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Archiv für Februar, 2013

Lebenslänglich für Bürgermeister in Griechenland wegen Unterschlagung

28. Februar 2013 / Aktualisiert: 11. August 2020 / Aufrufe: 3.503 4 Kommentare

Der ehemalige Bürgermeister von Thessaloniki in Griechenland und zwei seiner Mitarbeiter wurden wegen Unterschlagung zu lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt.

Zu lebenslänglicher Haft verurteilte die dreisitzige Schwurgerichtskammer des Berufungsgerichts Thessaloniki am 27 Februar 2013 den ehemaligen Bürgermeister von Thessaloniki, Vasilis Papageorgopoulos, wegen des bekannten Finanzskandals bei der Gemeindeverwaltung von Thessaloniki. Vasilis Papageorgopoulos bekleidete das Amt des Bürgermeisters von 1999 bis 2010.

Die Strafe der lebenslänglichen Haft wurde auch gegen den ehemaligen Generalsekretär der Gemeinde, Michalis Lemnousias, verhängt, während der ehemalige Kassenwart Panagiotis Saxonis zu lebenslänglicher Haft plus neun Jahren Haft verurteilt wurde.

Das Gericht erkannte den wegen des Unterschlagungsfalls bei der Gemeinde Thessaloniki Verurteilten keinerlei mildernde Umstände zu. Die Höhe der unterschlagenen Gelder setzte das Gericht in der konkreten Sache auf knapp 18 Millionen Euro an, wozu anzumerken ist, dass der Verbleib des größten Teils der Gelder nach wie vor unbekannt ist.
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Tragikomische Zustände im öffentlichen Dienst in Griechenland

27. Februar 2013 / Aufrufe: 2.090 11 Kommentare

Ein Bericht der Inspektoren der öffentlichen Verwaltung in Griechenland enthüllt erneut geradezu tragikomische Zustände auf dem öffentlichen Sektor.

Beamte mit gefälschten Zeugnissen, andere, die niemals an ihrem Arbeitsplatz erscheinen, wegen schwerer Verbrechen Verurteilte, die regulär weiter beschäftigt sind.

Dies und Vieles andere ist Informationen zufolge in dem viele Seiten umfassenden – anfänglichen – Bericht der Einheit der Inspektoren und Kontrolleure der öffentlichen Verwaltung enthalten, in dem ungefähr 7.000 Fälle eidbrüchiger Beamten verzeichnet sind, die weiterhin von dem Fiskus besoldet werden.

Eidbrüchige Beamte stehen weiterhin im Sold des griechischen Fiskus

Der sich in den Händen des Ministers für Verwaltungsreform Antonis Manitakis befindende Bericht beschreibt absurde Fälle von Beamten, die sich seit geraumer Zeit außerhalb des öffentlichen Sektors zu befinden hätten. Wie die Zeitung „Ethnos tis Kyriakis“ anführt, hat die  – von vielen auch „Einheit der Unbestechlichen“ genannte – Einheit der Inspektoren und Kontrolleure der öffentlichen Verwaltung bei den in den letzten Tagen erfolgten Kontrollen unter anderem ausfindig gemacht:

  • Eine Direktorin einer Schule in Zentralgriechenland, die eine gefälschtes Diplom der Wirtschaftswissenschaften der Wirtschaftsuniversität Athen, aber auch einen postgradualen Studientitel eingereicht hatte, um die Stelle zu bekommen.
  • Ein Bediensteter der Mannschaft der Außenwache in den Strafvollzugsanstalten hatte ein gefälschtes Abiturzeugnis eingereicht, und zwar sogar mit der Durchschnittsnote 18 (auf einer Skala 10 – 20).
  • Bedienstete mit gefälschten Fremdsprachendiplomen, die kein einziges Wort Englisch sprechen und sogar Dienst in „fremdsprachigen“ Positionen versehen.
  • Fälle von Bediensteten mit gefälschten Titeln über Ausbildungen in der Bedienung elektronischer Rechner.

Parallel zu den überraschenden Kontrollen vor Ort bei öffentlichen Behörden stellten die Kontrolleure der Inspektoreneinheitleer stehende Schreibtische fest, an denen Beamte hätten arbeiten müssen, aber auch Missbrauch bei der Bewilligung von Urlauben, hauptsächlich in Bezug auf Lehrer.

(Quelle: Zougla.gr)

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Die Matadore der Steuerhinterziehung in Griechenland

27. Februar 2013 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 1.368 4 Kommentare

Die Meister der Steuerhinterziehung in Griechenland waren 2009 laut einer Untersuchung der Universität von Chicago Buchhalter, Finanzmakler und Juristen.

Mehr als 50% der jährlichen Einnahmen des Staates scheinen griechische Steuerpflichtige 2009 verborgen zu haben, da der Gesamtbetrag der Einkommen, die laut den Ergebnissen einer Untersuchung der Universität von Chicago nicht deklariert wurden, sich auf ungefähr 28 Milliarden Euro beläuft. Dies führt zu jährliche Einnahmeverlusten für den Staat von über 11 Mrd. Euro – also etwa so viel wie das Volumen des Ende 2012 verabschiedeten Maßnahmenpakets des letzten Memorandums betrug.

Als Champions hinsichtlich der absoluten Beträge, die nicht dem Finanzamt deklariert worden sind, erscheinen die Ärzte, die laut der Untersuchung dem Finanzamt im Durchschnitt ein Einkommen von 29.944 Euro verheimlichten, gefolgt von den Ingenieuren / Architekten mit 28.625 Euro, den Lehrern mit 24.742 und den Buchhaltern / Steuerberater mit 24.573 Euro.
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Souvlaki, Pizza und Snacks Opfer der Krise in Griechenland

26. Februar 2013 / Aktualisiert: 13. Februar 2019 / Aufrufe: 1.344 1 Kommentar

Die Wirtschaftskrise und die hohe Mehrwertsteuer in Griechenland haben in der Branche der Massen-Gastronomie zu Umsatzeinbrüchen von bis zu 30 Prozent geführt.

Eine Studie der Greek Statistical & Economic Data Service (Hellastat S.A.) verzeichnet einen signifikanten Rückgang der Einnahmen der Geschäfte der sogenannten Massen-Gastronomie. Gründe für den Rückgang sind die Rezession und die wirtschaftliche Misere der griechischen Haushalte, aber auch die Erhöhung der Mehrwertsteuer.

Wie aus der Studie hervorgeht, zeigte sich der größte Rückgang im Vergleich zu 2011 bei den Pizzerien, deren Umsatzverluste 30% erreichten, gefolgt von Souvlaki-Grills (- 28%), Fast-Food-Ketten (- 26%), Sandwich- und Snacks-Ketten (- 24%), Coffee-Shop-Ketten (- 24%) und den namhaften Restaurants (- 23%). Parallel ging laut den Einschätzungen der Hellastat die Beschäftigung in der Branche um 20% zurück.
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Rentner in Griechenland ohne Versicherungs- und Steuer-ID

26. Februar 2013 / Aktualisiert: 24. August 2018 / Aufrufe: 860 Kommentare ausgeschaltet

Zahlreiche Rentner in Griechenland sind bei den Versicherungsträgern nach wie vor nicht korrekt mit Sozialversicherungsnummer und Steuer-ID registriert.

In einem dringenden Schreiben fordert der griechische Minister für Arbeit, Sozialversicherung und Fürsorge, Giannis Vroutsis, von den Leitern der Versicherungskassen, die Recherche der Sozialversicherungsnummern (AMKA) und Steuer-IDs (AFM) ihrer Versicherten zum Abschluss zu bringen.

Mit dem von uns ins Parlament gebrachten Gesetz räumen wir nicht nur im Versicherungssystem auf, sondern stehen kurz davor, eins der besten Systeme in Europa für Beobachtung und Kontrolle der Renten zu haben. Und dies, ohne den griechischen Steuerzahler auch nur mit 1 Euro zu belasten. Nur mit unserem Willen.“ führt der Arbeitsminister in einer Erklärung an und betont:

Es ist jedoch schade, dass eine Arbeit, die wir zusammen mit den Leitern der Kassen und den Bediensteten begonnen haben und fast abgeschlossen ist, nicht zu ihrem Ende gelangt. Deswegen verlange ich, dass wir alle unsere Kräfte zur Erreichung auch dieses nationalen Ziels aufbringen. Ganz einfach weil wir es können.
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Krisen-Tourismus in Griechenland

25. Februar 2013 / Aufrufe: 2.762 9 Kommentare

Nach Religionstourismus, Agrotourismus und sogar Sextourismus gibt es in Griechenland nun auch einen organisierten Krisen- und … Erniedrigungstourismus.

Es handelt sich um eine völlig neue Art von Tourismus, der die edelsten Instinkte des Menschen befriedigt, wie jene, welche das Elend um uns herum als Bestätigung unseres eigenen Glücks nutzen. Und je größer dieses Elend, je größer der Abstand ist, um so größer ist auch die „Befriedigung“ darüber, dass … „wir – Gott sei Dank – nicht so wie jene sind„.

Solcherlei perverse Ideen benötigen natürlich einen „seriöseren“ Anstrich, wie beispielsweise eine „Thematik“ der Tour und im Vorliegenden „die Informierung über die wirtschaftliche und kulturelle Situation in Griechenland„. Dieses tolle „Business“ fiel als Idee auch einem amerikanischen Reisebüro ein – also eine Tour durch das Zentrum von Athen, die es sogar „Greek Crisis Walk“ nannte!
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Finanzamt in Griechenland schießt sich auf neue Zielgruppe ein

25. Februar 2013 / Aktualisiert: 28. Februar 2013 / Aufrufe: 3.075 3 Kommentare

Das Finanzministerium in Griechenland nimmt 1,5 Mio. Steuerpflichtige konkreter Gruppen ins Visier, bei denen ein signifikantes Defizit des Steueraufkommen festgestellt wird.

Das ganze Spiel der volkswirtschaftlichen Konsolidierung Griechenlands wird bei der Besteuerung stattfinden. Zumindest ist dies ist die gemeinsame Zuversicht der Stäbe des griechischen Finanzministeriums, und auf dieses Gebiet verlagert sich die Aufmerksamkeit des Finanzministers Giannis Stournaras. Wie die Zeitung „To Vima“ berichtete, geht aus den bisherigen Studien und Bewertungen ein signifikantes Defizit bei dem Steueraufkommen konkreter Gruppen der Steuerpflichtigen hervor.

Laut den Auswertungen des Finanzministeriums sind die Möglichkeiten zur Einnahme von Einkommensteuern von den Arbeitnehmern, Rentnern und all jenen, deren Einkommen an der Quelle erfasst werden, ausgereizt worden und haben inzwischen prozentual die entsprechenden europäischen Niveaus erreicht. Viele Spielräume existieren dagegen gemäß dieser Tangierung noch im weiteren Kreis der Selbständigen, „Rentiers“, Handelstreibenden und Unternehmer.
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Herzpatient verstarb hilflos im Krankenhaus Preveza in Griechenland

24. Februar 2013 / Aufrufe: 1.285 Kommentare ausgeschaltet

Im öffentlichen Krankenhaus von Preveza in Griechenland verstarb ein Patient, da sich kein Kardiochirurg fand, um ihn zu operieren.

Am Freitagabend (22 Februar 2013) meldete eine Person des Schichtpersonals des Allgemeinen Krankenhauses Preveza (GNP), dass von Seite des GNP verzweifelte Versuche erfolgten, einen 61-jährigen Patienten in ein anderes Krankenhaus zu bringen, da er umgehend in einer kardiochirurgischen Spezialabteilung operiert werden musste.

Letztendlich fand sich kein Krankenhaus, das das Krankenhaus in Ioannina keinen Bereitschaftsdienst hatte und im Ippokratio-Krankenhaus zu der Zeit einem anderen Fall zu begegnen war. Der aus dem Ort Kanalaki stammende und sich in der chirurgischen Klinik des GNP in Behandlung befindende 61-jährige Mann verstarb schließlich am Samstagmorgen (23 Februar 2013) an Herzversagen.

PS an Frau Gennimata (= PASOK-Pressesprecherin): Gestern erklärten Sie in Preveza, auf das Werk der PASOK-Partei stolz zu sein. Bitteschön, das ist Ihr Werk …

(Quelle: PrevezaBest.gr)

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Die Hälfte der Griechen glaubt, die andere Hälfte betrüge das Finanzamt

24. Februar 2013 / Aktualisiert: 11. August 2020 / Aufrufe: 1.465 4 Kommentare

50 Prozent der Bürger in Griechenland glauben, die anderen 50 Prozent bestehlen das Finanzamt, und 70 Prozent meinen, kleine Unternehmer hinterziehen Steuern aus Not.

In Erwartung des neuen Steuergesetzes, an dem die griechische Regierung fieberhaft arbeitet, werden die Befunde einer von dem ESEE präsentierten Erhebung als außerordentlich interessant beurteilt, wonach 70% der Bürger zwar indirekt, jedoch klar die Steuerhinterziehung der kleinen und mittleren Unternehmen „rechtfertigen“ und glauben, sie erfolge aus Gründen der Überlebensfähigkeit und nicht um Gewinn zu erzielen.

Schockierend ist, dass mehr als die Hälfte der Bürger glaubt, die andere Hälfte bestehle das Finanzamt. 53% der Befragten erachten, mehr als die Hälfte ihrer Mitbürger hinterziehe systematisch steuern. Nur einmal gerade 16,4% gestehen jedoch ein, Einkommen verheimlicht und Steuern hinterzogen zu haben. Es handelt sich hauptsächlich um Männer (24,7%) und Personen mit Einkommen von über 2.000 Euro im Monat (23,1%).

Mutiger und ehrlicher erklären 46,3%, darin mitgewirkt zu haben, dass jemand Steuern hinterzieht (indem sie beispielsweise keine Quittung verlangen). Es ist auch anzumerken, dass 74,2% der Bürger gegenüber dem neuen Steuergesetz eine negative Position beziehen, wobei 64,4% glauben, es werde der Steuerhinterziehung nicht essentiell begegnen.

Was die Steuerhinterziehung unter dem Kriterium der Größe des Unternehmens betrifft, glauben sechs von zehn Bürgern (58,4%), die kleinen und mittleren Unternehmen betrieben weniger Steuerhinterziehung als die großen Firmen.
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Tierschützer befürchten Pogrom gegen streunende Tiere in Griechenland

23. Februar 2013 / Aktualisiert: 11. August 2020 / Aufrufe: 1.182 7 Kommentare

Tierschutzorganisationen in Griechenland protestieren gegen die geplante Lockerung der gesetzlichen Bestimmungen über die Tötung streunender Tiere.

Mit einem Gesetzesvorschlag sollen in Griechenland die Kriterien elastischer werden, um ein streunendes Tier (wobei es meistens um Hunde geht) der Euthanasie zuzuführen, was wiederum heftige Reaktionen der Tierschutzorganisation hervorgerufen hat.

Mit dem geltenden Gesetz werden Tiere der Tötung zugeführt, die „ohne provoziert zu werden ein intensives aggressives Verhalten gegenüber dem Menschen oder den anderen Tieren“ äußern, während mit der vorgeschlagenen Änderung die Tiere von der Tötung bedroht sind, die einen „misslungenen Angriffsversuch“ unternahmen oder eine „unnatürlich bedrohende Haltung und Verhaltensweise“ zeigen.

Dies kann jedoch zu Meldungen über Aggressivität von Tieren durch Menschen führen, die sich durch die Präsenz der streunenden Tiere einfach nur gestört fühlen, führt die „Zeitung der Redakteure“ an. Die Gefährlichkeit der Tiere wird von einem fünfköpfigen Ausschuss mit zwei Vertretern von Tierschutzorganisationen, einem Jäger, einem Zuständigen der Kommune und einem Veterinär beurteilt werden.

(Quelle: in.gr)

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