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Die unterernährten Ferkel der europäischen Herrlichkeit

19. Februar 2013 / Aktualisiert: 11. Juli 2013 / Aufrufe: 2.384

Die unterernährten Ferkel der PIIGS-Staaten und das zunehmend abscheulichere Gesicht der Herrlichkeit des vereinigten Europas.

Sie nahmen die Anfangsbuchstaben unserer Länder und … der Kürze halber bezeichneten sie uns als PI(I)GS, als … Schweine also, für alle die kein Englisch können – offensichtlich, um uns leichter zu … erkennen. Die Schweine der europäischen Herrlichkeit, der großen Idee des „vereinigten Europas“ könnte man sagen.

Eins von drei „Ferkeln“ dieser Länder also, die nichts anderes darstellen als die zukünftigen Koteletts auf dem Tisch der internationalen Spekulanten, lebt unter der Armutsgrenze. Arbeitslosigkeit, Austerität und Memoranden führten ein Drittel der kindlichen Bevölkerung an die Schwelle der Verelendung. Dies behauptet zumindest die internationale humanitäre Organisation Caritas, und einfach einen Blick um uns herum werfend haben wir keinen Grund, ihr nicht zu glauben.

Mit der Jugendarbeitslosigkeit, die in Griechenland auf über 62% gestiegen ist und uns einen unglaublichen, gleichzeitig aber auch tragischen „Spitzenplatz“ sogar auch unter den anderen „Bruderländern“ des europäischen Südens verleiht, und einem Drittel der Kinderbevölkerung inzwischen erwiesenermaßen unterernährt, erhält Europa zunehmend ein anderes und abscheulicheres Gesicht.

Wenn wir diesen Anteilen der unterernährten Kinder sogar auch noch die Millionen Kinder hinzuzählen, die wegen der Krise erst gar nicht geboren werden, dann könnte man bedenkenlos ohne weiteres von von einem wirklichen Völkermord sprechen.

(Quelle: Zougla.gr)

Relevanter Beitrag:

  1. GR-Block
    19. Februar 2013, 13:59 | #1

    Ein typisch griechischer Artikel, für den Understatement ein Fremdwort ist. Seit vier Jahren beschweren sich die Griechen auf „hohem Niveau“ anstatt ihre Probleme anzupacken. Aus lauter Böswilligkeit sind sie dabei, auf das unterste Level hinabzusteigen und beschuldigen gleichzeitig die „herrlichen“ Rassen für ihren Abstieg. Das ist so offensichtlich und so erbärmlich.

    Es ist nichts Ehrrühriges dabei, zu den PIIGS zu gehören. OK, man wird bemitleidet oder unbegründet verachtet. Aber fette Schweine haben die Chance abzunehmen. Schlank ist in und sollte bei den Ferkeln begonnen werden. Dann klappt’s auch mit dem Image.
    Am selbigen sollten allerdings auch die FUKG-Staaten oder auch die FUKG-US-Staaten arbeiten. Diese Gruppen werden gefürchtet und ebenfalls unbegründet verachtet.

    Wir sollten den EU-Rettungsplan nicht durch gegenseitige Verachtung konterkarieren. Wir alle wollen eine stabile EU in der sich alle Partner-Völker würdig vertreten sehen, die herrlichen und die erbärmlichen, die bemitleidenswerten und die gefürchteten. Nicht wahr?

  2. Ottfried Storz
    19. Februar 2013, 14:30 | #2

    Schuld an der griechischen (Un-) Sozial- und Arbeitsmarktpolitik sind die griechischen Regierungen, die von Griechen gewählt wurden – und nicht von „internationale Spekulanten“.
    Die haben sich Wahlen auch finanziell nicht beinflusst. Griechische Regierungen wurde relativ unbeeinflusst von draussen nur von Griechen gewählt. Die Wahrheit, mehr noch, die Erkenntnis tut sicherlich weh.

    Griechenland leiht sich seit 2010 wegen extrem hohen Ausfallrisiko und damit verbundenen extrem hohen Kreditzinsen kein Geld mehr bei „internationale Spekulanten“. Revolvierende Kredite (alte Anleihen laufen aus, Neuanleihen müssen hierfür platziert werden) und Zusatzkredite erhält Griechenland seitdem nur noch von EZB und IWF. Der Zinssatz hierfür liegt bei ca. 2 Prozent, an Griechenlands Schulden verdient keiner.

    „Internationale Spekulanten“ auch noch für „Millionen Kinder“ verantwortlich machen, „die wegen der Krise erst gar nicht geboren werden“ zeugt von einem festbetonierten Nichtverantwortlichkeitsdenken, nachdem immer die anderen für eigentlich alles schuld sind.

  3. Moppel
    19. Februar 2013, 16:00 | #3

    Es ist wirklich unglaublich, wie verbohrt einige Spezies reflexartig auf alles reagieren, was in irgendeinem Zusammenhang mit Griechenland steht. Konkret bezieht der Artikel sich allerdings auf Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien (also die PIIGS), und die östlichen Beitrittsstaaten sollten auch nicht fehlen, da es dort keinen Deut besser aussieht.

    Im übrigen moniert der Artikel genau das, was auch immer wieder in den Kommentaren durchklingt: selbst Schuld, selbst eingebrockt, nicht besser verdient! 30% der Kinder in Armut und unterernährt? 60% Jugendarbeitslosigkeit? Na und? Sind doch nicht unsere! – Stimmt, zumindest noch nicht. Was wird jedoch passieren, wenn die Zwei-Drittel-Gesellschaft endgültig kippt, wenn sich die Relationen umgekehrt gestalten werden … und das möglicherweise schneller, als es sich die Großkopferten, die selbstgefällige Schickeria je hätten träumen lassen?

  4. landbewohner
    19. Februar 2013, 18:47 | #4

    @GR-Block
    na die „fetten schweine“ sitzen ja wohl in den chefetagen, bankentürmen und parlamenten.
    und die werden sicherlich darauf achten, daß sie noch fetter werden, auch wenn dafür millionen von „armen schweinen“ draufgehen müssen.

  5. GR-Block
    19. Februar 2013, 18:49 | #5

    Es ist eine durch Athener und Brüsseler EURO-Polotiker generalstabsmäßig durchgeführte und dokumentierte humanitären Katastrophe. Trotz meiner beißenden Ironie (s.o.), hier noch ein ernsthafter, wenn auch verzweifelter, Versuch einer historischen Richtigstellung.

    @Ottfried Storz Sie beharren ständig auf das Verursacherprinzip und klammern dabei den Verursacher aus. Ginge es nach dem demokratischen Wählerwillen, wäre 1981 GR nicht in die EWG eingetreten. Die ND wurde deshalb noch im gleichen Jahr vom Wähler abgestraft. Weil aber die Unterschrift geleistet war und die Westeuropäer den Griechen versprachen, einen gewaltigen Markt erschließen zu dürfen, hatten sie sich damit abgefunden. Dieselbe ND hatte 1993 GR in den Binnenmarkt (Maastrichtvertrag 1992) geführt. Noch im gleichen Jahr wurde sie abermals abgestraft.
    Leider gab es in beiden Fällen nur die sozialistische Alternative amerikanischer Prägung PASOK.

    Spätestens seit dem Binnenmarkt allerdings hatten sich EG-Konzerne rührend um Politiker-Karrieren beider „Volksparteien“ gekümmert (nach dem Beispiel Flick-Affäre). Als der Amerikaner Papandreou endlich 1996 gestorben war, konnte auch die EURO-Einführung 1999 unter Kostas Simitis ohne Hindernisse unter Dach und Fach gebracht werden.

    In keinem dieser Fälle wurde das Volk befragt. Freilich hat sich die EG/EU den Verbleib GRs etwas kosten lassen. Auch hatten die griechischen EURO-Politiker alle Hände voll zu tun, damit keiner merkte, dass die meist kleinen Unternehmen nicht wuchsen sondern ausstarben. 1981 waren noch 45% selbständig, 2008 waren es nur noch ca. 30%. Tante-Emma-Sterben in D nutzte der deutschen Großindustrie, Onkel-Jannis-Sterben in GR auch.
    Die Arbeitslosenzahlen schossen ausschließlich wegen des „gesunden“ Wettbewerbs mit dem Ausland in die Höhe, nämlich durch Restrukturierungen in den Jahren 1981, 1993 und 2009.

    Die EU-Staaten waren spätestens seit dem Binnenmarkt nicht mehr souverän. Sie werden bei weitem nicht nur durch Wählerstimmen und Schmiergelder der eigenen Industrie beeinflusst. Sehr wohl sind es aber seitdem fast ausschließlich Schmiergelder der FUKG-Staaten die Politiker-Karrieren in den PIIGS-Staaten fördern.

    Die entsprechenden Ermächtigungsgesetze in D hatte seinerzeit Herr Kohl parallel zum Binnenmarkt ausgebaut: Explizite ERLAUBNIS der Bestechung ausländischer Amtsträger, steuerliche ABSETZBARKEIT von Schmiergeldern, Verbot des Zugriffs der Staatsanwaltschaft auf Steuererklärungen. Gleichzeitig strenge Verfolgung D-interner Korruption (Beispiel Flick). Die Juristen des GR-Blogs könnten dazu sicherlich die richtigen §§ zitieren.

  6. Skyjumper
    19. Februar 2013, 18:52 | #6

    An der Lage der normalen griechischen Bevölkerung gibt es sicherlich nichts zu beschönigen. Sie ist so miserabel, das es kaum schlechter geht. Die übrigen PIIGS-Staaten lasse ich jetzt mal aussen vor, da der Blog hier ja „Griechenland-Blog“ heisst.

    Was ich den Griechen vorwerfe? Warum sich mein Mitleid in engen Grenzen hält?

    Nein, die Griechen sind bestimmt nicht fauler als andere. Korruption? Steuerbetrug? Geschenkt, interessiert mich überhaupt nicht. Aber eine Sache ist den Griechen vorzuwerfen: Sie hatten die Wahl, mehrfach sogar. Mitte Juni 2012, also vor gerade einmal 7 Monaten, haben sich die Griechen in vollem Bewußtsein dessen was ihnen die sogenannten europäischen Freunde abverlangen würden dafür entschieden in der EU unbedingt im Euro und in der EU bleiben zu wollen. Rund 30 % Nea Demokratia und 15 % für die PASOK wenn ich das noch richtig im Kopf habe.
    Nun sollen sie auch damit leben oder sterben was sie sich erwählt haben.

  7. GR-Block
    19. Februar 2013, 19:30 | #7

    @Skyjumper
    Sie haben leider vollkommen Recht, und Ihr niederschmetterndes Urteil ist nicht mehr abzuwenden.
    Die einzigen mildernden Umstände, die ich anführen könnte, sind die von Herrn Sarkozy und Frau Merkel eingeschüchterten 32% Nichtwähler. Diese Hasenfüße hätten bestimmt nicht mehrheitlich ND oder PASOK gewählt. Durch das Getöse der europäischen „Freunde“ hatten sie sich ins Bockshorn jagen lassen. Wenn sie sich doch nur getraut hätten…

  8. Evangelia Chalkida
    19. Februar 2013, 19:59 | #8

    Ich war immer eine stolze Griechin ,die seit 1963 in Deutschland lebt.Damals sind meine Eltern mit der ganze Fam.her ausgewandert,wir haben nichts gehabt ausser einen kleinen Koffer.
    Sicher fuhren später nach dem uns gut ging und wir Fuss hier gefasst haben Jährlich in die Heimat.
    Ich stellte fest dass im laufe der Jahre Griechenland in eine moderner und die Bürger in ein reiches Volk entwickelte.Wir ausgewanderten wurden eher als Fremde empfangen und uns wurde oft klar gemacht dass wir unerwünscht waren.
    Die Stadt aus der ich stamme ,wuchs jährlich in ein Tempo der mir unverständlich kamm
    Ich sah die Einwohner nur verkonsumieren was die Geschäfte her gaben.
    Es wurden die neuste Autos gefahren die ich nur aus den neusten Ilustrieten hier kannte .
    Das Junge Volk kannte in den Sommermonatten,ausschlafen,in den Strand liegen und Abends mit den neusten Klamotten auf der Prominade sich zeigend.Sicher freute ich mich über diese Entwicklung,aber ich sah und erlebte auch den Verfall dieses Volkes ,die Koruption die ich selber Tag täglich elebte und mir wurde mit der Zeit klar dass dieses Volk ,das Land auf das sie stolz sein solten ausschlachtetten wie ein Schwein.
    Nun wundern sie sich und klagen und schieben die Schuld anderen,sicher sind die Politiker auch daran Schuld die wurden aber von Volk gewählt.Ich war und bin dafür dass Griechenland zwar in der EU bleiben sollte aber sie wieder die Drachme einführen sollten.
    Schulden hin oder her ,die werden so wie so nicht zurück bezahlt ob in Euro o. Drachme.

  9. Konstantino
    19. Februar 2013, 20:46 | #9

    @ Skyjumper

    Richtig was Sie da schreiben. Aber ich möchte da zu bedenken geben, was würde die Masse der EU-Bürger machen, wenn ihnen erklärt wird, ohne EU und ohne Euro gibt es kein Geld mehr und wir sind alle pleite. Eventuell würde sich der eine oder andere von uns auch für die NK oder Pasok entschieden haben.

  10. Götterbote2012
    19. Februar 2013, 21:03 | #10

    @Skyjumper

    Ich geben Ihnen da nur bedingt recht. Denn was vermutlich auch Sie nicht einschätzen können und wissen, ist der Einfluss, den auch die Medien diesbezüglich spielen oder gespielt haben. Sie müssen sich vorstellen, dass dort Tag und Nacht die schlimmsten Horrorszenarien ausgemalt wurden, wenn denn der Staat nicht tut, was man (oder besser gesagt EU/Deutschland) von ihm verlange und pleite ginge. Es wurde so getan, als wenn das Land in einem Inferno untergehen würde. Was glauben Sie, würden die Deutschen unter ähnlichen Bedingungen wählen? Wohl auch die vermeintlich sichere Variante, oder?!

  11. GR-Block
    19. Februar 2013, 21:19 | #11

    @Skyjumper
    @Konstantino
    @Götterbote2012
    Die neue Praxis, sich in die Parlamentswahlen anderer EU-Staaten einzumischen und eindeutig Partei zu ergreifen, wird zurzeit in Zypern fortgeführt. Eine neu Ära bricht an.

  12. Christina
    19. Februar 2013, 21:33 | #12

    @ GR-Block
    Ich hätte da mal eine Nachfrage. Ich kann Ihren Beiträgen ja meist zustimmend folgen, der Begriff „FUKG-Staaten“ war mir allerdings bislang unbekannt. Nicht eingeführte Abkürzungen kann ich allerdings wenig leiden. Ein google-Versuch hat ergeben, dass die ersten drei Einträge auf Ihre Beiträge in diesem Blog zurückgehen. Soll das folglich bedeuten, dass Sie sich an einer neuen Begriffsbildung versuchen?
    Da ich auch nicht auf den Kopf gefallen bin, kann ich mir schon zusammenreimen, dass es sich wohl um France, United Kingdom und Germany handeln soll. Bislang war mir allerdings unbekannt, dass diese drei großen EU-Staaten immer an einem Strang ziehen und dass das Interesse des einen immer auch das Interesse des anderen Staates sein sollte.
    Ich kenne allerdings andere Institutionen, die hohen Einfluss insbesondere auf die EU-Kommission haben, deren Mitglieder aus weit mehr als den drei großen EU-Staaten stammen, und die ganz sicher nicht nur „Ferkeleien“, sondern eine Menge „Schweinereien“ zu verantworten haben: Die ERT (European Round Table of Industrialists) und das EEF (European Energy Forum), beides große, finanzkräftige und einflussreiche Lobbyorganisationen des Großkapitals bei der EU.
    Also wenn Feindbilder, dann bitte die richtigen.

  13. Skyjumper
    19. Februar 2013, 22:05 | #13

    @Götterbote2012

    Nicht nur an den Götterboten, sondern auch an GR-Block und Konstantino.

    Oh, nicht das ich hier falsch verstanden werde: Die Bürger in Deutschland, wie auch den anderen europäischen Staaten (man siehe sich nur an, welch Elend sich auch die Spanier gewählt haben) hätten sich kein Stückchen anders verhalten als die Griechen. Insoweit gebe ich Konstantino vollkommen Recht. Und nicht nur in Zypern wird sich gerade kräftigst eingemischt, auch in die italienische Wahl meint sich Herr Westerwelle ja schon einmischen zu müssen … wahrscheinlich ist er wieder mal zutiefst beunruhigt.
    Was schließlich die Horrorszenarien anbelangt … sind die nicht genauso JETZT gekommen? Und war das nicht genauso absehbar? Und, es tut mir leid, die Griechen leben nicht auf dem Mond oder in der dritten Welt. Genau wie die obrigkeitsgläubigen Deutschen haben sie alle Möglichkeiten des WWW gehabt um sich auch ausserhalb der Mainstreampropaganda zu informieren. Es war nur viel bequemer an das Wunder zu glauben das schon alles gut werden wird wenn man nur die alten Verbrecher immer wieder wählt.

  14. Lucy Sky
    19. Februar 2013, 22:31 | #14

    @Skyjumper
    Es hiess nicht umsonst vor den Wahlen, man sollte die Rentner – welche bestimmt nicht zu den von Ihnen genannten Internetbenutzern gehoeren – sicher einsperren, damit sie nicht waehlen koennen. Die haben so wie immer schon gewaehlt und das wird ihnen auch nur schwer abzugewoehnen sein.

  15. GR-Block
    19. Februar 2013, 23:13 | #15

    @Christina
    Vielen Dank für Ihre Anmerkungen. Aber ich finde, man sollte in der Polit-Satire nicht zu pedantisch genau sein. Die Überspitzung machts. Natürlich haben Sie recht. F, UK und G haben nicht alles konspirativ gemeinsam geplant. Genausowenig wie auch die PIIGS-Staaten ihren Absturz gemeinsam geplant hatten. Nein, jeder von ihnen hat es auf seine individuelle kreative Art bewerkstelligt. Ihre Berater und Helfer allerdings waren immer die gleichen. Banken, Industrien und ihre Lobbys in den nationalen und dem Brüsseler Parlament.
    Ich gebe zu, meine Schubladen hinken? Wenn ich einen Staat X bezeichne, dann ist nicht klar, ob ich das Volk, die Industrie oder die Politik meine. Hier baue ich ganz auf Ihren unverletzten Kopf. 🙂

    Da Sie aber so dermaßen „leidenschaftsloses“ Interesse an meinen Ferkeleien („nichteingeführte Abkürzungen“) zeigen, dann versuchen Sie doch bitte, den anderen großen, atlantischen Verbündeten an die Abkürzung hinten anzuhängen (am besten mit einem Bindestrich). Auch das wird hoffentlich Ihre Leidenschaft nicht entfachen. Ansonsten kontaktieren Sie mich umgehend. Wer weiß, vielleicht können wir ja gemeinsam lachen.

    Ich hoffe der oder die admin sieht ein, dass diese Diskussion durch den Charakter des Artikels stark beeinflusst ist. Sobald wir diese Seite verlassen, werden wir wieder ernst … ganz bestimmt.

  16. HJM
    20. Februar 2013, 00:08 | #16

    @GR-Block
    Donnerlüttchen, welch historische Richtigstellung! Griechenland wurde 1981 buchstäblich in die EWG gezerrt. Wollte die Griechen/innen doch überhaupt nicht…

  17. GR-Block
    20. Februar 2013, 04:06 | #17

    @HJM
    Nicht wahr? Da hatte GR kaum die Junta abgeschüttelt, schon wurde es höflich eingeladen sich für die EWG bereit zu machen. Und das nur, weil die Griechen so etwas harmloses wie den NATO-Austritt betrieben. Wo käme man hin, wenn ein Volk zu den Blockfreien übergeht, nur weil Big Brother die Junta offensichtlich unterstützte und die Invasion Zyperns erlaubte.

    Wer so empfindlich reagiert, muss diszipliniert werden. Da hat Nixon (oder war es Ford?) die Vasallen in der EWG abkommandiert zu helfen, das widerspenstige Volk zu „umarmen“. Der erste Ministerpräsident Karamanlis war dafür genau der richtige Partner. Und einen Ersatzspieler für alle Fälle gab es auch schon. Die Zeit drängte, 1981 standen die zweiten freien Wahlen an. Bei den ersten war der Erzfeind die KP wie Phönix aus der Asche der Militärdiktatur aufgestiegen.

    Also beschloss die NATO, dass GR die reguläre EWG-Süderweiterung nicht abwarten kann. Es musste 5 Jahre vor PT und SP und noch vor den Wahlen ’81 nur 7 Jahren nach der Diktatur beigetreten werden. 1978 erhielt Karamanlis den Karlspreis, als noch keiner wußte, was das ist. Elytis erhielt 1979 den Nobelpreis. Ein Jahr darauf unterschrieb Karamanlis noch schnell die Beitrittserklärung, ätsch-bätsch, und wurde „Mann des Jahres“.
    Die PASOK schnaubte und Andreas, der „mannhafte“, Papandreou wetterte: „raus aus der Nato, nicht in die EWG, wir wollen αλλαγή και συμμετοχή“. Das Wahlvolk hing an seinen Lippen und sang: Όταν σφίγγουν το χέρι… Selbst die KP glaubte ihm fast. Sechs Monate später schossen seine Wahlstimmen in die Höhe und er wurde Ministerpräsident. Hollywood nominierte ihn gleich für 2 Oskars … für die beste Nebenrolle und Special Effects.

    Aber was ein rechter Sozialdemokrat ist, wird sich doch nicht etwa durch den Wählerauftrag irritieren lassen. Er verlängerte die Verträge mit der Nato und blieb in der EWG, versprach aber das beste aus beidem zu machen. Nun hatte die USA genau, was sie wollte. GR trat in die EWG ein und hatte einen amerikanischen Ministerpräsidenten, dem das Volk alles nachplapperte. Die Weltkrieg-Siegermächte (es wage keiner zu behaupten, D gehöre nicht dazu) hatten das erste Mal gemeinsame, also amerikanische, militärische Interessen gegen das Reich des Bösen demonstriert. D war glücklich, sich nützlich gemacht zu haben. Und das griechische Volk war ab sofort, damit beschäftigt, neue Slogans einzustudieren, um ihren Führer und seine neuen Freunde hochleben zu lassen. Aus „Ανδρέα προχώρα …“ wurde „Ανδρέα FUKG-US …

    Erst 2009 begriff GR, dass es zum dritten Male in seiner kurzen Geschichte der Souveränität die Papandreoukarte gezogen hatte… äh … ich glaube, ich habe unterwegs die Satire verloren. Ich weiß bloß nicht an welcher Stelle.

  18. HJM
    20. Februar 2013, 23:42 | #18

    @GR-Block
    Der erste lesenswerte Beitrag. Dennoch würde ich lieber über A. Papandreou nichts mehr hören.

  19. GR-Block
    21. Februar 2013, 01:26 | #19

    @HJM
    Ihr Wunsch in Gottes Ohr.

  20. Volker
    21. Februar 2013, 09:18 | #20

    Wir wollen doch aussprechen und den Griechen beruhigend zurufen, daß a) es nicht das deutsche Volk ist, das sich so gebärdet, daß die Griechen sich gedemütigt fühlen, sondern die Politiker, die aber – wie in allen Ländern – nicht das tun, was das Volk will und was dem Volke nützt und frommt, sondern das, was die Finanzeliten wollen!, b) wir erkennen, daß das in GR nicht anders ist, daß auch dort eine kleine, hochkorrupte Gruppe von Politikern, die eng mit den internationalen Eliten und also gegen das eigene Volk zusammenarbeiten, GR in den Euro gemogelt hat, daß andererseits unsere Politiker diesen Betrug sehr wohl erkannten und hinnahmen, weil die Eliten den Euro partout wollten, zum Zwecke ihrer Interessendurchsetzung.

    Kurz: Es spricht nicht das deutsche Volk, wenn der deutsche Kanzler spricht!

    Unsere beiden Völker werden (wie alle Völker) von korrupten, hochverräterischen Politikern verraten und im Wortsinne verkauft. Die Einstellung des Durchschnittsdeutschen zu den Griechen dürfte, gegründet auf Urlaubserfahrungen, eine freundliche sein. auch unter den Gastarbeitern sind die Griechen, anders als Italiener (im Anfang) und Türken und Araber nie durch Kriminalitätsexzesse aufgefallen.

  21. Volker
    21. Februar 2013, 09:25 | #21

    @GR-Block
    Man mischt sich ja nicht nur in Wahlen souveräner Staaten ein.
    Man fegt ja auch ganze, souveräne Staaten, UNO-Mitglieder, hinweg, wenn’s beliebt, siehe Libyen und jetzt Syrien. Mit dem (Schein-)Heiligenschein des Gefasels von der Weltgemeinschaft und ihrem vorgeblichen Recht, nein gar der Pflicht, übernationales Menschenrecht durchzusetzen, tut man das, wozu früher Kriegserklärungen üblich waren. Man unterwirft souveräne Staaten – eine neue Form der Kriegführung! Daß die kontrollierte Presse dies nicht aufdeckt, liegt nahe.

  22. Volker
    21. Februar 2013, 09:33 | #22

    @Skyjumper
    Der Autor hat nicht erkannt, daß durch die griechischen Politiker nicht das giechische Volk handelt, sondern die internationalen Eliten! Der Otto-Normal-Grieche hat sich sicher nicht in den Euro gedrängt!

    Ließe man in den Ländern, in D wie in GR, die Menschen frei entscheiden, und mit frei meine ich auch ohne mediale Gehirnwäsche, ließe man die wahre Vertretung der wahren Interessen der Völker zu, wären die Ergebnisse ohne jeden Zweifel andere erheblich andere – deshalb braucht man ja gerade das Zwangssystem aus Medien + korrupten Politikern !

  23. Ottfried Storz
    21. Februar 2013, 09:54 | #23

    @GR-Block: Sie halten die EWG/EU-Mitgliedschaft für haupt-/mitverantwortlich für die aktuelle Situation in Griechenland ? Und die ca. 150 Mrd. EU-Mittel für kontraproduktiv ? Und Griechenland stünde besser da, wenn es sich in den Ende 70/Anfang 80er mit Moskau verbünde hätte – so gut wie das „blühende“ Moldawien … ? Wie hießen noch mal die Länder, die sich so toll entwickelt haben, nachdem sie mit Moskau kooperierten ? Mit fällt auch nach langem überlegen keines ein. Doch: Syrien …..
    Nur weil Länder „im Süden“ liegen, können sie sich trotzdem toll entwickeln – wie Malta (69% BIP-Schulden, 6,5% Arbeitslosenquote, Korruptionsindex Platz 43, kaum Militärausgaben …) und hoch wettbewerbsfähig sein.
    Wer jedoch permanent nur vermeintliche Fehler und Verantwortliche außerhalb Griechenlands sucht, der ist für Engagement und Veränderungen nicht bereit.

  24. Evangelia Chalkida
    23. Februar 2013, 16:14 | #24

    Es wird diskutiert und diskutiert wie die alten Philosophen ,nur damals kammen die Sklaven aus andere Länder,heute sind wir die Sklaven ,und wir Arbeiten und Arbeiten und bezahlen unsere Steuer,damit Europa stark wird und mächtig.Wer war von euch die lezten Jahre in Griechenland und hat mit dem Volk geredet und gelebt?Den Griechen ist es doch egal wer für sie bezahlt,ihre Schulden ob in € oder in Drachmen werden sie so und so nicht zahlen.Dem Volk ist nicht bei zu bringen dass wen einer mit Anfang ende fünfzig und auch noch früher in die Rente geht die Staatskasse plündert,aber egal haupsache mir geht es gut.Karamanlis ist aus der Eu schon mal raus,und hat sich richtung Osten orientiert.Wiviel Geld er damals von den Sowiets bekomen hat weis kein Mensch,und im nu war er wieder in der Eu und wieder wurde Geld aus der Eu geflossen.Wo ist das alles hin ??? wer hat sich damit berreichert.

  25. LiFe
    23. Februar 2013, 20:27 | #25

    Liebe Frau Chalkida, ich habe den Eindruck, dass die Menschen resigniert haben. Ich habe grundsätzlich mit allen Menschen geredet. Schichtdenken existiert bei mir schon lange nicht mehr. Es war ein Model und dieses Model ist passé. Ausgelaufen. Finito! Lesen sie von Friedrich Nietzsche in also sprach Zarrathustra von dem freiwilligen Bettler. Kurzgefasst: Pöbel oben Pöbel unten. Der Mensch, welcher ein pöstchen besetzt ist ein Chamäleon. Er ist käuflich und korrupt. Die Wahrheit kommt langsam heraus. Vertuschung und Einschüchterung (z. B. Rom) werden nicht länger helfen. Wo das Geld geblieben ist? Wer sich bereichert hat? Auch das wird sich zeigen. Wie heißt es so schön: Siegen durch verlieren.

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