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Erpressung von Immigranten durch Polizisten in Griechenland

19. Februar 2013 / Aktualisiert: 27. April 2013 / Aufrufe: 715

In Griechenland wurde ein weiterer Fall aufgedeckt, in dem Immigranten von Polizeibeamten bedroht und erpresst wurden.

Zwei Polizisten im Alter von 26 und 31 Jahren des Polizeireviers Kaminia in Piräus wurden von dem Department für interne Angelegenheiten der griechischen Polizei (ELAS) verhaftet, und zu ihren Lasten wurde ein Schnellgerichts-Strafverfahren wegen passiver Bestechung, versuchter Erpressung und Pflichtverletzung eingeleitet. Weiter wurde auf Beschluss des Hauptquartiers der griechischen Polizei die umgehende Suspendierung der beiden Polizeibeamten und eine interne Untersuchung angeordnet.

Vorausgegangen war die Anzeige eines 31-jährigen Immigranten pakistanischer Staatsangehörigkeit, Eigentümer eines Lebensmittel- und Kurzwarengeschäfts in Piräus. Die nachfolgende Ermittlung ergab, dass sich am Donnerstagmittag (14 Februar 2013) der 31-jährige Polizist zu einer Kontrolle in das Geschäft des Ausländers begab, in dem zu jener Stunde ein 43-jähriger Ausländer aus Bangladesch vorübergehend die Aufsicht hatte.

300 Euro für Entlassung aus Polizeiarrest

Der Polizist führte den 43-Jährigen mit der Begründung auf das Polizeirevier, die mit sich geführten Reisedokumente seien keine Originale, und auf Benachrichtigung durch den 43-Jährigen wurde danach auch der 31-jährige Eigentümer des Geschäfts auf die Wache bestellt. Laut der Anzeige drohte der 31-jährige Polizist zusammen mit seinem 26-jährigen Kollegen den beiden Ausländern mit Inhaftierung wegen gesundheitsrechtlicher und steuerlicher Vergehen, die sie in dem Geschäft festgestellt zu haben behaupteten und worüber sie auch eine einschlägige Anzeige aufsetzten.

Die beiden Ausländer wurden in Arrest genommen und danach forderten die beiden Polizisten von dem 31-jährigen Ausländer erpresserisch den Geldbetrag von 300 Euro, um die beiden Männer freizulassen. Nach der Weigerung des Pakistaners, das Geld zu zahlen, und der Verhandlung über den Betrag einigten sie sich auf den Betrag von 200 Euro, den der 26-jährige Polizist am nächsten Tag im Geschäft des Ausländers in Empfang nehmen sollte.

Es folgte die Anzeige des Vorfalls durch den Pakistaner bei dem Dezernat für interne Angelegenheiten, dessen Beamte nach Abstimmung den Geldbetrag markierten. Am Freitagmittag (15 Februar 2013) begab sich der 26-jährige Polizist zu dem Geschäft des Ausländers, wo er den Betrag in Empfang nahm und von den Beamten des Dezernats für interne Angelegenheiten verhaftet wurde. Etwas später wurde auch der 31-jährige Polizist wegen seiner Beteiligung an der Sache verhaftet. Die beiden Festgenommenen wurden am Samstag (16 Februar 2013) dem Strafrichter Piräus vorgeführt.

(Quelle: in.gr)

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  1. GR-Block
    19. Februar 2013, 09:24 | #1

    Na, wer sagt’s denn. So wird der Beamtenstand wirklich „gesund“-geschrumpft. Denn nur so entfernt man die kranken Elemente. Den ganzen Patienten abnehmen zu lassen hingegen, war ein übereilter, falscher Ansatz. Die Innere Sicherheit der Polizei sollte jetzt sofort junge, unverbrauchte Leute einstellen, anstatt diese in der Bekämpfung der hohen Ausländerkriminallität zu verheizen. Da gehören erfahrene hochausgebildete und psychologisch trainierte Beamte hin, die es nicht nötig haben, ihr Gehalt aufzubessern. Da sollte man jetzt nicht sparen. Das wird am Ende billiger.

  2. Ingrid
    19. Februar 2013, 17:52 | #2

    @GR-Block
    „gesund“-geschrumpft.
    Aber nur, wenn die Beamten nicht nach wenigen Monaten wieder im Amt sind. Wie es leider oft der Fall ist.

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