nicht bezahlt wurden, das geht „ruckzuck“ und ist keine Raubrittertum sondern ein fur den Steuerschuldner zwar sehr unangenehmer aber rechtmässiger staatlicher Zugriff. Könnte es sein, dass Mahnungen vom Finanzamt vor der Kontenpfändung nicht sonderlichlich ernst genommen wurden?

  5. Juls
    20. Februar 2013, 17:18 | #5

    also das habe ich in Deutschland schon vor 30 Jahren kennenlernen muessen…….
    ich hatte eine Steuerschuld (Jahreslohnsteuerausgleich) ueber damals 500 Mark auf Raten eines Steuerberaters in 4 Monatsraten abzahlen wollen. Ich bezahlte die 1. Rate und beim naechsten anstehenden Gang zu meiner Bank (Deutsche Bank) wurde mir eine Barauszahlung verweigert, da mein Konto vom Finanzamt gesperrt worden war, ohne das man mir auch nur ein Woertchen erzaehlt hatte, abgesehen von meinem dummen Gesicht und der Blamage der Bank gegenueber (damals waren uns noch einige Dinge peinlich) stand ich jetzt ohne Geld da, denn es waren ja alle meine Konten gesperrt, also auch Sparkonten, die ich hatte. Ich musste mir von Verwandten Geld leihen, weil trotz sofortiger Ueberweisung der Restschuld, das Finanazamt sich ueber 6 Wochen Zeit liess, bis meine Konten wieder „frei“ waren…….Also diese Art von Diktatur ist mir persoenlich also nichts Neues und nicht auf Griechenland beschraenkt…….
    das Finanazamt hat eine Macht, die einen Angst macht….

  6. Mark
    20. Februar 2013, 17:39 | #6

    Kein Grund sich aufzuregen. Ist in Deutschland absoluter Normalzustand. Der Fiskus überweist sich nicht selbst das Geld, das Konto wird einfach gepfändet.

    Das die Griechen jetzt etwas blöd gucken ist ja Verständlich. Bisher hat der Fiskus ja nichts gemacht.

  7. leti
    20. Februar 2013, 18:00 | #7

    Ich habe in den letzten Jahren diese Raubritter-Diktatur selber ertragen müssen,weil die Staatsangestelten denken Sie seien die Götter,und sie haben die Macht über einen Hilfesuchenden,beleidigungen und sogar Handgreiflichkeiten schrecken Sie nicht vor zurück.Auf nachfrage wie denn der Nahme sei,wurde nur hönisch gelacht,und aus dem Büro verwiesen,mir tun nur die kleinen Leute leid die alles ausbaden müssen was die grossen verbrochen haben.

  8. Jäger
    20. Februar 2013, 18:11 | #8

    @maldek
    Raubritter sind die Personen oder Gesellschaften, welche ihre Steuern nicht bezahlen. Hier hilft doch nur die im Artikel beschriebene Art für einen Staat.
    Man erhält den Eindruck, dass in GR hier all zu oft Demokratie anders verstanden wird.

  9. GR-Block
    20. Februar 2013, 18:13 | #9

    @Jäger
    Es gibt weitere solche Fälle, wo das Finanzamt nichtzahlende Steuerzahler zunächst ausplündert, um sie zu veranlassen ihre Steuererklärung zu machen oder die berechnete Steuer zu bezahlen. Wenn die reumütigen dann aktiv werden, dann rächt sich, dass das antike griechische Steuereintreibesystem Zeit braucht. Es kann Monate dauern, bis man sein Geld zurück bekommt. Das kann für Kleinunternehmer tödlich sein.

  10. Jäger
    20. Februar 2013, 18:23 | #10

    @leti

    die „Kleinen“ spielen immer nur vor Wahlen eine Rolle, damit die „Großen“ nach der Wahl genau so weiter machen können wie vor der Wahl. Die „Kleinen“ haben keine Lobby.
    Leider betreiben die Gewerkschaften in GR eine Ideologie, welche genau so gefährlich ist und Arbeitsplätze in wirtschaftlicher Hinsicht letztendlich sogar vernichten.

  11. Christina
    20. Februar 2013, 18:40 | #11

    Dass der Fiskus auch in Deutschland Konten pfänden darf, ist klar. Mich irritiert an dieser Meldung ein anderer Aspekt. Das griechische Finanzamt hat ja offenbar nicht nur den vorhandenen Geldbestand auf dem Konto eingezogen, sondern das Konto gleich um weitere 16.000 Euro überzogen. Damit hat es zugleich unautorisiert einen Schuldnerwechsel vorgenommen, denn der gute Mann hat jetzt 16.000 Euro Schulden bei der Bank, die ihm die Konditionen dafür schon diktieren wird. Da frage ich mich schon nach den Rechtsgrundlagen, denn das ist das wahre Raubrittertum.

  12. Willi F. Gerbode
    20. Februar 2013, 19:36 | #12

    @Christina Dass hier Fragen offen sind, ist offenkundig. Vielleicht sollte man erst einmal den gesamten Sachverhalt und seine Vorgeschichte kennen, bevor man billig und pauschalisierend von „Raubritter-Diktatur“ spricht. Es sollte doch zu denken geben, dass in D es wohl niemanden gibt, der gern Steuern zahlt, dass es wohl aber kaum jemanden gibt, der das System des Steuereinzugs in einem demokratischen Staat in Frage stellt. In GR werden staatliche Institutionen gern als feindlich dargestellt und auch so behandelt. „Ich bin doch nicht bescheuert und zahle Steuern“, hat man mir immer wieder vor Ort entrüstet gesagt. Dass man damit in die gleiche Kiste steigt wie die ganz großen Steuerhinterzieher und Plúsii, ist den meisten wohl nicht bewusst oder es wird verdrängt.

    Wie soll der Bevölkerung in anderen Staaten der Eurozone vermittelt werden, dass GR – auch ausserhalb der Tranchen – durch Wiederaufbauprogramme („Marshall-Plan“) wieder auf die wirtschaftlichen Beine gebracht werden muss, evtl. sogar durch weitere Schuldenschnitte, wenn diese dem Staat gegenüber feindliche Mentalität besteht. Dass letztere ihren historischen und soziokulturellen Background hat, also verständlich und nachvollziehbar ist, steht auf einem völlig anderen Blatt. Nur der ist den allermeisten Deutschen nicht bekannt – und er wird ihnen auch nicht vermittelt. So einige aus dem Elfenbeinturm der deutschsprachigen Wissenschaft arbeiten durchaus zu diesem Thema. Ein Trickle-Down-Effekt, etwa durch die Medien, ist kaum erkennbar. Meine Griechenland-Trilogie ist ein bescheidener Versuch zu informieren, aber ich gebe mich nicht der Illusion hin, dass damit Massen erreicht werden. Man, auch SYRIZA, wird sich in GR darauf einstellen müssen, dass die meisten Europäer (vielleicht mit Ausnahme derer aus den sogenannten „Südstaaten“) so gut wie kein Verständnis für das Verhalten der Griechen haben. Und dieses wäre m.E. die Voraussetzung dafür, dass eine andere Politik in Berlin und Brüssel durchsetzbar wäre. Legitimität gehört eben auch zu einer Demokratie. Allerdings ist die Basis dafür legales Handeln – womit wir wieder bei den Steuern wären … Mit Kampfparolen, wie sie hier immer wieder von GR-Block vorgetragen werden (Ausplünderung, Raubrittertum …) wird man nicht weiterkommen: weder in der politischen Praxis noch im Diskurs.

  13. germanos
    20. Februar 2013, 20:31 | #13

    Da der GR-Block meine Kommentare zumeist blockt, gebe ich hierzu als Dipl.-Finw. und Kenner Griechenlands seit nahezu 30 Jahren keinen Kommentar ab.

  14. Karlie
    20. Februar 2013, 20:59 | #14

    Nun, es mag für den Unwissenden ja wie eine Verschwörungstheorie klingen, doch Tatsache ist, dass die Super-Reichen und Grosskonzerne keine Steuern zahlen, weil sie wissen dass Regierungen Koorporationen also Firmen sind, mit denen man auf gleicher Augenhöhe die Geschäftsbedingungen ausmacht.
    Wenn der kleine Mann das endlich begreift wird er auch verstehen dass er es mit einem Konzern zu tun hat und nicht mit einer Staatsgewalt. Es ist heute gang und gäbe dass Firmen die um ihre Existenz kämpfen die eigenen Regeln brechen.

  15. admin
    20. Februar 2013, 21:25 | #15

    @germanos
    Trotz PISA-Studie hätten wir zumindest von einem angeblich graduierten Leser erwartet, zwischen „Blog“ und „Block“ differenzieren zu können: GR-Block ist hier „Besucher“ und kann keinerlei Einfluss auf die Veröffentlichung irgendwelcher Kommentare nehmen – nicht einmal seiner eigenen 😆

  16. GR-Block
    20. Februar 2013, 21:57 | #16

    @admin
    Ach was, jetzt geben Sie es doch zu, admin, wir beide stecken unter einer Decke.

  17. Arno Nym
    20. Februar 2013, 22:14 | #17

    @Jäger Das mag ja üblich sein, dass manche Bürger dem FA freien Zugriff auf ihr Konto einräumen, aber es ist in DE nicht zwingend nötig (ausser bei der KFZ-Steuer). Wer einmal erlebt hat, wie sich auch in DE das FA am Konto des Bürgers bedient – z.B. bei Festsetzungen der sog. „nachträglichen Vorauszahlung“ für das vorvergangene Jahr oder bei USt-/ESt-Schätzungen, wird dem FA kaum jemals wieder eine Einzugsermächtigung erteilen, ausser er hat etwas an der Klatsche, das gibt’s ja auch.

  18. Arno Nym
    20. Februar 2013, 22:26 | #18

    @Ingi Ich würde sagen: das hängt davon ab, ob die Mahnungen des FA eine Rechtsgrundlage haben oder nicht. Bei rechtswidrig verhängten Säumniszuschlägen etwa hat das FA auch nach inzwischen vier Ankündigungen der Vollstreckung (seit 2011!) keine Chance, über Kontopfändungen an das Geld zu kommen – ganz einfach deswegen, weil man für Erstattungen beim FA natürlich niemals das benutzte Hauptkonto angeben sollte, sondern ein auf Guthabenbasis geführtes, spezielles „FA-Konto“ mit einem symbolischen Euro Guthaben und keinen weiteren Zahlungseingängen. Das Konto braucht dann nicht einmal ein P-Konto (Pfändungsschutz) sein. Das FA versucht fast immer das Konto zu pfänden, welches für Erstattungen angegeben war in der ESt-Erklärung, auch wenn es schon drei Dekaden lang nicht mehr existiert und die Bank zwischenzeitlich fünfmal ihren Namen änderte oder den Besitzer wechselte.

  19. LiFe
    20. Februar 2013, 23:06 | #19

    Bei uns in D hat eine Baufirma Insolvenz anmelden müssen. Die Baufirma war keineswegs schlecht. Im Gegenteil sie hatte einen sehr guten Ruf und sei gut gelaufen. Der Grund für die Insolvenz soll auf Außenstände von Kunden sein, die ihre Rechnungen nicht bezahlt haben. Man wundert sich, dass eine Firma, die so gut gearbeitet hatte und eine Fülle von Aufträgen hatte den Bach runter geht. So sieht es aus. Wenn dann das Finanzamt Geld sehen will, dann wird es sich um die Nöte einer Firma kaum scheren. Ja, mit der Selbstständigkeit ist es auch ein Leid. Es gibt Leute, die es realistisch sehen und deshalb einen großen Bogen davor machen. Das Vertrauen geht bei manchen verloren.

  20. Christina
    20. Februar 2013, 23:49 | #20

    Es ist völlig irrelevant, ob die Hintergründe zu dem oben geschilderten Fall bekannt sind. Entscheidend ist, ob die genannten Fakten stimmen. Stimmen sie nicht, ist jeder Kommentar eine Zeitverschwendung. Stimmen sie, wird es allerdings höchstinteressant.
    In einem Rechtsstaat darf der Fiskus bei überfälligen Steuerschulden selbstverständlich ein Konto pfänden, allerdings nur in Höhe des vorhandenen Guthabens (siehe auch oben die Strategie von Arno Nym). Ist der Steuerschuldner darüber hinaus zahlungsunfähig, kann er Privatinsolvenz beantragen, die selbstverständlich gerichtlich überprüft wird. Dann bleibt ihm immerhin ein Existenzminimum. Der Fiskus kann nur über dieses Existenzminimum hinausgehendes Einkommen pfänden. Und nach sieben Jahren kann und darf der Schuldner einen schuldenfreien Neustart wagen. So sieht, in aller Kürze, deutsches Recht aus.
    Anders offenbar in Griechenland. Stimmen die im Artikel genannten Fakten, und davon gehe ich im Moment aus, dann hat der griechische Fiskus nicht nur ein vorhandenes Guthaben zwecks Begleichung einer Steuerschuld eingezogen, sondern zugleich Zugriff auf sein künftiges, in der Gegenwart allerdings fiktives Einkommen genommen (kommt einem irgendwie bekannt vor, nicht?). Allerdings hat er das nicht auf eigene Kappe gemacht, sondern den Kontoeigentümer dafür zum Schuldner eines Privatunternehmens mit wahrscheinlich ziemlich hohen Dispozinsen gemacht. Das ist nicht nur ein unglaublicher Eingriff in Bürgerrechte, sondern der griechische Staat offenbart sich hier als Willkürunternehmen. Wie war das noch mal mit der Rechtsstaatlichkeit als Voraussetzung für den EU-Beitritt? Und wie verhält es sich dann mit der Rechtsstaatlichkeit in der EU? 😀

  21. Christina
    21. Februar 2013, 00:49 | #21

    @ Willi F. Gerbode
    Ευχαριστώ για τα δασκαλέματά σας, αλλά στη περίπτωσή μου κομίζετε γλαύκα εις Αθήνας. Δεν είχα κακή πρόθεση.

  22. Willi F. Gerbode
    21. Februar 2013, 09:43 | #22

    @Christina Mía chará. – Allerdings gibt es schon so viele Eulen in Athen. Da macht die eine oder andere mehr den Kohl nicht mehr fett. Die Eulenäugige auf dem Dach der Universität würde Speer und Schild wegwerfen, wenn sie sehen könnte, was die Griechen aus ihrem Land gemacht haben – mit tatkräftiger Unterstützung Merkózys. Tsiprandéou wird die Gelegenheit bekommen, sein Volk aus Ägypten zu führen.

    Und Wissen und Schwadronieren ist das eine, Handeln ist das andere. Also: lieber Lehre als Leere. Alíthia!

  23. Jäger
    21. Februar 2013, 11:47 | #23

    @Willi F. Gerbode

    super geschrieben !
    Ich habe persönlich nun doch die Hoffnung, dass hier in GR endlich durchgegriffen wird.

    Meine einzige Angst ist jedoch, dass eine Protestlawine (Streiks) vollkommen aus dem Ruder laufen und diese Regierung zum Rücktritt zwingt.

  24. blauweiss
    21. Februar 2013, 18:37 | #24

    Es wird Zeit, dass in GR der gesamte Staatsapparat mitsamt seiner Verwaltung ausgemistet wird und wenn die jetzige Regierung – die ja nur ein verlängerter Arm der Troika und er Interessen internat. Großbanken und Gläubiger ist – dazu nicht in der Lage scheint, dann muß sie halt weg. Notfalls auch und ganz besonders durch den Druck der Strasse! Vorher macht es keinerlei Sinn jemanden zu erklären, warum er Steuern zahlen soll und sich für die Finanzierung eines reformunfähigen korrupten Systems aufopfern soll!

    Jahrzehntelang befand sich das Land in der Hand einiger weniger wohlhabender und einflussreicher Familien, die das Land zu ihren Gunsten unter Zuhilfename des verfilzten Staatsapparats ausgeplündert haben. Faustregel: je mehr Filz und bürokratische Ineffizienz bzw. Unübersichtlichkeit, desto mehr Korruption! Das hat zu solchen Blüten geführt, dass jeder der in so einem Büro nur einen Stempel halten kann oder einen Stift schwingen kann, sich wie ein König fühlt und seine Verfügungsgewalt den Rat- bzw. Hilfesuchenden auch spüren läßt. Von Service am Bürger und Mitmenschlichkeit keine Spur. So kann kein Vertrauen in einen Staat aufgebaut werden und der Zorn der Menschen ist nur verständlich.

    Die Ausplünderer und Profiteure des alten Systems sind zu >90% bis heute unbehelligt geblieben (die Millionen schon im Ausland geparkt oder in Immobilien in London oder Berlin umgeschichtet) und es ist dem Mann oder der Frau aus dem normalen Volk nicht zu vermitteln, dass sie nun für diesen ganzen zum Himmel stinkenden Schlamassel zur Kasse gebeten werden sollen. Das Land ist ja faktisch unter Verwaltung der internat. Großbanken und Gläubiger und nicht mehr selbständig geschweige denn demokratisch!

    Solange kein spürbarer und für die Menschen auch sichtbarer Wechsel in den Behörden einzieht, solange wird auch kein Vertrauen entstehen.

  25. Jäger
    21. Februar 2013, 20:18 | #25

    @blauweiss
    ich bin nicht Ihrer Meinung.
    Es waren doch nicht nur einzelne Personen, es galt als „Volkssport“ so gut wie möglich den Staat zu betrügen. Hier haben doch sehr viele „kleinen“ und „große“ Personen ihren Teil dazu beigetragen.
    Es scheint zur Mode zu werden, dass Banken grundsätzlich als die Auslöser der Krise abgestempelt werden. Nein, es ist doch der Staat und seine Bürger selbst, welche die Verursacher waren. Wenn eine Familie über seine Verhältnisse lebt, kommt irgend wann der große Knall und genau so verhält es sich beim Staat.
    Nun soll eine Finanztransaktionssteuer alles wieder richten um so die eigentlich notwendigen Sparanstrengungen abschwächen zu können

  26. Ingrid
    21. Februar 2013, 21:12 | #26

    @blauweiss
    Der Wandel in Behoerden ist da. Man wird viel freundlicher behandelt, wahrscheinlich aus Angst um den Arbeitsplatz. Ansonsten scheint alles noch immer sehr undurchsichtig. Die Informationen sind leider nie ausreichend.
    Und oft rennt man gegen „Waende“, dreimal umsonst, oder erreicht gar nichts.

  27. LiFe
    21. Februar 2013, 22:09 | #27

    @ blauweiss Wenn es einen Preis für Blog-Kommentare geben würde, ihr Kommentar verdiente den 1. Preis! Erlauben sie mir einen Zusatz. Unübersichtligkeit war ein Konstrukt. Die Marionetten in den Büros haben sich unendlich die Blöße gegeben. Sie mögen sich von heute auf morgen um 180 drehen, es wäre zu spät. Der Charakter eines Menschen verändert sich nie. Alles andere wäre nur verstellt. Ich bezweifele, dass Ausplünderer und Profiteure mit Millionen und Immobilien im Ausland großes Ansehen geniessen können. Dies gilt auch für Nicht-Griechen. Die Zeiten sind vorbei, als der Spruch: Geld stinkt nicht galt. Noch nie hat unredlich erwirtschaftetes Kapital derartig gestunken. Fast könnte man sich schämen reich zu sein.

  28. Evangelia Chalkida
    22. Februar 2013, 18:39 | #28

    Also leute ,solche Diskusionen hat es in Griechenland doch immer gegeben,in den Stoas auf dem Aeropag,in zentralen Plätze ,es wird vergessen dass die Zeit des Platon,Aristoteles etz lange vorbei ist.Auch damals diskutierten die Philosophen sie hatten aber ihre Sklaven die für sie arbeitetten.Und wie ist es heute ?genau so ,wo sind die Sklaven der heutigen Griechen ?es sind wir und unsere Kinder die zahlen müssen .Kann mir jemand von euch einen Grund nennen warum die Griechen nicht aus der €-Zone raus sollen.Ausser natürlich dass Germany+France somit ihre Kraft und Ansehen auf der Welt verlieren .Im zweiten Weltgrieg ging es darum eine Weltmacht zu werden aber nur mit den Unterschied dass zu viel Blut vergiessen wurde.Heute wird einfach so, Europa gegründet und wir alle jubilierten um auch Macht zu demostrieren.
    Die Dynastien Karamanlis und Papandreou taten hier noch nötigste, mir wurde übel wenn er in dem Medien mit seinem Lächeln gezeigt wurde .Jeder dieser Politiker hätte gefragt werden müssen wie auch das Volk selber -was eine Oposition ist-klar hat es die gegeben ,aber was hatte sie für eine Aufgabe? Die Griechen sind und bleiben -ein stolzes Volk-.Wer weis dass 89% der Griechen eine Imobilie und 59% wieder davon noch eine zweite besizt.Während Deutschland 50 Jahr nach dem Weltgrieg brauchte um sich aufzubauen ist Griechenland im rasanden Thempo von ca 25 Jahre zu Reichtum gekommen .Sag mir hier einer womit und woher .Den Staat beschiessen wo es nur ging,und jezt??Ich habe voriges Jahr in meine Heimat keine veränderung erlebt,die Supermärkte,Gastätten,Kafenion ,usw liefen genau so, wie sonst die Jahre. Klar gibt es die Armen ,aber gibt es die nicht überall!

  29. Jäger
    22. Februar 2013, 20:52 | #29

    @Evangelia Chalkida
    gut geschrieben.

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